São Tomé und Príncipe: Trauminseln am Äquator

In Afrika war BRIGITTE-Autorin Tania Kibermanis schon öfter, aber so relaxt wie in São Tomé und Príncipe hat sie es noch nicht erlebt: touristisch unberührt, sicher, tiefenentspannt, traumhafte Natur. Sie hofft jedenfalls, dass der Inselstaat noch ganz lange ein Geheimtipp bleibt.

Grünes Inselpaar auf dem Äquator

Ich gestehe - ich musste erst mal googlen, wo São Tomé überhaupt liegt. Ich hätte diesen winzigen Zwei-Insel-Staat, den zweitkleinsten Afrikas, aufgrund seines melodischen Klanges viel eher in der Karibik verortet. In Wirklichkeit liegt er an der Westküste Afrikas, im Golf von Guinea, direkt auf dem Äquator.

Auf einem derart üppig bewachsenen Fleckchen Welt bin ich in meinem Leben noch nicht gewesen. Kaum ein Quadratmeter, auf dem es nicht rankt, blüht und Düfte verströmt, die ich sonst nur in Parfüms kenne: Vanille, Mango, Zimt, Kakao. São Tomé ist so grün, dass man es förmlich spüren kann. Die Blätter der Palmen dampfen in der feuchten Luft, und um die Berge am Horizont schmiegt sich Nebel.

"Leve-leve!" – bloß keinen Stress

Tourist*innen dagegen sind hier noch eine Rarität - sogar am Flughafen werden Fotograf Enver und ich von Kindern neugierig beäugt, wir äugen freundlich zurück. Und entspannt geht es zu. Keiner hupt, schubst oder drängelt, und mein bundesdeutscher Blutdruck fährt sofort runter auf afrikanische Frequenz. "Leve-leve" ist das Landesmotto, was so viel heißt wie: Kein Stress. Immer schön langsam. Bleib entspannt!

Kontaktfreudig: Die Menschen auf São Tomé lieben es, fotografiert zu werden.

Am nächsten Tag machen wir uns auf ins Hochland - dahin, wo der Kaffee wächst. Schon kurz hinter São Tomé-Stadt beginnt dichter Regenwald, im Gebüsch zwitschert, surrt und summt es, und die Straßen sind bisweilen kaum mehr als die Abwesenheit von Bebauung oder Bewuchs, mit Schlaglöchern groß wie das Saarland. Nach einer knappen Stunde Rüttelritt bergauf landen wir in "Monte Café", einer ehemaligen Groß-Plantage und heutigen Kaffee-Kooperative, auf der über 6000 Menschen leben und wo es auch eine Schule, ein Krankenhaus und eine Fußballmannschaft gibt, die sogar in der Landesliga spielt.

"Früher waren alle Plantagen im Staatsbesitz und verwilderten immer mehr, aber seit zehn Jahren wird hier wieder Kaffee angebaut", erzählt Iata Mota, die zierliche Direktorin des Kaffeemuseums, das sie vor sechs Jahren hier eröffnet hat. Sie will die Besucher für einen bewussteren Umgang mit der Natur und die Geschichte der Plantagensklaverei sensibilisieren. Mit den Kindern der Kooperative studiert Iata Theaterstücke ein, kümmert sich um das Schulessen und beschäftigt inzwischen drei alleinerziehende Mütter. Und nebenbei studiert sie noch an der Uni unten in der Stadt. "Wir sind Pioniere und voll motiviert - unser Museum soll eine Institution werden!"

Metamorphose: Von der Kaffeebohne zum fertigen Pulver.

Vom Kolonialismus zu Fair Trade

Ob wir im Restaurant sind, auf dem Markt oder in einem Anbaugebiet - überall steht der ganzheitliche Gedanke im Vordergrund: Respekt vor der Natur, faire Bedingungen für die Arbeiter, möglichst wenig Müll hinterlassen und produzieren, keine Konzerne, die Gewinne abgreifen. Die einzige Palmölplantage, die wir auf der ganzen Insel sehen, sticht mit ihrer gedrillten Monokultur schmerzlich ins Auge. Selten ist einem der Weg des Kaffees von der Plantage bis in die morgendliche Tasse so bewusst wie hier. Es beglückt mich wahnsinnig, dass der Begriff Fair Trade hier so erfreulich Gestalt annimmt.

Kopfarbeit: Ihren Reissack trägt diese junge Frau so, wie sie es von ihrer Mutter gelernt hat.

