Skifahren in Aspen: Geheimtipps aus der Redaktion

In Aspen fällt der beste Schnee der Welt - "Champagner-Powder". BRIGITTE-Redakteurin Anja Haegele wollte ihr Leben lang wissen, wie sich Skifahren in den Rocky Mountains anfühlt.

Skifahren in Aspen: Wenn sich ein Kindheitstraum erfüllt

Die meisten Menschen, die ich kenne, träumen von der Südsee, von endlosen Stränden und türkisblauem Wasser. Ich habe immer von Schnee geträumt, blütenweiß und leicht wie Daunen. Der als dicke Haube auf den Bäumen liegt, so leicht, dass ihre Zweige davon nicht heruntergedrückt werden. Und so trocken, dass nichts auf der Hand bleibt, wenn man ihn fortpustet. Atmet man diesen feinen Schnee ein, kribbelt es in der Nase, genauso wie es Champagnerbläschen tun. Und weil solcher Schnee nirgends so oft fällt wie in den Rocky Mountains und Neuschnee dort "Powder" heißt, nennt man ihn "Champagner-Powder".

Ich bin in Oberbayern aufgewachsen, am Fuß der Kampenwand, und kaum konnte ich laufen, lernte ich Skifahren. Auf der Kampenwand der 70er-Jahre bedeutete das: verdammt eisige, oft verflucht steinige Pisten oder nassen Sulz, den wir "Haxnbrecher-Schnee" nannten. Trotzdem verbrachte ich jeden halbwegs schönen Wintertag auf Skiern. Und immer, wenn ich im zugigen Einzelsessellift endlose zwölf Minuten nach oben schwebte und auf den Gipfelgrat unseres Hausbergs starrte, träumte ich von den Rocky Mountains, die ich mir wild und gefährlich vorstellte, "rocky" eben, wo es diesen verflixt feinen Schnee geben sollte.

Als Teenie dann verband ich meine Champagner-Schnee-Fantasie mit Aspen, auf das ich gestoßen war, weil eines meiner Idole, der Journalist und Schriftsteller Hunter S. Thompson, dort lebte. Ich habe mir oft vorgestellt, wie es wäre, in Aspen, Colorado Ski zu fahren und Hunter volltrunken an irgendeinem Tresen zu treffen. Doch 2005 schoss er sich eine Kugel in den Kopf, Johnny Depp bezahlte drei Millionen Dollar, um die Asche seines Freundes in den Weltraum zu schießen, und ich musste immer noch weitere 13 Jahre warten, bis ich endlich nach Aspen kommen sollte.

Moment - so weit oben sind noch Bäume?

Riesengebirge 3777 Meter ist der Highland Peak hoch, darunter liegen die Hänge des Highland-Bowls

Wie es sich für Sehnsuchtsorte gehört, ist auch dieser nicht so einfach zu erreichen: Als ich nach 21 Stunden Anreise in mein Hotelbett falle, mit acht Stunden Zeitverschiebung in den Knochen und der Höhenkrankheit im Kopf, die mein Hirn wie ein Schraubstock zusammenpresst, frage ich mich, wann endlich ich wohl alt genug bin, um Kleinmädchenträume aufzugeben. Die trockene Luft macht mir Nasenbluten, ich trinke zwei Liter Wasser in dieser Nacht und muss ständig aufstehen, ob wegen des Jetlags oder der vollen Blase ist auch schon egal.

Doch am nächsten Morgen leuchten hinter dem Fenster ein stahlblauer Winterhimmel und der tatsächlich rostrote Red Mountain, auf dem silbern glänzende Bäume schimmern. Moment - Bäume? Sind wir nicht schon hier, im Städtchen, auf 2400 Metern über dem Meeresspiegel? Ja, aber während die Baumgrenze in den Alpen bei spätestens 1800 Metern beginnt, liegt sie in den Rocky Mountains (und deutlich näher am Äquator) fast 2000 darüber.

