Mein Mallorca

Sie lieben die Insel, zu jeder Jahreszeit, und können ohne sie nicht leben: Insider zeigen ihre Lieblingsplätze und geben zahlreiche Reisetipps.

"Ich liebe die Ecken, wo Mallorca noch so ist, wie es früher einmal war"

Maria Antonia Oliver, 47, Chefin von "Hereus de Ribas", der ältesten Bodega von Mallorca.

"Am liebsten bin ich auf der Halbinsel La Victoria, ganz im Nordosten der Insel. Dort steht unser Ferienhaus auf einer kleinen Felsnase vor dem Hafen Mal Pas. Meine Großmutter hat es vor Jahrzehnten gekauft. Drum herum nur ungezähmte Natur: schroffe Felsen, Meer, Agavengewächse und im Hintergrund die Berge. Manchmal nehme ich das Boot und suche mir eine kleine Felsoder Kiesbucht, manchmal das Fahrrad und rolle auf engen Sträßchen immer an der Küste entlang bis zur Ermita de la Victoria, einer Kapelle über dem Meer. Wenn ich nicht so viel Zeit habe, fahre ich hinaus zur Finca Binicomprat (Foto) meiner Geschwister bei Algaida, fast im Zentrum von Mallorca. Die machen dort hervorragenden Wein und vermieten auch ein paar Zimmer."

Lieblingsrestaurants "Ca'n Quiros"(Plaça Constitució 16, Tel. 971/633608): viel besuchtes Restaurant in Sollér mit familiärer Atmosphäre und guter mallorquinischer Küche ohne Schnickschnack, die Terrasse liegt mitten auf dem Hauptplatz. Koch Manuel Quiros ist stolz auf seine frischen Gambas, 22 Euro. Ich esse am liebsten Zicklein, 15 Euro. - "Viena" in C'as Concos (Calle Metge Obrador, 12-13, Tel. 971/842290): sehr angesagtes Lokal mit Riesenbildern und Propeller an der Decke, unter der Leitung eines deutschen Fotografen, internationale gehobene Bistro-Küche, berühmt sind die Wiener Schnitzel, Gericht ab 12 Euro.

Un café, por favor Abends sind die Bewohner auf der Plaça von Sóller wieder fast unter sich. Dort sitze ich gern mit meinem Mann, mal in diesem Café, mal in jenem, blättere in einer Zeitung oder unterhalte mich mit den Nachbarn.

Ausgehen "Bar Bosch", der Klassiker unter den Bars in der Inselhauptstadt Palma (Plaça Juan Carlos 1): Hier fühle ich mich zu Hause.

Vamos a la playa Cala Figuera auf der Halbinsel Formentor, hübsche Sandbucht, wenig besucht, ich fahre mit dem Boot hin, aber man kann sie auch mit dem Auto (sehr holprig) oder zu Fuß (1,5 km) erreichen (vom Cap Formentor auf dem Rückweg hinter der Serpentinenstrecke rechter Hand).

Shoppen Ribas-Weine kann man direkt in der "Bodega Ribas" in Consell probieren und kaufen (Calle Montana 2, Tel. 971/ 62 26 73), ein Bestseller ist der Sio, rund 9 Euro.

Ein schöner Ausflug Von Puerto Sollér nach Sollér, ein Spaziergang auf uralten Wegen durch Olivenhaine, Mandelbäume und Orangenplantagen mit weiten Ausblicken (vom Hafen aus erst bis zu den Häusern von Es Figueral, dann auf den Camí Vell des Port de Sollér über den kleinen Pass Coll d'en Borrassa). Nach Sóller kann man mit der nostalgischen Straßenbahn wieder zurückfahren.

Wenn Gäste kommen "Finca Binicomprat" bei Algaida (Possesio Binicomprat, Tel. 0034/971/125 028, www.fincabinicomprat.com): herrschaftlicher Landsitz, umgeben von Weingärten, Eichen und Pinien, eine Hand voll Zimmer und Suiten, alle modern-zurückhaltend in warmen Tönen. DZ/F ab 118 Euro.

"Hier, in der Fischhalle auf dem Mercat Olivar, gibt es Sorten, die selbst ich noch nie gesehen habe"

Gerhard Schwaiger, 46, ist der einzige Zwei-Sterne-Koch auf Mallorca und seit 20 Jahren Geschäftsführer des Restaurants "Tristan" in Puerto Portals.

