Kapstadt: Urlaub auf der Sonnenseite

Warum die Menschen in Kapstadt so gut gelaunt sind? Wegen des herrlichen Wetters und wegen der Schönheit der Stadt. Endlose Strände, witzige Läden, großartige Restaurants: schöne Adressen für Ihren nächsten Kapstadt-Urlaub.

Ein perfekter Tag in Kapstadt

Immer herzlich: Zum Kaffee im "La Petite Tarte" gibt's ein breites Lächeln

Man muss vielleicht nicht ganz so früh aufstehen wie die Kapstädter, die um fünf im magischen Morgenlicht auf der Greenpoint Promenade dauerlaufen. Der Ausblick übers Meer ist auch später noch zauberhaft und die Strecke vom Leuchtturm bis runter an den Swimmingpool von Sea Point eine lockere.

Zum Frühstück geht's ins kleine Café "La Petite Tarte" (1) im Waterkant-Viertel. Beste französische Backwaren, und in direkter Nachbarschaft im Cape Quarter gibt es sehr nette Läden. Dann nach Woodstock auf die Albert Road zum Trend-Schnüffeln. Hier wurden alte Fabriken, Gewerbehöfe und Garagen von jungen Künstlern und Designern umgebaut und übernommen. Ergebnis: "The Foundry", "Salt Circle", "Woodstock Exchange" und "The Old Biscuit Mill" sind zauberhafte Bummelplätze mit kleinen Läden, Galerien, Werkstätten und Bistros. Allein auf diesem Quadratkilometer Fläche erkennt man, warum Kapstadt zur Welt-DesignHauptstadt 2014 ernannt wurde.

Den Lunch genießen wir im "Pot Luck Club" (2) oben auf dem Silo der "Old Biscuit Mill", einer ehemaligen Mühle; die Tapas sind erstklassig, die Preise erschwinglich. Von dort ab ins Grüne, die zahmen Eichhörnchen in Company Gardens füttern, wo die Rainbow-Nation Südafrika an der Parkbank vorbeizieht: Akrobaten, Stehgeiger, Tai-Chi-Gruppen, Schwarze, Coloureds, Weiße. Für eine etwas gediegenere Kulturtour liegt gleich nebenan die Nationalgalerie mit Sammlungen südafrikanischer, afrikanischer und europäischer Kunst (3).

Fast noch spektakulärer ist dann der Sonnenuntergang über dem Atlantik, Einheimische feiern ihn gern, indem sie mit Picknickdecke und Weißwein rauf zum Signal Hill fahren, dem Signalposten auf dem Tafelberg (4). Toller Panoramablick über Stadt und Meer! Wer lieber aus dem Stielglas trinkt, sitzt auf der Terrasse des "Wakame" in Mouille Point richtig, einem japanischen Restaurant mit Meerblick (5).

Dinner-time! Dafür ist das "Five Flies" in der Innenstadt die beste Wahl (6). Das verwinkelte Restaurant zieht sich über mehrere Etagen eines alten, stilechten Cape-Dutch-Hauses. Die Küche ist neu-südafrikanisch (mit viel Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten), für ein Karoo-Lamm mit allem Drum und Dran zahlt man weniger als 15 Euro.

Party-Camping: Feiern und dann im Wohnwagen übernachten - auf der Dachterrasse des "Grand Daddy"

Und danach? Ausgehen auf der Long Street - aber nicht im Gewühl der Bars und Kellerclubs, wo Taschendiebe stressen können. Viel schöner ist eine Tour über die Dächer und Balkone. Angefangen mit der Dachterrasse des Hotels "Grand Daddy" (7), auf der auch sieben silberne Vintage-Wohnwagen zum Übernachten zu mieten sind. Die Bar unter freiem Himmel ist für jeden offen, oft spielt Live-Musik. Von hier hangelt man sich einfach von einem Balkon zum nächsten: "Purple Turtle", "Sgt. Pepper", "Timbuktu Cafe", "Feast", "Royal Eatery", "Space Bar" - zu jedem Drink gibt's freie Sicht auf beachtliche Häuser.

