Papua-Neuguinea: Das Land der Geschenke

Wo die Küste den Frauen gehört, wo Dschungelstraßen einen Fuß breit sind, wo Krieger finstere Masken tragen, wo die Liebe beim Singen wächst: Dort entstehen Freundschaften anders als bei uns. BRIGITTE-Mitarbeiterin Cornelia Gerlach reiste durch Papua-Neuguinea.

Licht im Dschungel: Die Highlands der Hauptinsel sind bis zu 5000 Meter hoch, üppig bewachsen - und dennoch bewohnt

"Halte den Blick", zischt der Vater, und der Mini-Krieger, noch nicht mal drei, nimmt allen Mut zusammen, richtet die dunklen Augen auf mich, tanzt wie eine ferngesteuerte Raubkatze und schwingt die Keule. Der Vater schleicht hinterher. Er ist über und über mit Lehm beschmiert, trägt eine Maske - eine finstere Fratze mit Falten in der Stirn. Im aufgerissenen Mund stecken die Hauer eines Wildschweins. Er spannt den Bogen. Er zielt auf mein Hirn. Der Pfeil zittert. Ich bin wie gelähmt. Vor vier Stunden bin ich aus dem Flugzeug gestiegen, aus der bunten, schnellen Weltreise- Welt: elf Stunden bis Singapur, sechs Stunden bis Port Moresby, Hauptstadt von Papua-Neuguinea, eine bis Goroka, Provinzstadt im Hochland. Dann noch 30 Minuten mit dem Auto zum Dorf Asaro - und jetzt dies. Die Sehne zischt. Der Pfeil. Bleibt. Am Bogen. Mit weichen Schritten ziehen sich die Krieger zurück.

"Warum bist du hier?", hatte Raphael, unser Reiseführer, auf der Fahrt vom Flughafen hierher gefragt. Und ich hatte von früher erzählt. Wenn wir Kinder nervten, sagte mein Vater: "Wenn ihr nicht aufhört, wandere ich aus nach Papua-Neuguinea." Wir dachten: Das ist bei den Menschenfressern. Und gaben uns Mühe, ihn nicht zu verärgern. Manchmal zeigte er uns auch ein altes Völkerkundebuch seines Vaters. Wir sahen Bilder von Männern mit durchbohrten Nasen und waren fasziniert. Jetzt fühle ich mich, als sei ich in diesem Buch gelandet: Ich sitze auf einer Holzbank, vor mir auf dem Dorfplatz Krieger vom Stamm der Asaro, die berühmt sind für ihre Furcht einflößenden Masken. Neben mir hockt Raphael. Mit ihm werden wir in sein Heimatdorf wandern, einen entlegenen Weiler im Hochland - und von dort weiterreisen, in eine kleine Stadt an der Küste. Zwei Stationen. Nicht mehr.

Wir wollen Zeit haben, mit den Menschen zu reden. Und wir wollen ihre Kultur des Schenkens kennen lernen: Denn Geschenke, haben wir gelesen, sind auf Papua-Neuguinea sehr wichtig. Aus Gaben und Gegengaben spinnen die Menschen hier, in einer versprenkelten Gesellschaft aus vielen Stämmen, ein Netz von Beziehungen. Und nur, wenn das scheitert, greift man zu Pfeil und Bogen. Wir haben auch Mitbringsel aus Deutschland dabei. Hoffentlich wirkt ihr Zauber.

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Handarbeitsstunde im Hochland: Frauen im Dorf Pompomeri knüpfen Taschen

Die Schokoriegel . . . . . . schenke ich ein paar Menschen vom Stamm der Inaugl. Zwei Tage waren wir von den Asaro-Kriegern zu ihnen gewandert. Papua-Neuguinea besteht aus Gruppen von kleinen Inseln und dem großen Eiland Neuguinea, durch dessen ganze Länge sich ein Gebirge zieht. Ein Stück dieses Hochlands durchquerten wir auf unserem Weg zu den Inaugl: liefen durch einen Dschungel, dessen Blätterdach so dicht war, dass kaum Sonnenlicht bis zum Boden fiel. Sahen Lichtungen, auf denen zwischen weiß gebleichten Steinen und orangefarbenen Blumen lila Schmetterlinge tanzten. Bezwangen den 3200 Meter hohen Berg Bugungegle, übernachteten in einer Hütte im Wald.

