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USA Sonnenhunger? Warum ihr nach Florida reisen solltet!


In Florida ist die Welt pastellfarben, wenn hier noch alles grau in grau ist - eine Reise über den Highway von Miami nach Key West.

Florida: Wo der Spaß regiert

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"Schon mal sliced ice probiert?" Ich schüttele den Kopf. "Komm, ich schenk dir eins, es sieht aus wie das Meer." Eine Maschine schreddert die Eiswürfel, der Eismann gießt zwei Farben Sirup darüber - Waldmeistergrün und Curacao-Blau - und reicht mir strahlend einen Plastikbecher voll mit Fake-Ozean. Wobei, so fake ist der gar nicht, das Meer hat tatsächlich etwa diese unwirkliche Schwimmbadfarbe, hier an Robbies Marina, einem der Orte, die sie auf den Inseln der Florida Keys "fun places" nennen. Es sind Orte, deren einzige Bestimmung es ist, Spaß zu machen - und an Robbies Marina besteht der Spaß darin, vom Steg aus Tarpune zu füttern, Fische mit riesigen Mäulern. Die Mutigen halten ihnen kleine Fische ganz nah über ihre Schlünder, und dann gibt es viel Gegacker und Gekreische, wenn einer hoch springt und zuschnappt.

Fotoshow: Miami und Key West

Die Sonne rutscht Richtung Everglades Nationalpark und zeigt hier auf der "Bayside" der Keys ein Florida-Klischee, mit einem Rosa-Orange-Programm hinter Palmen. Fast schon ein bisschen dick aufgetragen, kein Romantik-Poster könnte das besser. Aber Poster können nicht plätschern wie das Wasser, nicht klirren wie die Bierflaschen der Jungs an der Bar, nicht rauschen wie der Highway, der sich neben der Marina im Himmelspink verliert. Ich zupfe an den Scampis auf meinem Teller, trinke einen Schluck Fake-Ozean, klopfe den Sand von meinen Flipflops, dann fahre ich weiter in den abendgoldenen südlichsten Süden der USA, auf meiner Tour über den Overseas Highway US 1, von Miami bis Key West und wieder zurück. "Enjoy the Keys", rufen mir die Jungs von der Marina nach - das sagen sie hier alle statt "Auf Wiedersehen".

Ich lasse mir Spaß und Genuss eigentlich nicht gern diktieren, aber hier müsste ich mich schon aktiv sträuben, um beidem zu entkommen. Am nächsten Morgen geht beim Sonnenaufgang über dem Atlantik das Farbspektakel von vorne los, dann gibt es dicke Buttermilch-Blaubeer-Pancakes zum Frühstück, bevor ich am "Dolphin Research Center" stoppe - und mein Herz verliere. Er heißt Jax, ist ein Delfin, hat eine gezackte Flosse von einem Haifischbiss und lebt, springt und lacht hier mit vielen anderen Delfinen. Als ich ihm die Arme entgegen halte, streckt er sich aus dem Wasser, und als sich unsere Nasen berühren, ist es um mich geschehen. Später laufe ich über die alte Seven-Mile-Bridge, wo unter mir nur Blau und über mir nur Blau ist, und treibe im Badewannenwasser vor der Insel Bahía Honda, mittendrin im Blau. Hier stranden, die Flipflops nie mehr ausziehen, immer im Warmen sein, von Fisch und Sonne und irgendeiner Idee leben wie so viele hier - warum nicht? Die Keys, das sind Inseln für Glücksritter, Menschen, die ihr Leben verändern wollen oder jetzt in der Krise sowieso vom Leben zurück auf Start gesetzt worden sind. Oder Menschen, die wie ich wegen der Sonne hierher kamen. Und blieben. Sie bieten Touren mit Fahrrad, Boot oder Schnorchel an, sie eröffnen Läden, Restaurants, Bars und immer neue Bed&Breakfast-Oasen. Entlang des Highways findet jeder Freak seinen Platz.

