Die Insider-Tipps aus der BRIGITTE-Redaktion

Logieren mit Traumblick, tafeln mit Genussgarantie, einfach dasitzen und sich am schönen leichten Leben freuen - unsere 20 Lieblingsorte in Italien!

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Comer See: Das Licht am Lago Clooney

Mein liebster Luxus-Ausflug beginnt in Menaggio, rund 20 Kilometer nördlich von George Clooneys Villa - und Sie brauchen nichts mitzunehmen als eine Krawatte für Ihre männliche Begleitung. Von Menaggio nehmen Sie das Boot nach Varenna. Die Matrosen an Bord sehen aus wie Versace-Models, bunte Häuser, Villen und Paläste reihen sich am Ufer aneinander, dahinter stapeln sich die Berge bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Alpen. Der Star des Sees ist aber - natürlich abgesehen von George Clooney - das Licht. Es überstrahlt alles. Als würden die Berge ringsum es einfangen, trichtern und dann ganz konzentriert auf die Wasseroberfläche werfen. Von Varenna wandern Sie durch ein kleines Wäldchen und über blühende Wiesen zum Castello di Vezio, einer antiken Burg mit atemberaubendem Ausblick. Von hier können Sie schon das Ziel der Reise sehen: das Fünf-Sterne-Grandhotel "Villa Serbelloni" am äußersten Ende von Bellagio. Es liegt auf einer Landzunge im See und ist umgeben von einem Garten mit üppigen, teils exotischen Pflanzen - und neben einem Pool hat es eine eigene Badestelle am See. Hoffentlich hat Ihr Begleiter an die Krawatte gedacht; die braucht er, wenn Sie auf der Hotelterrasse dinieren möchten.

Tipp von Annette Simons, stellvertretende Art-Directorin bei BRIGITTE

Grand Hotel Villa Serbelloni, Via Roma 1, I-22021 Bellagio, Tel. 031/95 02 16, Fax 95 15 29, www.villaserbelloni.com.

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Gardasee: Paradiesische Ruhe

Am Wegesrand liegt eine Zypresse; rund 300 Jahre ist sie alt, steht auf einer Inschrift. Und dass der Baum 1995 bei einem Sturm umgestürzt sei. Ein Ort, wo ein Baum so liebevoll geehrt wird, muss ein besonderer sein. Würziger Duft liegt in der Luft, kein Straßenlärm, die Sonne bricht sich in den Wipfeln der Zypressen am Rande der Allee. Ich gehe die Allee bis zum Ende, zur "Locanda San Vigilio", einem kleinen Palazzo direkt am See, in dem ein sagenhaft schönes, teures Hotel untergebracht ist. Ein paar Schritte weiter, am kleinen Hafen, öffnet sich der Blick: auf den Gardasee, der nach Süden aussieht wie ein Garda-Meer, so groß, so ausladend - San Vigilio liegt genau zwischen dem schmalen Nordteil und dem weiten Südteil. Auf der engen Mole suche ich mir einen Platz an einem der wenigen Tische eines kleinen Cafés. Ich bestelle ein Glas Prosecco zum stolzen Seeblick-Preis, im Schilf schnattert eine Ente, hin und wieder legt ein Motorboot an. Langsam senkt sich die Abendsonne über den gewaltigen Bergen gegenüber. Auch Rumsitzen kann glücklich machen, die Zeit hat sich davongestohlen.

Ein Tipp von BRIGITTE-Autorin Franziska Wolffheim

Übernachten: Locanda San Vigilio: Schon Prinz Charles und Winston Churchill waren hier zu Gast. Sieben Zimmer/Suiten, alle sehr luxuriös mit schönen Antiquitäten (I-37016 Garda, Tel. 045/725 66 88, Fax 725 65 51, www.locanda-sanvigilio.it.

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Südtirol: Erst der Aufstieg, dann der Speck

Himmlisch die Ruhe. Klar die Bergluft. Abwechslungsreich der Aufstieg: über blühende Wiesen vorbei an Galloway-Rindern zur Bletterbach-Schlucht. Wir nehmen den Zirmersteig am Rand des Canyons auf das 2316 Meter hohe Weißhorn. Zur Belohnung: erst das Panorama - Ortler, Ötztaler Alpen, Rosengarten! Dann sitzen wir unter Sonnenschirmen auf einer Wiese, und aus der Küche weht der Duft. Speckbrot? Kaiserschmarrn? Pasta Bolognese?

