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Sukhothai: Sehenswürdigkeiten und Tipps

Sukhothai: Tempel
Heilig. Der Wat-Si-Chum-Tempel ist Teil des "Historical Parks" in Sukhothai.
© Maryam Schindler / Brigitte
Badeferien, wie so viele es in Thailand machen? BRIGITTE-Autorin Monika Dittombée wollte mehr. Sie reiste in den Norden, feierte das Lichterfest, kochte in kleinen Dörfern mit Einheimischen und erlebte das Land von seiner privaten Seite. 

Das kleine Mädchen klettert flink vom Moped. Sie hat geflochtene Zöpfe und zeigt stolz ihr pinkfarbenes "Hello Kitty"-Shirt mit Glitzer-Pailletten. Ihre Oma kommt nicht ganz so schnell vom Gefährt, doch dann eilen beide über die Straße, in Richtung der Lichter. 30 Sekunden später kommt die Oma zurück. Verlegenes Lächeln, sie hat vor lauter Eile den Schlüssel stecken lassen. Wir lächeln zurück, sie sagt etwas auf Thai, vielleicht "Nun aber wirklich", mit Vorfreude im Gesicht. Aus allen Richtungen strömen Menschen herbei. Es ist ein leises Eilen, kein Gedränge.

Der "Historical Park"

In der Dämmerung leuchtet unser gemeinsames Ziel: Die Gärten rund um den Sukhothai Historical Park sind gesäumt von Tausenden Lichterketten, Kerzen, Lampions und Girlanden, die dem warmen Abend etwas Surreales verleihen. Zumal die Bezeichnung "Historical Park" viel zu profan klingt, für diese riesige Anlage mit Wiesen, Teichen und Kanälen in der alten Hauptstadt Sukhothai im Norden Thailands, mit Ruinen von fast 200 Tempeln aus dem 13. Jahrhundert und unzähligen Buddha-Statuen, deren Gesichter in Richtung der aufgehenden Sonne sehen. Ein Unesco-Weltkulturerbe.

Sukhothai: Tempel
Heilig. Der Wat-Si-Chum-Tempel ist Teil des "Historical Parks" in Sukhothai.
© Maryam Schindler / Brigitte

Je näher wir kommen, desto farbiger wird das Getümmel. Es ist der Abend des Lichterfestes Loi Krathong, das rund um den Vollmond im zwölften Monat des thailändischen Kalenders gefeiert wird – also im November. An Loi Krathong dankt man der Wassergöttin Phra Mae Khongkha, dafür werden Blumengestecke auf das Wasser gesetzt, mit ihnen sollen Sorgen und böse Gedanken verschwinden. Die schwimmenden Gestecke gleichen kleinen Kunstwerken, gefertigt sind sie aus dem Strunk einer Bananenstaude, verziert mit Blüten, Kerzen, Räucherstäbchen und einer Münze. Sie treiben eine Weile dahin, bis sie irgendwo steckenbleiben und langsam zerfallen oder vielleicht von Fischen verspeist werden.

Asiatischer Ballermann versus Traditionelle Ruhe

Gestern in Bangkok habe ich selbst versucht, so ein Gesteck zu fertigen: eine schöne, meditative Beschäftigung. Doch das Aussetzen auf den Fluss Chao Phraya mitten in Bangkok hatte sich als knifflig erwiesen. Rund um den Tempel Wat Arun am Flussufer drängelten sich Tausende Menschen, ein Gewusel voller Selfie-Sticks und langer Warteschlangen an den besten Stellen des Flusses. Ballermann-Atmosphäre auf Asiatisch.

Ganz anders ist heute die Stimmung in Sukhothai. Ruhig und andächtig. An hölzernen Buden kann man lokales Kunsthandwerk kaufen, es duftet nach gegrilltem Geflügel, gebackenen Bananen und geröstetem Chili. Viele Thai sind in traditionelle Festgewänder in Leuchtfarben gekleidet. Und das Beste: Es sind kaum andere Touristen da, sodass Fotografin Maryam und ich uns ziemlich exklusiv vorkommen.

