Wie ihr für 9,90 Euro auf der ganzen Welt übernachten könnt

Nächte tauschen statt Hotelzimmer buchen – das könnte eine gute Alternative für den nächsten Urlaub sein.

Es gibt viele Möglichkeiten, im Urlaub privat unterzukommen. Couchsurfing ist die älteste und prominenteste Methode, mit der Leute rund um den Globus Schlafplätze in ihrer Wohnung anbieten. Haustausch-Portale wie Haustauschferien gibt es ebenfalls einige – hier tauschen Menschen ihre Appartements oder Häuser für die Zeit ihres Urlaubs. Und dann gibt es mit Airbnb und Co. noch Plattformen, auf denen Privatpersonen ihre Wohnungen oder auch nur einzelne Zimmer an Feriengäste vermieten.

Auch wenn die vielbeschworene "Shareconomy“ nicht in allen Lebensbereichen an Fahrt aufnimmt - im Tourismus boomt sie.

Aus Gastgebern werden Gäste

Nun ist auch das Prinzip Nightswapping ("Nächte tauschen") nach Deutschland gekommen. Wer seine Wohnung, sein Haus oder auch nur ein Zimmer auf der Internetseite anbietet und Gäste empfängt, bekommt Nächte gutgeschrieben. Diese kann man später einlösen - wann und wo man möchte. Laut Pressesprecherin Jolin Hornbruch geht das zurzeit bei rund 150 000 Leuten in 160 Ländern. Pro Urlaub werden lediglich 9,90 Euro Bearbeitungsgebühr berechnet.

Um beim Tauschen einen fairen Gegenwert zu schaffen, werden alle Unterkünfte auf einer Skala von 1 bis 7 eingeteilt – je nach Lage, Größe und Standard. So können etwa drei Nächte in einer kleinen Wohnung in Köln einer Nacht in einer Mittelmeer-Villa entsprechen. Wem noch Nächte für den Urlaub fehlen, kann welche zukaufen - für 7 bis 49 Euro.

Schöner wohnen in Mailand: Diese Wohnung wird bei Nightswapping zum Tausch angeboten

Günstig und flexibel

Das Konzept unterscheidet sich nicht großartig von anderen in der Branche, bietet aber ein paar Vorteile: Verglichen mit Couchsurfing wird mehr Privatsphäre geboten. Ein Nightswapper bekommt mindestens ein eigenes Zimmer, kann auf dem Portal aber auch Wohnungen und ganze Häuser finden - beim Couchsurfing kann es sein, dass man auf dem Wohnzimmersofa sein Lager aufschlägt.

Beim klassischen Wohnungstausch müssen beide Parteien gleichzeitig Urlaub machen wollen.

Und bei Privatunterkunftvermittlern wie "Airbnb" kann die Unterkunft ganz schön teuer werden. Außerdem ist das Untervermieten mancherorts illegal. Das "Verleihen" oder Tauschen der Wohnung wie bei Nightswapping jedoch nicht.

sar
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