Welche Schuhe diesen Sommer auf die Reise gehen

Diese zehn Modelle geben im Sommer die Richtung vor. Sie haben Stil, sie haben Charakter, und sie wissen, wo es langgeht. Wir lassen ihnen ihren Willen - und begleiten sie auf ihrer Reise.

Der Schuh: Ballerina

Der Ballerina: aus Baumwolle und Leder von By Malene Birger, 190 Euro.

Das Ziel: Budapest

Sein Anblick ist uns so selbstverständlich geworden, dass wir fast vergessen hätten, dass der Ballerina früher nur an einem Ort zu fi nden war: auf der Ballettbühne. An diese Spitzentanz-Identität erinnert sich dieser hier mit seiner abgesetzten dunklen Spitze. Er will natürlich in eines der schönsten Opernhäuser der Welt, eines mit Fresken, Lüstern und Samtsitzen, an der Prachtmeile in einer der spannendsten Städte Europas: nach Budapest. Regelmäßig fi nden dort auch Ballett- Aufführungen statt (www.opera.hu; zum Beispiel 14. bis 18. April "Schneewittchen und die sieben Zwerge"). Zum Ballerina lässt sich problemlos ein Abendkleid kombinieren, dennoch ist er leichtfüßig wie ein Turnschuh, wenn es in die lange Budapester Nacht geht. Die Oper liegt direkt an der Andrássy út, neben dem 2006 er öffneten Art-déco-Traum "Café Callas" (Andrássy út 20, Tel. 01/354 09 54, www.callascafe.hu). Zu später Stunde ist es dann nicht mehr weit zur verwinkelten Schummerlicht-Bar "Piaf", dem Sammelbecken für Nachteulen - egal in welchem Outfit (Nagymezutca 25, tägl. 22 bis 6 Uhr).

Übernachten "Novotel Budapest Centrum". Dertour bietet zu bestimmten Terminen vier Übernachtungen in dem Jugendstil- Hotel am zentralen Blaha Lujza tér zum Preis von drei an: DZ/F ab 114 Euro (über Reisebüros oder www.dertour.de).

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Der Schuh: Glamrock-Sandale

Die Glamrock-Sandale: aus Leder von Geox, 120 Euro.

Das Ziel: die dänische Küste

Ein bisschen rockig, ein bisschen verwegen, dabei aber auch zurückhaltend und zielstrebig: Scheint, als ob diese Sandale, fl ach und edel, nietenbesetzt und mit Reißverschluss an der Ferse, alles will und alles kann. Langweilig darf es ihr nicht werden, und so reist sie in eine Gegend, die, passend zum Glamrock-Look, von Zehenspitze bis Hausdach durchgestylt ist und wo alle paar Kilometer etwas Neues passiert. Von Kopenhagen aus geht es immer den "Strandvej", den Strandweg, am Öresund entlang. Eine weiß getünchte Villa neben der nächsten, dazwischen Herrenhäuser und Parks. Und überall können die Sandalen in den feinen Sand abtauchen, zum Beispiel in Klampenborg. Dort steht Arne Jacobsens Strandbad "Bellavista", eine weiße Wohnsiedlung mit klaren Formen und blau-weiß gestreiften Wachtürmen für die Bademeister. Die Kopenhagener vergnügen sich hier in Fahrradnähe der Stadt.

Weiter: erst zu Karen Blixen, der Autorin von "Jenseits von Afrika", deren 125. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird. Das Elternhaus der Schriftstellerin, heute ein Museum, liegt direkt am Wasser in Rungstedt (www.karen-blixen.dk). Und dann zum Glamrocker der Kunst: Das berühmte Louisiana Museum of Modern Art (www.louisiana.dk) in Humlebæk (Foto: der Skulpturengarten) zeigt diesen Sommer unter anderem die Ausstellung "Warhol after Munch". 30 großformatige Drucke Warhols interpretieren die vier wichtigsten Werke des norwegischen Malers Edvard Munch. Gegen Ende der Reise gehen die Schuhe noch auf Märchen-Tour, im Tisvilde Hegn, einer Wald- und Heidelandschaft direkt am Strand von Tisvildeleje. Und ruhen sich schließlich dort aus, wo viele Künstler und Musiker gern ihre Zeit verbringen: in einem der Cafés des Örtchens Tisvildeleje.