Es ist kein Zufall, dass wir hier gelandet sind. Unsere Reise durch den Norden des Landes organisiert ein kleiner, lokaler Reiseanbieter, der die Mission hat, Touristen weg von den Stränden im Süden zu locken, hinein in das authentische Thailand. Phuket, Koh Samui oder Krabi – das kann ja jeder. Doch wer kennt die trubelige Stadt Phitsanulok oder den Thung Salaeng Luang Nationalpark? Gut 39 Millionen Touristen besuchten Thailand im vergangenen Jahr, der Großteil sucht Palmen, Strand, Cocktails und Sonne. Die Provinz Phuket im Süden ist am populärsten, im Jahr 2018 reisten fast 620000 Deutsche dorthin, während nur etwa 33000 den Weg in die Provinz Sukhothai fanden. Um den Touristen auch diese entlegene Region schmackhaft zu machen und Overtourism im Süden einzuschränken, fördert das Tourismusministerium lokale Initiativen und gemeindebasierten Tourismus.

Die Idee: erleben und mitmachen

Diese Idee meint auch: miterleben, mitmachen. Dazu gehört, dass wir am nächsten Tag um vier Uhr früh aufstehen und mit einem herrlich klapprigen, hölzernen Bus, genannt Rod Kok-Mu, zum Markt fahren. In der Markthalle von Sukhothai werden schon ganze Schweinsköpfe und gerupfte Hähne arrangiert, neben Bergen von Mangos, Bananen, Maracujas und Kräutern, frisch oder getrocknet in Kilosäcken. Wir kaufen nur Kleinigkeiten: Khao Thom Mad (süßer Klebreis im Bananenblatt), Lotusblüten, Früchte und Wasser. Auf einem Tablett tragen wir die Einkäufe einige Meter weiter zu einer hölzernen Brücke, die "Merit Bridge" genannt wird und zum Wat Traphang Thong Tempel führt. Ein paar Einheimische warten am Geländer. Wir tun es ihnen nach. Schlag sechs Uhr ertönt ein Gong. Eine Weile geschieht nichts, dann tauchen am anderen Ende der Brücke zehn Mönche in orangefarbenen Roben auf. Sie laufen nicht, sondern schreiten wie zu einer Prozession.

Sukhothai: Mönch
Gelassen. Mönche gehören in Thailand zum Straßenbild.
© Maryam Schindler / Brigitte

Wir reichen ihnen die Gaben aus unserem Korb. "Man gibt nur ein Stück pro Mönch", hatte unser Guide, Kob, empfohlen. Auf gar keinen Fall darf man Geld schenken, nur Essbares ist erlaubt. Dafür darf man sich in Gedanken etwas wünschen. Nach der Prozession stimmen die Mönche einen monotonen Sprechgesang an, dann wandeln sie über die Brücke zurück. Am liebsten würde ich hinterherlaufen und sie ausfragen: Mögen sie die Gaben? Wie viel essen sie am Tag? Was tun sie, wenn sie nicht beten, meditieren, essen oder schlafen? Doch es wäre respektlos, man darf die Mönche weder anstarren noch ansprechen und schon gar nicht berühren.

Nach dieser gewichtigen Zeremonie muss ich etwas Normales, Alltägliches tun. Neben der Markthalle sehe ich ein Friseurgeschäft, ganz leer, da will ich rein. Ich träume von glatten, glänzenden Haaren mit einem strengen Schnitt. Natürlich können die Friseurin und ich uns überhaupt nicht verständigen. Ich zeige die Schere mit den Fingern, sie nickt, versteht: abschneiden! Ich bekomme gelbe, pinke und lila Klemmen in die Haare. Dann schneidet sie sorgfältig jede Strähne einzeln, föhnt engagiert mit einer Rundbürste. Nichts da mit dem straighten Schnitt. Stattdessen: eine wallende Föhnwelle. "Du siehst aus, als ob du zum Abiball willst", kommentiert Maryam, die dazugekommen ist und loskichert. Die Friseurin klatscht in die Hände und sagt "Au Revoir".