Ein Tipp von BRIGITTE-Textchefin Susanne Mersmann

Genießen: Gurndinalm, Eich 28/2, Tel. 04 71/88 67 45; Mitte Mai bis Mitte November. Übernachten: Berghotel Zirmerhof: komfortable Zimmer, ausgezeichnetes Essen (I- 39040 Radein/Südtirol, Tel. 04 71/88 72 15, Fax 88 72 25, www.zirmerhof.com). Einkaufen: Vinothek Merum: großartige Auswahl an Weinen (J. G. Plazer Straße 14, Eppan, Tel. 33 85/21 13 88, www.vinothekmerum.it).

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Friaul: Natur pur an der Adria

Silberreiher stelzen durch Seerosen, Stockenten balzen umeinander. Schwarz befrackte Kavaliervögel suchen nach Fischen. Die Riserva della Foce dell'Isonzo in der Mündung des Flusses Isonzo ist Insel, Naturschutzgebiet und Vogelparadies. Als mich Fabio Perco, Wildhüter und Direktor auf der Insel, herumführte, war die Luft so klar, dass ich sowohl den Golf von Triest als auch das Karstgebirge im Hinterland sehen konnte. Die Klematis blühte lila, das Schilfrohr stach kerzengerade aus den Gräben. Ich spazierte umher, lauschte, guckte. Im Observatorium unter Wasser stand ich Auge in Auge mit Fröschen und Lurchen. Ich sah die weißen Camargue-Pferde über das Schilfgras toben. Ich folgte den Spuren der Rehe. Ein Fuchs guckte aus seinem Bau. Fabio Perco spitzte die Lippen und flötete wie ein Brachvogel: das Symbol des Naturschutzzentrums.

Ein Tipp von BRIGITTE-Mitarbeiterin Inge Ahrens

Naturreservat Isola della Cona, Tel. 04 32/ 99 81 33, www.isoladellacona.it; geöffnet täglich 9-17 Uhr.

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Mailand: Im Himmel der Handschuhe

Von den zahllosen Schaufenstern schon leicht ermattet lief ich Mailands Nobelmeile Via della Spiga entlang. Da stand ich auf einmal vor meinem persönlichen Paradies: Handschuhe, nichts als Handschuhe. Und alle aus Leder, in allen Farben und allen Variationen. Die gut gelaunten Verkäuferinnen brachten mir ein Paar ums andere, ich kaufte das eine und das andere - und musste mich irgendwann bremsen. Denn die günstigsten gibt es schon ab 29 Euro.

Ein Tipp von BRIGITTE-Mitarbeiterin Simone Rickert

Einkaufen: Sermoneta Gloves, Via della Spiga 46, Tel. 02/76 31 83 03, www.sermonetagloves.com

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Piemont: Juchzen am saubersten See Italiens

Wenn ich die Wahl hätte zwischen ihm und einer Mittelmeerbucht, dann würde gewinnen: der Lago Sirio, gesäumt von verwunschenen Badebuchten, der mehrmals zum saubersten See Italiens gekürt wurde. Hier kann ich in langen Zügen durchs Wasser kraulen, den Bergen entgegen, bis zum anderen Ufer, wo Kastanienwald ans Wasser wächst. Der See ist nicht groß, aber groß genug für alle, die ihn lieben: Die Kanufahrer, deren Lachen und Gläserklingen zur Aperitifzeit vom Vereinshaus übers Wasser getragen wird. Die Familien im Strandbad am Ostufer, wo es viel Gejuchze gibt. Die Spaziergänger mit ihren Hunden. Der See nimmt uns alle auf, kühlt uns ab, lässt uns wieder zu Atem kommen.

Ein Tipp von Annette Rübesamen, BRIGITTE-Mitarbeiterin in Turin

Übernachten: Castello San Giuseppe: Historie trifft Stil (I-10010 Chiaverano di Ivrea, Tel. 01 25/42 43 70, Fax 64 12 78, www. castellosangiuseppe.it).

Geniessen: Agriturismo La Miniera: piemontesische Klassiker wie Gnocchi oder Ravioli oder jüdische Spezialitäten, Menü ca. 30 Euro. Hübsche Übernachtungszimmer (Loc. Valcava, Via delle Miniere 9, I-10010 Calea di Lessolo, Tel. 01 25/586 18, www.laminiera.it).