Irgendwann muss auch der neugierigste Mensch mal schlafen: im "Winchester Mansions" (8), einem soliden Hotel mit Meerblick, schönem Innenhof und Sonntagmorgen-Jazz. Oder in einem der Häuschen des bunten "Waterkant Village" (9). Oder dem stilvollen "Cape Heritage" (10) mitten in der Stadt; das Boutique-Hotel hat neben dem vielleicht ältesten Weinstock Südafrikas 17 Zimmer, alle unterschiedlich in modernem Afrika-Style eingerichtet.

Die besten Adressen in Kapstadt:

(1) La Petite Tarte: Dixon St., De Waterkant, Tel. 021/425 90 77

(2) Pot Luck Club: "The Old Biscuit Mill", 373-375 Albert Rd., Woodstook, Tel. 021/447 08 04

(3) South African National Gallery: Government Ave. Company's Garden, Tel. 021/481 39 70

(4) Signal Hill: Kloof Neek, erste Abzweigung rechts

(5) Wakame: Surrey Place, Ecke Beach Rd. & SurreyPlace (1. Stock), Mouille Point, Tel. 021/433 23 77, www.wakame.co.za

(6) Five Flies: 16 Keerom St., Tel. 021/424 44 42, www.fiveflies.co.za

(7) Grand Daddy: 38 Long St., Tel. 021/424 72 47, www.granddaddy.co.za. Wohnwagen für zwei Personen ab 140 Euro pro Nacht

(8) Winchester Mansions: 221 Beach Rd., Sea Point, Tel. 021/434 23 51, www.winchester.co.za. DZ/F ab 250 Euro, viele Spezialangebote

(9) Waterkant Village: The Charles, 147 Waterkant St., Tel. 021/437 97 06, www.dewaterkant.com. Studio ab 72, Apartment ab 167 Euro

(10) Cape Heritage: 90 Bree St., Tel. 021/424 46 46, www.capeheritage.co.za. DZ/F ab 132 Euro

Jetzt zum Strand!

Kapstadt hat für (fast) jedes Bedürfnis den richtigen Strand. Wer gern "sehen und gesehen werden" spielt, breitet sein Badetuch in Camps Bay aus. Allerdings ist der Strand so beliebt, dass es im Hochsommer eng wird wie in einer Sardinenbüchse. Lieber mit Pinguinen plantschen? Für dieses exklusive Erlebnis ohne Glamour-Faktor fährt man an den Boulders Beach zwischen Fish Hoek und Simon's Town. Eintritt (für ca. drei Euro) nur bei Ebbe möglich - sonst ist der Strand überflutet. Nahezu windstill ist es an stürmischen Tagen an den vier Clifton Beaches. Hier geht's gediegen und familiär zu, wenn man erst einmal die 100 Stufen von der Küstenstraße zwischen kleinen Ferienhäusern heruntergeklettert ist. Wer dagegen gern meilenweit wandert oder reitet und dabei keinen Slalom um anderer Leute Badelaken machen will, fährt zum langen, einsamen Strand von Noordhoek. Man erreicht ihn über Chapman's Peak, die sensationell schöne Küstenstraße zwischen Hout Bay und Noordhoek. Und wer Lust hat, sich im Surfen oder Boogie Boarding (bäuchlings wellenreiten) zu versuchen oder einfach nur mit der Surfer-Szene abzuhängen, tut das an der False Bay am Strand von Muizenberg. Dort gibt es Surfschulen und -verleihe und zum Chillen günstige Strandcafés.

Weingüter mit Mission

Beim Wein Winzerin Ntsiki Biyela macht für das Weingut "Stellekaya" bei Stellenbosch ausgezeichnete Rote

Pinotage, Chenin blanc, Sauvignon - klare Sache, im Western Cape werden Weltklasse-Weine angebaut. Es wimmelt von Weingütern. Und wo sollte man wirklich anhalten und aussteigen?

