Kolumbien: Urlaub wie im Rausch

Nach Kolumbien haben sich lange Zeit kaum Touristen getraut. Doch mittlerweile ist das faszinierende Land wieder gut zu bereisen. Eine Rundreise.

Kolumbien ist zurück auf der touristischen Landkarte

Ehe es sowieso rauskommt, bestätige ich lieber gleich alle Vorurteile, die man zu Hause zu hören bekommt, bevor man Urlaub in Kolumbien macht. Also, ja, ich gebe es zu: Fotograf Marc und ich sind in Kolumbien mit Drogen in Kontakt gekommen. Mehrmals.

Zum einem mit Kaffee. Der wächst üppig im grünen Hochland, und die gerösteten Bohnen von hier gehören zu den besten der Welt. Zum zweiten mit Alkohol, den wir abends in Form von "Gin Tonic" in einer Strandbar an der Karibikküste getrunken haben. Und zum dritten mit Koka-Blättern, die uns in der Sierra Nevada de Santa Marta ein Indianer vom Stamme der Kogis zum Kauen gegeben hat, da die gegen Höhenkrankheit und Erschöpfung helfen. Mit Kokain haben die reinen Blätter übrigens so viel zu tun wie Mohnbrötchen mit Opium, aber ich möchte dies hier trotzdem offenlegen.

Kolumbien ist zurück auf der touristischen Landkarte. Die Guerilla-Gruppe FARC, die früher die Bevölkerung mit Entführungen entsetzte, verhandelt seit Längerem mit der Regierung für Frieden. Und die Touristen kommen wieder, denn hier gibt es alles: Dschungel und Berge, karibischen Strand und blühende Landschaften, quirlige Metropolen und bilderbuchschöne Kolonialstädte.

Das alles wollen wir auch sehen - und dafür kreuz und quer durchs Land reisen. Und stellen dabei fest: Ein Urlaub in Kolumbien hat generell viel von einem rauschhaften Zustand.

Bogotá: Goldrausch

Der belebte Plaza de Bolivar ist das Zentrum von Bogotás Altstadt

Ehrlich gesagt: Ich hatte vorher wenig Lust auf Bogota, die Hauptstadt Kolumbiens. Ich hatte mir einen kühlen (die Stadt liegt an 2640 Meter Höhe), riesigen (7,8 Millionen Einwohner), schmutzigen und kriminellen (sind das nicht alle lateinamerikanischen Großstädte... ?) Moloch ohne große Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Jetzt bin ich da und stelle fest: Kühl - es sind nur 14 Grad - und riesig stimmt, alles andere nicht. Die Altstadt mit dem reizenden Namen La Candelaria, durch deren steile Kopfsteinpflastergassen wir hochkeuchen (die 2640 Meter Höhe machen auch etwas kurzatmig), ist mit ihren alten kolonialen Häusern und Plätzen überraschend hübsch und, wie Fotograf Marc begeistert ausruft, "viel sauberer als Berlin, hier liegen gar keine Hundehaufen!" Und Sehenswürdigkeiten gibt es weit mehr, als wir Zeit zum Besichtigen haben.

Im Museo del Oro, dem Goldmuseum - einem der wichtigsten Museen in ganz Südamerika - sind die schönsten Schmuckstücke ausgestellt, die ich je gesehen habe, alle gefertigt von indigenen Völkern vor vielen 100 Jahren: Amulette, Nasenringe, Gefäße, kleine Jaguare und Vögel aus purem Gold, und, als Höhepunkt, ein unglaublich detailliert gearbeitetes goldenes Floß samt goldener Besatzung. Es gilt als Beweis für die Legende (ich erinnere mich, völlig unpassend, an einen "Dagobert Duck"-Comic zu dem Thema), dass vor langer Zeit die Ureinwohner Kolumbiens große Mengen an Edelsteinen und Gold als Opfergabe zu Ehren der Götter in einen See nahe Bogot geworfen haben sollen.

Natürlich tauchten im Laufe der späteren Geschichte etliche Abenteurer nach den angeblich versunkenen Reichtümern, einer legte sogar kurzzeitig den ganzen See trocken. Trotzdem wurde zumindest hier "Eldorado", das sagenumwobene Goldland, nie gefunden. Aber bis heute glauben einige, dass nur nicht gründlich genug gesucht wurde. Es ist ja auch eine zu schöne Geschichte.