"Straße" nannten die Jungs, die uns führten, den Pfad, der nur so breit war wie ein Fuß. Dann erreichten wir das Dorf Pompomeri: Frauen kamen uns entgegen, in bunt geblümten Hängekleidern und Röcken, und Männer in Cargoshorts und weiten T-Shirts. "Api noon", riefen sie uns zu, was Pidgin ist, ein auf etwa 1700 Worte verkürztes Kauderwelsch, das viele Leute hier sprechen: "Happy afternoon" bedeutet das, glücklichen Nachmittag. Sie brachten uns in ihr Gästehaus, in dem sie Wanderer bewirten. Alle paar Wochen mal. Denn im Hochland leben die Menschen weitgehend unberührt von der Zivilisation.

Bis 1927 galt es sogar als menschenleer, weil sie zurückgezogen in ihren Tälern wohnten, sich manchmal bekriegten, sonst aber kaum Kontakt pflegten. Nicht einmal eine gemeinsame Sprache entwickelten sie, sondern 867 verschiedene - auf einer Fläche, die knapp so groß ist wie Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen. Verständigen konnten sie sich trotzdem, über die Sprache der Geschenke. Das ist bis heute so. Freundschaft, erzählen sie mir am Abend, als wir gemeinsam um den Tisch sitzen: Freundschaft fängt bei uns im Kleinen an. Vielleicht schenkst du jemandem eine Zigarette, immer mal, so merkt er, dass dir etwas an ihm liegt. Dann schenkst du ihm etwas Großes. Und wartest.

Man kann Gegengeschenke nicht einfordern. Aber der andere wird sie geben, wenn man sie braucht. Er ist dazu verpflichtet. Das ist das Grundprinzip auf Papua-Neuguinea. Es heißt "Wantok", das ist Pidgin und leitet sich ab von "one talk": jemand, der die gleiche Sprache spricht wie man selbst. Das kann der Nachbar sein. Oder der Schwiegersohn. Oder der Richter, der den Dieb laufen lässt, weil der sein Wantok ist und er ihm etwas schuldet. Das kann auch der Gast aus Europa sein. Durch die Sprache der Geschenke ist man verbunden. Wir beenden den Tag, indem wir unsere Schokoriegel spendieren. Und erwachen am Morgen mit Kaffeeduft in der Nase.

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Nachtlager des BRIGITTE-Teams unter dem Bugungegle-Gipfel

Die Liebe . . . . . . schenken sich zwei Menschen bei einem Ritual, das wir am nächsten Tag kennen lernen. Wir machen einen Spaziergang durch die üppigen Gärten, über Süßkartoffel-Beete, eine Kaffeepflanzung, an Bananenstauden vorbei. Im Schatten eines Baumes lagern Frauen, sie nehmen uns mit zum Dorfplatz. Dort sind die Leute wie verwandelt, geschmückt mit rätselhaften Stücken: Eine alte Frau trägt ein Baumkängurufell vor den Brüsten und auf dem Kopf eine Krone aus Federn. Um ihre Hüften wippen Schnüre wie ein Bastrock; um den Hals trägt sie einen Halbmond aus Perlmutt. Und an einer Schnur einen Schlüssel. Wofür? "Für meinen Koffer."

In jedem Haus, erzählt sie, gibt es einen sicheren Ort für die Tracht, weil die so wertvoll ist. Der Grund, warum sie die Kleidung heute angelegt hat, ist das Singsing - ein Ritual, bei dem die Jungen und Mädchen des Stammes umeinander werben: In zwei Reihen sitzen sie sich gegenüber, halten sich an den Händen, singen und wackeln mit den Köpfen. Es sind romantische Lieder von Blumen, Bergen,Schmetterlingen und zwei jungen Leuten, die sich unter einem großen Baum treffen. Dabei gucken die Frauen mal dem Mann zur Linken, mal dem Mann zur Rechten tief in die Augen. Und manchmal blitzt dann plötzlich etwas auf. Ein Funke, der sagt: Du gefällst mir. Dich will ich. Willst du mich auch? "Ihr geht in die Disco", sagt der junge Lehrer, der neben mir steht, "wir haben uns noch fast alle beim Singsing gefunden."