Das düstere Kapitel des Kolonialismus ist noch nicht allzu lange vorbei und São Tomé erst sei 1975 ein unabhängiger Staat - daher achtet man umso mehr darauf, dass hier nicht wieder fremde Mächte die Kontrolle übernehmen: Als Investor*in kann man Grundstücke für 40 Jahre pachten, aber nicht kaufen. Doch auf den Inseln werden große Erdölvorkommen vermutet, und es gilt zu hoffen, dass dieser liebenswerte Ministaat nicht doch von Kapitalhaien überschwemmt wird.

Der Regenwald macht seinem Namen alle Ehre

Wenn es nur nicht so gemein regnen würde! Klar, es heißt ja nicht umsonst Regenwald, und all die herrlichen Pflanzen gedeihen nicht in sonniger Dürre, aber eigentlich hatte ich gehofft, mehr Badedress als Regencape zu tragen. Auf einer Kakaoplantage mitten im Gehölz erwischt uns ein warmer Regenguss, um dessen ordentlichen Wasserdruck ihn meine heimische Dusche beneidet hätte. An uns trieft alles, was nur triefen kann, da helfen auch die eiligst über uns ausgebreiteten Bananenblätter nichts.

Die drei Kakaopflücker, die wir begleitet hatten, verrichten ihre Arbeit grinsend und völlig unbeeindruckt weiter, während es von unseren Deppenponchos nur so rinnt. Die ganze Plantage wabert in dampfendem Grün, wir schlittern auf unseren Schlappen hangabwärts.

Als sich die Sonne kurz darauf wieder blicken lässt, fahren wir gerade an der Küste entlang, vor der ein paar ausgesprochen malerische Schiffswracks im Meer dümpeln. Am Strand dösen Ziegen, dahinter ein Dörfchen mit ehemals bunten, vom Salzwasser gebleichten Holzhäusern, die hier auf São Tomé fast alle auf Stelzen stehen. Nach jedem Regen verwandelt sich der lehmige Boden nämlich in Matschseen - was Enver und ich feststellen, als sein Schuh im Modder stecken bleibt und nur noch in Einzelteilen geborgen werden kann. Den Rest des Tages teilen wir uns geschwisterlich meine silbernen Damenschlappen. Sehr zum Amüsement der Einheimischen, die überhaupt unglaublich freundlich sind, auch wenn man sie jenseits aller Dienstleistungen trifft. 

Waschtag: Mit Kind, Kegel und Seifenpflanzen am Fluss.

Das mag vielleicht daran liegen, dass hier niemand wirklich Hunger leiden muss. Nichtsdestotrotz ist São Tomé ein armes Land, in dem es an vielem mangelt, aber verglichen mit vielen anderen afrikanischen Ländern ist es geradezu paradiesisch: Die politische Lage ist stabil, es gibt weder Terrorismus noch nennenswerte Kriminalität, und während der gesamten Reise begegnet uns nicht ein einziger Mensch, mit dem ich nicht bedenkenlos nach Hause gegangen wäre. Etwas Schlimmeres, als in ein Schlagloch zu stolpern oder nachts von einer der vielen, wirklich riesigen Landkrabben erschreckt zu werden, kann einem hier schwerlich zustoßen. Abends kehren wir zwar trotzdem verdreckt und zerstochen ins Hotel zurück. Aber dafür umso heiterer.

Wie umgehen mit der schweren Vergangenheit?

Natürlich könnte man seinen Aufenthalt hier auch komplett in einem der ausgesprochen angenehmen Resorts verbringen, aber wie es im Leben halt so ist - ohne Risiko entgeht einem das Beste. Und die Frage, die man sich zu Hause im theoretischen Ethik-Viertelstündchen stellt, sitzt einem hier direkt auf dem Schoß: Trägt das Reisen zum gegenseitigen Näherrücken bei oder vergrößert es eher das Gefälle?

Nachdem wir uns im Nationalmuseum eine aufwühlende Ausstellung über Kolonialismus und Sklaverei angeschaut haben, wird uns von einem schwarzen, bei 30 Grad komplett livrierten Herren ein Menü aufgetragen, das sich Einheimische niemals leisten könnten - das lässt mich schon schwer schlucken. Aber mit Respekt, Freundlichkeit und Augenhöhe ist schon viel gewonnen. Und vielleicht reicht es fürs Erste, dass man sich dass alles zumindest mal bewusst macht.

Nachwuchskicker: Deren Eltern bewirtschaften die ehemalige Plantage "Roça Sundy".