Zum Beispiel bei "Spier" (1) auf dem Weg nach Stellenbosch, dessen Besitzer ein großes Herz für Greifvögel haben. Die täglichen Flugschauen sind ein Riesenspaß, außerdem bietet das Gut ein großes Picknick-Gelände, Restaurants, Kunstprojekte und jede Menge afrikanisches Kunsthandwerk.

Ein paar Kilometer weiter liegt "Stellekaya" (2), wo Ntsiki Biyela arbeitet. Als erste schwarze Winzerin behauptet sie sich hier mit hervorragenden Abfüllungen seit fast zehn Jahren in der weißen Männerwelt des Weins. "Solms Delta" (3) zwischen Stellenbosch und Franschhoek hat einen seiner Weinkeller in ein Museum verwandelt, das die mehr als 300-jährige Sozialgeschichte des Guts dokumentiert: Das "Museum van de Caab" erzählt von den Sklaven, die hier über Jahrhunderte Knochenarbeit leisteten.

Unsere Weingüter-Highlights:

(1) Spier: Lynedoch Rd. (R310), Stellenbosch, Tel. 021/809 11 00, www.spier.co.za

(2) Stellekaya: 11 Distillery Rd., Bosman's Crossing, Stellenbosch, Tel. 021/883 38 73 und 076/552 41 06, www.stellekaya.com

(3) Solms Delta: Delta Road off the R45, Groot Drakenstein, Franschhoek Valley, Tel 021/874 39 37, www.solms-delta.co.za

Auf zur Landpartie!

Wenn Kapstädter eine Pause brauchen, ziehen sie in die Einsamkeit. Und noch lieber dahin, wo sie trotz Einsamkeit ein paar Bekannte treffen. Deshalb ist Greyton (rund 140 Kilometer östlich von Kapstadt) so beliebt. Ursprünglich ein typisches Kaff mit viktorianischen Cottages, mauserte sich Greyton dank einiger Künstler zum In-Dorf fürs Wochenende. Tatsächlich ticken die Uhren hier langsamer, wenn überhaupt jemand danach schaut. Man lässt sich treiben, geht zu Fuß und schaut den Pferdewagen nach. Und ruht tiefenentspannt im schicken Hotel "The Post House" (1).

Ähnlich gelassen geht es in Paternoster an der Westküste zu, einem alten Fischerdorf (rund 150 Kilometer südlich von Kapstadt) mit blau-weißen Häuschen. Hier gibt's bloß eine Handvoll Lokale. Treffpunkt für alle: das "Voorstrandt Restaurant" (2) gleich am Strand. Die netteste Bleibe am Ort heißt "Pikkewytjie" (3).

Wer's noch ruhiger mag, macht sich auf nach Churchhaven (rund 130 Kilometer nördlich von Kapstadt). Versteckt im West Coast National Park, gibt es in diesem sehr idyllischen Ort eine kleine Kirche, einen romantischen Friedhof und eine traumhaft schöne Lagune mit Hausbooten. Und die sehr hübschen "Seagull Cottages" direkt an der Lagune (4).

Für herrliche Abgeschiedenheit muss man Richtung Norden nach clanwilliam (rund 230 Kilometer nordöstlich von Kapstadt) fahren und weiter ins Grüne, bis die schnuckeligen Chalets der sympathischen Gästefarm "Enjo" (5) auftauchen. Einchecken, durchatmen.

Die Adressen für die Landpartie:

(1) The Post House: 22 Main Rd., Greyton, Tel. 028/ 254 99 95, www.wakame.co.za. DZ ab 100 Euro

(2) Voorstrandt: Strandloper St., Paternoster, Tel. 022/752 20 38, www.voorstrandt.com

(3) Pikkewytjie: 15 Sampson St., Paternoster, Tel. 021/790 09 72, www.perfecthideaways.co.za. Haus für 6 Personen, pro Nacht ab 240 Euro

(4) Seagull Cottage: Churchhaven, West Coast National Park, Tel. 021/790 09 72, http://www.perfecthideaways.co.za/beach-accommodation/churchhaven-west-coast/seagull-cottage. Haus für 10 Personen, zwei Nächte ab 660 Euro, Preise verhandelbar