Die weniger schönen Geschichten aus der eher jüngeren Vergangenheit Kolumbiens hören wir bei unserer anderen Unternehmung an diesem Nachmittag, einer Graffiti-Tour durch die Altstadt. Unser Graffiti-Guide Annemone zeigt auf einige farbenfrohe Porträts: Menschen, die aus ihrem Landstrich fliehen mussten, weil entweder die Guerillakämpfer oder die Paramilitärs die Gegend für den Koka-Anbau zur Herstellung von Kokain beanspruchten. Andere gesprühte Zeichnungen zeigen Obdachlose, die von Soldaten der kolumbianischen Armee erschossen wurden, um "Kopfgeld" für getötete Guerilla-Kämpfer zu kassieren, die gar keine waren - ein besonders düsteres Kapitel aus Kolumbiens Geschichte.

Doch das ist zum Glück abgeschlossen. Annemone, 36, die, wie sich herausstellt, Berlinerin ist, erzählt, dass sie direkt nach Schule für ein Austauschjahr in Bogot. gelebt hat. Vor drei Jahren kam sie dann erstmals wieder zu Besuch - und ist geblieben. "Diese Aufbruchstimmung hier hat mich mitgerissen. Es ist unglaublich, wie sehr sich die Stadt zum Positiven verändert hat", sagt sie. "Und es ist schön, dass immer mehr Touristen kommen, die das sehen."

Salento: Koffeinrausch

Früh aufstehen lohnt sich - bevor die Hitze an der Karibikküste einsetzt, ist es in Cartagena am schönsten

Don Elias ist ein würdiger alter Herr mit weißem Sombrero, der so aussieht, als hätte ihn eine Werbeagentur als Reklamefigur für Kaffee aus Kolumbien gecastet. Aber das ist, wie er glaubhaft versichert, wirklich seine eigene Kaffee-Finca. Und allein für diese Tasse Kaffee hier hat sich die endlos lange Fahrt von Bogotá in die große, grüne Kaffeeregion, die "Zona Cafetera", mit dem (übrigens superbequemen) Linienbus schon gelohnt. Nach Bogotá hatte ich Lust auf Land und bin im 4000-Einwohner-Dorf Salento abgestiegen, gleichzeitig habe ich offenbar eine Art Zeitreise gemacht: Alle Männer, die nicht aussehen wie Kaffee-Finca-Besitzer, sehen aus wie Cowboys, sie reiten auf Pferden durchs Dorf oder fahren mit 40er-Jahre-Jeeps durch die Gegend, die meist vollgepackt sind mit Kaffeesäcken. Oder mit Menschen.

Am nächsten Morgen quetsche ich mich auch in so ein Ding, denn die unfassbar freundliche Besitzerin meines kleinen, spottbilligen Gasthauses hat mir empfohlen, ins nahe Valle de Cocora zu fahren, wo riesige Wachspalmen stehen, die bis zu 60 Meter hoch werden können. Sie sagte noch, es sei ein sehr schöner Anblick, wenn man erst auf einen der Berge laufe, und sich dann beim Runterwandern der Blick ins weite Tal öffne und man die mächtigen Palmkronen langsam aus mysteriös wabernden Nebelfeldern auftauchen sehe. Meine Gastgeberin hat nicht untertrieben: Der Anblick ist überwältigend. Noch schöner als die erste Tasse Kaffee am Morgen.

Medellín: Rauschen der Großstadt

Wo kehre ich nur ein? Beim nächtlichen Bummel in Cartagena findet man viele einladende Restaurants

Medellín überwältigt mich auch, aber auf andere Weise: Die Großstadt wirkt auf mich erst mal chaotisch, unübersichtlich und sehr rau. Was vielleicht daran liegt, dass ich offenbar als einzige Touristin aus meinem Bus nicht etwa im schicken Ausgehviertel El Poblado absteige, wo ein Hotel, Club, Restaurant neben dem anderen steht, sondern im historischen Zentrum, wo es nach Einbruch der Dunkelheit so gar nicht schick ist.

Ist Medellín noch gefährlich? Ich hätte vor der Abreise vielleicht doch nicht die Netflix-Serie "Narcos" über das Leben des Drogenbarons und Massenmörders Pablo Escobar gucken sollen, der von hier aus sein Kartell geführt hat, bis er 1993 erschossen wurde.