Beim Kochen werde ich ausgelacht 

Am nächsten Tag dürfen wir in Dona Antónias Restaurant "Papa Figo" ein bisschen mitkochen. Dafür nimmt uns die entzückende Köchin Elsa Lombá zuerst mit auf den Markt. In der engen, wuseligen Halle wird wirklich alles angeboten, was man in einen Kochtopf werfen kann: riesige Fische, sämtliche Früchte (auf São Tomé gibt es allein sieben Bananensorten), lebende Hühner, Öle, Gewürze. Wir tragen unsere Beute in die glutheiße Restaurantküche, wo ich mich selbst bei den einfachsten Handgriffen denkbar doof anstelle und von der gesamten Belegschaft herzhaft und zu Recht ausgelacht werde.

Und abends gehen wir aus - in die Kulturfabrik "CACAU", ein altes Lagerhaus, in der die Wände voller Kunst hängen und sich fein herausgeputzte Paare im Tanzteestil zu den Klängen einer Hammondorgel über die Tanzfläche schieben. Enver wird von einem formvollendeten Galan gefragt, ob er mich mal kurz verleiht - und schon tanze ich mit der são-toméischen Jugend rührend harmlos Rumba. 

Kulturfabrik: In einem alten Lagerhaus wurde das "CAUCAU" eingerichtet.

Der weit über São Tomé hinaus bekannte Fernsehkoch João Carlos Silva ist hier der Impresario, ein blitzgescheiter, mit seinem Charme Räume füllender Tausendsassa, für den alles untrennbar miteinander verbunden ist: das Essen, die Natur und die Kunst. Und als er erzählt, dass in seiner Restaurantküche nichts anderes außer Jazz laufen dürfe, weil der nämlich Herz und Hirn öffne, bin ich vollends hingerissen.

Impresario: Fernsehkoch João Carlos Silva bei der Arbeit

Príncipe, die kleine Schwester, ist ein Badeparadies

Weiter geht es nach Príncipe. Die Anreise mit der winzigen Propellermaschine ist für einen Flugangsthasen wie mich ein echter Ritt, und ich bin meinem unbekannten Sitznachbar bis heute dankbar, dass er meine Hand bis zur Landung so fürsorglich gedrückt hat.

Wenn man mit Stränden wenig anfangen kann, ist man auf Príncipe denkbar falsch. Im Grunde besteht die kleine Schwesterinsel nämlich aus wenig anderem, und sie sind alle zum Niederknien schön: Das türkise Meer hat Badewannentemperatur, Palmen recken sich über zimtfarbenem Sand, in dem hier und da ein Hölzchen steckt und eines der zahlreichen, vergrabenen Nester mit Eiern der Meeresschildkröten markiert, die hier mit sämtlichen Mühen vor dem Aussterben bewahrt werden. Die größte wiegt übrigens mehr als eine halbe Tonne und trägt den Namen Ambuláncia, weil der Rettungswagen hier das größte Fahrzeug ist.

Sieben mal sieben? Ergibt feinsten Sand, wie an diesem Strand auf Príncipe.

Nach dem Strandtag flanieren wir durch die Hauptstadt, das geht schnell: Santo Antonio hat 1500 Einwohner, eine Hauptstraße, Kirchlein, Denkmal - das war's. Mehr Zeit hätten wir allerdings auch kaum gehabt, denn am Äquator wird es sehr früh uns sehr schnell sehr dunkel. Dann hat der Sternenhimmel seinen großen Auftritt. Noch nie im leben habe ich so viel Geglitzer da oben gesehen - ein kosmisches Las Vegas, aus dem alle paar Minuten eine Sternschnuppe fällt. ich komme mit dem Wünschen kaum hinterher.

Vor unserer Heimreise trinken wir dann noch ein letztes Bier in der entzückenden Flughafenbar, einem Auto, vor dessen offener Heckklappe drei Barhocker stehen und das Bier aus der Kühltruhe gereicht wird. Während der Sternenhimmel über uns seine Showbühne ausfüllt, prosten wir uns seufzend zu: Eigentlich wäre es am besten, niemand käme hierher - dann bliebe es, wie es ist. Unberührt, schön und sicher. Andererseits wüsste dann aber auch niemand, welcher Zauber einem entgeht.

Diese 3 Flugzeugsitze sind am bequemsten!

Die Reisetipps für São Tomé und Príncipe

Hinkommen
TAP fliegt via Lissabon nach São Tomé, Tickets ab 686 Euro (www.flytap.com).