(5) Enjo: Biedouw Valley, Clanwilliam, Tel. 027/ 482 28 69, www.soulcountry.info. Chalet-Miete ab 28 Euro pro Tag

Wale vor der Linse

Wenn Sie an der Küste langfahren, am Straßenrand flüchtig geparkte Autos sehen und Menschen, die mit Kamera loseilen - machen Sie es auch so: spontanes Whale-Watching! Die Giganten ziehen von Juni bis Dezember die Küste vor dem Kap entlang - so nah, dass man sie atmen hört. Vereinzelt sieht man sie auch noch im Januar/Februar, Delfine obendrein. Weniger verkehrsgefährdend ist es, sich nach Hermanus zu begeben, einem kleinen Ort an der Küste, etwa eineinhalb Stunden von Kapstadt entfernt, der während der Wal-Saison allerdings einem Rummelplatz gleicht.

Ganzjährig interessant ist es, sich für ein Wochenende im De Hoop Nature reserve einzumieten, rund 150 Kilometer weiter die Küste hoch. Verstreut im Fynbos, einer Art Heidelandschaft, liegen kleine kap-holländische Cottages, Rundhütten, ein Campingplatz und ein nettes Restaurant. Drum herum kilometerlange Wander- und Radwege. Und eine Bucht voller Wale, manchmal bis zu 300 gleichzeitig, die von einem schönen Strand aus zu beobachten sind. Auf dem Weg dorthin kreuzen Gazellen, Strauße und Zebras den Pfad.

De Hoop Nature Reserve: Bredasdorp 7280, Tel. 028/542 12 53, www.dehoopcollection.co.za, Cottage ab 130 Euro pro Nacht

Unter wilden Tieren

Die "Big Five" (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard) sind im Western Cape schon lange nicht mehr zu Hause, außer in den Game Reserves. Zum Beispiel im "Sanbona Wildlife Reserve" rund drei Autostunden östlich von Kapstadt. Wie die meisten seiner Art bietet es luxuriöse Lodges an, viel spannender aber ist hier ein Wochenende im Explorer Camp: Von Freitag bis Sonntag übernachten die Teilnehmer in einfachen Zelten im freien Gelände, lesen tagsüber Fährten wilder Tiere, kochen abends am Lagerfeuer und gucken nachts in den Sternenhimmel. Ja, es kann sein, dass ein Löwe oder Nashorn vorbeischaut, und genau das muss man mögen; die Führer sind bestens ausgebildet und bewaffnet.

Sanbona: An der R62 zwischen Montagu und Barrydale, Tel. 041/509 30 00, www.sanbona.com. Die Teilnahme am Explorer Camp (zwischen Oktober und Ende April) kostet für ein Wochenende pro Person im Zwei-Personen-Zelt ca. 205 Euro. Teilnehmer müssen zwischen 16 und 60 Jahre alt sein.

Ein Farm-Kunststück

Wenn Sie in Südafrika nur Zeit für eine einzige Farm haben, dann muss es diese zwischen Stellenbosch und Franschhoek sein! Seit 1692 wird auf "Babylonstoren" Obst angebaut. Schöne Sache, aber so richtig prickelnd wurde es hier, als vor acht Jahren eine ehemalige Chefredakteurin von "Elle Decoration" das Anwesen übernahm. Jetzt hat es unglaubliche Gartenanlagen mit allerlei duftenden Kräutern, ein kleines Hotel, ein Restaurant, einen Weinkeller, einen Pool und noch viel mehr - alles edel und schlicht. In der Hotel-Lounge stehen Leinwände und Ölfarben bereit, im viktorianischen Glashaus wird zwischen Blumentöpfen Tee serviert. Die kleinen Gäste-Cottages haben in der Küche nur Glaswände, damit man sich beim Kochen wie im Garten fühlt. Wer hier länger bleibt, kann wandern, reiten, rudern oder Mountainbike fahren. Himmlisch!