"Wer das Essen liebt, so wie ich, muss sowieso in diese Markthallen in Palma, ganz in der Nähe der Plaça Major. Die Auswahl an Käse und Fleisch, Gemüse und Obst ist gigantisch. Am liebsten gehe ich aber selbst hinaus, denn ich bin Angler aus Leidenschaft. Dann fahre ich mit dem Boot raus, mal bei Arenal, mal bei Sa Calobra, mal bei Alcúdia. Dort habe ich die besten Loup de Mer und Rochen meines Lebens gefangen. Und das Meer ist traumhaft schön. Von dort braucht man keine halbe Stunde, und schon ist man in den wildesten Bergen. Oft wandere ich am Cúber-Stausee, suche nach Kräutern oder beobachte Geier und Adler. Dann brutzle ich ein Stück Fleisch an einem der schön angelegten Grillplätze. Wunderbar."

Lieblingsrestaurants "Bens D'Avall" (Urbanización Béns D'Avall, zwischen Deià und Sollér, Tel. 971/ 632381, unbedingt reservieren): Chef Benet Vicens ist für mich immer noch der Beste. Er interpretiert in seinem Gourmettempel traditionelle Gerichte mit viel Fantasie, und das Drumherum stimmt auch. Man sitzt herrlich draußen mit Blick auf die Steilküste, Gericht 20 bis 30 Euro. - "Meson Ca'n Pedro" (Rector Vives 4, Genóva, bei Palma, Tel. 971/402479): Ganz Palma rennt hin, ich finde, mit Recht, es ist laut und voll, aber echt mallorquin, und das Essen schmeckt, vor allem das Grillfleisch. Ein Glas Rotwein und ein Ochsenkotelett: Damit kann man mich glücklich machen. Gerichte um 10 Euro.

Un café, por favor "Gran Café Cappuccino" (Palma, Paseo Maritimo 1): schon legendär, weil es ein ganz eigenes Flair hat und das Publikum total durchgestylt ist. Herrlich zum Gucken. Da trifft man dem Himmel sei Dank keinen Touristen mit freiem Oberkörper.

Ausgehen Nach der Arbeit gehe ich gern in unsere neue Bar vom Bistro des "Tristan" (Plaça del Puerto, Puerto Portals, von 9.30 bis 24 Uhr), da kann man entspannt draußen unter Palmen sitzen, Yachten bestaunen, Leute gucken und ein bisschen flirten.

Vamos a la playa Es Caragol (vom Cap de Ses Salines am Leuchtturm eine halbe Stunde zu Fuß entlang der Küste): wunderbares Wasser und feiner weißer Sand, dahinter Pinien.

Ein schöner Ausflug Klasse für Familien, aber auch recht anspruchsvoll ist der Weg um das Tossals-Massiv, der zwischen Cúber-Stausee und Tossals-Hütte durch fünf grob behauene Tunnel der Wasserleitung führt (3,5 Stunden, unbedingt eine starke Taschenlampe mitbringen).

Wenn Gäste kommen "Lindner-Golf & Wellness-Resort" in Portals Nous (Calle Arquitecto Francisco Casas 18, Tel. 0034/971/7777, www.lindnerhotels.com): ansprechendes Haus mit afrikanischem Flair und 100 großzügigen Zimmern, umgeben vom Green des Golfplatzes, Außen- und Innenpool, Wellness-Bereich mit Behandlungsinseln im wunderschönen tropischen Garten, auch Tagesgäste sind willkommen. DZ/F ab 119 Euro.

"Das Moixet ist ein bisschen wie ein zweites Zuhause"

Antonia Roig 37, Restaurateurin beim Bistum Mallorca, liebt den Marktplatz in Pollença.

"Herrlich, mit Freunden und Verwandten hier zu sitzen. Stundenlang plaudern, lachen. Das gehört für uns Mallorquins zum Wochenende einfach dazu. Wenn ich aus Palma komme, gehe ich am liebsten gleich ins "Ca'n Moixet", so nennen wir das "Café Espanyol". Ein einfaches Lokal, im Inneren schummrig, mit Holzstühlen und Tischen, mit einer langen Bar, über der ein Fernseher läuft. Das gefällt mir. Gegen den kleinen Hunger bestelle ich mir meistens "pa amb oli", geröstetes Brot mit Olivenöl und frischem Tomatenmus.