"Ach, Paul", seufzt Julianna. Julianna nennt Pablo Escobar grundsätzlich Paul, was nicht liebevoll gemeint ist: "Ich nenne ihn so, damit Passanten nicht denken, ich würde Ausländern irgendetwas Verklärendes über Pablo Escobar erzählen. Er war ein Schwerverbrecher, und die Leute hier verachten ihn. Sie wissen, was für ein Unglück er und das Kokain über das Land gebracht haben." Julianna führt als Freiwillige Besucher durch das Zentrum Medellíns, was, bei Licht betrachtet, gar nicht mehr schlimm aussieht: Menschen, die in der Sonne auf Bänken Zeitung lesen, Jungs, die Limonade verkaufen, altmodische Cafés, Fruchtstände, pralles Großstadtleben.

Dass Julianna überhaupt eine Besuchergruppe von Touristen hat, denen sie dies zeigen kann, wäre noch vor 15 Jahren undenkbar gewesen. Damals galt Medellín als eine der gefährlichsten Städte mit einer der höchsten Mordraten der Welt. Wir stehen auf einem Platz, der damals absolute Nogo-Area war, heute spielen hier Kinder zwischen weißen dünnen Säulen Fangen, Touristen machen Fotos. Die Säulen sind eine Kunstinstallation, die auf den damals verkommenen Platz gebaut wurde. Auch die Bibliothek dort drüben steht erst seit ein paar Jahren. "Das wurde in der ganzen Stadt gemacht: Sie haben die schlimmsten Plätze ausgesucht, um dort Bildung hinzubauen", sagt Julianna. Und es hat sichtbar geholfen, die Stadt wieder lebenswert zu machen.

Madellín - Cartagena - Santa Marta: Meeresrauschen

In Bogotá kann man viel Street-Art entdecken - am besten bei einer geführten Graffiti-Tour

Mit dem Bus würde die Strecke von Medellín an die heiße Karibikküste gut und gern 15 Stunden dauern, daher investiere ich in einen Inlandsflug. Denn nach Cartagena will ich unbedingt: Die alte Kolonialstadt am Meer gilt als touristisches Muss in Kolumbien.

Ich verstehe sofort, warum. Alles sieht hier so aus, als sei ein dickleibiger Roman voller magischem Realismus von Kolumbiens Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez zum Leben erwacht: prachtvolle Häuser mit sonnenorangefarbenen, pinken oder azurblauen Fassaden und schattigen Innenhöfen. Frauen mit Turban und raschelnden gelb-rot-blauen Röcken, den Nationalfarben Kolumbiens, die auf palmengesäumten Plätzen Früchte verkaufen. Weiße Kirchen vor Kopfsteinpflastergassen. Glutrote Sonne, die am Hafen im Meer versinkt. Selbst der alte Inquisitionspalast ist malerisch, und das trotz der Guillotine im Innenhof.

Das Einzige, was Cartagena zum perfekten Karibiktraum fehlt, ist der perfekte Strand. Aber dafür muss man mit dem Bus nur etwas nach Osten fahren. Ich fahre sogar etwas weiter, an der Küstenstadt Santa Marta und dem Nationalpark Tayrona vorbei, um schließlich Teil eines wahr gewordenen Reisekatalog-Klischees zu werden: In der Hängematte eines romantischen Bungalow-Strandresorts fläzend, vor mir schwappen Wellen auf den einsamen Palmen-Sandstrand, hinter mir ein grünes Gebirge, und die hauseigene Strandbar liefert einen stetigen Nachschub an kühlen Drinks.

Um nicht völlig phlegmatisch zu werden, machen Marc und ich einen Ausflug mit den einheimischen Guides Juan und Mulkuabi zu einem Wasserfall, in dem man baden kann. Juan und Mulkuabi sind Kogis, Angehörige eines der vier indigenen Stämme, die hier in der Region leben. Beide kauen unentwegt Kokablätter und fügen immer mal wieder eine Prise weißes Pulver hinzu, das sie einem ausgehöhlten Kürbis entnehmen, der ihnen um den Hals baumelt. Das weiße Pulver... ist, wie Juan mich aufklärt, nur gemahlene Muschelschalen. Der Kalk sorgt dafür, dass die Kokablätter im Mund ihre Wirkung besser entfalten. Das Gefäß, in dem das Pulver aufbewahrt wird, heißt Poporo: "In unserer Tradition bekommt jeder Junge, wenn er erwachsen ist, seine eigene Poporo. Er muss sie immer bei sich haben und darf sie nie verlieren."

