Wir wollen auch mit diesen Schweinen schwimmen!

Schwimmen mit Delfinen, Wandern mit Lamas - schön und gut. Aber gibt es was Niedlicheres als diese schwimmenden Schweinchen auf den Bahamas?

Die Bahamas sind ja an sich schon der Wahnsinn. Mit ihrem kristallklaren Wasser, den Puderzuckerstränden, den bunten Cocktails und Fischen ...

Moment, Fische? Nun ja, die schwimmen fast überall im Meer. Aber niedliche Schweinchen, die am Strand leben und zur Abkühlung im türkisblauen Meer planschen? Die gibt’s auf der unbewohnten Insel Big Major Cay auf den Bahamas.

Die verwilderte Hausschweinfamilie besteht aus ungefähr 20 Tieren, lebt frei am Sandstrand und geht gern mal baden. Besonders dann, wenn Urlauber mit leckeren Snacks vorbeikommen. Jedem Boot, das sich dem Strand nähert, strampeln die Schweine mit erwartungsvoll in die Höhe gerecktem Rüssel entgegen. Die Schweine leben aber auch von Pflanzen und Gräsern. Drei Süßwasserquellen versorgen sie mit Wasser.

Wo kommen die Schweine her?

Darum, wie Schweinchen auf die Insel gekommen sind, ranken sich Mythen und Gerüchte. Eine fiese Legende besagt, dass sie von Seglern ausgesetzt wurden, um sie später zu grillen, und dann vergessen wurden. Captain Jerry Lewless, der Touristen zu Big Major fährt, erzählt dagegen im Video, dass es sich bei den Tieren um Nachfahren schiffbrüchiger Schweine handelt, die sich auf die Insel gerettet hätten. Der bahamische Historiker Cordell Thompson vermutet sogar, dass sie die Ururururenkel von Schweinen sind, die Christoph Kolumbus auf seiner zweiten Expedition mitgebracht hat.

Sicher ist, dass die rosa Rüsseltiere ein riesiger Touristenmagnet und eine wahre Gelddruckmaschine sind - was wiederum den Verdacht nahelegt, dass sie ja vielleicht eines Nachts von findigen Geschäftsleuten auf der Insel ausgesetzt wurden ...

Inzwischen gibt es jedenfalls schon eine zweite Insel, auf der schwimmende Schweine leben - "No Name Cay" liegt auf den Abaco-Inseln 70 Flugminuten von den Exumas entfernt.

Geht's den Schweinen gut?

Und damit kommen wir zur Kehrseite der entzückenden Szenerie, denn bekanntlich hat ja alles zwei Seiten. Michelle Cehn, die die Schweinchen auf ihrer Hochzeitreise besucht hat, hat sich mit den Lebensbedingungen der Tiere auseinandergesetzt und festgestellt, dass sie auf das Futter der Touristen angewiesen seien und Sonnenbrand hätten, weil sie sich kaum vor der Sonne schützen könnten (was sie normalerweise mit Schlamm tun). Sie will auch erfahren haben, dass immer wieder Tiere getötet werden, damit sich die Schweinefamilie nicht zu stark vermehrt.

Mit den Schweinen schwimmen

Die „Schweine-Insel“ liegt in der Inselgruppe der Exumas südöstlich der bahamischen Hauptstadt Nassau. Von hier werden organisierte Tagesausflüge angeboten (ab ca. 330 Euro pro Person). Von der Hauptinsel Great Exuma dauert die einfache Fahrt mit dem Boot circa 3 Stunden. Weitere Infos unter www.bahamas.com/swimmingpigs.

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