Sydney: Die besten Insidertipps für euren Städtetrip!

Kein Wunder, dass alle in Sydney leben wollen. Unser Reporter Harald Braun hat eine ganz besondere Stadttour gemacht und Insidertipps mitgebracht.

Netter Arbeitsplatz: der "Bondi Surf Bathers Life Saving Club"

Ich soll an einem Tag zum Local werden,  dabei bin ich doch schon einer. Oder nicht?

Richard hat noch keine Ahnung, dass er getestet werden soll. Der junge Mann mit dem dünnen Schnurrbart und dem offenen Blick schüttelt mir die Hand und freut sich, dass ich seinen Wagen bewundere: ein himmelblauer Oldtimer, Holden, Baujahr 1970. So eine Art australischer Chevrolet.

Der Holden gehört zu seinem Geschäftsmodell, denn Richard Graham ist der Gründer einer Firma, die unter dem Namen "My Detour" ganz besondere Touren durch seine Heimatstadt Sydney anbietet. Richards Werbe-Versprechen lautet: "Sydney Local an einem Tag!" Sein Service richtet sich an Leute, die mehr als gängige Sehenswürdigkeiten abklappern und stattdessen "ein tieferes Verständnis der Stadt" erhalten wollen.

Nun. Ich bin jetzt zum neunten Mal in Sydney, Bruttoaufenthalt insgesamt etwas mehr als 14 Monate. Aber hey, wer zählt das schon ... Wichtig ist nur, was Richard für jemanden wie mich tun kann, der glaubt, schon alles über seine Lieblingsstadt zu wissen.

Erstmal mache ich Richard ein bisschen Druck. "Wetten, ich kenne die meisten Plätze schon, die du mir zeigen willst?", reibe ich ihm gleich mal nassforsch unter die Nase. Richard runzelt die Stirn, dann lacht er: "Das ist eine Ansage!" Dann gibt’s ein High Five von seiner Seite und das australische Mantra, das immer passt: "No worries, mate!"

Sydneys Wahrzeichen, die Oper

Chippendale: ein unterschätztes Viertel?

Zehn Minuten später schaukeln wir nach Chippendale. Was wollen wir da? Chippendale, das weiß jeder, ist nur ein langweiliges Nichts aus Lagerhallen, Büros und alten Fabriken. Richard grinst. Und parkt schließlich vor einem gewaltigen Backstein-Gebäude, in dem früher die "Carlton & United Breweries" Bier herstellten. Inzwischen ist aber aus der Industrie-Brache das schicke "The Old Clare Hotel" entstanden - und damit der Fixpunkt eines neuen Trend-Viertels mit einer ungewöhnlichen asiatischen Fressmeile namens "Spice Alley". Alice, die Berliner Gästebetreuerin des Hotels, empfiehlt hier vor allem den "Eastside Grill", in dem der deutsch-chinesische Koch Stanley Wong New Yorker Steakhouse-Style mit japanischen Twist hinlegt - und die Küchenkritiker reihenweise entzückt.

Als ich das zwei Abende später selbst teste - weniger fachkundig, aber ebenso begeistert - bestätigt sich auch Alices Hinweis, dass das neue Chippendale abends "brummt wie ein Bienenhaus". Eine Menge Leute schieben sich durch die engen Gassen der Kensington Road und genießen Duft, Aura und die bunten Deko-Lichter der gesamten Ecke. Eindeutig: 1:0 für Richard Graham.

Nächster Stopp: Barangaroo

Richard lächelt zufrieden: "Nächster Stopp Barangaroo." -"Baranga ... what?" Ich muss zugeben, dass ich dort noch nie gewesen bin. Der Grund: Barangaroo ist im Prinzip eine einzige große Baustelle, von der nur die ersten Abschnitte seit Kurzem in Betrieb sind. Auf dem Gelände des ehemaligen Containerhafens im Zentrum eröffnen Hotels, Restaurants, Shops und Bürotürme im Wochenrhythmus, ein ganz neues Stadtviertel entsteht hier.

Richard weiß mehr: "Sechs Milliarden Dollar kostet das größte innerstädtische Bauvorhaben der Welt - und der Papst hat hier 2008 auf dem Weltjugendtag eine Messe gelesen." Aha. Klar, nichts ist wirklich fertig, doch mit schicken Restaurants am Wasser und edlen Shops sieht Barangaroo auch in der Betaphase schon gut aus.