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Ron Augustine hat ihn vor neun Jahren in Key West gefunden, er sitzt am Mallory Square, dem fun-place unter den fun-places. Rons Augen leuchten grün und die Kristallkugel in seinen Händen funkelt geheimnisvoll. Er ist noch nicht lange Wahrsager. Eigentlich macht er Schmuck, aber momentan seien Ausblicke in die Zukunft lukrativer, meint er. Eine Weisheit gibt er mir umsonst mit: Dieser Ort, mitten im Ozean rund 145 Kilometer nördlich von Kuba, sei ein Ort der Verjüngung, aufgeladen mit sehr viel Energie. Und woher die kommt, das weiß er auch, "mit der Strömung vom Bermuda-Dreieck". Ich drehe mich um zu all den Jongleuren, Flaneuren, Tänzern und denke: An der Sache mit der Energie ist was dran. Vielleicht kommt sie aber auch nur dadurch, dass so viele Freigeister sich hier auf wenig Platz drängeln.

Dennoch genug Platz für ruhige Nebenstraßen, versteckte Terrassen und kleine, entspannte Strände. Die Lauten bleiben hier unter sich und lassen den Leisen viel Raum. Als ich von den Glitzerbars der Duval Street zwischen hübschen alten Holzfassaden zu den Galerien der White Street laufe, fühle ich, wie der Ton um mich langsam ruhiger wird. Stundenlang schlendere und radle ich durch den entspannten Teil Key Wests, esse hier ein Eis und da ein Lobster-Sandwich, plaudere mit jedem, der plauderwillig ist, also eigentlich jedem, der mir über den Weg läuft, sauge dazwischen die Ruhe auf.

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Energiebetankt fahre ich dann den Spaß-Highway wieder nach Norden, 250 Kilometer dann bin ich in Miami. Das Klischee: sonnenbebrillte Snobs, moderne Kunst, pastellfarbene Art-Deco-Fassaden und Körperkult auf kilometerlangem Sandstrand. Die Wirklichkeit: genau das, faszinierend genau das. Wenn ich früh morgens aus meinem Hotelzimmer in Miami Beach auf den Ocean Drive blicke, ist dort schon eine riesige Sixpack-Parade am skaten, joggen und Situps machen. Nachts ist eine aufpolierte Autoparade unterwegs und jeder, der kann, lässt die Türen wie Flügel ausklappen, die Felgen rotieren, die Anlage wummern.

Dort, an meinem Hotelfenster, wird mir klar, was das Besondere an all den Florida-Klischees ist: Sie werden einfach nicht langweilig. Florida hat mich um etwas erleichtert: meine Skepsis vor "fun places". Und Genuss kann mir jetzt gar nicht mehr zu dick aufgetragen sein.

Tinka Dippel

Reisetipps: Miami

Fotoshow: Miami und Key West

ÜBERNACHTEN Hinweis: Hotelpreise werden in der Regel ohne die Steuer (rund 13 Prozent) angegeben. Bei unseren Preisangaben ist die Steuer mit eingerechnet.

The Loft und Villa Paradiso. Gleiches Konzept, nur fünf Blocks voneinander entfernt auf der Shopping-Straße Collins Avenue: kleine, sehr geschmackvoll eingerichtete Zimmer oder Suiten mit Küche. "Villa Paradiso" mit schön verwuchertem Hinterhof. DZ ab 79 Euro ("The Loft": 952 Collins Avenue, Miami Beach, Florida 33139, Tel. 534 22 44, Fax 538 15 09, www.thelofthotel.com; "Villa Paradiso": 1415 Collins Avenue, Miami Beach, Florida 33139, Tel. 532 06 16, Fax 673 58 74, www.villaparadisohotel.com).

Shelley Hotel. Auch auf der Collins Avenue, mehr Zimmer, mehr Gewusel, gut gestylte Gäste - und schlicht-schöne Zimmer. DZ ab 65 Euro (844 Collins Avenue, Miami Beach, Florida 33139, Tel. 531 33 41, Fax 674 08 11, www.hotelshelley.com).

