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Conscious Travel Dieser Reisetrend sorgt für Erholung mit gutem Gewissen

Frau sitzt an einer Klippe und genießt die Aussicht
© olezzo / Adobe Stock
Du möchtest deinen Urlaub planen, bist aber nicht sicher, worauf du achten solltest? Vielleicht hilft dir dieses neue Prinzip des Reisens beim Planen.

"Conscious Travelling" – für die eine oder andere Person mag das wie ein erhobener Zeigefinger klingen. Übersetzt bedeutet es so viel wie "Bewusstes Reisen", was für viele vermutlich nach dem Verzicht und mehr Urlaub zu Hause klingt. Das muss es aber nicht unbedingt sein. Conscious Travelling kann dir selbst, den Einwohnenden vor Ort oder auch der Umwelt guttun. Wir erklären, welche Möglichkeiten es gibt.

1. Die Reise nachhaltig gestalten

Du entscheidest dich für einen Urlaub in Thailand, Amerika oder Brasilien. Klar ist: Der Flug ist unumgänglich. Wo kannst du also stattdessen Nachhaltigkeit einbauen? Indem du sie vor Ort lebst. Das kann damit anfangen, dass du im Urlaub auf die lokale Küche setzt statt Gerichte mit importierten Produkten zu essen. So kannst du auch lokale Restaurants und ansässige Händler:innen auf den Märkten unterstützen. Vor Ort kannst du mit öffentlichen Transportmitteln oder lokalen Veranstaltern zu Sightseeing-Spots aufbrechen.

Sorge möglichst dafür, dass das Geld bei den Menschen im Land ankommt. Unterstütze Nationalparks oder kulturelle Stätten mit deinem Besuch und gib eine kleine Spende ab, wenn diese umsonst sein sollten. Damit hilfst du dem Erhalt der Natur und Kultur für die Einwohnenden und weitere Urlauber:innen. Bei deiner Unterkunft kannst du auf klimafreundliche Maßnahmen wie einen sparsamen Umgang mit Wasser und Energie achten. Ein weiterer guter Punkt ist es, auf lokale Anbieter:innen zu setzen und auf Architektur, die aus heimischen Materialien gebaut wurde. Viele Wasser- und Energie-Spartipps kann man auch im Urlaub umsetzen. Beispielsweise das Licht und die Klimaanlage ausmachen, wenn man unterwegs ist.

2. Nähere Ziele in Betracht ziehen

Es muss nicht immer eine Reise von 14 Stunden oder mehr bis zum Zielort sein. Du kannst kürzere Flugstrecken wählen oder mit der Bahn, dem Auto oder per Bus spannende Orte erreichen. Es gibt beispielsweise tolle Zugstrecken nach Brüssel, Paris oder in die Schweiz. Und auch im Norden Deutschlands lassen sich schöne und entspannte Tage verbringen. Unter anderem auf Sylt, Rügen oder Föhr. Mit dem 49-Euro-Ticket ist das ab Mai 2023 nicht nur günstig, sondern auch eine klimafreundliche Alternative. Wer den Sprachwechsel braucht, um im Urlaub abzuschalten, für den:die empfehlen wir die folgenden Tipps:

Eine weitere Alternative bei (Langstrecken-)Flügen kann die Kompensation der dadurch entstehenden Emissionen sein. Beispielsweise durch die gemeinnützige Klimaschutzorganisation atmosfair, die das Geld dafür verwendet, erneuerbare Energien in Ländern auszubauen, die diese kaum nutzen. So wird dort CO2 eingespart, das ansonsten durch fossile Energie entstanden wäre.

3. Entspannen statt durchstarten

Nicht selten wollen wir ganz viel erleben, wenn wir unterwegs sind. Schnell haben wir 50 Dinge auf der Liste, aber nur zwei Wochen zur Verfügung. Zu viel zu tun, zu wenig Zeit. Fast so wie bei vielen auf der Arbeit und im Feierabend. Diese Art zu Reisen kann dich unnötig in Stress versetzen – und am Ende bist du genauso wenig entspannt wie vorher, obwohl (oder gerade weil) du viel gesehen und erlebt hast. Wir gönnen uns selten Auszeiten, die für uns aber wichtig und richtig sind. Gerade im Urlaub sollten wir das öfter tun.

Lehn dich auch mal zurück. Stresse dich nicht damit, alles schaffen zu wollen. Priorisiere die Aktivitäten, die du dir vorgenommen hast. Eine Aktivität pro Tag kann ausreichen, für manche kann es Sinn ergeben, einen Tag zu entspannen und am nächsten etwas zu unternehmen. Das ist ganz individuell. Die Hauptsache ist, dass bei den schönen Erlebnissen vor Ort nicht das Gefühl aufkommt, es machen zu müssen. Wenn du einen oder auch drei Tage nur am Pool liegen willst, ist das okay. 

4. Interesse und Respekt zeigen

Einwohnende freuen sich darüber, wenn du einige einfache Wörter in der Landessprache kennst. "Hallo", "Danke", "einen schönen Tag", das bringt meist schon ein Lächeln auf die Gesichter. Das zeigt dein Interesse an Kultur und Menschen – und kann dafür sorgen, dass wunderbare Gespräche entstehen. Beim Conscious Travelling geht es eben auch darum, Empathie im anderen Land zu zeigen.

Dazu zählt ebenso, dass man nicht mit Shorts in eine Kathedrale in Italien spaziert oder in einen Tempel in Indonesien. Müll nimmt man mit und entsorgt ihn in der Unterkunft, der Umwelt zuliebe und aus Respekt. Und sollte eine neugierige Person in deinem Urlaub fragen, woher du denn so kommst und was du machst: Sei selbst neugierig und erfahre im Gespräch mehr über den Ort, an dem du dich aufhältst. Das Bewusstsein für solche Dinge zu haben, macht den Urlaub nur interessanter.

Hier noch eine Leseempfehlung für weitere Tipps zum nachhaltigen Reisen:

Verwendete Quellen: forumandersreisen.de, atmosfair.de, fairtourism.nl

© RTL

Am 23. und 24. Februar legt RTL Deutschland in TV, Print, Audio und Online einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema Reisen. Wenn zum Jahresauftakt für viele die Urlaubsplanung ansteht, geben Expert:innen unter dem Claim ‚Check & weg‘ Orientierung und unterstützen mit Tipps dabei, dass jede:r die individuell beste Entscheidung für den eigenen Urlaub treffen kann – Inspirationen für das nächste Urlaubsziel inklusive.“ Sendetermine und weitere Informationen unter rtl.de/reisen.

lkl Brigitte

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