Rumkommen
Klar kann man sich auch ein Auto mieten. Ich allerdings war ausgesprochen froh, nicht selbst um Geröll und Pfützen navigieren zu müssen. Der Fahrer und Guide Adriano Falerio ist sympathisch und spricht gut Englisch (Tel. 98 12 681, adrianofaleiro@gmail.com).

Übernachten
Omali Lodge
Ein feines und dabei sympathisch unprotziges Hotel direkt an der Strandpromenade mit riesigen, beglückend gut klimatisierten Bungalow-Zimmern, einem herrlichen Pool unter Palmen und einer Bar, die keine Wünsche offen lässt. DZ/F ab 250 Euro (São Tomé, Praia do Lagarto, Tel. 22 22 350, www.omalilodge.com).

Mucumbli Eco Lodge
Das Paradies für Freunde unberührter Natur, 33 km von der Hauptstadt entfernt, verfügt über elf liebevoll künstlerisch gestaltete Gästehäuschen, italienisch-são-toméische Küche und eine Restaurantterrasse über dem Meer. DZ/F ab 85 Euro (São Tomé, Ponta Figo, 1km von Neves entfernt, Estrada Nacional 1 Richtung Santa Catarina, Tel. 99 08 736, www.mucumbli.wordpress.com).

Efraim Guesthouse
Auf der 150 Jahre alten, ehemaligen Plantage Monte Café Roca, 15 Autominuten von São Tomé-Stadt entfernt, logiert man schlicht und mit grandiosem Panoramablick auf über 600 Metern und bekommt gleich dazu fantastischen Kaffee direkt vom Erzeuger! (São Tomé, Monte Café, 6 km von Trindade, Tel. 99 60 327, Buchung: firmaefraim@gmail.com).

Bom Bom Príncipe
Eines James-Bond-Bösewichtes würdig wäre diese weitläufige Anlage mit 19 einzelnen, in erfreulich großem Abstand zueinander stehenden Häuschen in einem tropischen Paradiesgarten und mit sämtlichen Annehmlichkeiten. Drum herum brandet das türkisfarbene Meer und man kann wunderbar am einsamen Strand flanieren. DZ-Bungalow/HP ab 415 Euro (Príncipe, Illhéu Bom Bom, Tel. 99 69 90, www.bombomprincipe.com).

Genießen
Restaurante Dona Têtê
In einem verborgenen Hinterhof herrscht Madame Têtê streng über jeden Handgriff in der offenen Küche und zaubert für 15 Euro riesige Portionen gebratenen Fisch, gebackene Bananen und andere Köstlichkeiten. Schlichter Ort, schwer zu finden, aber ein echter Geheimtipp! (São Tomé, Avenida Marginal 12 Julho, Tel. 99 04 353).

Restaurante Embaixada de Sabores
Bei Fatima ist es erfreulich unluxuriös und dafür umso gemütlicher - die große Tapasplatte für 12 Euro ist eine Wucht, auf der winzigen Terrasse speist man direkt neben dem riesigen Kühlschrank, und zu den Klängen eines Hammondorgel-Solisten wird nach dem Mahl zwischen Tischen und Stühlen getanzt. Manchmal greift auch die Köchin zum Mikro und singt herzzerreißend schön! (São Tomé, Villa Maria, Tel. 98 80 631).

Roça São João
Normalerweise misstraue ich jedem Hype. Aber der Fernsehkoch João Carlos Silva ist zu Recht der wohl berühmteste São Toméer: Hier wird nicht nur feinste Kulinarik gezaubert, bei der man vor lauter Kunstfertigkeit oft gar nicht weiß, was man da Leckeres vor sich hat. Der Padron bildet alleinerziehende Mütter zu Köchinnen aus und ist überhaupt ein Ereignis! Diesen Ort verlässt man nicht nur satt, sondern auch schlauer. Und sehr beglückt. Menü ab 20 Euro, unbedingt per Mail reservieren (São Tomé, São João dos Angolares, Tel. 22 61 140, reservas.rocasjoao@gmail.com).

Roça Sundy
In dem liebevoll restaurierten Herrenhaus einer ehemaligen Plantage kann man nicht nur ausgesprochen feudal übernachten (DZ/F ab 175 Euro) - auf der herrschaftlichen Terrasse, bezwitschert von tropischen Vögeln, diniert man formvollendet von der kleinen erlesenen Karte. Unbedingt Coulant de Chocolate (8 Euro) mit schätzungsweise einer Million Kalorien probieren! (Príncipe, Tel. 99 97 000, www.hotelrocasundy.com).