Hotel St. Michel. Wer nicht nach Miami Beach will: Dieses schöne Hotel aus dem Jahr 1926 liegt in einem abends sehr ruhigen Geschäftsviertel. Es hat knarzende Böden, viele Möbel-Juwelen und einen großartigen Aufzug aus der Zeit seiner Gründung. Z/F ab 71 Euro (162 Alcazar Avenue, Coral Gables, Florida 33134, Tel. 444 16 66, Fax 529 00 74, www.hotelstmichel.com).

ESSEN UND TRINKEN

Front Porch Café. Beliebtes Frühstückscafé mit riesigen Portionen am ruhigen nördlichen Ende des Ocean Drive. Leckere Frucht-Pancakes, von denen gut zwei Leute satt werden (1418 Ocean Drive, Miami Beach, Tel. 531 83 00).

La Sandwicherie. Die Sandwiches, z.B. mit Schinken, Meeresfrüchten oder Mozzarella, sind das perfekte Strandpicknick. Oder die perfekte Barhopping-Energiequelle. Oder das perfekte Katerfrühstück (tägl. 10-5 Uhr). Eine Flasche des legendären Dressings 3,20 Euro. Sandwiches ab 3,70 Euro (229 14th Street, Miami Beach, www.lasandwicherie.com).

Michaels Genuine Food & Drink. Alle lieben Michael Schwartz. Vor zweieinhalb Jahren eröffnete er sein stets volles Restaurant mitten im aufstrebenden Design District. Die Gerichte sind nach Größe sortiert, von "Small" bis "X-Large". Die Beef-Pizza steht unter "Large", macht gut satt und mehr als glücklich und kostet 14 Euro (130 North East 40th Street, Atlas Plaza, Design District, Tel. 573 55 50, www.michaelsgenuine.com).

Fratelli Lyon Driade. Belebter Showroom des Mailänder Möbel-Labels Driade: Auf ihren Stühlen wird gesessen, von ihren Tischen und Tellern gegessen. Die leichten, leckeren Gerichte, das frische Brot und die kunstvollen Crissini dazu liefern die Brüder Lyon, z.B. Calamari-Salat mit Sellerie und Zitronendressing für 7 Euro (10 Dollar) (4141 NE 2nd Avenue, Design District, Tel. 572 29 01, www.fratellilyon.com.

Islas Canarias. Schmuckloses, vollkommen normales kubanisches Restaurant - leider recht weit abseits des Zentrums von Little Havanna. Leckere Fischgerichte ab fünf Euro (285 North West 27th Avenue, Tel. 649 04 40, www.islascanariasrestaurant.net).

The Room. Es ist spät, Sie wollen einen entspannten Drink ohne Oceandrive-Trubel? Dann gehen Sie auf der Collins Avenue ein paar Blocks nach Süden: in diese Bar ohne Schnickschnack und Krach-Musik. Biersorten aus aller Welt (100 Collins Avenue 4, auf der 1st Street zwischen Collins und Washington, Miami Beach, www.theroommiamibeach.com).

EINKAUFEN

I on the District. Der Brillen-Himmel. Nur die schönsten Modelle, z.B. von Chloé und Paul Smith. Kunden bekommen Champagner oder Kaffee - und brauchen viel Zeit (120 North East 40th Street, Design District, www.ionthedistrict.com).

Turchin. Gleich um die Ecke hat der Schmuckdesigner Turchin seinen ersten Laden eröffnet. Er lässt sich von Ethno-Schmuck aus aller Welt inspirieren, verwendet Perlen, Silber und geknüpfte Bänder - und macht daraus ganz besonders schöne und hochwertige Stücke (130 North East 40th Street, Design District, www.turchinjewelry.com).

Unique Design Boutique. Kleiner Laden mit Jeans, Taschen, Gürteln, Tops - und einer in den Boden versenkten Bibel. Einen Stop wert, auf dem Weg vom Design- zum Wynwood-District (2400 North Miami Avenue, Wynwood District).

