Das Universum und ich: Zum Sternegucken geht's nach England!

Eldorado für Sternegucker: Der "Northumberland International Dark Sky Park" ist das größte Gebiet in Europa, in der der Nachthimmel vor Lichtverschmutzung geschützt ist. Der Blick in die Sterne ist umwerfend – und lehrreich.

Auch Lichtverschmutzung ist Umweltverschmutzung

"Ich frage mich, ob die Sterne leuchten, damit jeder seinen eigenen eines Tages wiederfindet."

Nicht erst seit dem "Kleinen Prinzen" von Antoine de Saint-Exupéry wissen wir, wie faszinierend Sterne sind. Seit Jahrtausenden beobachten die Menschen den Himmel bei Nacht, denken sich Geschichten zu seiner Entstehung aus, verbinden ihr Schicksal mit ihm oder versuchen, sich selbst im großen Ganzen, dem Universum, zu begreifen.

Ein Sternenhimmel gehört zu unserem Leben, und doch können wir ihn immer seltener wahrnehmen. Lichtverschmutzung heißt der Fachausdruck, der besagt, dass es inzwischen zu viele Lichtquellen gibt, die uns den Blick auf die Sterne rauben. Auch dieses Phänomen gilt offiziell als Umweltverschmutzung.

Menschen, die einen unverstellten Blick auf die Sterne genießen wollen, reisen deshalb häufig sehr weit, um die Sterne beobachten zu können, beispielsweise nach Asien oder Afrika.

Tatsächlich bietet aber auch Nordengland einen wunderbaren Blick in den Sternenhimmel. Eine Region in Northumberland wurde 2013 von der "International Dark Skies Association" mit Gold ausgezeichnet.

Nordengland ist ein Eldorado für Sternegucker

Seither nutzt Northumberland die Auszeichnung, um mit dem Northumberland International Dark Sky Park den Menschen die Faszination Sternenhimmel näher zu bringen. Auf einer Fläche von 580 Quadratkilometern wird der Nachthimmel geschützt - damit ist er der größte Park in Europa und der viergrößte der Welt.

Duncan Wise vom "Dark Sky Park" erklärt: "Umfragen haben ergeben, dass 85 Prozent der Bevölkerung von Großbritannien noch nie einen völlig schwarzen Nachthimmel betrachtet haben. Auch die Milchstraße haben sie noch nie mit eigenen Augen gesehen."

Besucher können deshalb vom Kielder Observatorium aus die Nacht beobachten und sich von den Mitarbeitern die Grundzüge der Astronomie erklären lassen. Das Gebäude steht oberhalb der Waldgrenze und garantiert damit einen unverstellten Blick auf den Himmel. Das heißt, wenn es wolkenfrei ist.

Aber man muss natürlich nicht ins Observatorium, um den Himmel zu genießen. Man kann auch auf einen der Campingplätze fahren, warmen Tee und eine Decke einpacken und romantisch in die Sterne gucken. Wem Kälte nichts ausmacht, der kommt im Herbst oder Winter, dann sind die Nächte besonders klar.

Und wer weiß, ob er nicht dabei seinen eigenen Stern entdeckt, so wie der "kleine Prinz".

Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.