Übernachten "Helenekilde Badehotel". Entzückend, aber nicht kitschig. Klassisch, aber nicht langweilig. Und: direkt am Meer. DZ/F ab 150 Euro (Strandvejen 25, DK-3220 Tisvildeleje, 00 45/48/70 70 01, www.helenekilde.com).

Genießen "Bio & Bistro". Gemütliche Bar mitten in Tisvildeleje. Ambitionierte Bistro-Küche, an den Wochenenden wird oft Livemusik gespielt. Außerdem gibt es nebenan einen Kinosaal (Hovedgaden 38, Tel. 048/70 41 91, www.tisvildebio.dk).

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Der Schuh: Sneaker

Das Ziel: Rotterdam

Dieser Schuh und diese Stadt haben beide in den letzten Jahren eine ähnliche Entwicklung durchgemacht: von der Gestaltung unter rein praktischen Gesichtspunkten zum Lieblingsobjekt vieler Designer. Immer mehr Labels stellen Turnschuhe in Kooperation mit Künstlern her - diese mit dem Namen "Mid Mame" hat der New Yorker Künstler Kehinde Wiley anlässlich der Fußball-WM in Südafrika entworfen.

Und in Rotterdam, der Stadt mit Europas größtem Seehafen, findet man immer mehr Meisterwerke moderner Architektur - das World Port Center von Sir Norman Foster, die Erasmusbrücke, die wie ein Schwan in den Himmel strebt, und das Neue Luxor Theater von Bolles und Wilson. Die Stadt hat viele tolle Museen wie das Zentrum für Zeitgenössische Kunst Witte de With (www.wdw.nl) und die Kunsthalle - den ersten Entwurf des Architekten Rem Koolhaas, der realisiert wurde (wo aktuell eine Retrospektive des Magnum-Fotografen René Burri läuft; 17. April bis 4. Juli, www.kunsthal.nl). Außerdem gehört das In- Bewegung-Sein hier zum Lebensgefühl. Immer Schiffe beladen und wieder entladen, immer auf den Beinen (übrigens, der Halbmarathon im September ist mit einem Streckenrekord von 58:58 Minuten einer der schnellsten der Welt; Sonntag, 12. September 2010, www.halvemarathonrotterdam.nl). Als Mahnung, beim "immer höher, immer schneller" die Grenzen des Wachstums im Blick zu behalten, hängt im Museum Boijmans van Beuningen (www.boijmans.nl) Pieter Brueghels Gemälde vom Turmbau zu Babel. Aber in Rotterdam muss man da wenig Sorge haben, da wird eher kreativ als utopisch gedacht - und unsere Sneaker machen ganz neue Erfahrungen: zum Beispiel im "Watt", einem der coolen Clubs der Ausgeh-Hochburg, wo die Schuhe zum Stromerzeuger werden. Sie tanzen und springen auf Hightech-Fliesen, die das Gehupfe umwandeln in den Strom, der ins DJ-Pult fl ießt, dessen Musik wiederum das Gehupfe am Laufen hält - Nachhaltigkeit à la Rotterdam.

Übernachten "Hotel Stroom Rotterdam". Die Bäder in dem ehemaligen Elektrizitätswerk sind von bekannten Designern gestaltet. In den großen Studios Wannen für zwei mit Glasdach darüber. DZ/F ab 125 Euro (Lloydstraat 1, NL-3024 EA Rotterdam, Tel. 00 31/10/221 40 60, Fax 221 40 61, www.stroomrotterdam.nl).

Genießen Auster-Bar im Hotel "New York" im Viertel Kop van Zuid. Hier gab es einst die Billetts für den Dampfer über den Atlantik, heute ist der Backsteinbau ein Treff der Kreativen. Halbes Dutzend Austern ab 13,25 Euro (Koninginnenhoofd 1, Tel. 010/439 05 25, www.hotelnewyork.nl).

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Der Schuh: roter Pumps

Der rote Pumps: aus Lackleder von Pollini, 415 Euro.

Das Ziel: Luzern

Rot, glänzend, doppelt hoch (der Absatz! die Plateausohle!) - kein Zweifel, dieser selbstbewusste Schuh traut sich alles zu. Auch ein Ziel wie Luzern.