ANSEHEN

Arno Valere Art Gallery by Ricart. Die Galerie im Design District hat erst Ende 2008 eröffnet. Der Franzose Martial Ricart bringt große Namen aus aller Welt wie Damien Hirst und David Lachapelle auf zwei Etagen mitten in den neuen Kunst-Hotspot (3900 North East 1st Avenue, Design District, Tel. 576 50 00, www.ricartgallerymiami.com).

Rubell Family Collection. Hier im Wynwood-District haben Bilder, Skulpturen und Filme vor allem eines: viel Platz. Und den braucht diese großartige Sammlung auch (95 North West 29th Street, gleich bei der North West 1st Avenue, Tel. 573 60 90, www.rubellfamilycollection.com).

Bass Museum of Art. Wer der Sonne von Miami Beach entfliehen will, kann sich durch dieses schöne Kunstmuseum mit einer kleinen permanenten Kollektion und wechselnden Ausstellungen treiben lassen (2121 Park Avenue, Tel. 673 75 30, www.bassmuseum.org). Und danach: ein paar Blocks weiter ins Raleigh Hotel, eines der exklusivsten der Stadt. Hinter der Lobby können auch Nicht-Gäste schön unter Schatten spendenden Bäumen sitzen und die Reichen und Schönen am Pool beobachten (1775 Collins Avenue, www.raleighhotel.com).

Reisetipps: Unterwegs von Miami nach Key West

Fotoshow: Miami und Key West

ÜBERNACHTEN

La Jolla Resort. Die kleine Original-50er-Jahre-Anlage mit ihren bunt gestrichenen Häusern wird gelegentlich komplett für Modeproduktionen gebucht. Sonst urlauben dort viele Familien. Jede der 21 Suiten und das Luxus-Cottage hat eine eigene Küche. Suite ab 71 Euro (MM 82,2, 82216 Overseas Highway, Islamorada, Florida 33036, Tel. 664 92 13, www.lajollaresort.com).

Casa Thorn. Als Thorn Trainer erfuhr, dass sie an einer seltenen Muskelkrankheit leidet, baute sie in ihrem Haus und Garten dieses versteckte Paradies auf - das jetzt ein Ehepaar mit ihr führt. Das Frühstück wird am Tisch vor jedem Zimmer serviert, es gibt einen kleinen Pool. Und in jeder Ecke stehen Pflanzen oder skurrile Skulpturen. DZ/F ab 62 Euro (MM 87,5 Bayside, 114 Palm Lane, Plantation Key, Florida 33036, Tel. 852 39 96, Fax 852 39 96 www.casathorn.com).

White Sands Inn. Einfache, günstige, schön gelegene Anlage auf Grassy Key - wo leider, wie der Name der Insel schon sagt, manchmal arg viel Seegras angepült wird. DZ ab rund 79 Euro (MM 57,5 Oceanside, 57622 Overseas Highway, Grassy Key/Marathon, Florida 33050, Tel. 743 52 85, www.whitesandsinn.com).

Deer Run Bed & Breakfast. Ein paar Häuser weiter noch ein Refugium, dieses mit grünem Label: Das Frühstück ist veganisch, Obst und Gemüse werden z.T. im eigenen Garten angebaut, alles an diesem Haus ist bio und recycelt. Und urgemütlich. Und auch hier dösen die Keydeers im Garten. Harry Appel und Jennifer DeMaria haben sich mit dem Kauf des Hauses vor drei Jahren einen Traum erfüllt, sie haben einen Pool, Glasboden-Kajaks und Fahrräder. Und Jennifer ist ausgebildete Masseurin. DZ/F ab 179 Euro; Gäste ab 18, keine Haustiere (1997 Long Beach Drive, Big Pine Key, Florida 33043, Tel. 872 20 15, Fax 872 05 35, www.deerrunfloridabb.com).

