Oktoberfest-ABC für Anfänger

Von A wie Anreise über R wie Rauchen bis Z wie Zeit zu gehen - in unserem Oktoberfest-ABC erfahren Sie alles, was Sie brauchen, um auf der Wiesn zu überleben.

Von A wie Anreise bis D wie Dirndl

A wie Anreise: Am besten per Bus und Bahn. Sämtliche Anfahrtswege und Parkplätze um die Theresienwiese dürften heillos verstopft sein.

B wie Bürgermeister, Ober-: Der Oberbürgermeister von München, Christian Ude, hat die Ehre, das erste Fass Bier anzustechen und zu rufen: "O'zapft is!". Mit diesem Schlachtruf wird das Münchener Oktoberfest eröffnet.

C wie Cafézelte: Für Nicht-Münchner, Auswärtiger aller Art und erstmalige Oktoberfestbesucher: Es gibt auch Cafézelte auf dem Oktoberfest. Nicht nur Bierzelte.

D wie Dirndl: Alte bayerische Trachtenkleidung. Ob kurz oder lang, zünftig oder züchtig: Alles ist möglich. Einzig: Reißverschlüsse sind tabu.

Von E wie Essen bis H wie Hendl

E wie Essen: Ob deftig mit Hendl (siehe unten), Haxn und Brezen, süß in den Cafézelten oder mit Lebkuchenherzen: Auf der Wiens gibt's bayerische Spezialitäten en masse.

F wie Flohzirkus: Das Oktoberfest ist das wohl einzige Volksfest, das noch mit einem Flohzirkus aufwarten kann. 60 Flöhe zeigen ihr "Können" und begeistern vor allem die kleinen Festbesucher.

G wie Gabriele Weishäupl: Die 63-Jährige ist als Tourismus-Chefin von München auch Chefin der Wiesn. Ihren Trick in Sachen Oktoberfest-Outfit verriet sie der "Süddeutschen Zeitung": "Ich wechsle die Blusen und Schürzen der Dirndl. Dann schaut es immer wieder neu aus."

H wie Hendl: Das Hendl ist quasi das Grundnahrungsmittel auf der Wiesn. Jedes Jahr werden mehr als 500.000 halbe Hähnchen auf dem Oktoberfest vertilgt.

Von I wie Irrgarten bis M wie Maß

I wie Irrgarten: Direkt neben der Ochsbraterei steht seit Jahren der Irrgarten. Bloß nicht in die Spiegel gucken? An der Wand entlangtasten? Da hat jeder seine eigene Taktik, um dem heillosen Wirrwarr zu entfliehen.

K wie Konsum: Enorm hoch. Pro Jahr wird auf dem Oktoberfest rund eine Milliarde Euro Umsatz erwirtschaftet.

L wie Lederhose: Die "Krachlederne" ist für die Männer das angesagte Accessoire auf dem Oktoberfest, als Äquivalent zum Dirndl. Die Lederhose gibt es auch mit Push-up für richtig kräftige Waden.

M wie Maß: Der Maßkrug ist DIE Maßeinheit beim Oktoberfest. Man bestellt eine Maß Bier, also einen Literkrug. Aber Obacht, da wird auch mal geschummelt. Der Verein gegen betrügerisches Einschenken hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, das Einschenken und den Glasstand zu kontrollieren.

Von N wie Nostalgie bis R wie Reservierung

N wie Nostalgie: Eine Fahrt mit der Krinoline erinnert an vergangene Zeiten. Das Karussell dreht sich seit 1924 auf dem Oktoberfest - mit echter Blasmusik.

O wie Öffnungszeiten: In der Woche wird von 10 Uhr morgens bis 22.30 Uhr nachts Bier ausgeschenkt. Am Wochenende gibt es schon ab 9 Uhr Bier. Die Zelte schließen um 23.30 Uhr.

P wie Promidichte: Hoch. Jedes Jahr tummeln sich Stars und Sternchen in den Festzelten, um sich endlich mal wieder den Medien zu zeigen. Vorzugsweise im "Hippodrom" und in Michael Käfers "Wies'n-Schänke".

Q wie Querulanten: Gibt es auf jedem Volksfest. Die Polizei hat aber eigens eine Wiesnwache eingerichtet.

R wie Rauchen: In den Zelten ist verboten. Für das Jubiläumsjahr 2010 hat der Stadtrat das Rauchen allerdings noch für straffrei erklärt: Wer beim Rauchen im Zelt erwischt wird, bekommt zwar Ärger, muss aber kein Bußgeld zahlen.

Von S wie September bis V wie Verwechslung

S wie September: Das Oktoberfest startet immer im September, dieses Jahr am 18. Aus einem einfachen Grund: Das Wetter ist in den letzten zwei Septemberwochen oft noch besser als im Oktober.

T wie Theresienwiese: Auf der Theresienwiese findet das Volksfest statt - und der Name der Wiese gibt auch einen Hinweis auf den Ursprung (siehe unten) des Oktoberfests.

U wie Ursprung: Seinen Ursprung hatte das Oktoberfest vor 200 Jahren. Am 12. Oktober 1810 heiratete Kronprinz Ludwig Prinzessin Therese. Anlässlich der Feier wurde auf der Theresienwiese ein großes Pferderennen veranstaltet. Da das Fest von den Untertanen mit Begeisterung aufgenommen wurde, beschloss der König, die Veranstaltung im folgenden Jahr zu wiederholen - der Grundstein für das Oktoberfest war gelegt.

V wie Verwechslung: Kann im Zuge erhöhten Alkoholkonsums schon mal vorkommen. Wer nicht mehr weiß, in welcher Biergartengarnitur-Reihe die Freunde saßen, findet aber ganz schnell neue.

Von W wie Wiesn bis Z wie Zeit zu gehen

W wie Wiesn: Gebräuchlicher Name für das Oktoberfest. Wird häufig mit einem apostrophierten d' verziert: d'Wiesn.

X wie x-beliebiges Trivialwissen: Eine Dirndl-Trägerin sollte sich gut überlegen, auf welcher Seite sie die Schleife ihrer Schürze trägt. Dabei gibt es nämlich eine uralte Regel zu beachten: Sitzt die Schleife links, ist die Trägerin noch zu haben - dann darf "angebandelt" werden.

Y wie YMCA: Ob sie den Knaller im Hofbräu-Festzelt spielen? Das Match gegen den "alten Holzmichl" wird der Hit der Village People wohl kaum gewinnen.

Z wie Zeit zu gehen: Wenn es am schönsten ist. Wenn einem der Name des Hotels nicht mehr einfällt, ist alles zu spät. Spätestens am 4. Oktober ist es für alle Zeit, die Rückreise anzutreten. Dann heißt es wieder: "Pfiadi, bis zum nächsten Jahr".

Text: Catharina Muuß Foto: iStockphoto
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