Die Stadt in der Schweiz ist auf den ersten Blick ein Horror für hohe Absätze: direkt am Vierwaldstättersee, umgeben von Bergen, Wanderwege vor der Tür. Auf den zweiten Blick dann aber das ideale Pfl aster - dank der tiefenentspannten Luzerner, die für alles eine bequeme Alternative geschaffen haben. Auf den 2120 Meter hohen Hausberg Pilatus zum Beispiel fahren eine Gondel oder die steilste Zahnradbahn der Welt; oben stehen schon auf den Sonnenterrassen die Liegestühle bereit (www.pilatus.ch). Über den See schippern Ausfl ugsboote (Foto), auch diverse Schlemm-Schiffe, z. B. eines zum Brunchen (www.lakelucerne.ch). Von der Alt- in die Neustadt ist es auf den zwei überdachten Holzbrücken ein kurzer Weg. Die Pumps, die gerade aus der Brasserie "Bodu" (Kornmarkt 5, Tel. 041/410 01 77, www.brasseriebodu.ch) oder einer Ausstellung in der Kunstsammlung Rosengart (Pilatusstr. 10, www.rosengart. ch) kommen, sind auch hier gut unterwegs. Und können gleich weiterstöckeln, zum Kultur- und Kongresszentrum, einem der jungen Prestigebauten der Stadt, entworfen vom Franzosen Jean Nouvel. Dort vergeht keine Woche ohne ein Konzert renommierter Sinfonie-Orchester - gut, dass roter Lack so edel aussieht. Und auch für Kinderfüße gibt es in Luzern eine bewegungsarme Aktivität: das Verkehrshaus, ein tolles Mitmach- Museum (Lidostr. 5, www.verkehrshaus.ch).

Übernachten "The Bed & Breakfast". Günstige, zentrumsnahe Unterkunft in einer schönen Stadtvilla mit acht Zimmern und Garten. Fahrradmiete rund zehn Euro/Tag; DZ/F ab 86 Euro (Taubenhausstr. 34, CH-6005 Luzern, Tel. 00 41/41/ 310 15 14, Fax 310 15 40, www.theBandB.ch).

Genießen "Wirtshaus Galliker". Rustikaler Klassiker, seit 1856. Z. B. Bratwurst mit Rösti (Schützenstr. 1, Tel. 041/240 10 02).

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Der Schuh: Zehensandale

Die Zehensandale: aus Leder von Fratelli Rossetti, 300 Euro.

Das Ziel: Mallorca

Zwei Gründe, warum diese anschmiegsame Ledersandale jetzt nach Mallorca will: Das luftige Design lässt viel Sonne an die Füße (und die scheint dort jetzt schon richtig viel). Und das hellgrüne Blattmotiv, das den Rist verziert, ist einfach gern unter seinesgleichen.

Auf der Baleareninsel wurde nämlich ein botanischer Traum wieder eröffnet: das Landgut "La Raixa" am Fuße des Tramuntana-Gebirges (Straße von Palma nach Sóller, Abzweig kurz vor Bunyola). Haushohe Palmen, Zypressen und Magnolien säumen den Weg zum einstigen Wohngebäude des Kardinals Antonio Despuig, der den maurischen Familienbesitz im frühen 19. Jahrhundert nach italienischem Vorbild umgestalten ließ. Statuen lugen aus wildem Getreide hervor, aus den Mündern der Wasserspeier quillt Moos, der kleine See schimmert in geheimnisvollem Grün. Schneeweiße Callas wuchern aus Terrakotta-Töpfen. Kakteen, Aloe vera und Lavendel umrahmen eine monumentale Freitreppe. Nach der Renovierung bis Ende des letzten Jahres strahlt er jetzt wieder: ein eleganter Palazzo mit ockerfarbener Steinfassade, Säulenbögen, Loggia, gepflastertem Innenhof mit Ziehbrunnen.

Neu gemacht ist auch die Uferpromenade in Puerto de Sóller (mit dem Auto von "La Raixa" in einer halben Stunde durch den Tunnel nach Sóller, dann vom dortigen Bahnhof mit der altertümlichen Straßenbahn Richtung Meer). Auf der Uferpromende, die früher eine Durchgangsstraße war, können sich die Schuhe nicht mehr in der Botanik verstecken, da sind sie ein Blickfang vor frisch renovierten Fischerhäuschen, in denen jetzt Cafés und Restaurants sind.