Lieblingsrestaurants "Hostal Ca'n Mario" (Valldemossa, Calle Uetam 8, Tel. 971/612122): ganz nah an der berühmten Kartause und trotzdem überhaupt kein Touristennepp. Man sitzt im ersten Stock wie bei Oma im Wohnzimmer. Traditionelle mallorquinische Küche, am liebsten esse ich das Hühnchen mit Soße aus Trockenfrüchten, 9,40 Euro. Restaurant des Hotels "Bendinat" (Calle Ferrer Sóbral, 1 Portals Nous-Bendinat, Tel. 971/675725, zwei Wochen vorher reservieren!): für romantische Sommerabende. Die Palmen sind mit Lichterketten umwickelt, die Terrasse liegt direkt über dem Meer, und man hat einen schönen Blick auf die funkelnde Bucht von Palma, feine mediterrane Küche, Spezialität Carpaccio vom Tintenfisch, 10 Euro, wilder Wolfsbarsch, 26 Euro.

Un café, por favor "Café Moderno" (Palma, Plaça Santa Eulalia, 5): nur ein paar Schritte vom Trubel in Palmas Altstadt entfernt - und schon empfängt einen Ruhe auf diesem hübschen Platz mit Palmen, Platanen, einer Kirche und dem Café, das es schon seit 1914 gibt.

Ausgehen "La Hora loba" (Landstraße Palma-Pollença, km 49,8; Tel. 971/535353): Chill-out-Musik und Cocktails im zauberhaften Garten der Edel-Design-Finca "Son Brull" vor den Toren von Pollença, jeden Samstag den Sommer über (ab Anfang Juni). Um Mitternacht wird's richtig voll hier, auch über 25-Jährige fühlen sich hier wohl (im Sommer jeden Samstag sensationelle Jazz-Sessions von 23.30 bis 2.30 Uhr).

Vamos a la playa Cala Varques, mein Lieblingsstrand bei Porto Cristo, pudriger weißer Sand und türkisfarbenes Wasser, umrahmt von Steilklippen, auf denen Pinien wachsen, nie voll, dafür etwas beschwerlich zu erreichen (an der Straße Porto Colom - Porto Cristo kommt ein paar hundert Meter hinter dem Ab-zweig nach Manacor rechts ein Pfad mit dem Hinweis Cala Falco, am Ende geht es dann zu Fuß weiter).

Shopping Am liebsten bummle ich die Calle Sant Miquel auf und ab, eine der Haupteinkaufsstraßen (abgehend von der Plaça Major) in Palmas Altstadt mit vielen kleinen Boutiquen. Besonders gut gefallen mir das "ehen" (Nr. 63) mit junger, frischer, unkomplizierter Mode, und das "Addaia" zwei Häuser weiter, unkonventionell und mit einer großen Auswahl an Accessoires.

Ein schöner Ausflug Beim Aufstieg zum Coll de L'Ofre auf dem Cami d'es Barranc fühle ich mich mit jedem Schritt weiter weg von der Welt. Am Rand des Dörfchens Biniaraix, am alten Waschplatz, gehe ich los (ausgeschildert), von dort den steingepflasterten restaurierten 600 Jahre alten Pilgerpfad hinauf, Stufe um Stufe, durch die wildromantische Schlucht.

Wenn Gäste kommen "Hostal Villa Verde" mitten in Deià (Ramon Llull 19, Tel. 0034/971/639037, www.hostalvillaverde.com): Dort übernachte ich auch manchmal, weil es so entzückend und preiswert ist. Die wenigen Zimmer sind hell, gefrühstückt wird auf der lauschigen Terrasse neben dem Ziehbrunnen mit Blick auf die Dächer von Deià und das Tramuntana-Gebirge. DZ/F 60 Euro.

"Ich könnte die ganze Welt umarmen, wenn ich auf diesem wilden Felszipfel stehe"

Jaime Anglada, 33, Komponist und Sänger mit eigener Band

"Es sind nur zwei langgestreckte Felsen im Meer. Aber sie haben etwas Magisches für mich. Man braucht bloß auf der Landstraße zwischen El Toro und Santa Ponça, so ziemlich genau in der Mitte, in eine kleine Stichstraße einzubiegen, schon ist man dort. Am schönsten ist die Stimmung kurz vor der Dämmerung, wenn die letzten Strahlen der Sonne die vorgelagerten Islas Malgrats in ein zauberhaftes Licht tauchen. Genauso hinreißend auch der Sonnenuntergang in der Cala Fornells (großes Foto), wo ich am liebsten zum Baden hinfahre."