Die erste Keksdose . . . . . . gebe ich Raphael am Ende unserer Wanderung durch das Hochland. Er hat uns zurück ins Hotel in Goroka gebracht, "Bird of Paradise", fast internationaler Standard. Morgen werden wir weiterfliegen, ohne ihn, an die Küste. Jetzt sitzen wir glücklich in der Lobby, und ich überreiche ihm das Päckchen. Zum Dank: "Ich pass auf, dass euch nichts passiert", hatte er zu Beginn gesagt. Und dieses Versprechen hat er gehalten. Raphael nimmt das Päckchen. Klemmt es unter seinen Arm. Geht hinaus, barfuß über den Marmorfußboden, zurück in sein Dorf. Ich blicke ihm nach, werde ein wenig wehmütig. Und merke plötzlich, dass ich ihm die Dose nicht nur zum Dank gegeben habe: Vielleicht erinnert sie ihn ja an mich. An unsere Reise. Wenigstens für eine kurze Zeit. Auch ich habe, so scheint es, meine eigenen Rituale des Schenkens.

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Blaue Stunde beim Kanu-Festival von Alotau: Bei der friedlichen Regatta treffen sich Stämme, die sich früher bekriegten

Die zweite Keksdose . . . . . . gebe ich Bogi, einer Frau aus Mutuyuwa, einem Küstenort im Südosten der großen Insel Neuguinea. Weil sie mich drei Tage lang begleitet. Oder besser: ich sie. Denn Bogi ist beschäftigt. In Alotau findet seit ein paar Jahren ein Kanu-Festival statt, und ihr Dorf will dort mit ein paar Booten an den Start gehen. Grün schmiegt sich das Ufer in Mutuyuwa an die Bucht, Palmen beugen sich über das Wasser. Vereinzelt stehen Häuser zwischen den Bäumen, hoch auf Stelzen. Am Strand liegen drei Einbäume. Kriegskanus, 20 Meter lang. Als wir ankommen, legen die Bootsbauer letzte Hand an. Einer bemalt noch die Schnitzereien am Bug, drei Vögel, einen Regenbogen, das Maul eines Barrakudas. "Das sagt, dass wir in kriegerischer Absicht kommen, im Dunst des Morgens", erklärt er.

Früher wurden solche Kanus bei Stammesfehden verwendet, zum Kämpfen auf dem Wasser. Heute dagegen soll das Kanu-Festival die Stämme verbinden. Frauen kommen zum Bauplatz, bringen Töpfe und Lebensmittel. Eine von ihnen ist Bogi. "Die Männer arbeiten", sagt sie, "und wir kochen." Nicht nur diese Rollen, auch die Besitzverhältnisse folgen festen Regeln im Land des Schenkens: "Uns gehört das Land", erzählt Bogi und meint die Frauen. Die Gesellschaft an der Küste ist matrilinear, geprägt durch die Mutterfolge: Die Mutter vererbt an die Töchter - statt, wie vielerorts auf der Welt, der Vater an die Söhne. "Aber der Mann ist der Boss. Er bestimmt, wo wir leben." Zieht sie zu ihm, wird ihr Land von ihren Brüdern verwaltet. Aber wenn der Mann stirbt oder sie sich trennen, kann sie zurück. Ebenso ihre Kinder.

Die Brüder sind verpflichtet, sie aufzunehmen. Bald sind die Kartoffeln geschält, der Topf ist voll. Zwei Frauen stellen ihn aufs Feuer. Er ist sehr groß. Bogi sieht meine Blicke: "Hast du Angst, dass wir euch kochen?" Tatsächlich fallen mir Berichte ein darüber, dass es auf Papua-Neuguinea außer Schenktraditionen noch andere Rituale gegeben habe: Bis um 1950 sei das Fleisch von Feinden in Zeremonien verspeist worden. Die Frauen kichern. Nur Bogi wird plötzlich ernst. "Hier nebenan haben vor langer Zeit einmal Missionare aus Samoa versucht zu landen. Die Leute im Dorf waren empört. Wenn meine Urgroßmutter sie nicht in ihr Haus gelassen hätte, wäre es ihnen schlecht ergangen. Aber keine Sorge, die Kannibalenzeit ist vorbei."

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„Straße“ nennen die Einheimischen solche Trekking-Pfade

Die Kanus . . . . . . sind nicht nur zum Fahren da, lerne ich am nächsten Tag. Zunächst allerdings sieht alles danach aus: Als die Sonne das erste Licht über den Berg schickt, weckt uns ein tiefer Ton - der Ruf des Muschelbläsers. Die Kanus sind auf dem Weg in die Kleinstadt Alotau zum Festplatz. Wir machen uns ebenfalls auf, über Land. Alotau liegt in einer tiefen Bucht; ein Ort mit 10 000 Einwohnern und zwei Supermärkten. Am gegenüberliegenden Ufer des Flusses ragen graublau die Berge auf.