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Italienische Riviera: Sehnsuchtsziel "Angst"

Als ich vor 15 Jahren zum ersten Mal davorstand, war sie mir ein Trost, die Ruine mitten im edlen Badeort Bordighera. Verwirrt vom Liebeskummer, wie ich damals war, wirkte dieser unheimliche Ort nahe der belebten Hafenpromenade beruhigend auf mich. Dass das Anwesen den deutschen Namen "Angst" trägt, liegt weder daran, dass die Fenster nur noch dunkle Höhlen sind, noch am bröckelnden Putz. Es hat schlicht denselben Namen wie sein Erbauer, ein Schweizer, der dieses einst prächtige Luxushotel 1887 hier hinsetzte. Man kann das Bild des Hotels mitnehmen und sich Geschichten dazu ausdenken. Ein Souvenir, das vielleicht nicht mehr lange existiert.

Ein Tipp von BRIGITTE-Mitarbeiterin Bettina Lambrecht

Geniessen: Osteria Il Tempo Ritrovato: handgemachte Pasta (Via Vittorio Emanuele 144).

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Pisa: Focaccias Verführung

Auf einem Fenstersims in der Via l'Arancio steht ein frisch gebackener Kuchen und lockt mit seinem Duft die Hungrigen hierher, mitten ins Univiertel von Pisa. Durch das Fenster sieht man zwei Frauen bei der Zubereitung von weiteren Köstlichkeiten - Auberginenauflauf, Lasagne, Focaccia. Die beiden sind Schwestern, heißen Nadia und Michaela De Siati und kommen aus Apulien. Ihr Restaurant "Nonna Rosa" ist winzig. Wer einen der wenigen Tische ergattert und selbst eindeckt (Brot und Besteck für zwei Euro), hat ein Problem gelöst, steht aber bereits vor dem nächsten: sich zwischen den günstigen Leckereien zu entscheiden.

Ein Tipp von BRIGITTE-Mitarbeiterin Simone Lück

Nonna Rosa: mittags alle Gerichte 2 bis 6 Euro (Via l'Arancio 23, Tel. 050/220 07 82).

Übernachten: Albergo Helvetia: Familienpension, Zimmer sauber, gemütlich und ruhig (Via Don Gaetano Boschi 31, I-56126 Pisa, Tel. 050/55 30 84).

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Latium: Hippies im Mittelalter

Eine grandiose Aussicht hatte meine Freundin Heike mir versprochen. Über das ganze Treja-Tal mit seinen Felshängen und dichten Wäldern. Doch als wir in Calcata ankamen, sahen wir - nichts. Dichter Nebel hatte die ehemalige mittelalterliche Festung eingeschlossen. Mit aufgerissenen Augen starrten wir in die graue Masse. Also, eigentlich sei dort das Valle del Treja, sagte Heike und deutete wage in den Abgrund. Ich hatte das Gefühl, am Ende der Welt angekommen zu sein. Staunend lief ich durch die Gassen und machte vernebelte Fotos. Außer uns war kaum ein Mensch unterwegs. Nur ein paar Hunde folgten uns neugierig. Vor einem Schild, auf das eine schwarzen Katze gemalt war, blieben wir stehen: "La Latteria del Gatto Nero", hier wollten wir essen. Beleidigt zogen die Hunde davon. Ich bestellte "Pollo Cacciatora", was mir Heike mit "Kräuter-Hühnchen" übersetzte, und beobachtete die Gruppe am Nebentisch. Die Männer trugen lange graue Haare, die Frauen viel Kajal und bunte Kleider. Hippies, flüsterte mir meine Freundin zu. Die seien in den 60ern hierher gekommen und hätten die Kunst mitgebracht. Das Huhn schmeckte köstlich. Nach dem zweiten Glas Wein zog ich ernsthaft eine Karriere als Künstlerin in Calcata in Erwägung. Hippies wussten schon immer, wo es schön ist. Auf jeden Fall würde ich wieder kommen - und die Aussicht genießen.