Für die indigenen Völker ist Koka ein heiliges Kraut, das sie aus Tradition und aus spirituellen Gründen nehmen. Uns Touristen dagegen geben die Kokablätter mit einer Spitze Kalk vor allem einen Energieschub - ich könnte bei dieser Wanderung jedenfalls Bäume ausreißen. Mache ich aber natürlich nicht. Die Sierra Nevada ist ein Nationalpark und steht unter Naturschutz.

Santa Marta - El Mamey: Glücksrausch

Hoch über Bogotá ist die Luft zwar dünn, aber die Aussicht fantastisch

Von Santa Marta aus habe ich einen geführten Treck in die Ciudad Perdida gebucht, die legendäre verlorene Stadt mitten im Dschungel: Etwa 700 Jahre nach Christus erbaut, für Jahrhunderte vergessen, 1975 wurden die Überreste von Grabräubern entdeckt. Die Ciudad Perdida ist nur zu Fuß oder auf Eseln zu erreichen, zweieinhalb Tage wandert man von El Mamey dorthin, dem letzten mit dem Jeep erreichbaren Ort, dann muss man auf genau dem gleichen Weg zurückwandern. Wir waten durch kniehohen Schlamm und hüfthohe Flüsse. Ich bin schon morgens nass von der tropischen Hitze und abends nass von dem stundenlangen Platzregen, der zuverlässig jeden Nachmittag einsetzt. Ich falle um halb neun todmüde auf meine durchgelegene Schaumstoffmatratze in unseren einfach überdachten Stockbetten-Lagern, um morgens um 5 Uhr wieder aufzustehen. Millionen Mücken zerstechen mich. Ab und an überholt mich ein Kogi auf einem Esel, seine Poporo um den Hals gehängt.

Irgendwann erklimme ich 1200 glitschige Stufen, und dann öffnet sich unvermutet der Dschungel, und sie liegt vor mir: die großen, terrassenförmig angelegten Grundfeste der untergegangenen Stadt, mehr als 1000 Jahre alt, und der Blick über das Grün unter uns ist endlos. Aber das eigentliche Ziel des Trecks ist gar nicht die Stadt. Wie immer gilt: Der Weg ist das Ziel. Er ist wahnsinnig anstrengend. Und wahnsinnig schön. Ich sehe auf die Berge um mich herum und denke an den alten Spruch, dass die beste Droge das Leben an sich ist. Und niemals kam er mir wahrer vor als jetzt und hier, in Kolumbien.

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Unsere Reisetipps für Kolumbien

Touren

Organisiert: Der internationale Reiseveranstalter G Adventures bietet mehrere Gruppenreisen unter einheimischer, englischsprachiger Leitung in Kolumbien an, z. B. die 22-tägige Rundreise "Colombian Culture, Caribbean and Lost City" mit Bogotá, Villa de Leyva, Kaffeeregion, Medellín, Cartagena, Karibikküste und 5-tägigem Treck in die verlorene Stadt ab 2303 Euro pro Person im DZ (ohne internationalen Flug). Die Reisen sind für Menschen aus aller Welt konzipiert, die einerseits gern mit einer Gruppe (bis max. 16 Personen) und organisiert unterwegs sind, andererseits aber auch genug Freiraum für eigene Unternehmungen vor Ort haben wollen - das heißt, alle Unterkünfte, Transfers und Inlandsflüge, aber nur einige Mahlzeiten und Besichtigungen sind inkludiert. (www.gadventures.com , deutschsprachige Info- und Reservierungshotline Tel. 08 00/365 10 00).

Auf eigene Faust: Fernbusse sind das Hauptverkehrsmittel in Kolumbien, preiswert, bequem und sicher – aber wegen der schlechten Straßen oft sehr langsam. Für längere Strecken empfiehlt sich das Flugzeug, selbst kleinere Städte haben einen Airport. Die meisten Inlands-Verbindungen bietet die Staatslinie Avianca (www.avianca.com); die Strecke Medellín–Cartagena kostet z. B. um die 100 Euro.