Lieblingsrestaurants "Celler Payes" (Felip Bauca 2, Nähe Plaça de la Reina, Tel. 971/ 726 036): für mich das beste Restaurant der Welt, schlicht, klein, laut, mit netten Leuten, familiäre Atmosphäre, mitten in der Altstadt von Palma. Die Karte mit typisch mallorquinischen Gerichten wie gegrillter Tintenfisch oder gefüllte Auberginen, Mittagsmenü 10 Euro. "La Gritta" in der Cala Fornells (Calle Espiga, 9, Paguera-Cala Fornells, Aldea II, Tel. 971/686166): drinnen fein gedeckt, auf der Terrasse zwanglose Atmosphäre mit fantastischer Aussicht über die ganze Paguera-Bucht, Kinder dürfen im Pool plantschen. Spezialitäten sind hausgemachte Pasta, 8 Euro, und Fischgerichte, 15 Euro.

Un café, por favor "Sa Societat" in Calvia, am Ortseingang neben dem gleichnamigen Theater, beliebter Treffpunkt der Nachbarn.

Ausgehen "Sa Fonda" in Deià, mitten auf der einzigen Durchgangsstraße, Bar mit Laubenterrasse über der Straße, vor allem junges Publikum (12 bis 24 Uhr, montags geschlossen, samstags auch Live-Musik).

Vamos a la playa Am liebsten gehe ich an den kleinen Sandstrand der Cala Fornells, der Blick auf die Küste ist super. Wenn es zu voll wird, lege ich mich etwas abseits auf die Felsen.

Shopping Bazar del Libro in Palma, antiquarische Bücher im wunderbaren Durcheinander an der Kirche Santa Eulalia.

Kultur Miquel Barceló ist für mich der wichtigste und bekannteste Künstler Mallorcas. Sein Werk von der wundersamen Vermehrung von Brot und Fisch hängt in der Seitenkapelle der Kathedrale von Palma.

Ein schöner Ausflug Auf den Gipfel des Galatzo wandern von Puigpunyent aus (den Reserva-Schildern und dann den Zeichen mit der Ziege folgen): ein bizarrer Berg, die Besteigung dauert fast zwei Stunden, ist anstrengend und nur mit Bergstiefeln zu machen. Ein erhabenes Gefühl, von 1026 Meter Höhe fast die ganze Insel im Blick zu haben.

Wenn Gäste kommen "Hotel Cala Fornells" (Crtra. Cala Fornells 76, Paguera, Tel. 0034/971/686950, www.calafornells.com): ein Schmuckstück für mich, weil es schon Tradition hat und jetzt unter dem Juniorchef erfrischend renoviert wurde. Die Zimmer im freundlichen mallorquinischen Stil, blumig und mit Himmelbett, Pool auf der Dachterras-se mit Aussicht auf die Bucht, die durch eine ruhige Straße vom Hotel getrennt ist, am kleinen Strand gibt's eigene Liegen. DZ/F 75 bis 133 Euro.

"Welch ein Glück. Hier hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum was verändert"

Catalina Soller Torrez, 33, Bürgermeisterin von Felanitx

"Einfach zurücklehnen und die Beine baumeln lassen! Das ist für mich das Schönste nach einem anstrengenden Tag im Rathaus. Am liebsten in Porto Colom, im alten Fischerviertel Riveto. Ich setze mich dann an die Kaimauer, beschützt von den Häusern hinter mir, die ganz eng aneinander stehen. Sonntags gehe ich allerdings lieber auf den Markt nach Felanitx (großes Foto). Er zieht sich durch alle Gassen rund um die Kirche."

Lieblingsrestaurant "Florian" (Cristobal Colom 11, Tel. 971/ 824171): rundum gelungener Edelladen an der Hafenpromenade von Porto Colom. Die Einrichtung schön schwülstig und warm, Terrasse mit Kerzen auf weiß gedeckten Tischen, schickes Publikum, gehobene mediterrane Küche. Legendär der Ziegenkäse im Teigmantel und das Roastbeef mit Bratkartoffeln, Hauptgericht ab 15 Euro.

Un café, por favor "Els Tamerells" (Carrer S'Algar s/n, der Straße Richtung Leuchtturm, "faro", folgen, ein Eckhaus): typisch mallorquinische Kneipe im Fischerviertel von Porto Colom. Genauso hat es schon ausgesehen, als meine Eltern dort einkehrten, nur Einheimische, am liebsten sitze ich auf der schattigen Terrasse mit Blick auf die alten Fischerboote.

Ausgehen Mit Freunden gehe ich gern auf einen Drink in das ganz neue durchgestylte "HPC", ein paar Schritte entfernt vom "Florian" an der Hafenpromenade von Porto Colom (Cristobal Colom 5, Tel. 971/ 825323). Dort sitzt schickes, spanisches Publikum im coolen Inneren oder auf der Terrasse mit Blick auf den Hafen. Man kann auch gut neumallorquin-mediterran essen. Gerichte ab 15 Euro. An Wochenenden agiert ein DJ auf der Galerie, von 8 bis 2 Uhr.