Auch deshalb wirken die Berge hier auf mich eher brav; "rocky", wie ich sie mir vorgestellt hatte - scharfkantig und felsig - sind sie jedenfalls nicht, sondern bucklige 4000er-Hügel, die mich an Mittelgebirge erinnern. Vielleicht auch deshalb, weil es seit 1976 in Aspen nicht mehr so wenig geschneit hat wie in diesem Winter. Von Powder keine Spur.

Aspen - ein Paradies fast für mich allein

Allenthalben liegen Aufkleber aus, "Protect our Winters", und über dem Doppel-D-Busen der Hotelrezeptionistin spannt die T-Shirt-Aufschrift "Pray for Snow". Da hat sie wohl nicht genug gebetet, denke ich. Erst auf der Piste weicht meine Enttäuschung einer ersten Begeisterung: Zum Skifahren ist die Mittelgebirgstopografie nämlich ein Traum. Platz gibt es mehr als genug, die Abfahrten sind irre breit, fein gewalzt von flach bis steil und zwischendrin halsbrecherische Buckelpisten.

Gleiten Die Pisten sind wie hier in den Aspen Highlands irre breit und immer top präpariert

Nur selten kreuzen wir andere Skifahrer, und das obwohl die Einheimischen, mit denen wir in den Gondeln und an den Stationen ins Gespräch kommen, jammern, wie furchtbar voll es gerade an diesem Wochenende sei - sogar am Lift müsse man anstehen, das gebe es nur selten in Aspen. Wir reden hier übrigens von etwa zwei Minuten, lächerlich! Zum Glück kann, wer es wirklich einsam mag, in die Wälder ausweichen: Die sattgrünen Fichten, Tannen und Kiefern stehen weniger eng als in Europa, und weil es kaum Felsen gibt, kann man hier sogar relativ gefahrlos Slalom fahren. Was für ein Spaß!

Mitten im Wald treffen wir auf alte Idole

Ski-Guide Alex zeigt uns zwischen den Bäumen auch die geheimen Kultstätten: Schreine, die Wer-weiß-man-nicht-so-Genau für ihre Idole angelegt haben. Oft sind es nur ein paar laminierte Poster, Plattencover, Autokennzeichen, Kleidungsstücke und andere Devotionalien, die an einen oder zwei Bäume genagelt wurden, und doch ist es irgendwie stimmungsvoll, mitten im Wald plötzlich an Elvis zu denken, an Marilyn Monroe, Jimi Hendrix oder Snoopy und gut drei Dutzend weitere Promis. Klar, dass an Hunter S. Thompsons Schrein eine Flasche Whiskey hängt, leider leer, sonst hätte ich hier gern einen Schluck auf ihn getrunken.

Liebe? Ob Marilyn und Elvis eine Affäre hatten, ist umstritten, im Wald von Aspen Highlands aber sind sie sich ganz nah

Stattdessen veranstalten wir ein Picknick in den Highlands, gleich hinter den riesigen "Respect"-Lettern links der Piste, Teil der "The Aspen Way"-Kampagnen, wie uns Guide Alex erklärt. "Love", "Unity" und "Commit" gehören auch dazu. Die in die Landschaft gestellten Worte sind beliebte Fotomotive, aber vor allem eine Selbstverpflichtung. Während "Liebe" und "Einigkeit" auf ein friedliches Miteinander aller Menschen und Nationen zielen, gelten "Respekt" und "Verpflichtung" der Umwelt: Der Müll wird in Aspen getrennt und kompostiert, man verzichtet so weit wie möglich (was leider nicht sehr weit ist ...) auf Einwegverpackungen, beschneit grundsätzlich nur im November, und auf den Kabinendächern der Gondeln kleben Solarzellen. Die „Aspen Skiing Company“ gründete bereits vor 20 Jahren eine Umweltabteilung, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern - 25 Prozent weniger als im Jahr 2000 ist das Ziel für 2020.