Unsere Tipps für Bogotá

Übernachten Hotel Augusta. Komfortables Businesshotel, zentral zwischen dem Altstadtviertel Candelaria und Zentrum. DZ/F ab ca. 88 Euro (Avenida Jiménez No 4–77, Tel. 01/283 83 00, www.hotelaugusta.com.co).

Essen El Son de los Grillos. Romantisches, schön altmodisches Lokal im Viertel Candelaria, wo man bei Kerzenlicht und unter Kronleuchtern Steak, Fisch oder Pasta isst (Calle 10 No. 3–60, Tel. 01/284 86 62).

Sant Just. Kolumbianisch-französische Küche?klingt wie ein etwas sperriges Konzept, aber es funktioniert hier hinter der Fassade mit dem Graffiti- Löwen ganz wunderbar. Sehr lecker z. B. Lachs auf Quinoa und geröstetem Gemüse. Nur mittags von 12–16 Uhr geöffnet! (Calle 16A No. 2–73).

Machen Wenn man sich in ganz Kolumbien nur ein einziges Museum ansehen will, dann das hier: mehr als 35 000 präkolumbianische Arbeiten aus Gold von erstaunlicher Raffinesse und Detailliertheit, die bei Ausgrabungen gefunden wurden (Carrera 6 No. 15–88, www.banrepcultural.org/museo-del-oro).

Graffiti Tour. Spannende zweieinhalbstündige, englischsprachige (!) Tour durch La Candelaria, wo man durch die Street-Art wahrscheinlich mehr über Bogotá und die Geschichte Kolumbiens erfährt als bei einer "normalen" Stadtführung. Absolut empfehlenswert! Täglich um 10 und um 14 Uhr Touren, Treffpunkt ist im Parque de los Periodistas, Bezahlung auf Trinkgeldbasis (www.bogotagraffiti.com).

Unsere Tipps für Medellin und Zona Cafetera

Eine gute Basis zur Erkundung der grünen Kaffeeregion ist das Dorf Salento, das sich trotz des zunehmenden Tourismus viel Charme bewahrt hat.

Übernachten

61Prado. In Medellín, mitten im alten Centro, liegt dieses kleine, angenehme Gasthaus mit gutem Restaurant. Einziger Minuspunkt: Die Gegend ist nachts immer noch nicht die sicherste, es empfiehlt sich, nach Einbruch der Dunkelheit ein Taxi zu nehmen. DZ ab 25 Euro (Calle 61 No. 50A-60, Medellín, Tel. 04/254 97 43, www.61prado.com.

Hostal El Zorzal. Die Zimmer dieses Hostals in Salento sind sehr schlicht. Toll: der wunderschöne Garten mit Aussicht auf Kolibris und Kaffeehänge, das leckere Frühstück und die unglaublich nette, super hilfsbereite Besitzerin – Spanischkenntnisse helfen. DZ/F ab ca. 20 Euro (Calle 6 Parque de aguas, Salento, Tel. 03 10/463 97 64, www.hostalelzorzal.co

Machen

"Real City Tour" in Medellín. Ausgezeichnete, englischsprachige Stadtführungen zu Fuß durch Medellíns Zentrum in Begleitung von jungen Guides, die unterhaltsam erzählen können. Bezahlung auf Trinkgeldbasis. Online-Anmeldung, der Treffpunkt wird per Mail mitgeteilt www.realcitytours.com

Mit der Seilbahn zum Parque Arví. Noch toller, als in diesem Naherholungsgebiet bei Medellín rumzustromern, ist die 15-minütige Gondel-Fahrt dahin – mit beeindruckenden Ausblicken über die Stadt. Linie L ab Station Santo Domingo, einfache Fahrt ca. 1,20 Euro.

Kaffee-Fincas besuchen. In der Nähe von Salento liegen fast benachbart die Finca "El Ocaso" www. fincaelocasosalento.com mit regelmäßigen Führungen auf Englisch und Spanisch sowie die kleinere von Don Elias. Zu beiden geht es in einer schönen, etwa einstündigen Wanderung vom Dorfkern Salentos aus. Für den Rückweg lässt sich vor Ort meist ein Jeep (oder ein Pferd) organisieren.