Vamos a la playa Platja de Sa Punta, die beiden Mini-Strände direkt am Eingang der Bucht von Porto Colom vor dem Villenviertel Sa Punta sind klein, aber fein und nie voll, das Wasser ist super, und man hat auch einen schönen Blick auf den Ort.

Ein schöner Ausflug Spaziergang von Porto Colom über die Cala S'Algar zur Cala Murada: am Eingang von Porto Colom links durchs alte Fischerviertel zur Cala S'Algar und dann links weiter immer am Meer halten, eine Stunde.

Wenn Gäste kommen "Club-Hotel Cala Marsal" (Urb. Cala Marsal, Tel. 0034/971/825225, www.hotelclubcalamarsal.com): ein paar Schritte hinter der gleichnamigen Bucht, in der Nähe von Porto Colom, alleinstehendes großes Ferienhotel im Baustil der früher 80er, aber modernisiert und sehr gepflegt, mit weitläufigem Garten und großer Pool-Landschaft, ideal für Familien. DZ/F 56 bis 102 Euro, auch pauschal z.B. über alltours. Wer es intimer mag, dem empfehle ich das "Bahia Azul" direkt in Porto Colom (Rda. Crucero Balear 78, Tel. 971/ 825280, www.bahia-azul.de): ein Hostal mit einfachen, renovierten Zimmern, Frühstücksterrasse mit Meerblick; Tauchschule mit deutschem Team. DZ/F 56 Euro.

"Hier steht kein Hotel, es gibt nur eine Hand voll Häuser an den Hängen und ein paar Fischerhütten"

Luis Diaz, 54, ist von März bis Oktober fast jeden Tag in seiner Strandbar an der Cala Llombards im Südosten von Mallorca zu finden - seit 25 Jahren.

"Als ich das erste Mal zur Cala Llombards kam, war mir sofort klar: Wenn ich ein bisschen Geld habe, baue ich mir genau an dieser Stelle eine Strandkneipe. Mit bunten Papageien, Palmblättern als Dach, Palmwedeln um die Sonnenschirme und frischen Sardinen auf dem Grill. So kam es dann auch. Die Bucht ist wie ein tief eingeschnittener Fjord, der Sand weich und fast weiß und das Meer wunderbar klar. Das Ganze wird noch eingerahmt von schroffen Felsen. Vom 25. Juli bis Ende August sollte man allerdings erst abends kommen. Sonst ist es zu voll. Wenn dann die Sonne untergeht, lege ich gute Musik auf, von Supertramp, Isaac Hayes, den Eagles und Steve Winwood."

Lieblingsrestaurant "Sa Farinera", außerhalb von S'Horta (Sisena Volta 78, von Calonge kommend auf dem Weg nach Felanitx, Tel. 971/837228): eine umgebaute Ölmühle mit hübscher Terrasse vor der efeuumrankten Fassade, dort gehe ich gern sonntags mit der Familie hin, bodenständige mallorquinische Küche. Ich bestelle mir am liebsten Lammkeule oder Spanferkel, Gericht 13,50 Euro.

Un café, por favor "Bar Benassar" am unteren Ende des Hauptplatzes Plaça Major in Santanyi, etwas abseits vom Treiben auf dem Platz. Hier treffe ich vor allem Einheimische.

Ausgehen In der Bar "Sa Cova" direkt unterhalb der Kirche auf der Plaça Major in Santanyi ist mittwochs und samstags Live-Musik (ab 21 Uhr). Da ist richtig was los, das Publikum sitzt draußen auf bequemen Korbstühlen.

Shopping Mittwochs und samstags sind Markttage in Santanyi, die Stände auf der Plaça Major quellen über vor Gemüse und Obst, in den Gassen wird Schmuck und Kunsthandwerk verkauft. Nicht so ein Ramsch wie auf vielen anderen Märkten auf der Insel.

Kultur "Festes de Sant Augusti" in Felanitx: Zehn Tage lang im August wird gefeiert, und nicht nur die Dorfbewohner kommen. Popbands spielen, es gibt Prozessionen. Haupttag: 28. August mit Kuhkämpfen und Feuerwerk.

Ein schöner Ausflug Kinder und ihre Väter kraxeln gern direkt vom Strand der Cala Llombards aus über die Klippenküste und am Hang entlang bis in Höhe des großen Felsentors im Wasser, wer weiter geht, kommt zur Cala Santanyi.

Text: Nicole Schmidt Fotos: Jörg Fokuhl BRIGITTE Heft 03/2006
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