In Sydney fühlt man sich wie auf einer Ansichtskarte

Abgesehen davon, dass Richard jetzt schon 2:0 vorn liegt und ich eine Pause brauche, ist das ein guter Moment, um kurz grundsätzlich zu werden. Ich liebe Sydney aus vielen Gründen. Einer davon: Egal, wo ich bin, fühle ich mich wie im Zentrum einer Ansichtskarte. Sydney ist einfach unfassbar schön. Das liegt an vielen Dingen. Am Pazifik natürlich, der sich sehr weit nach Sydney hineinfräst und dafür sorgt, dass man beinahe überall Meerblick genießt. Sicher auch an den rund 70 Stränden im Stadtgebiet, an so ikonografischen Sehenswürdigkeiten wie dem Opernhaus oder der mächtigen Harbour Bridge. Das liegt in den innerstädtischen Vierteln an den viktorianischen Terrassenhäusern mit ihren schmiedeeisernen Balkonen und in den strandnahen Ecken an den vielen lichtdurchfluteten Lofthäusern im Bauhaus-Stil. Das liegt an hypermodernen, aber trotzdem nie seelenlosen Vierteln wie dem CBD, dem alternativen Newtown, dem hippen Schwulenvierte Darlinghurst und selbst dem historischen Hafenviertel "The Rocks" in der Nähe des Circular Quays.

Es stimmt durchaus, was Bill Bryson, der beste Reiseschriftsteller der Welt, einmal gesagt hat: "Die Welt hat nicht viele feinere Plätze zu bieten als den Circular Quay an einem Wochentagmorgen."

Blick vom Edel-Vorort Point Piper auf die Innenstadt

Weiterer Pluspunkt: Sydney hübscht sich nicht für Touristen auf

Ich liebe Sydney allerdings auch, weil es sich nicht extra für Touristen aufhübscht: Die bekanntesten Plätze der Stadt - Botanischer Garten, Bondi Beach oder Manly - werden auch von Sydneysidern in Beschlag genommen, nie und an keinem Ort hat sich die Stadt von ihren Bewohnern entfremdet.

Und was sind das für Menschen: schräge, kernige, heitere und das Leben genießende "No worries, mate"-Vertreter hauptsächlich, die sich beim Sport oder öffentlichen Barbecues am Strand vergnügen und einen Pullover in der Regel schon für Kostümierung halten. Klischees? Aber klar. Und alle wahr.

Surfen, grillen am Strand, no Worries

"Jetzt zeig mir doch mal den schönsten Blick über die Stadt“, bitte ich Richard, nachdem wir im feinen "Cirrus" an der Waterfront in Barangaroo frischen Fisch zum Lunch hatten. Ich bin gespannt. "Der schönste Blick über die Stadt" ist ein Klassiker in Sydney. Jeder hier hat seinen persönlichen Spot. Man kann wunderbar darüber streiten.

Ebenso beliebt: "Wo ist der beste Strand?" Richard kurvt mit dem Holden am Vergnügungsviertel Kings Cross und dem malerischen Rushcutters Bay-Park vorbei bis nach Double Bay, einer Ecke, die aufgrund ihrer teuren Noblesse gern auch "Double Pay" genannt wird. "Du willst bestimmt nach Rose Bay an die Brüstung mit Blick auf die Kincoppal School of the Sacred Heart, richtig?", frage ich Richard schnöselig. Das ist nämlich ein beliebter Fotospot für Sydney-Novizen, die im "Hop-On, Hop-Off"-Bus unterwegs sind.

Strände gibt es mehr als genug in Sydney: Hier der vom Vorort Clovelly

Richard lächelt mitleidig. An der Brüstung fahren wir vorbei. Stattdessen zeigt er mir in Point Piper einen Spot, von dem aus man tatsächlich eine fantastische Aussicht hat. Wir fahren weiter an einen kleinen Strand mit Blick auf "Elaine", das teuerste Anwesen Sydneys, das erst im April für mehr als 70 Millionen Dollar verkauft wurde. Absurd findet Richard das; wie überhaupt den Immobilienmarkt in Sydney, der seit Jahren völlig durchdreht. "Das kommt halt davon, dass jeder hier leben will", sagt Richard, "die Preise steigen ins Uferlose."