Valle de Cocora. Landschaftlich spektakuläres Tal mit hochaufragenden Wachspalmen. Am besten zu erkunden bei einer etwa vierstündigen Rundwanderung?ab Cocora (von Salento aus schnell mit den Oldtimer- Jeeps zu erreichen, die am Marktplatz abfahren) – jeder im Ort kann den Weg erklären, Guide nicht nötig. Der empfiehlt sich aber, wenn man noch höher hinaus möchte: in die Berge des Nationalparks Los Nevados. Auskunft dazu z. B. bei BetaTown in Salento www.beta.com.co

Unsere Tipps für Cartagena und die Karibikküste

Übernachten

Don Pedro de Heredia. Charmantes Haus in Carta- genas historischem Zentrum: Die schlichten, großen Zimmer sind um einen Innenhof gruppiert, das Frühstück gibt's auf der Dachterrasse. DZ/F ab ca. 70 Euro (Calle Primera de Badillo No. 35–74, Cartagena, Tel. 05/664 72 70, www.hoteldonpedrodeheredia.com

Playa Koralia. Abgeschiedenes, romantisches Strandresort östlich des Nationalpark Tayrona. Individuell gestaltete Bungalows mit eigener Terrasse und Hängematte. Vollpension ist obligatorisch, denn das nächste Restaurant ist weit entfernt - und die Menüs hier sind hervorragend. Das Resort organisiert auch Tagesausflüge in die Umgebung. DZ-Bungalow/VP ab ca. 120 Euro (Troncal del Caribe Km 47, Vía Riohacha, Buritaca, Tel. 03 10/642 25 74, www.koralia.com

Casa del Piano. Schönes, modernes Boutiquehotel im historischen Zentrum von Santa Marta. DZ/F ab ca. 70 Euro (Calle 19 # 4-76, Santa Marta,?Tel. 05/420 73 41, www.xarmhotels.com

La Cevichería. Ceviche, roh marinierter Fisch, ist ganz typisch für die Küste - zum Probieren geht man am besten in dieses kleine, lauschige Restaurant in der Altstadt Cartagenas (Calle Stuart 714, Cartagena, Tel. 05/660 14 92, www.lacevicheriacartagena.com

Café del Mar. Nicht untouristisch, aber einen roman- tischeren Platz in Cartagena findet man kaum: In der Open-Air-Bar auf der alten Stadtmauer kann man cocktailschlürfend zusehen, wie die Sonne im Meer versinkt (Baluarte de Santo Domingo, Cartagena). LamArt. Das freundliche Lokal in Santa Marta serviert neben Meeresfrüchterisotto und leckerer Pasta auch Vegetarisches. Es liegt in einer kleinen, autofreien Gasse, wo man auch draußen schön sitzen kann (Carrera 3ra #16–36, Santa Marta, www.lamart.com.co

Machen Treck zur Ciudad Perdida. Für die Tour inkl. Rückweg braucht man 4 bis 6 Tage, unterwegs schläft man in einfachen, festen Lagern mit Stockbetten und ohne Elektrizität. Eine gewisse Grundfitness ist notwendig. Wer direkt bei einem lokalen Anbieter buchen will, wendet sich z. B. an Expotur in Santa Marta, www.expotur-eco.com ca. 200 Euro inkl. Transfers, Guide, Unterkunft, Nationalparkgebühr und Mahlzeiten.

Flug nach Kolumbien Z. B. Frankfurt - Bogotá mit Avianca, ab ca. 900 Euro.

Sicherheit Die Teile Kolumbiens, die Reiseveranstalter ansteuern und in Reiseführern abgehandelt werden, sind seit Jahren für Touristen recht sicher zu bereisen, auch mit öffentlichen Überlandbussen. Dass man in Großstädten nicht allzu sorglos mit Wertsachen unterwegs sein sollte, erst recht nicht nachts, versteht sich von selbst.

Reiseführer Der beste für Individualreisende: "Lonely Planet Colombia" (352 S., 19,95 Euro, Lonely Planet; engl.).

Telefon Vorwahl 00 57, bei der Ortsvorwahl die 0 weglassen.

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Aus Brigitte 10/2016Text: Sonja Niemann
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