Einst Silber-Stadt, heute Treffpunkt für Stars und Ski-Verrückte

Nicht ganz einfach in einem Ort, wo am Flughafen die Jets der Superreichen in Reih und Glied stehen und die Linienmaschinen klein aussehen lassen. Wo es kaum Mittelklassewagen, dafür umso mehr riesige SUV-Dreckschleudern mit getönten Scheiben zu geben scheint, und nicht nur in Hotels, sondern auch in jeder Privatvilla der beheizte Außenpool den ganzen Tag Energie in die Winterluft bläst. Wo zwei Millionen Dollar für ein Haus ein Schnäppchen sind, weil Stars wie Goldie Hawn, Elle Macpherson, Kevin Costner, Jack Nicholson oder Antonio Banderas und der Geldadel schnell mal das Zwanzigfache bezahlen.

Die Liftgesellschaft, der auch Hotels in Aspen gehören, ist im Besitz einer milliardenschweren Industriellenfamilie aus Chicago. Die leistet sich Aspen als eine Art Hobby, reinvestiert den Gewinn in den laufenden Betrieb, wirbt für erneuerbare Energien und betreibt sozialen Wohnungsbau für ihre Angestellten. Es hat hier schließlich Tradition, dass sich Milliardäre fürs Gemeinwohl engagieren: 1889, auf dem Höhepunkt des Silber-Booms, baute Jerome Wheeler, Eigentümer etlicher Minen, sogar ein Opernhaus, für das bis heute "Es bleibt das höchste Gebäude der Stadt" gilt. Und Walter Paepcke, ein anderer Magnat, weckte Aspen nach dem Krieg aus dem Dornröschenschlaf: Im Sommer 1949 feierte er in Aspen gemeinsam mit Albert Schweitzer und dem spanischen Philosophen José Ortega y Gasset Goethes 200. Geburtstag.

Paepcke verliebte sich in den Charme des verrottenden Westernstädtchens und hatte die Idee, es als Skiort wiederzubeleben. Um das Ganze intellektuell zu unterfüttern, gründete er das "Aspen Institute" und beauftragte den emigrierten Bauhaus-Architekten Herbert Bayer mit der Errichtung eines Campus samt Hotel für die bis heute hochaktive Weltverbesserungsdenkfabrik. Hier sprechen Autoritäten wie Hillary Clinton und Barack Obama, und in einem Zelt vor dem Gelände kann jeder kostenlos zuhören.

Bildhübsch Die rötlichen Häuser des Westernstädtchens liegen zu Füßen des Aspen Mountain

Aspen hat nichts vom Trash vieler anderer US-Städte, es ist eine Augenweide. Mit alten Bürgerhäusern, Holzvillen im viktorianischen Stil und Backsteinpalästen, die – würden sie heute nicht lebhaft frequentierte Luxusgeschäfte, Hotels oder Spitzengastronomie beherbergen – perfekte Kulissen für einen Western abgäben. Sie zeugen von der wechselvollen Geschichte des Ortes: 1879 wurden hier die größten Silbervorkommen der Vereinigten Staaten entdeckt, die Stadt zog 18 000 Glückssucher, Schmuggler, Arbeiter und Geschäftemacher an, und nach 14 Jahren kollektiven Taumels war mit dem Kollaps des Silberpreises alles wieder vorbei. Doch bis heute atmet Aspen dieses Rauschhafte, und hütet sein architektonisches Erbe mit eifersüchtigem Stolz.

Der Schnee schluckt alle Geräusche, ich fühle mich ganz allein in der Natur

All das tröstet mich drei Tage lang darüber hinweg, dass es nicht schneit. Und die anderen Skifahrer sind so unkompliziert gut gelaunt und gesprächig, wie es mich an Amerikanern immer wieder begeistert, und ich bewundere all die Freiwilligen, die an den Bergstationen gratis Wasser und heißen Apfelsaft verteilen – aber deshalb bin ich nicht hier. Bleibt der Champagner-Powder für den Rest meines Lebens eine Fantasie? Zum Glück nicht: In der Nacht zum vierten, unserem letzten Tag, schneit es endlich.