Ein Tipp von BRIGITTE.de-Redakteurin Michèle Rothenberg

La Latteria del Gatto Nero: gute Pasta und Fleischgerichte (Via della Pietà, Tel. 0761/58 80 15, Pasta 6 bis 8,50 Euro). INFO www.calcata.info

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Rom: Straßentheater

Bei Sonne nimmt Giuditta ihren Klappstuhl unter den Arm, steigt die ausgetretene Treppe eines Palazzos aus dem 15. Jahrhundert hinunter und setzt sich an die Straße - nicht irgendeine Straße, sondern die Via del Portico d'Ottavia im alten jüdischen Ghetto. Dort sitzen viele Bewohner, spielen mit den Kindern, reden. Ich komme hierher, wenn ich Bilderbuch-Alltag suche. Es gibt eine kleine jüdische Buchhandlung und daneben einen Laden, der frisches Rosinenbrot verkauft. Die größte Synagoge südlich der Alpen ist nicht weit entfernt. Erst gegen 20 Uhr klappt Giuditta ihr Höckerchen zusammen und steigt wieder in ihre Wohnung.

Ein Tipp von BRIGITTE-Mitarbeiter Thomas Migge

Übernachten: Residenza Il Bollo: sechs kleine, komplett eingerichtete Wohnungen (Vicolo des Bollo 4, I-00186 Rom, Tel. 06/ 320 76 25, www.bolloapartments.it).

Geniessen: La Taverna del Ghetto: jüdische Küche vom Feinsten, Hauptgerichte um 15 Euro (Via del Portico d'Ottavia 8, Tel. 06/ 68 80 97 71, www.latavernadelghetto.com).

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Venedig: Eiszeit an der Lagune

Die beste Eisdiele in Venedig? Für mich (und ich habe mich gewissenhaft durchprobiert) ist es die "Gelateria Millevoglie". Die liegt zwischen der berühmten Scoula Grande di San Rocco und der Frari-Kirche. Als ich sie entdeckte, war Winter und meine Lust auf Eis gering. Aber der Anblick dieser cremigen Massen verführte mich. Fazit: Genuss kennt keine Jahreszeit. Favorit: Mousse Tiramisu.

Ein Tipp von BRIGITTE-Autor Stephan Bartels

Übernachten: Locanda Ca' Zose: entzückendes Haus aus dem 17. Jahrhundert, 2003 renoviert, Zimmer schön, Atmosphäre familiär (Dorsoduro 193/B, Calle des Bastion, I-30123 Venedig, Tel. 041/522 66 35, Fax 522 66 24, www.hotelcazose.com).

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Ferrara: Meditieren auf Rädern

Motorsport mag ich nicht. Er ist wie mein eigenes Leben an schlechten Tagen: sich im Kreis drehen. Sinnlos, dafür schnell und mit Mordsgetöse. Zumindest Urlaub muss anders sein, ganz anders: nicht Ferrari, sondern Ferrara. Summen statt sausen, bummeln statt brausen. In der Stadt am Po leben fast dreimal so viele Fahrräder wie Einwohner. "Cittá delle biciclette", Stadt der Fahrräder, steht auf dem Ortsschild, und genauso meinen die das auch. Es gibt öffentliche Fahrradpumpen und eine Art Fahrradminister. Außerdem einen Bäcker, der jedem, der auf dem Rad kommt, seine Panini billiger verkauft ("Al forno in bici", Via Bologna 269), und Ferienhäuser, bei denen das Rad ganz selbstverständlich im Preis inbegriffen ist. Auf der Stadtmauer, über rote Ampeln, durch die Fußgängerzone - alles, ohne abzusteigen. Ich genieße das Leben vom Sattel aus, freihändig, ohne Limits und vor allem ohne Eile. Das ist ganz wichtig, Ferraresi sind Meister im Langsamradeln. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 14 Stundenkilometern, hat der Fahrradminister mal ermittelt. Einmal im Jahr, Mitte September, messen sich die Ferraresi im Langsamradeln: Wer als Letzter das Ziel erreicht und den Fuß unterwegs nicht vom Pedal nehmen musste, hat gewonnen. Und langsam radeln, ich meine, richtig langsam radeln, wie es nur die richtig alten Ferraresi beherrschen, ist viel schwieriger als schnell radeln. Es ist eine ganz eigene Form der Bewegung irgendwo im Graubereich zwischen Schleichen und Stillstand. Es ist eine Meditation in Balance. Urlaub eben.