Da! Ein Dreieck erscheint am Horizont. Das erste Segel. Rasch kommt es näher, dann noch eins, viele. Bald ist der Strand voller Boote, die Segelkanus sind da, fahren eine Regatta. Die Kriegskanus werden später kommen. Fahnen wehen im Wind, Kinder spielen, Männer fachsimpeln. Jungs lungern im Schatten; einer fragt: "Kommst du mit auf eine Spritztour?" Sie schieben das Kanu ins Wasser, setzen das Segel, und schon schießt das Ding über den Fluss. Es neigt sich zur Seite. Wasser zischt an der Bordwand vorbei, nur ein paar Fingerbreit Holz trennen uns von den Wellen. Doch der Käpt'n steht ruhig an Deck und bringt uns sicher zurück ans Ufer.

Die Jungen genießen, dass wir sie bewundern. Sie kommen von einer der Inseln: "Ein Mann ist bei uns erst ein Mann, wenn er ein Kanu gebaut hat", erzählt einer. Als Brautpreis braucht er oft sogar zwei: Eins schenkt er der Familie des Brautvaters, eins der Familie ihrer Mutter. "Ich schufte für die Familie meiner Frau." Was er nicht sagt: dass die Frau später, als Ausgleich für die Gaben, für ihn schuftet. Den Garten bestellt. Das Essen kocht. Die Kinder versorgt.

Auf der nächsten Seite: Ketten aus lachsroten Muschelscheiben

Auch hinten schön: einheimische Tracht

Der Schmuck . . . . . . ist hier an der Küste Teil eines uralten Geschenke-Rituals. Das erzählt mir Amoz, der Sprecher der Segler, ein älterer Herr mit Ziegenbart und einer geflochtenen Tasche, in der er einen Kalender umherträgt und Betelnüsse - die Lieblingsdroge hier, mit der man sich stark und unverwundbar fühlt. "Jungs", sagt er, "können segeln, klar. Aber was der Kula-Ring ist, verstehen nur die Alten." Bei diesem Ritual werden Schmuckstücke nach einer festen Ordnung weitergereicht: Ein Mann reist per Kanu zu einem benachbarten Eiland und übergibt seinem Partner dort Ketten aus lachsroten Muschelscheiben oder Armreifen aus Perlmutt.

Freundschaftsband: Der Schmuck ist Teil eines uralten Geschenke-Rituals, das tausende Menschen verbindet

Der Beschenkte ist dadurch sehr geehrt und behält den Schmuck eine Weile. Dann bricht er seinerseits auf. So macht das Geschenk die Runde, mit der Zeit entsteht eine Partnerschaft, die einige Tausend verbindet. Dass diese Verbundenheit nicht selbstverständlich ist, merken wir jetzt, beim großen Finale: Striche erscheinen am Horizont. Da sind sie, die Kriegskanus! Bald sieht man das rhythmische Auf und Ab der Paddel, die gebeugten, mit Kohle geschwärzten Körper, die Muskeln, den Schweiß auf den Schultern der Männer. Die Paddler richten die Kanus aus, das Muschelhorn tönt: Das Rennen beginnt. "Muuutuuuwuuuyaaa!", brüllt Bogi.

Die Männer fallen in den Takt, wie Nähmaschinennadeln stechen die Paddel. Das Volk jubelt. Da kentert ein Kanu. Unseres! Die Männer schwimmen, klammern sich an den Rumpf. Wenig später kentert ein zweites. Unser zweites! Gerammt. Stille am Strand. Leise sagt jemand: "Das war Absicht!" "Die waren neidisch", wird der Anführer der Paddler von Mutuyuwa später sagen, "weil unsere Kanus so schön sind." Der Vorfall wird geklärt werden müssen. Doch nicht mit Speeren, sondern mit Worten.

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"Die Kanus kommen!" Bogi, die unsere Autorin drei Tage begleitet hat

Das Schwein . . . . . . ist eine von vielen Gaben, die am Ende des Kanu-Festivals ausgetauscht werden. Zum Höhepunkt sind alle festlich geschmückt. Bogi hat einen Bastrock angezogen und das Gesicht angemalt, mit einem Kreis aus weißen Punkten.