Was soll ich sagen: Es ist die reine Wonne. Viel schöner noch, als ich es mir vorgestellt hatte, so watteweich und leicht. Der Schnee schluckt alle Geräusche, obwohl wir zu zweit oder dritt unterwegs sind, fühle ich mich ganz allein in der Natur, vor allem zwischen den Bäumen, die, ganz in Weiß, eine seltsame Heimeligkeit ausstrahlen. Es ist ein Tag wie im Traum, unfassbar anstrengend für meine wenig trainierten Oberschenkel, aber wahnsinnig schön fürs Gemüt, unvergesslich und viel zu schnell vorbei.

Liebes Aspen, es war zauberhaft mit dir!

Glück Noch schöner als erträumt fand Anja Haegele das Wedeln im Watteschnee

Die Frage, die bleibt, wenn sich eine Sehnsucht erfüllt, ist die nach der Wiederholung: Möchte ich noch mal nach Aspen? Die Antwort lautet: ja. Wegen der Espen, dieser silbrig glänzenden Bäume, auf deren Stämmen schlafende Astknospen die Form riesiger Augen haben, auf die sich der Neuschnee wie Lidschatten legt, was zauberhaft aussieht. Wegen des Powders, vor allem aber wegen der Geschichten, die hier in der Luft liegen: von Silber, Cowboys und Indianern, von Industriemagnaten und Hollywoodstars. Von Dan, der die Fotos für diese Geschichte gemacht hat und mir am letzten Abend anvertraute, dass er mit Anita Thompson, Hunters Witwe, befreundet ist, die ihm einen Stein von Johnny Depps Raketenbasis schenkte, der jetzt die Glasplatte seines Couchtisches trägt. Und von Tucker, der lebensfrohsten aller Touristik-Ladys, die ich je kennengelernt habe, die überhaupt keine Lady ist, sondern ein bergverrücktes Energiebündel, und die mir gezeigt hat, wie man in Aspen eine Champagnerflasche köpfen muss: mit einem Ski. Ist doch klar!

ANJAS TIPPS FÜR ASPEN

HINKOMMEN

Flug. United Airlines fliegt täglich ab Frankfurt über Chicago, Houston oder Denver nach Aspen. Tickets ab ca. 1000 Euro (www.united.com).

Pauschalreise. Die günstigste Art, einen Skiurlaub in den Rocky Mountains zu verbringen, weil Skipass und Flug inklusive sind. "Faszination Ski" etwa bietet 7 Nächte im 3-Sterne-Hotel inkl. Frühstück, mit Flug und Skipass bereits ab 1599 Euro an (www.faszination-ski.de).

ÜBERNACHTEN

Limelight Hotel. Sympathisch, zentral gelegen mit großen, gemütlichen Zimmern. Das Frühstück mit Bio-Produkten ist hier - in den USA eine Seltenheit - inklusive! DZ/F ab ca. 190 Euro (355 S. Monarch St., Tel. 925 30 25, www.limelighthotel.com).

Aspen Meadows Resort. Traumhaftes Hotel im Bauhaus-Stil und Sitz des Aspen Instituts. Rund ums Hauptgebäude stehen Bungalows mit minimalistisch eingerichteten Suiten in einem Park voller Skulpturen und uralter Bäume, der einen fantastischen Blick auf den Red Mountain bietet. Überall hängen Werke des Künstlers und Resort-Architekten Herbert Bayer, der 1938 in die USA emigrierte. Wer klare Linien und Schnörkellosigkeit mag, wird "Aspen Meadows" lieben! DZ ab ca. 160 Euro (845 Meadows Rd, Tel. 925 42 40, www.aspenmeadows.com).