"Kochen mit Auntie"

Inzwischen ist Vormittag und einige Händler in der Markthalle machen sich hinter ihren Tischen zum Schlafen lang. Draußen sehe ich die Mönche bei ganz weltlichen Tätigkeiten: Sie rücken Tische zurecht, schieben Bollerwagen, fegen Wege, lächeln mir zu. Ob es an der Föhnwelle liegt? Ich lächle auch. Und noch einmal, als ich die Zutaten für die originalen Sukhothai-Nudeln sehe. "Kochen mit Auntie" steht auf dem Programm. Die "Auntie" heißt Tia und kocht seit 30 Jahren nach den Rezepten ihrer Großmutter. Es ist eine simple Holzhütte an einer staubigen Straße nahe des Zentrums, in der Tia werkelt und die Zutaten anrichtet: Reisnudeln, saurer Rettich, grüne Bohnen, Palmzucker, Zucker, wilder Koriander, gehobelte Erdnüsse, Chili, Melasse, Limette und rot eingefärbtes Schweinefleisch in dünnen Scheiben. "Eine Portion Sukhothai-Nudeln kostet heute 30 Baht. Vor 50 Jahren waren es noch ein Viertel eines Baht", erzählt Tia, die alterslos aussieht. 30 Baht sind etwa 85 Cent, was erschwinglich klingt, doch der Eindruck relativiert sich, wenn man an das thailändische Durchschnittseinkommen von etwa 410 Euro im Monat denkt.

Sukhothai: Sukhothai-Nudeln
Zuckrig. Die berühmten Sukhothai-Nudeln schmecken köstlich.
© Maryam Schindler / Brigitte

Tia erzählt weiter, dass vor 61 Jahren König Bhumibol zu Besuch in der Stadt war und quasi sofort den Sukhothai-Nudeln verfiel. Der 2016 verstorbene König regierte fast 70 Jahre lang und wird immer noch innig verehrt. Verblichene Fotos aus seinen jungen Jahren, auf denen er wie ein dandyhafter Popstar aussieht, hängen in jedem Shop, in jedem Café des Landes. Er half, die Sukhothai-Nudeln berühmt zu machen – und völlig zu Recht. Sie schmecken köstlich, trotz oder gerade wegen der imposanten Zuckermenge.

Reis, soweit das Auge reicht

Unsere nächste Tour führt raus aus der Stadt, vorbei an ausgedehnten Reisfeldern. Eine einzelne Frau mit Kegelhut arbeitet im Feld. Mit gekrümmter Sichel schneidet sie einzelne Halme in einer fließenden Bewegung, es sieht aus, als ob sie schwimmt. Am Rande des Reisfeldes stehen Kraniche und gucken misstrauisch. "Junger Reis wächst gerade nach oben. Es ist ähnlich wie bei den Menschen: Wenn sie jung sind, tragen sie die Nase oben, sie wissen und können alles. Doch wahre Weisheit und Erfahrung kommen erst mit dem Alter, dann nimmt auch der Hochmut ab. Ebenso ist es mit dem Reis, er beugt sich, wenn er reift", führt uns Kob in die thailändische Reis-Philosophie ein.

