Tallinn - die Tipps für ein cooles Wochenende

Tallinn: schöne Altstadt, junge Menschen, nette Bars und die Ostsee direkt vor der Tür. Tallinn ist der ideale Ort für einen Kurztrip am Wochenende.

Für einen Kurzurlaub sind Städtereisen ideal - weil sie in kurzer Zeit so viel Inspiration bieten wie ein dreiwöchiger Strandurlaub. Tallinn, die Hauptstadt von Estland, ist mal was anderes - ausgesprochen jung und modern, trotz der wunderschönen Altstadt mit Flair. Und die Schlangen an den Sehenswürdigkeiten sind auch viel kürzer als in Rom oder Barcelona. Unsere Tipps und Adressen für ein unvergessliches Wochenende in Tallinn:

Übernachten in Tallinn

Swissôtel: Je höher, desto besser - Sie müssen nur ein Zimmer mit Meerblick buchen, um von weit oben den Fähren nach Helsinki nachzuschauen oder Möwen über der Ostsee zu zählen. Auch die Sauna des 5-Sterne-Hotels bietet andere Perspektiven: Vom 11. Stock aus schaut man schwitzend durch die Panorama-Fenster auf das bunte Straßenbild der Stadt. DZ/F mit Meerblick ab 162 Euro (Tornimäe 3, Tel. 003 72/624 00 00, www.swissotel.com/tallinn).

The Three Sisters: Das Haus ist aus dem 14. Jahrhundert, jeder Dachbalken erzählt vom Mittelalter, doch die Einrichtung fügt einen Hauch gemütlicher Moderne hinzu. Und im Restaurant "Bordoo" wird estnische Traditionsküche mit neuen Geschmacksnuancen serviert. DZ/F ab ca. 140 Euro (Tolli 2, Tel. 003 72/630 63 00, www.threesistershotel.com).

Hotel Palace: Das Hotel liegt direkt am Freiheitsplatz mit dem gläsernen Kreuz, beliebter Treffpunkt für Studenten und Skater. Denn Tallinn hat nicht nur Kopfsteinpflaster und historisches Flair - es ist auch eine richtig junge Stadt. DZ/F ab ca. 90 Euro (Vabaduse väljak 3, Tel. 003 72/680 66 55, www.tallinnhotels.ee/palace-hotel).

Essen und Ausgehen in Tallinn

Noa: Draußen das ruhige Graugrün der Ostsee, dahinter glänzt die Skyline Tallinns in der Abendsonne, und auch kulinarisch ist das Restaurant top: im Haus gebackenes Schwarzbrot, Kohl mit Gurkensamen, ein saftig zubereiteter Fisch aus dem Spezialofen. Zum Abschluss des Essens sollte man den Apfelwein probieren, köstlich! (Ranna tee 3, Tel. 003 72/508 05 89, www.noaresto.ee).

Must Pudel: Warum diese Café-Bar nach einem schwarzen Hund benannt ist, bleibt ein Geheimnis. Bekannt dagegen ist, dass sie Treffpunkt aller Hipster der Stadt ist. Aber in Tallinn sind selbst die ganz entspannt, genau wie die Stimmung hier. Der Laden ist gestylt im Sowjet-Design (Orange! Kunstleder! Cord!), überzeugt mit ausgewählter Musik und sehr leckerem Kuchen (Müürihave 20) .

Kohvik Kohalik: Bei schlechtem Wetter knistert der Kamin, die Möbel sind bunt durcheinander gewürfelt und trotzdem ausgesucht dekorativ. Die Gerichte sind schlicht, haben aber alle das gewisse Etwas: Zu den Nudeln mit Hähnchen in Sahnesauce gibt es Granatapfelkerne, aus Roter Bete wird ein schmelzzartes Risotto (Koidu 82, Tel. 003 72/56 63 69 96, www.facebook.com/kohalik).

Sightseeing in Tallinn

Viikingite Küla: Mit dem Auto keine 30 Minuten von Tallinn entfernt, aber trotzdem eine Reise in eine andere Zeit. Hinter dem hölzernen Schutzwall des Wikingerdorfes findet man: Seelenruhe, Alltagsimpressionen wie damals, traditionelle Bräuche und Gerichte. Wer mag, lernt Wikinger-Tänze oder greift zu Pfeil und Bogen (Tel. 003 72/56 64 25 28, www.viikingitekyla.ee).

Birgittenkloster: Zwischen Ostsee und dem Fluss Pirita stehen die Überreste dieses Klosters, das eine schwedische Nonne gründete. Treppen führen in geheimnisvolle Gewölbe, hoch ragen die Mauern des einst größten kirchlichen Bauwerks des Baltikums, das im Sommer beliebter Konzertort ist (Merivälja tee 18).

Einkaufen in Tallinn

Telliskivi Creative City: Feine Ledertaschen, handgestrickte Socken, Bio-Kosmetik und mehr: Im ehemaligen Industriekomplex findet sich in kleinen Lädchen Nettes für Haut, Haus, Heimeligkeit (Telliskivi 60A, www.telliskivi.eu).

Tali: Verspielt, ironisch, liebenswert: Der winzige Laden mitten in der Altstadt ist Spiegel estländischer Seele. Ob handgefertigte Ohrringe mit echten Blüten, bonbonbunte Strumpfhosen oder knuddelige Spielzeugtiere - die Sachen sprechen für Kreativität gepaart mit leisem Humor (Voorimehe 4, www.facebook.com/TaliDisain).

Helina Tilk: Die Designerin Helina Tilk malt ihre stets freundlichen, aber nicht kitschigen Motive auf Keramik und Porzellan: Die Frühstücksteller ziert ein schlabbernder Hund, die Kaffeetassen eine Katze, und auf der Teekanne sprießt eine Blumenwiese (Rataskaevu 6, Tel. 003 72/646 42 80, www.helinatilk.eu).

So viel Zeit muss sein:

  • Für einen Spaziergang durch das Szeneviertel Kalamaja mit bunten Holzhäusern und alternativem Charme.
  • Für eine Kletterpartie auf der "Linnahall" (Mere puiestee 20B). Dieser Betonklotz direkt am Meer ist ein Überbleibsel aus Sowjet-Zeit. An warmen Tagen nehmen die Tallinner auf dem Dach gern ein Sonnenbad.
  • Für einen Besuch im Seaplane Harbour. In diesem Museum kann man ein altes U-Boot von innen erkunden (Vesilennuki 6).
Text: Markus Brügge BRIGITTE 9/2016

Wer hier schreibt:

Markus Brügge
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