Ein Tipp von BRIGITTE-Redakteur Georg Cadeggianini

Info: Fremdenverkehrsamt Ferrara, Castello Estense, I-44100 Ferrara, Tel. 05 32/20 93 70, Fax 21 22 66, www.ferrarainfo.com

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Bologna: La Piazza

Es muss sein, wann immer ich in Bologna bin: meine Zeit auf der Piazza Santo Stefano. Diese Piazza ist bemerkenswert unspektakulär - und deshalb für mich die schönste in Norditalien. Das Knattern der Vespas und das Klappern der Espresso-Tassen aus den Bars sind nur ein fernes Echo. Vor den Palazzi alter Bologneser flattern rote Jalousien im Wind. Neben Zypressen erheben sich die sieben Kirchen. Durch eine kleine Türöffnung spaziere ich immer in die winzige Basilica di San Sepolcro - eine schaurig-schöne Erinnerung an die Zeit zwischen Antike und Mittelalter.

Ein Tipp von BRIGITTE-Mitarbeiterin Anke Dörrzapf

Übernachten: Hotel Orologio: Drei-Sterne-Haus (Via IV Novembre 10, I-40126 Bologna, Tel. 051/745 74 11, Fax 745 74 22).

Geniessen: Trattoria Pizzeria Belle Arti: beste Pizza von Bologna, z. B. mit Steinpilzen, Speck und Scamorza-Käse (Via Belle Arti 14, Tel. 051/22 55 81).

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Florenz: Royale Residenz

Sind Sie sich jenseits des siebten Lebensjahres schon mal wie eine Prinzessin vorgekommen? In Florenz ist es leicht, sich wie eine Principessa zu fühlen, wenn Sie im märchenhaften "Torre di Bellosguardo" absteigen, auf einem Himmelbett liegen und den Blick über die Stadt schweifen lassen. Das Vier-Sterne-Hotel in einer verwinkelten Villa ist auf einem der Hügel gelegen. Großzügige Zimmer mit opulenten Fresken versetzen einen in längst vergangene Zeiten, der Pool im Garten holt einen ins Hier und Jetzt zurück. Und wer dann doch mal Lust auf Stadt-Trubel hat: Bis ins Zentrum von Florenz dauert die Autofahrt nur zehn Minuten.

Ein Tipp von BRIGITTE-Redakteurin Uta Abendroth

Übernachten:Torre di Bellosguardo, Via Roti Michelozzi 2, I-50124 Florenz, Tel. 055/229 81 45, Fax 22 90 08, www.torrebellosguardo.com. Villa Camerata: günstige Alternative, am Fuße der Fiesole-Hügel gelegen. Auch großer Garten, dazu Marmorterrasse. Und auch nur wenige Minuten mit dem Bus ins Zentrum, Voraussetzung: internationaler Jugendherbergsausweis (Viale Augusto Righi 2/4, I-50137 Florenz, Tel. 055/60 14 51, Fax 61 03 00, www.ostellionline.net).

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Toskana: Wohnen mit Postkarten-Flair

Die Toskana, das ist nicht nur Siena, Pisa, Florenz, sondern auch das kleine Pancole. Nie gehört? Hatten wir auch nicht, bevor mein Freund und ich ein Apartment in der Toskana suchten - und "Casa Lari" fanden. Das Erste, was ich wahrnahm, war der Ausblick: vor mir eine Plantage mit Olivenbäumen, dahinter wie gemalt die toskanische Hügellandschaft. Meine Träume von der Toskana wurden voll erfüllt. Und um fünf Uhr morgens, als die Sonne über den Hügeln aufging, sogar übererfüllt. Auf Siena, Pisa und Florenz mussten wir trotzdem nicht verzichten. Die sind von Pancole aus gut zu erreichen - vorausgesetzt, es gelingt einem, sich vom Balkon und dem großartigen Ausblick zu lösen.

Ein Tipp von BRIGITTE.de-Redakteurin Katharina Wantoch

Casa Lari, Località Pancole, I-53037 San Gimignano, Tel. 05 77/95 50 17, www.casalari.it.