Jedes Dorf überreicht einem anderen Geschenke zum Zeichen der Freundschaft: Säcke voll Reis. Bananen. Rindfleisch in Dosen. Kokosnüsse, Süßkartoffeln. Und ein Schwein: Mit den Füßen ist es an einen Baumstamm gebunden und schaukelt, wenn die Männer es tragen.

Wo ist die Kokosnuss? Er weiß es

"Gebt ihm Schatten!", rufen die Frauen, "sonst stirbt es." Und jemand hält einen Sonnenschirm darüber. Tanzend rücken die Tauschpartner an. Man reicht sich die Hand. Mustert die Gaben. Lädt sie sich auf die Schultern und zieht ab. Das sieht ein wenig aus wie an Weihnachten. Wie schön, so wird Weihnachten künftig mehr für mich sein als Päckchen unterm Baum mit viel Essen. Es wird mich daran erinnern, dass Geschenke noch etwas anderes sind als Nettigkeiten. Ich werde an das Prinzip der Verbundenheit denken. An die Singsings. An ein dickes Schwein über dem Grill. Ein paar Keksdosen habe ich dagelassen, diese Bilder nehme ich mit.

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Reiseinfos zu Papua-Neuguinea

Anreise: Flüge nach Papua- Neuguinea gehen immer über die Hauptstadt Port Moresby. Z. B. mit Singapore Airlines bis Singapur, dann mit Air Niugini über Port Morseby nach Goroka, Hinund Rückflug ab 1900 Euro.

Naturdrogen: Wer Betelnüsse kaut, fühlt sich stark und unverwundbar

Beste Reisezeit: Ganzjährig. Trekking im Hochland am besten in der Trockenzeit von Mai bis Oktober. Mitte September kann man bei der Goroka-Show die Kulturen der Region erleben www.gorokashow.com

Kanu-Festival in Alotau meist am ersten November- Wochenende www.milnebaytourism.gov.pg

Buchen: Ikarus Tours bietet Gruppen- und Individualreisen an, z. B. 18 Tage Papua-Neuguinea und Fidschi-Inseln, DZ/VP ab 4290 Euro/Person

(Tel. 08 00/463 64 52, www.ikarus.com). - Best of Travel Group organisiert individuell ausgearbeitete Reisen. Preise auf Anfrage

(Tel. 028 31/13 32 09, www.botg.de). - Pacific Travel House hat Tauchreisen im Programm. 12 Tage in der Milne Bay inkl. Flüge und 21 Tauchgänge, DZ/VP ab 3133 Euro/Person (Tel. 089/ 543 21 80, www.pacific-travel-house.com ).

- Das Ressort Driftwood organisiert Bootstouren um Alotau. Es liegt am Strand, von dort verkehrt ein traditionelles Handelschiff zwischen den Inseln vor der Milne Bay. Übernachtung in Holzhäusern. Ü/F ab 78 Euro/ Person (PO Box 295, Alotau, Milne Bay Province, Tel. 006 75/ 641 00 98, Fax 641 01 76, www.driftwoodpng.com

- Raphael Kogun war der Guide unseres Teams beim Trekking im Hochland. Mit seinem einheimischen Team organisiert er ähnliche Touren in der Region um Goroka (PO Box 271, Goroka 441, Eastern Highlands Province, E-Mail: niuginiadventuretrekkers@yahoo.com).

Lesen: Papua New Guinea & Solomon Islands. Gründlich recherchierter Reiseführer; auf Englisch (Lonely Planet, 25,50 Euro). - Solomon Blue. Halb als Reportage, halb als Erzählung schildert Milda Drüke das Abenteuer, sich in Papua-Neuguinea ein Kanu bauen zu lassen (19,90 Euro, Frederking & Thaler). - Dschungelkind. Vom Mädchen, das aus der Steinzeit kam. Erinnerungen der Autorin Sabine Kuegler an ihre Kindheit in West-Papua, weitgehend unberührt von der Zivilisation (8,95 Euro, Knaur-Taschenbuch). INFO Fremdenverkehrsamt Papua-Neuguinea, Kaiserstr. 47, 60329 Frankfurt, Tel. 069/63 40 95, Fax 631 33 32, www.pngtourism.de

Gut? Böse? Das hängt bei den Asaro davon ab, ob sie Masken tragen

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BRIGITTE Heft: 14/08 Text: Cornelia Gerlach Fotos: Berthold Steinhilber Karte: Gabi Wilhelmi
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