The Westin Snowmass. Direkt an den Pisten von Snowmass liegt dieses sehr große, komfortable Sporthotel nebst imposanter Lobby und zwei Außenpools mit Blick auf die Piste. DZ ab ca. 130 Euro (100 Elbert Lane, Tel. 923 82 00, www.westinsnowmass.com).

Silberzeit In der Lobby des "Hotel Jerome" erinnert alles an Aspens glorreiche Vergangenheit

GENIESSEN

Bonnie’s Restaurant. Populäre Hütte mit gutem und für Aspen-Verhältnisse günstigem Essen: Für rund 20 Dollar bekommt man Lunch und Getränk. Die gefühlt 100-jährige Gründerin hilft immer noch in der Küche und lässt sich als "Strudel Queen" feiern. Tatsächlich ist ihre Apfel-Kreation (ca. 11 Euro) köstlich (Aspen Mountain).

Ajax Tavern. Der "Place to be" zum Après-Ski, direkt an der Talstation des Aspen Mountain. Champagner fließt in Strömen, dazu gibt es Hummer-Sandwich (ca. 24 Euro) und getrüffelte Pommes (ca. 15 Euro). Sehr zu empfehlen sind die Cocktails, für die kalten Tage gibt es etliche Drinks, die heiß serviert werden (685 E Durant Ave).

Bosq. Molly und Barclay Dodge haben sich mit dem gemütlichen Restaurant einen Lebenstraum erfüllt. Er kocht ambitioniert im mediterranen Fusion-Stil, sie hat für jeden Gast ein nettes Wort. Hauptspeisen ab ca. 30 Euro, besonders zu empfehlen sind die Vorspeisen (ab ca. 12 Euro) - am besten viele bestellen und teilen. Unbedingt reservieren! (312 South Mill St, Tel. 710 72 99, www.bosqaspen.com)

State38. Am gemütlichen offenen Kamin in Snowmass wird Regionales serviert: gegrillter Felsenbarsch, Elch- und Bisonfleisch und viel Kürbis. Ausgezeichnet ist etwa das Bison-Ossobucco mit Chili-Kartoffelpüree für ca. 33 Euro (111 Carriage Way, Tel. 710 76 93, www.state38snowmass.com).

Woody Creek Tavern. Hunter S. Thompson hat überall, wo es in Aspen Alkohol gab, getrunken - am häufigsten aber hier. Die "Woody Creek Tavern" ist grell, laut und so geschmacklos, dass es schon wieder Kult ist. Das mexikanische Essen schmeckt (Tamales ca. 14 Euro), die Margaritas (ca. 8 Euro) sind stark und gut und die Wände gepflastert mit Polaroids der Gäste - auf etlichen ist auch Hunter zu sehen, in einer Ecke hängen sogar Briefe, die er seinem Lieblingswirt schrieb, und ein Wahlplakat, mit dem er 1970 in Aspen als Sheriff kandidierte (2858 Upper River Rd, www.woodycreektavern.com).

J-Bar. Wer im "Hotel Jerome" bei den Doormen in ihren schwarzen Jeans und Stetsons einchecken will, muss mindestens 325 Euro pro Nacht auf den Tresen legen. Wer sich das leisten kann: Nur zu, das Hotel mit all seinen Devotionalien an den Silberboom und die Westerntage Colorados ist spektakulär! Alle anderen sollten mindestens einen Spaziergang durch die holz- und ledergetäfelte Lobby machen und einen Drink in der "J-Bar" nehmen, die mit ihrer Kassettendecke aus purem Silber und den Ledersesseln eine echte Sehenswürdigkeit ist (330, East Main St, www.hoteljerome.aubergeresorts.com).