ESSEN UND TRINKEN

Calypso's. Hier wird das Understatement gepflegt: Stühle und Besteck aus Plastik. Die Dekoration: ein Sammelsurium aus Schiffsschrauben, Engelskulpturen, Lampions und verschnörkelten Ventilatoren. Das Essen: ein schlichter Genuss. Chef Todd Lollis kreiert Sandwiches, Salate und fantasievolle Gerichte aus Fisch- und Krabbenfleisch. Und zwar von genau den Fischen und Krabben, die aus genau dem Wasser kommen, das an die Terrasse plätschert. Dafür hat er diverse Koch-Pokale gewonnen, die den Innenraum schmücken. Kein Grund also, irgendwas zu ändern. Dieser Laden läuft und ist ein so zeitloser Erfolg wie die Musik von Led Zeppelin oder Jethro Tull, die hier gespielt wird (MM 99,5, 1 Seagate Boulevard, an der Ocean Bay Marina Drive, Key Largo, Tel. 451 06 00).

Harriette's Restaurant. Wenn hier früh morgens Dampf aufsteigt, dann backt Harriette Mattson ihre berühmten Brötchen und Muffins. Seit 27 Jahren ist ihr Laden eine Institution für gutes, günstiges und reichliches Frühstück (MM 95,7 Bayside, Tel. 852 86 89).

Hungry Tarpon. Das Restaurant direkt an der berühmten "Robbie's Marina" gibt es schon lange, abends kann man dort aber erst essen, seit der Franzose Joseph Sassine im April die Küche übernommen hat. Und das sollte man unbedingt tun: seine Salatsoße mit Keylime-Saft (Salat ab 4,20 Euro), sein Kokos-Bananenkuchen (3,50 Euro) und dazu der Blick aufs Wasser - großartig! (MM 77,5 Bayside, Islamorada, Tel. 664 05 35, www.hungrytarpon.com).

The Leigh Ann's Coffee House. Gute Käsetheke, gut gefülltes Weinregal, Kaffee und leckerer Keylime-Pie (MM 50, 7537 Overseas Highway, Marathon, Tel. 743 20 01, www.leighannscoffeehouse.com).

Stuffed Pig. Von vorne eines der vielen Diners am Weg, aber dahinter tut sich ein gemütlicher Garten auf, in dem man gut frühstücken kann, z.B. Sandwiches, Waffeln, Pancakes. Die Wedding-Planerin Karen Dennis betreibt dieses Restaurant, Souvenir-Shop inklusive (MM 49, 3520 Overseas Highway, Marathon, Tel. 743 40 59, www.thestuffedpig.com).

Good Food Conspiracy. Bioladen der ersten Stunde mit Wrap- und Safttheke. Wer's nicht eilig hat, kann sich in den netten Garten setzen (MM 30, Big Pine Key, www.goodfoodconspiracy.com).

ANSEHEN

John Pennekamp Coral Reef State Park. Die tolle Landschaft liegt hier v.a. unter Wasser und ist mit Schnorchel oder Glasboden-Boot zu erkunden. Aber auch ein kurzer Abstecher an Land lohnt sich: Es gibt einen Bohlenweg durch die Mangrovenwälder und stille Buchten zum Baden. Eintritt zwei Euro (MM 102,5 Oceanside, Tel. 451 12 02, www.pennekamppark.com).

Turtle Hospital. Das weltweit einzige staatlich zertifizierte Krankenhaus für Meeresschildkröten. Das Besucher-Programm mit Film, einer Führung durch die Station und den Rehabilitationsbereich dauert rund 1,5 Stunden. Erwachsene 10,50 Euro, Kinder 5,20 Euro (MM 48,5 Bayside, 2396 Overseas Highway, Marathon, Tel. 743 25 52, www.turtlehospital.org).

Reisetipps: Key West

ÜBERNACHTEN

Island City House. Viktorianische Häuser und verwunschener Garten, in dem auf einem Kutschenwagen das Frühstück aufgestellt wird. Und: Pool und Leihfahrräder. Alle Zimmer mit Küche, Suiten z.T. groß genug für mehrköpfige Familien, Kinder willkommen! DZ/F ab 120 Euro (411 William Street, Key West, Florida 33040, Tel. 294 57 02, Fax 294 12 89, www.islandcityhouse.com).