Übernachten "Hotel Espléndido". Ehemaliges Grandhotel in erster Reihe am Meer mit herrlichem Blick auf die Bucht von Puerto de Sóller. Witzig, schrill, bunt und gemütlich im Stil der 50er Jahre. Bar und Pool zum Faulenzen, im terrassenförmig an gelegten Garten Spa-Behandlungen unter freiem Himmel. DZ/F 300 Euro (Es Través 5, ES-07108 Puerto de Sóller, Tel. 00 34/971/63 18 50, Fax 63 30 19, www.esplendidohotel.com).

Genießen "Es Faro". Edles Restaurant mit hervorragender Mittelmeerküche auf einem Felsen neben dem Leuchtturm. Einmalige Aussicht von der Terrasse auf Steilküste und Hafen (Cap Gros de Moleta, Puerto de Sóller, Tel. 09 71/63 37 52).

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Der Schuh: Römersandale

Die Römersandale: aus Veloursleder von Apepazza, 155 Euro.

Das Ziel: Arles

Echte Römer kamen schon immer gern hierher in die Provence. Caesar war da und Konstantin. Jetzt kommen diese Gladiatorensandalen - zeitgemäß aufgehübscht. Diesen Sommer reichen sie hoch fast bis zum Knie, dafür braucht es obenrum weniger: knappe Shorts oder kurzen Rock. Und los geht die Zeitreise. In die Arena (Foto), wo vor bis zu 25 000 Zuschauern Konzerte oder Stierkämpfe stattfi nden. In das alte römische Théâtre Antique, auf die antike Friedhofsallee am Canal de Craponne, in die Konstantinischen Thermen am Ufer der Rhône. Und zum Ausruhen auf den Place du Forum, den ältesten Platz von Arles, wo Küsschen in die Luft gehaucht und Stühle in den Schatten von Café-Markisen und Platanen gerückt werden. Seit seine Schuhe wieder in sind, ist auch Caesar wieder im Gespräch: Aus der Rhône wurde vor zwei Jahren ein Kopf gefi scht, Sorgenfalten auf der Stirn und die Haare nach vorn gekämmt - angeblich eine zu Lebzeiten gefertigte Büste (ob echter Caesar oder nicht: allemal sehenswert, im Musée Départemental Arles Antique; www.arles-antique.cg13.fr).

Übernachten "Hôtel de L'Amphithéâtre". Barockes Stadtpalais mit Frühstücks- Patio. Tipp: von der Chambre Belvédère Blick über die Altstadt! DZ ab 55 Euro (5-7, rue Diderot, F-13200 Arles, Tel. 00 33/490/96 10 30, www.hotelamphitheatre.fr).

Genießen "La Charcuterie". Ehemalige Metz gerei mit teils originaler Einrichtung. Moderne Bistro- Küche inklusive Camargue-Rind. Menü 27 bis 35 Euro. So. und Mo. geschlossen (51, rue des Arènes, Tel. 04 90/96 56 96).

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Der Schuh: Seglerschuh

Der Seglerschuh: aus Kunstleder von Reno, 29,95 Euro.

Das Ziel: Südtirol

Seglerschuhe: ein Klassiker. Lila: Dauer-Trendfarbe. Ein Schuh, der beides vereint, ist unwiderstehlich und für jedes Experiment zu haben.

Sylt? Aber nein: Die Schuhe sind unterwegs im erschreckend gebirgigen Vinschgau. Im Süden türmt sich der Ortler auf, knapp 4000 Meter Fels und ewiges Eis. Im Norden zieht sich kilometerlang die Flanke des Sonnenbergs entlang, so steil, dass einem Sprichwort zufolge die Hühner hoch oben auf den Bergbauernhöfen Steigeisen brauchen.

Aber auf der Genuss-Radtour durch das sonnigste Tal Südtirols kommen die Schuhe mit all dem schroffen Fels gar nicht in Berührung. Der markierte Weg schlängelt sich ganz unten durch den Talgrund, kaum Steigungen, keine Spur von Quälerei. Holprig wird es nur auf dem Kopfsteinpfl aster im mittelalterlichen Städtchen Glurns - kein Problem für die weichen Sohlen. Der Zug (Fahrrad-Mitnahme bwz. -Verleih: www.vinschgerbahn.it) fährt bis nach Mals; von dort geht es die 50 Kilometer mit dem Rad zurück nach Meran, durch endlose Apfelplantagen mit Bewässerungssprenklern, die eine schöne Erfrischung sind. Kastelbell liegt bereits mitten in den Weinbergen, und hoch dort oben thront Schloss Juval, dessen Hausherr der König von Südtirol ist: Reinhold Messner. Wenn die Schuhe am Ende doch höher hinaus wollen: Es gibt ortskundige Guides (z. B. bei www.oetzi-bike-academy.com oder www.vinschgaubike.com).