Papa Figo
In dem offenen, bunt bemalten, an einer wuseligen Straßenecke gelegenen Restaurant kann man neben vielem anderen wunderbar Fisch essen, vor allem den Barracuda mit Bananen für 10 Euro (São Tomé, Avenida das Nações Unidas, Tel. 22 27 261).

Erleben
Natur
São Tomé und Príncipe sind vor allem Natur - und darin sollte man auch den Großteil seiner Zeit verbringen: Am spektakulär brandenden Boca do Inferno (Höllenschlund); am Pico Cão Grande, dem säulenartigen, stets malerisch in Nebel gehüllten Berg; der kleinen, in einer halben Stunde mit einem Boot zu erreichenden Illhéu das Rolas, worüber die Äquatorlinie verläuft, und man herrliche, einsame Strände findet.

Museu Tatu
In dem winzigen Museum bekommt man auf sympathische Weise solides Wissen über die Schildkrötenschutzprojekte der Inseln vermittelt. Eintritt 4 Euro (São Tomé, Praia Micolo).

Monte Café
In der dörflichen Kooperative kann man wunderbar besichtigen, dass Fair Trade prächtig funktionieren kann. Im kleinen Museum gibt es für zwei Euro auch eine Führung mit Kaffeeverkostung (São Tomé, 6 km von Trindade, Te. 99 18 017).

Museu Nacional
In einer alten Festung am Meer ist die Geschichte der Inseln, der Sklaverei und des Kolonialismus, der seit noch nicht mal 50 Jahren überwunden ist, eindrücklich nachgestellt. Man lernt eine Menge über die Kultur, und gerade wenn man sich von schwarzen Menschen bedienen lässt, sollte man das parat haben. Eintritt 2 Euro (São Tomé, Avenida Marginal 12 de Julho).

CACAU
João Carlos ist nicht nur ein Weltklassekoch, sondern auch ein großer Kunstfreund. In der ehemaligen Bahnhalle hat er ein grandioses Kulturzentrum aufgebaut, in dem Ausstellungen são-toméischer und internationaler Künstler zu sehen sind wie Filme und Konzerte. Und abends wird zu reichhaltigem Buffet und Livemusik getanzt. Eintritt und Buffet: 20 Euro (São TOmé, Largo das Alfândegas, Tel. 22 22 625).

Einkaufen
Claudio Corallo Schokoladenfabrik
In einer winzigen Manufaktur experimentieren Claudio Corallo und seine Tochter mit Kakao und zaubern göttliche Kreationen, die mit Industrieschokolade nicht das Geringste zu tun haben. Ab 4 Euro (São Tomé, Rua do Município, www.claudiocorallo.com).

Meracado novo
Auf zwei Etagen bekommt man alles Erdenkliche und Unerdenkliche: afrikanische Stoffen, Gewürze, Öle, und Räucherwerk zum Vertreiben böser Geister. In den Markthallen ist es allerdings sehr eng und dunkle Ecken werden auch gerne mal als Klo genutzt - deshalb lieber: Augen auf! (São Tomé, zwischen Avenida Geovany und Avenidy de Conceição).

Gut zu wissen
Gesundheit
São Tomé gilt als Malaria-Hochrisikogebiet, daher vor der Abreise unbedingt den Rat eines Tropenmediziners einholen und alle nötigen Impfungen auffrischen! Um stehende Gewässer machst Du lieber einen Bogen, wenn Du dir keine parasitären Untermieter zulegen willst. Und ordentlich Mückenspray einpacken, am besten die Klamotten schon zu Hause mit Kleiderspray imprägnieren.

Unbedingt mitnehmen
Ausreichend Bargeld - es gibt nämlich keine Geldautomaten! In den Hotels kann man problemlos mit Kreditkarte zahlen.

Leichte Regenklamotten - denn wenn es regnet, dann richtig! Und dass bei immer noch 25 Grad.

Auch wenn man es angesichts der tropischen Schönheit gerne mal vergisst: São Tomé ist ein Entwicklungsland. Und es mangelt an diesem und jenem, vor allem auch an Schulmaterial. Und für ein paar Blöcke, Schulhefte und Bleistifte als kleine Geschenke ist bestimmt in jedem Koffer Platz!

Telefon
Die Vorwahl von São Tomé und Princípe ist 00239.

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BRIGITTE 23/2019

Wer hier schreibt:

Tania Kibermanis
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