Babylonstoren: Klapmuts Rd., Paarl, Tel. 021/863 38 52, www.babylonstoren.com. Suiten und Cottages ab 330 Euro pro Nacht.

Gewisse Extras auf der Garden Route

Die Garden Route gehört zum Besuchsprogramm im Western Cape wie Mutter Beimer zur "Lindenstraße". Und ist ähnlich aufregend. Es sei denn, man achtet auf die kleinen Abenteuer am Straßenrand. Da ist etwa "Buttonquail" (1), versteckt in einem steilen, bewaldeten Tal bei Grabouw: ein kleines Luxuszeltlager, das Doppelbetten und Badewannen mit Freiheit und Abenteuer verbindet - nachts rufen die Paviane aus dem Wald. Ein paar Kilometer weiter entlang der N2 dann "Dassiesfontain" (2), ein Einkaufszentrum der besonderen Art: mit allem, was schon die "Voortrekker", die Siedler, vor 300 Jahren in der Wildnis brauchten, vom Wanderstiefel über die Sturmlampe bis zum Teekessel. Und wer bis zum Dorf Storms River fährt, kann Herzrasen kriegen: beim tiefsten kommerziellen bungee jump der Welt von der Bloukrans River Bridge - 216 Meter Sprung runter zum Fluss (3). Wer hat gesagt, die Garden Route ähnele dem Vorabendprogramm?

Abenteuer-Adressen an der Garden Route:

(1) Buttonquail: im Wald bei Grabouw, Tel. 072/214 25 10, www.buttonquail.co.za. Vierer-Familienzelte, Erwachsene ab 25 Euro, Kinder ab 9 Euro/Nacht

(2) Dassiesfontein: an der N2 zwischen Botrivier und Caledon, Tel. 028/214 14 75, www.dassies.co.za

(3) Bloukrans River Bridge: an der N2, an der Grenze zwischen Western und Eastern Cape, Tel. 071/ 248 59 59 und 042/281 14 58, www.faceadrenalin.com. Bungee Jump ca. 55 Euro

Großes Kino in der Karoo

In der Karoo gibt's keine Highlights - die Karoo ist ein Highlight, eines von der stillen Sorte. Man braucht Zeit, um diese Halbwüste zu entdecken. Karge, hügelige Steppenlandschaft mit bizarren Felsformationen und abgelegenen Farmen, schnurgeraden Landstraßen, steilen Pässen, tiefen Schluchten und verschlafenen Ortschaften. Eine Strecke, die sich in drei bis fünf Tagen bewältigen lässt, führt von Kapstadt nach Oudtshoorn: In Kapstadt auf die R60, durch den HuguenotTunnel bis Worcester. Dort abbiegen auf die N15 und über Robertson bis Ashton. Von da nach Montagu, eines der schönsten Städtchen Südafrikas, wo man im "Four Oaks" (1) Halt machen sollte, mindestens zum Essen, wenn nicht gleich für die Nacht, um das Idyll samt heißer Quellen zu genießen. Von Montagu geht der Weg weiter auf der R62 über die Künstler-Enklaven Barrydale und Ladismith nach Calitzdorp. Wieder Halt machen. Erstens für die Cango Caves, riesige Tropfsteinhöhlen, die man durchwandern oder sportlich durchklettern kann. Zweitens für eine Übernachtung: Die "Pear Tree Farm" (2) und " Boesmanskop" (3) sind zwei sehr schöne private Farm-Unterkünfte auf dem Weg zum Swartberg Pass.

Die weitere Fahrt genießt man am besten in der Morgensonne mit toller Aussicht über Schluchten und Berge (der schmale Schotterweg macht bei Dämmerung keinen Spaß). Auf der anderen Seite des Passes führt die R407 nach Prince Albert, ein viktorianisches Städtchen mit Antikläden, Galerien und Cafés. Hier mal wieder ausspannen. Abschließend über die R407 und die N12 nach Klaarstroom, durch die sagenhaften Felsformationen von Meiringspoort nach Oudtshoorn, der Straußen-Hauptstadt des Western Cape, wo man sogar Straußeneier-Lampen kaufen kann. Jetzt könnte man weiter auf der N12 Richtung Süden fahren, wo man ruckzuck auf die N2 kommt und auf der Garden Route Gas geben kann. Wer das tut, statt gemächlich wieder über die Hügel in Richtung Kapstadt zu rollen, hat die Karoo nicht verstanden.