Eden House. Hier will man nicht mehr weg: Hängematten, Hollywoodschaukeln rauschende Bächlein, in denen sich Schildkröten tummeln, Pool - und 43 schöne Zimmer ab 76 Euro, inkl. Happy Hour (1015 Fleming Street, Key West, Florida 33040, Tel. 296 68 68, Fax 294 12 21, www.edenhouse.com).

The Frances Street Bottle Inn. Hübsches Eckhaus in einer ruhigen Straße, abseits der trubeligen Duval-Street, gegenüber dem Restaurant "Café Solé". Gemütliche Zimmer, entspannte Atmosphäre. Z/F ab 100 Euro (535 Frances Street, Key West, Florida 33040, Tel. 294 85 30, Fax 294 16 28, www.bottleinn.com).

Marrero's Guest Mansion. Stuck, schnörkelige alte Möbel, gemütliche Zimmer, ruhige, aber sehr zentrale Lage, schöner Pool. Z/F ab 79 Euro, inkl. Happy Hour (410 Fleming Street, Key West, Florida 33040, Tel. 294 69 77, www.marreros.com).

Ambrosia. Sehr schönes Bed and Breakfast mit zwei Pools. Die Zimmer verteilen sich auf sechs Häuser, Frühstück im Innenhof. Manche Zimmer mit Küche. DZ/F ab 142 Euro (622 Fleming Street, Florida 33040, Tel. 296 98 38, Fax 296 24 25,www.ambrosiakeywest.com).

ESSEN UND TRINKEN

Help Yourself. Neue Energie-Tankstelle: Das Bio-Deli mit Salaten, Wraps und warmen Eintöpfen, die man sich selbst zusammenstellen kann. Außerdem Säfte, Smoothies, Kaffee und ein paar begehrte Sitzplätze in der Sonne (829 Fleming Street, Tel. 296 77 66, www.helpyourselffoods.com). Wenn die Plätze besetzt sind: Nehmen Sie Ihr Picknick und gehen Sie um die Ecke in Nancy Forresters Secret Garden, der seine sieben Euro Eintritt wert ist (518 Elizabeth Street, www.nancyforrester.com/garden).

Azur Restaurant. Egal zu welcher Tageszeit: Hier werden Sie satt und glücklich. In dem vor zwei Jahren eröffneten Restaurant gibt es großartige Frühstückskombinationen ab 4,20 Euro, mittags Sandwiches und Pizzen (um 6,20 Euro) und abends kreative Fleisch- und Fischgerichte, z.B. gegrillten Schwertfisch mit karamellisierten Cipollini (425 Grinnell Street, Tel. 292 29 87, www.azurkeywest.com).

B.O.s Fish Wagon. Was auf einem Fischwagen an der Duval-Street begann, hat heute seinen festen Platz etwas abseits davon, ein Dach und Wände aus gesammelten Schrott-Teilen, Tische und Stühle und einen Ruf für die besten Fisch-Sandwiches weit und breit (801 Caroline Street, Tel. 294 92 72).

Flamingo Crossing. Hausgemachtes Eis zum Niederknien, allein für eine Mango-Kugel lohnt sich der Weg ans ruhige südliche Ende der Duval-Street. Tägl. bis 23 Uhr (1107 Duval Street). - El Siboney. Trubeliges, einfaches kubanisches Restaurant, mit moderaten Preisen und beliebter Küche mit viel Fisch, Fleisch, Reis, Bohnen und gebackenen Bananen. Gerichte ab 6 Euro (900 Catherine Street, Tel. 296 41 84, www.elsiboneyrestaurant.com).

Mangia Mangia. Frische Pasta, z.B. mit Meeresfrüchten oder Pesto und Walnüssen (10,50 Euro), dazu lockere Atmosphäre und ein netter Garten. Vorsicht, die Pasta kommt in großen Bergen! (900 Southard Street, Tel. 294 24 69, www.mangia-mangia.com).