Übernachten "Hotel Hohenwart". Sehr komfortables Hotel in den Hügeln oberhalb Merans. Toller Blick, Wellness, exzellente Küche. Trotz 87 Zimmern gelingt es Familie Mair, jeden Gast wie einen persönlichen Freund zu umsorgen. DZ/F ab 80 Euro (Verdinser Str. 5, I-39017 Schenna, Tel. 00 39/ 0473/94 44 00, Fax 94 59 96 www.hohenwart.com).

Genießen "Bierkeller Latsch". Uriges Lokal im Grünen. Drinnen sitzt man gemütlich, draußen an langen Tischen zusammen mit Einheimischen. Serviert wird frisch Gegrilltes zu Biergarten- Preisen: Hähnchen, Haxen, Spareribs (Valtneidweg 2, Latsch, Tel. 04 73/62 32 08, www.bierkeller-latsch.com).

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Der Schuh: Gummistiefel

Der Gummistiefel: von Stuart Weitzman, 125 Euro.

Das Ziel: Mini-Venedig

Immer mal wieder haben es die pragmatischen Schlechtwetter-Stiefel auf die Laufstege der Designer geschafft. Und sind wieder verschwunden. Diese aber, mit Nieten und in Knallfarbe, werden bestimmt nicht untergehen. Und haben nirgends einen besseren Auftritt als im Schuh-Mekka Italien.

Bei Acqua Alta in Venedig, wenn die Plätze unter Wasser stehen, sind die Stiefel ohnehin das einzig mögliche Schuhwerk, um ganz entspannt durch die Gassen zu bummeln. Die großen Besucherströme, Souvenir-Shops und überteuerten Restaurants umstiefeln sie dabei ganz einfach, sie wandeln nämlich gar nicht durch Venedig, sondern durch Chioggia.

Das Städtchen am südlichen Ende der Lagune ist auch auf Holzpfählen errichtet. Auch sein Hauptplatz ist mit Bars, Restaurants und Läden gesäumt - die Cappuccinos, Fische und Souvenirs sind allerdings preiswerter. Und der Fischmarkt (Mo. bis Sa. ab frühmorgens) ist größer. Dort, bei den Fischern, treffen die Schuhe dann auf ihre bescheidenen Ahnen. Sollten sie sich trotzdem nach Venedig aufmachen, haben sie eine sehr schöne Tour vor sich: von der Altstadt Chioggias mit dem Boot zum Litorale di Pellestrina, einer schmalen Insel mit Dörfern und gemütlichen Lokalen. Weiter zum Lido, ein paar Kilometer immer direkt am Wasser entlang. Und dann mit dem Vaporetto bis zum Markusplatz. Oder direkt von Chioggia mit dem Boot über die Lagune: mit dem Vaporetto (Fahrtzeit rund 90 Minuten), mit einem der eleganten Motorboote oder mit einem Hausboot (www.hausboot.de/gebiet_Chioggia.shtml).

Übernachten "Palazzo Carlo Goldoni". Elegantes Hotel in einer Villa aus dem 17. Jahrhundert im historischen Zentrum. Ruhig und mit Garten. DZ/F ab 80 Euro (Calle Rosalba Carriera 307, I-30015 Chioggia, Tel. 00 39/041/550 05 48/40 56 48, www.immobiliarecarlogoldoni.com).

Genießen "Ristorante Stella d'Oro". Beliebt wegen der stets frischen Fischgerichte (Fondamenta Canal Lombardo 1294, Tel. 041/40 06 97).

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Der Schuh: Boot

Der Boot: aus Leder von Airstep, 159 Euro.

Das Ziel: die Berghütte

Je gebrauchter und abgeschrubbter Boots aussehen, umso trendiger sind sie jetzt. Man kann diesen Look kaufen. Oder dafür sorgen, dass die Schuhe ganz von selbst zu ihren Abnutzungserscheinungen kommen.