Unsere Adressen für die Karoo-Tour:

(1) Four Oaks: 46 Long St., Montagu, Tel. 023/614 34 83, www.four-oaks.co.za. DZ ca. 45 Euro. Probieren: Sirloin Steak, ca. 7 Euro

(2) Pear Tree Farm: zwischen Calitzdorp und Kruisrivier, Tel. 021/ 790 09 72, www.perfecthideaways.co.za/details/pear-tree-farm. Haupthaus mit 4 Schlafzimmern ab 500 Euro pro Nacht, Preise verhandelbar

(3) Boesmanskop: zwischen Calitzdorp und Kruisrivier, Tel. 044/213 33 65, www.boesmanskop.co.za. DZ ca. 50 Euro, Frühstück ca. 5 Euro, Dinner ca. 13 Euro

Unsere Autorin Nadja Bossmann lebt mit Mann und vier Kindern schon seit acht Jahren in Kapstadt. Weil es für sie auf der ganzen Welt keinen schöneren, cooleren und spannenderen Ort gibt. Und weil gleich draußen vor der Stadt das große Abenteuer Afrika beginnt.

Küche, Kunst und Klamotten in Kalk Bay

Kalk Bay liegt nicht einmal eine Dreiviertelstunde Autofahrt südlich von Kapstadt, und das Fischerdorf hat alles zu bieten, was man sich für einen Ferientag wünschen kann: Das "Cape to Cuba" (1) etwa ist ein wunderbar schräges Bar-Restaurant. Im Garten herrscht Dschungelatmosphäre mit palmenüberschatteten Sitzecken und Kissenbergen, während das Innere ausstaffiert ist wie ein kubanisches Filmset der 40er Jahre. Auf der Karte stehen zum Beispiel eine Seafood-Platte für 10 Euro und Mojitos für 3 Euro. Ein paar Meter die Straße hoch liegt das Fischrestaurant "Harbour House" (2) mit riesigen Fenstern. Auch gut: das "Café Olympia" (3), wo sich das halbe Dorf zum Frühstücken trifft.

Im ersten Stock des Hauses präsentiert die Galerie "Kalk Bay Modern" (4) zeitgenössische südafrikanische Kunst, vor allem Grafiken, Ölbilder, Schmuck, Keramik. Eine etwas kommerziellere Variante des Konzepts verfolgt die "Kalk Bay Co-Op" (5) mit Designerklamotten, Schmuck und Möbeln lokaler Designer. Am anderen Ende der Straße liegt "Artvark" (6): Die Galerie eines KünstlerKollektivs verkauft Handgemachtes vom Shirt bis zur Tischdecke.

Lieblings-Adressen in Kalk Bay:

(1) Cape to Cuba: 165 Main Rd., Kalk Bay, Tel. 021/788 15 66, www.capetocuba.com

(2) Harbour House: Kalk Bay Harbour, off Main Road, Tel. 021/788 41 33, www.capetocuba.com. Unbedingt probieren: die Meeresfrüchte-Platte, ca. 30 Euro

(3) Café Olympia: 134 Main Rd., Tel. 021/788 63 96

(4) Kalk Bay Modern: 136 Main Rd., Tel. 021/788 65 71, www.kalkbaymodern.co.za

(5) Kalk Bay Co-Op: 100 Main Rd., Tel. 071/978 37 04

(6) Ardvark: 48 Main Rd., Tel. 021/788 55 84, www.artvark.org

Unikate: Die "Kalk Bay Modern" verkauft alles aus Künstlerhand

Text: Nadja Bossmann Fotos: Guido Schwarz, Thomas Neckermann BRIGITTE 02/14

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Kapstadt: Urlaub auf der Sonnenseite

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