Sukhothai: Reisbauer
Traditionell. Reis wird vielerorts noch Halm für Halm geerntet. 
© Maryam Schindler / Brigitte

Nach 90 Minuten Fahrt im Kleinbus erreichen wir das Dorf Ban Na Ton Chan. Ich könnte Wetten abschließen, dass es in keinem Reiseführer der Welt erwähnt wird. Hier trifft "gemeindebasiert" so richtig zu, denn es ist ein kleines Dorf, in dem alle Bewohner miteinander vernetzt sind, um Touristen freundlich zu empfangen. 27 Familien bieten Homestays an, es werden Fahrradtouren organisiert, Wanderungen durch die Reisfelder, Web- und Kochkurse. Wir besuchen Mae Pong. Auch in ihrem offenen Holzhaus kann man kochen lernen. Zuerst hatte sie nur ein Restaurant, dann baute sie einen schlichten Holzbungalow zum Übernachten. "Ich wollte nicht mehr, dass die Gäste sich nach einem schönen Abend verabschieden müssen", erklärt sie ihre Philosophie hinter dem Homestay. Das Zubereiten von Mahlzeiten, das Kochen und Essen spielt für die Thai eine riesige Rolle, es wird zelebriert und dauert Stunden.

Die Zutaten wachsen im Garten, wir kochen gemeinsam.

Die Zutaten für das gemeinsame Kochen wachsen in Mae Pongs Garten: Koriander, Galgant, Zitronengras, Zwiebel, weißer Pfeffer, natürlich Chili, Kaffir, winzige grüne Auberginen und Kürbis. Wir pflücken, schnippeln, raspeln, hacken unter ihrer Anleitung, bis ein mehrgängiges Menü entsteht: Kohlsuppe, ein Reiscurry, Pad Thai (eine Art Nationalgericht mit gebratenen Nudeln) und Kokosreis zum Dessert, alles in kleinen Schüsseln angerichtet. Je mehr ich esse, desto leckerer schmeckt es – ich kann gar nicht mehr mit dem Essen aufhören, schaufle wie ein Holzfäller.Was daran liegen mag, dass dieses Essen überhaupt keine Schwere hat, sondern herrlich leicht in den Magen rutscht.

Sukhothai: Erbsenblüten
Essbar. Die Blüten der "Schmetterlingserbse" haben Autorin Monika Dittombée gut geschmeckt.
© Maryam Schindler / Brigitte

Bei Mae Pong möchte man tatsächlich einziehen, um den Alltag in diesem abgelegenen Dorf kennenzulernen. Ein Wunsch, mit dem ich offenbar nicht allein bin: Das dicke Gästebuch ist gefüllt mit langen Einträgen, verziert mit Herzen und Zeichnungen von Häusern, Menschen, Katzen und Elefanten.

Wilde Elefanten leben tatsächlich weiter südlich im Nationalpark Thung Salaeng Luang, den wir am nächsten Tag besuchen. Hier ist die Landschaft bergiger, grüner, verwunschener. Auf Straßenschildern wird vor den Elefanten gewarnt. "Es kann gefährlich werden, wenn du einem wütenden Elefanten begegnest. Sie lieben Bananen, daher kommen sie an den Fluss, zertrampeln Äste und Bäume. Dieses Holz nehmen wir dann zum Bauen", erklärt Kongchai, der Mann, der unser Langboot auf dem Fluss Khek steuert, durch eine wunderbar dschungelartige Vegetation. Zikaden zirpen laut und Hunderte Schmetterlinge – schwarze, blaue, gelbe – treffen sich auf einer steinernen Landzunge und flattern durcheinander.

200 verschiedene Arten Schmetterlinge soll es hier geben. Kongchai gehört mit zu den 100 Familien der Nong Mae Na Community, die als Ranger im Nationalpark arbeiten und Naturerlebnisse für Touristen anbieten. Um das Einkommen aufzubessern, aber auch für "den sozialen Kontakt", sagt Kongchai. Die Generation seines Vaters, so erzählt er, hat noch Wildschweine gejagt und gewildert. Er, Kongchai, erklärt nun uns Europäern das Wesen der Schmetterlinge. Uns ganz alleine, denn auch heute treffen wir keine weiteren Touristen – wir haben die Schmetterlinge ganz für uns allein. Und "den sozialen Kontakt" ebenfalls.

Monikas Tipps für Thailands Norden

HINKOMMEN

Thai Airways fliegt ab Frankfurt/Main direkt nach Bangkok. Von dort aus erreicht man Sukhothai oder Phitsanulok mit Bangkok Airlines in einer Stunde. Tickets ab ca. 600 Euro (www.thaiairways.com).

