Trinkgeld

Auch das Trinkgeld geben im Ausland will gelernt sein. Ein paar Tipps für den richtigen "Tip".

Andere Länder, andere Sitten, das gilt auch beim Trinkgeld. Was ist zu viel, was zu wenig, und gibt man überhaupt? Klug ist, wer sich vorher über die landestypischen Gebräuche informiert.

  • Australien:
  • Bis vor wenigen Jahren war es durchaus üblich, kein Trinkgeld zu gegeben. Mittlerweile gilt: Guter Servive wird genau wie bei uns durch ein Trinkgeld nach eigenem Ermessen honoriert.
  • China:
  • auch wenn Trinkgeld hier keine Tradition hat und außerhalb von international ausgerichteten Hotels in vielen Fällen noch immer als Beleidigung gilt - in den Touristenzentren werden inzwischen zunehmend westliche Bräuche angenommen. Cirka 10 Prozent gelten als Trinkgeld angemessen, für besonders guten Service darf es auch mehr sein.
  • Indien:
  • In Touristenrestaurants macht das Trinkgeld einen Großteil des Lohnes aus. Mit rund zehn Prozent liegen Sie deshalb richtig. Für alltägliche Dienste (Fahrer, Zimmermädchen, Gepäckträger) sind 10 Rupien üblich.
  • In Japan ist Trinkgeld nicht üblich.
  • Wer aber guten Service anerkennen möchte, kann entweder auf kleine Geschenke zurückgreifen oder
  • Trinkgeld 1-2 Euro für besondere Dienstleistungen zahlen. In Restaurants und Bars mit ausländischen Angestellten werden Trinkgelder gerne angenommen.
  • Kanada:
  • 15 Prozent sind die Regel, auch für Barkeeper und Taxifahrer. Der Gepäckträger bekommt einen Dollar.
  • Kuba: US-Dollars sind auf Kuba heiß begehrt, normalerweise gibt man 10 Prozent Trinkgeld und einen Dollar für Gepäckträger, ca. drei Dollar die Woche fürs Zimmermädchen. Im Restaurant gibt's je nach Höhe der Rechnung ein bis drei Dollar.
  • Mexiko:
  • 10 bis 15 Prozent Trinkgeld (propina) wird überall erwartet. Es ist für das Bedienungspersonal ein wichtiger Teil des Einkommens. Gepäckträger oder Zimmerservice bekommen drei bis vier Pesos.
  • In Thailand: oder Malaysia ist man längst sehr westlich eingestellt. Die meisten Restaurants veranschlagen eine Service Charge von 10 Prozent. Weniger als 10 Baht Trinkgeld gelten als Beleidigung.
  • USA: Geht's um den "tip", dann sind die Vereinigten Staaten wohl am teuersten. Zwischen 15 und 20 Prozent der Rechnungssumme werden als Trinkgeld erwartet. Grund ist der niedrige Basisverdienst der Bedienung.

Teure Kreuzfahrt

Auf dem Meer gelten andere Regeln als an Land, auf klassischen Kreuzfahrten muss man für Trinkgelder zusätzlich 10 bis 15 Prozent des Reisepreises als Trinkgeld einzukalkulieren. Auf einigen Schiffen wie den Aida-Clubschiffen, kann der Gast mittlerweile selbst entscheiden, ob er Trinkgeld gibt oder nicht.

Uta Bangert
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