ERLEBEN

Skifahren. Das Skigebiet Aspen-Snowmass besteht aus vier Bergen, die nicht durch Lifte miteinander verbunden sind. Öffentliche Busse pendeln zu den Talstationen, die meisten Hotels bieten Shuttleservices an. Der "Hausberg", und landschaftlich eindrucksvollste ist Aspen Mountain, gefolgt von Aspen Highlands, das eher für sportliche Fahrer geeignet ist. In Buttermilk fahren die Anfänger, und das riesige Snowmass bietet für jeden etwas - liegt allerdings gut 20 Fahrminuten entfernt. Legendär ist die "Highland Bowl"-Abfahrt, für die man zunächst ca. 45 Minuten zu Fuß aufsteigen muss, um dann von fast 3800 Metern auf bis zu 45 Grad steilen Hängen off Piste abzufahren. Generell gibt es in Aspen viele schwarze Pisten, die in der Schwierigkeit aber eher den roten der Alpen entsprechen; das Pendant zu europäischen schwarzen Pisten sind die "Black Diamond"-Abfahrten in Snowmass. Skipass: 7 Tage ab ca. 670 Euro (www.aspensnowmass.com).

Kunstvoll Das Flechtwerk am Kunstmuseum sieht aus wie Holz, ist aber Kunstharz und Papier

Aspen Art Museum. 75 Millionen Dollar hat sich die Stadt den Neubau des Kunstmuseums kosten lassen: ein Glas-Kubus ummantelt von einer Fassade aus Flechtwerk, das wie Holz aussieht, aber aus gepresstem Papier besteht, dem klassischen Baumaterial aus der Heimat des japanischen Architekten Shigeru Ban. Gezeigt wird zeitgenössische Kunst, auf keinen Fall sollte man die Dachterrasse verpassen - der Ausblick auf Stadt und Berge ist großartig! Das Café bietet einen preiswerten, guten Mittagstisch an. Eintritt frei (637 East Hyman Ave, www.aspenartmuseum.org)

EINKAUFEN

Green Dragon. Colorado ist einer von neun US-Bundesstaaten, in denen Verkauf und Besitz von Marihuana auch ohne medizinische Indikation erlaubt ist. In hellem, freundlichem Ambiente gibt es hier zig Sorten, dazu Konsumaccessoires, aber auch Klamotten und Schmuck zum Thema. Pass mitnehmen - ohne kommt keiner rein! (409 East Hyman Ave, www.greendragon.com)

Karl Hollinger. Das Künstler-Duo Mindy Karl und Dale Hollinger produziert und verkauft Pop-Art, die teils spektakulär ist (grell verzierte Surfboards aus Schaum) und teils sehr politisch (625 East Hyman Ave, www.karlhollinger.com).

Kemo Sabe. Ein Paradies für Cowboys und alle, die von ihnen träumen: die schönsten Hüte, heißesten Stiefel, schärfsten Messer und breitesten Gürtel (217 South Galena St, www.kemosabe.com).

Daniels Antiques. In diesem spektakulären Antiquitäten-Shop gibt es alles - von der uralten Louis-Vuitton-Reisekiste über Spielautomaten bis zu mannshohen Bären aus geschnitztem Holz. Wunderschön sind die Spiegel und Möbelstücke aus alten Flugzeugteilen (431 East Hyman Ave, www.danielsantiques.com).

GUT ZU WISSEN

Die Stadt Aspen liegt auf 2400 Metern über dem Meeresspiegel, Ski fährt man auf rund 3000 Meter Höhe. In Verbindung mit der extrem trockenen Luft im Winter führt das bei vielen Menschen zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Dagegen hilft: trinken, trinken, trinken - und zwar Wasser, auf keinen Fall Alkohol! Die Hotels stellen in der Regel Luftbefeuchter in den Zimmern zur Verfügung, die das Klima indoor angenehmer machen.

TELEFON

Ländervorwahl der USA ist 001. Aspen hat die Vorwahl 970.

Brigitte 26/2018

Wer hier schreibt:

Anja Haegele
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