RUMKOMMEN

Das thailändische Reiseunternehmen Hivesters wurde von zwei Schwestern gegründet, die mit Streetfood-Touren durch Bangkok begannen und nun auch durch den grünen Norden Thailands führen. Entweder kann man einzelne Komponenten buchen oder sich ein individuelles Gesamtpaket zusammenstellen lassen, inkl. Guides, Fahrer und Besuchen in diversen Projekten von der Kaffeefarm bis zur Schmuckwerkstatt. Verständigung auf Englisch ist kein Problem. Preise: Die Tour "So Sukho So Happy" inkl. 3 Ü/VP, Guide, Ausflügen und Flügen Bangkok– Sukhothai–Bangkok gibt es ab ca. 1090 Euro (www.hivesters.com).

Sirinati Resort.

 Modern gestyltes Erwachsenenhotel (Kinder erst ab 12 Jahren erwünscht) mit viel Glas für den Ausblick auf die umliegenden Berge und ins Tal. Sehr guter Ausgangspunkt für Touren in der Umgebung des kleinen Ortes Khao Ko. DZ/F ab 48 Euro (Khao Kho, 155 Moo 12, Tel. 08 63 43 74 47, www.sirinati.com).

Pattara Resort & Spa. Eine Oase der Stille. Etwas abseits vom Zentrum der Stadt Phitsanulok gelegen, herrlich ruhig in einer frisch renovierten Anlage. Die 64 Zimmer sind geräumig, doch das Beste ist der große Swimmingpool, der abends stimmungsvoll beleuchtet wird. DZ/F ab 90 Euro (Phitsanulok, 349/40 Chiyanupap Road, Tel. 055282966, www.pattararesort.com).

Sriwilai Sukhothai Resort & Spa. Dieses Hotel wirkt nahezu wie ein Palast, großzügig und mit edlem Ambiente. Zum entspannten Wegträumen verführt der große Swimmingpool. Noch dazu liegt es strategisch günstig in der Nähe des "Historical Parks" in Sukhothai. DZ/F ab 90 Euro (Sukhothai, 214 Moo, Tel. 055697445, www.sriwilaisukhothai.com).

Ban Na Ton Chan Homestay. Wer Lust auf authentisches Landleben hat und ganz nah dran sein will, ist in diesem sympathischen Dorf, umgeben von Reisfeldern, richtig aufgehoben. DZ/F ab 20 Euro (Tambon Nong Mae Na, Moo 6, Tel. 09 41 80 12 98, www.homestaynatonchan.blogspot.com).

Tanrak Talaymok.

 Allein der Ausblick ist atemberaubend. Man sitzt herrlich in einer Gartenanlage voller Blumen und Blüten am Berg über einem tiefen Tal, aus dem Hochnebel steigt: magisch! Zu essen gibt es typische Thai-Gerichte wie Rotes Curry oder die Tom Kha Gai-Suppe, die hier noch einen Hauch schärfer schmeckt als anderswo, für 5 Euro (Khao Kho, 143 Moo 12).

Mai Krang Krung. Ein mit Antiquitäten dekoriertes Restaurant, in dem man die berühmten "Sukhothai Noodles" in riesigen Portionen bekommt und dafür nicht mehr als drei Euro bezahlt (Sukhothai,139 Chodvithithong Road, Tel. 055621882).

Wirot Restaurant. Kein schicker Schuppen, sondern ein Restaurant für Locals, ehrlich und wirklich günstig. Eine Spezialität hier ist "Morning Glory", gebratene grüne Streifen von Wasserspinat. Unheimlich lecker und gesund für weniger als 4 Euro (Phitsanulok, 602/38 Mittraphap Road, Tel. 055221128).