Louies Backyard. Das Restaurant ist schick und teuer, man kann aber auch ganz entspannt auf der großen Holzterrasse sitzen, ein Bier trinken und auf's Meer gucken, das direkt unter einem rauscht (700 Waddell Avenue, Tel. 294 10 61).

Alonzo + Berlin's Lobster House. Neben den schaukelnden Booten sitzen, einen leckeren Mango-Lobster-Salat für 10,40 Euro (15 Dollar) essen (700 Front Street, Tel. 294 58 80, www.aandblobsterhouse.com).

Bottlecap Café & Lounge. Bis Mitternacht Salate und kleine Gerichte, danach nebenan nur noch Musik (oft auch live), Lümmelsofas und Drinks (128 Simonton Street, www.bcapcafe.com).

Green Parrot. Einfach eine richtig nette Kneipe, in der sich vor allem die Locals spät nachts um den großen Tresen sammeln (601 Whitehead Street, www.greenparrot.com).

EINKAUFEN

b>Peppers of Key West. Neben sechs Hauskreationen füllen hunderte scharfer Soßen aus aller Welt die Regale. Und am Tresen darf man sie alle mit Nachos probieren (602 Greene Street, www.peppersofkeywest.com).

Eaton Street Seafood Market. Der Laden eröffnete vor rund zwei Jahren mit einer Mission: die lokalen Fischer gegen den wachsenden Import zu stärken. Fangfrischen Fisch und Lobster, Krabben, Soßen und Seafood-Salate täglich 11-19 Uhr (930 Eaton Street/ Ecke Grinell Street, www.kwseafood.com).

Franco's Hero & Deli. Neu eröffneter Deli am ruhigen Ende der Duval-Street, vom dem man sich die leckeren italienischen Tapas direkt mit an den Strand nehmen kann (1219 Duval Street).

ANSEHEN

Florida Keys Eco-Discovery Center. Multimedia-Präsentationen und ein Aquarium geben Einblicke in das Leben unter Wasser, machen einen ganzen Garten aus Korallen, und einen ganzen Zoo aus Meerestieren sichtbar. Di-Sa 9-16 Uhr, Eintritt frei (35 East Quay Road, Key West, Tel. 292 03 11, www.dep.state.fl.us). Und gleich nebenan geht es in den Fort Zachary State Park mit Key Wests schönstem Strand (1,40 Euro/Person).

The Studios of Key West. Immer mehr Galerien fliehen von der Duval-Street Richtung White Street. Seit drei Jahren gibt es dort auch dieses Künstlerhaus mit Studios in den oberen Etagen, einem Skulpturengarten und Ausstellungen, Theater und Musik (Historic Armory, 600 White Street, Tel. 296 04 58, www.tskw.org).

Spezialtipps: Die schönsten Plätze bei Sonnenuntergang

South Pointe Parc in Miami. Die südlichste Spitze von Miami Beach ist kürzlich frisch begrünt worden. Von dort blickt man auf die Promi-Insel Fisher-Island und sieht abends den Kreuzfahrtschiffen beim Ein- und Auslaufen zu. Wer dazu ein grandioses Steak mit noch grandioserem frischen Brot will, geht am besten zu "Smith & Wollensky" (1 Washington Avenue, Tel. 673 28 00, www.smithandwollenskysteakhouses.com).

Lorelei Bar auf der Islamorada. Snacks wie Smoked Fish Dip und Drinks wie Mango Margarita, dazu manchmal Live-Musik und immer viele Menschen (MM 82, Bayside, www.loreleifloridakeys.com).

Mallory Square und La Concha Hotel in Key West. Gaukler, Trommler, Wahrsager - und alles blickt abends aufs glutrote Meer: Sie sollten mindestens einen Abend auf dem Mallory Square dabei sein. Weniger trubelig, dafür mit mehr Weitblick ins Farbenspektakel: von der Bar "The Top" im La Concha Hotel (430 Duval Street, www.laconchakeywest.com).

Fotoshow: Miami und Key West

Text: Tinka Dippel Teaserfoto: steheap/Fotolia.com Fotos: Stefan Falke

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