Garantiert ist das auf einer Reise mit dem Bergwaldprojekt - wo es vor allem eine Beschäftigung gibt: Arbeiten. Wenn man das in dieser Kulisse Arbeit nennen kann, umgeben von Wald, Seen und Bergen. Rund zwei Wochen lang haben die Freizeit-Arbeiter an ihrem Einsatzort (es gibt insgesamt 27 in Deutschland) einen geregelten Tagesablauf: Gewohnt wird in schlichten Hütten und aufgestanden im Morgengrauen. Dann auf zum Einsatzort: Bäche oder Hochmoore, die renaturiert werden, Wälder, wo neue Bäume wachsen sollen - alles unter professioneller Anleitung. Mittagessen gibt es in der freien Natur, Abendessen in der Hütte, gekocht von mitgereisten Köchen. Und dann kann jeder machen, was er will: z. B. Vorträge der Profis anhören oder einfach nur zusammensitzen. Die Boots sollten in der Freizeit eine Fettschicht nachlegen, damit das Leder nicht brüchig wird.

Nächste Termine 9. bis 15. Mai im Hagspiel-Hochmoor nahe Lindau, wo im komfortablen Ferienhaus "Ruhmühle" geschlafen wird. 6. bis 12. Juni in einer Forsthütte am Schliersee. Neu im Programm ist voraussichtlich ab September ein Projekt auf der Insel Usedom (Bergwaldprojekt, Pickelstr. 2, 97080 Würzburg, Tel. 09 31/ 452 62 61, Fax 30 41 90 68, www.bergwaldprojekt.de)

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Der Schuh: Kellnerinnen-Schuh

Der Kellnerinnen-Schuh: aus Leder von Chie Mihara, 259 Euro.

Das Ziel: London

Es gibt Frauen, die wissen einfach, wie man gut durchs Leben kommt. Kellnerinnen gehören oft dazu, weil sie täglich viele Wege zurücklegen; und die Designerin Chie Mihara, die seit einem Praktikum in einem Orthopädie-Geschäft weiß, wie Füße ticken. Ihr Kellnerinnen-Modell will diesen Sommer in die einstige kulinarische Einöde, die zur Spielwiese der Starköche geworden ist: London.

Für eine ausgedehnte Schlemmertour sind die Schuhe richtig fit, und sie lassen sich auch noch vielfältig kombinieren. Mit Jeans - in den kreativen Osten der Stadt, zu "Pizza East" (Foto), wo es feine Pizza in minimalistischer Beton-Atmosphäre gibt (56 Shoreditch High Street, Tel. 020/77 29 18 88, www.pizzaeast.com). Oder zu "St. John" um die Ecke auf ein Bacon Sandwich mit selbst gebackenem Brot (94-96 Commercial Street, Tel. 020/72 51 08 48, www.stjohnbreadandwine.com). Mit schwarzer Hose - zur Tea Time ins "Langham Hotel" (Afternoon Tea ca. 40 Euro mit einer Auswahl an Sandwiches und Torten, 1c Portland Place, Tel. 020/79 65 01 95, www. palm-court.co.uk). Mit Abendkleid - ins "Tamarind" in Mayfair, gerade mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet (Menüs, z. B. mit Chili-Lamm und Nelken-Zimt-Basmatipudding, ab ca. 29 Euro; 20 Queen Street, Tel. 020/76 29 35 61, www.tamarind-restaurant.com). Londons beste Carbonara-Pasta (ca. 17 Euro) gibt es bei einem Deutschen: bei Heinz Beck, einem der besten Köche Roms, der hier nun ebenfalls ein Lokal eröffnet hat (Hyde Park Corner, Tel. 020/72 59 55 99, www.lanesborough.com).

Übernachten "Boundary". Jedes Zimmer als Hommage an Design-Ikonen wie Charles und Ray Eames oder Eileen Gray eingerichtet. DZ ab ca. 155 Euro (2-4 Boundary Street, GBLondon E2 7DD, Tel. 00 44/20/77 29 10 51, Fax 77 29 30 61, www.theboundary.co.uk). - "Miller's Residence". Wie eine fantastische historische Wunderkammer. DZ ab rund 170 Euro (111a Westbourne Grove, W2 4UW, Tel. 00 44/20/72 43 10 24, Fax 72 43 10 64, www.millersuk.com .

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Schuh-Auswahl: Bärbel Recktenwald Texte: Tinka Dippel, Cornelia Gerlach, Julia Grosse, Thomas Migge, Annette Rübesamen, Nicole Schmidt, Klaus Simon, Merle Wuttke Fotos: dpa, iStockphoto.com, Fotolia.com dpa, iStockphoto.com, Fotolia.com

Wer hier schreibt:

Merle Wuttke
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