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Toskana: Wein gut, alles gut

Unter meinen Füßen knirscht der Kies, über mir leuchtet die Milchstraße, die Grillen zirpen meinen Sommer-Soundtrack, ich laufe taumeltrunken Richtung Bett. Klar, mein Zustand hat auch damit zu tun, dass ich hier in einem Weingut logiere und gut versorgt bin mit hervorragendem Chianti Classico. Aber da ist noch viel mehr: der Blick über die Chianti-Hügel, die Bistecca Fiorentina - und die Umgebung: Die Fattoria Nittardi ist ein altes Gutshaus inmitten von Olivenhainen und Rebstock-Kolonien. Dazu ein Pool, an dem ich herrlich faul die Tage verdöse. Ein Tipp von BRIGITTE-Redakteurin Alena Schröder

Fattoria Nittardi, I-53011 Castellina/ Chianti, Tel. 05 77/74 02 69, Fax 74 10 80, www.stefania-canali.de.

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Siena: Vorhang auf, Tortellini rein

Direkt an der Piazza del Campo verdeckt ein alter speckiger Kordelvorhang eine Tür. "Ihr müsst da rein, die Nudeln sind der Wahnsinn", rief uns ein Anzugträger zu, als wir sehr hungrig und sehr zaudernd davor standen. Ich bin ihm bis heute dankbar: für Tortelloni mit Spinat und Ricotta, dann Wildschweinragout, dann Tiramisu. Ein Tipp von BRIGITTE-Redakteurin Madlen Ottenschläger

Trattoria la Torre, Via Salicotto 7/9, Tel. 05 77/28 75 48; Pasta 6,50 bis 8 Euro.

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Cilento: Ein Stück Antike

Der Duft des Rosmarins zieht um die Akropolis von Velia, Eidechsen huschen über die alten Mosaiken. Ich bin ganz allein hier. Die Massen bleiben in Pompeji, einige kommen bis Paestum, aber nach Velia, in die alte griechische Siedlung noch einen Hügel weiter, kommt so gut wie niemand. Dabei ist sie ein magischer Ort zwischen Himmelsblau, Wäldergrün und Meeresflimmern. Ein Tipp von BRIGITTE-Mitarbeiterin Barbara Schaefer

Übernachten: Casalvelino Zio Cristoforo: familiengeführtes Landgut (über Italimar, Tel. 0334 97 35 515, www.italimar.com. Geniessen: Le Macine: gehobene Cilento- Küche in alten Mauern (Contrada Da Grisi 14, Marina di Ascea, Tel. 09 74/97 21 42). Info: www.cilento-nationalpark.de

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Apulien: Kleines Wunder

Diffuses Licht fließt durch das Rosettenfenster in das Hauptschiff der Basilica Santa Catarina d'Alessandria in Galatina. Auf samtblauem Grund erscheint die biblische Geschichte, von der Genesis bis zur Apokalypse. Die gesamte Hallenkirche wurde Anfang des 15. Jahrhunderts mit Fresken ausgemalt: die fünf Gänge, die Säulen, die gewölbten Decken, die Fensternischen. Angeblich ist diese Freskensammlung die drittgrößte Italiens. Auf jeden Fall ist sie ein wundervolles Bilderbuch. Ein Tipp von BRIGITTE-Mitarbeiterin Kirsten Wulff

Übernachten: Corte dei Francesi: Im 19. Jahrhundert war das Gebäude eine Gerberei, heute ist es ein elegantes Hotel mit großzügigen Zimmern (Via Roma 172, 73024 Maglie (Le), Tel. 08 36/42 42 82, Fax 42 42 83, www.cortedeifrancesi.it).

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Apulien: Die Bucht

Eine Reportage brachte mich nach Gallipoli. Ich machte Fotos auf dem Fischmarkt, dann wandte ich mich einer Häuserzeile zu, hinter der die Küstenstraße verschwand. Was sich danach auftat, ließ meinen Foto- Adrenalinspiegel nach oben jagen. Die Abendsonne tauchte die Bucht vor mir in herrliches Licht, zum Sonnenuntergang kamen die Bewohner aus ihren Häusern, im Wasser tanzten Surfer auf den Wellen. Für zehn Minuten vergaß ich die Arbeit. Saß nur da und guckte. Ein Tipp von Thomas Neckermann, Fotograf im BRIGITTE-Kochressort

Übernachten: Relais Corte Palmieri (Corte Palmieri 3, I-73014 Gallipoli, www.hotelpalazzodelcorso.it).

BRIGITTE Heft 06/08
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