379 Drip. Eine lässige, offene Kaffeebar in einer stillen, etwas abgelegenen Nebenstraße von Sukhothai. Der angesagte "Drip"-Kaffee wird hier mit der Präzision eines chemischen Experiments von Hand zubereitet. Allein das Zuschauen ist ein Erlebnis. Lecker: Coffee Jelly Drip für 1, 25 Euro (Sukhothai, 379 Soi Damrong, Tel. 0816499900).

Bootstour auf dem Khek.

 Von Oktober bis Mai kann man sich im Langboot auf einer zweistündigen Tour den Fluss entlangpaddeln lassen. Zu sehen gibt es wahnsinnig schöne Schmetterlinge und man unterstützt den naturnahen, sanften Tourismus direkt vor Ort. Sechs Stunden inkl. einer Mahlzeit ab ca. zehn Euro (Nong Mae Na Community, Moo 6, Tel. 09 28 29 99 20).

Nachtsafari. Im Thung Salaeng Luang Nationalpark sollen auch Tiger leben. Aber keine Sorge, die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich einen zu treffen, ist sehr gering. Nachts im offenen Jeep geht es durch Wald und savannen­artiges Grasland, da springen Rehe und Hasen herum – fast wie zu Hause! Wichtig: Einen Tag vorher auf der Ranger Station anmelden, ab ca. 15 Euro (National Park Ranger Station, Tel. 055268019, bit.ly/nationalpark737).

Nachtmarkt in Phitsanulok. Foodies wähnen sich im Paradies. Schwindelerregend die Auswahl an Düften und Aromen, die auf diesem trubeligen Nachtmarkt in die Nase steigen. Man braucht danach wirklich keinen Restaurantbesuch mehr, denn man hat die Streetfood-Wahl von frittierten Fröschen oder gegrillten Insekten bis hin zu Sushi, chinesischen Donuts und Hühnersuppe. Der Nachtmarkt findet jeden Tag statt, sobald es dunkel wird, also etwa ab 17 Uhr (Phitsanulok, 127/17 Ekathotsarot Road).

Rikscha Tour. Die Fahrer müssen wahnsinnig sein, denkt man zuerst. In irrem Tempo radeln sie durch die Innenstadt von Phitsanulok, überqueren sehr geschickt Kreuzungen und Kreisverkehre. Man rauscht an Tempeln vorbei, an bonbonbunten Boutiquen und wundert sich über die Beliebtheit von Open-Air-Aerobic zu Discopop. Rikscha- Stationen findet man an mehreren Orten der Stadt, zum Beispiel am Tempel Wat Phra Si Rattana Mahathat direkt am Flussufer. 45 Minuten kosten zwischen zwischen vier und acht Euro.

REISEZEIT

Ideal sind die Monate November bis Februar, wegen des Nordwest-Monsuns erreichen die Temperaturen dann um die 30 Grad. Ab April wird es deutlich heißer. Ab Juli beginnt in Thailand die Regenzeit, die bis Oktober dauert.

UNBEDINGT MITNEHMEN

In nahezu jedem Restaurant und in jeder Bar sowie in den Hotels sind die Klimaanlagen auf Kühlschrank­temperaturen eingestellt. Der ständige Wechsel von der Hitze draußen in die Kälte drinnen macht die meisten Europäer infektanfällig, deshalb ist ein leichtes Jäckchen oder ein Tuch für die Schultern Gold wert.

WENN ICH DAS GEWUSST HÄTTE

Wer die vielen farbenprächtigen Tempel auch von innen anschauen will, muss Arme und Beine bedeckt haben, sonst wird man schon an der Tür abgewiesen. Manchmal bekommt man netterweise an der Tür eine Stola ausgeliehen – besser ist es, selbst eine dabeizuhaben...

TELEFON

Die internationale Vorwahl für Thailand ist 00 66. Bei Anrufen aus dem Ausland entfällt die erste Null der lokalen Telefonnummer.

Mehr Infos finden Sie hier: www.thailandtourismus.de

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BRIGITTE 09/2020

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