Der Blick aber ist grandios, das müssen wir beide zugeben. Außerdem beginnt ganz in der Nähe auch der "Hermitage Foreshore Walk“. "Der schönste Weg in Sydney", behauptet Richard und zeigt Fotos von urwaldähnlichen Wäldchen und verschlungenen Pfaden, mit Meerblick und freier Sicht auf die Skyline. "Das ist das Reizvolle an dieser Stadt: Urbane Schönheit und raue Wildnis liegen ganz nah beieinander!" Okay, ein weiterer Punkt für Richard.

Beim schönsten Strand - dem ganz in der Nähe gelegenen Nielsen Park - mache ich meinen ersten Treffer. Den kenne ich nicht nur, sondern weiß auch im Gegensatz zu Richard, dass es im dortigen Caféneuerdings ein fantastisches Frühstück gibt.

Ich weiß, wo ich ein Haus bauen würde, wenn das Leben ein Wunschkonzert wäre

Wir schweben mit dem Holden weiter durch die Stadt, inspizieren das neue, schick designte Clubhaus der "Bondi Life Saver" am berühmten Bondi Beach (Richard kennt natürlich den Clubchef!) und nehmen einen Snack im gerade erst eröffneten "Lox Stock & Barrel" (Punkt für mich!).

Im Prinzip sind wir uns aber einig, dass Bondi oft zu überlaufen ist und relaxtes Strandleben eher an den Nachbarstränden Bronte oder Tamarama Beach zu finden ist - und wer gern surft und es auch gut beherrscht, eher in Maroubra Beach auf seine Kosten kommt.

Am Ende mache ich mit dem rustikalen Felsenpool "Wylie’s Bath" in Coogee noch ein Pünktchen. Von der öffentlichen Badeanstalt auf hölzernen Stelzen hat Richard zwar schon gehört, war aber noch nie drin. Fehler: Wer um sechs Uhr morgens mit austrainierten australischen Mütterchen um die Wette schwimmen will, ist hier genau richtig.

Es muss nicht immer Bondi Beach sein: Haralds Lieblingsstrand ist der im Nielsen Park

Zum Abschied schüttele ich Richard anerkennend die Hand. Der Mann weiß wirklich, wo die guten Läden und versteckten Plätze sind, aber auch eine Menge über Sydneys Geschichte. Ein wandelndes Lexikon in einem coolen Auto.

Das Schönste aber, den perfekten Strand, verrät er mir zum Schluss: "Fahr über die Harbour Bridge raus bis ins hübsche Avalon, kauf dort ein Sandwich und eine Flasche Wein und dann genieße den Whale Beach. Du wirst es nicht bereuen." Habe ich gemacht, mit meiner Frau. Seitdem wissen wir, wo wir ein Haus bauen würden, wenn das Leben ein Wunschkonzert wäre.

Sydney: Die besten Reisetipps

Übernachten

Vorweg: Sydney ist teuer, auch, was Hotelpreise angeht. Bei der Auswahl sollte man seine Bedürfnisse checken:
Touristische Highlights abgrasen? Dann sind die teuren, aber schicken Unterkünfte in der Nähe von The Rocks zu empfehlen, in unmittelbarer Nachbarschaft von Harbour Bridge, der Oper und des Botanischen Gartens.
Strandurlaub? Dann gibt’s zu den lockeren Unterkünften in Bondi Beach oder Manly wenig Alternativen.
Szene und Nightlife? In Kings Cross, Paddington oder Darlinghurst suchen: Dort findet sich die internationale Backpacker-Szene und auch die feierfreudige Gay-Szene Sydneys.

  • Pier One Sydney Harbour. Wer die Absicht hat, mal unter einer Brücke zu schlafen, voilà: Das maritim-elegante, moderne "Pier One" befindet sich in grandioser Lage mit Blick auf den Hafen an einem schmuck restaurierten Pier am Rand des historischen Stadtteils The Rocks unterhalb der Harbour Bridge. Viel Licht, viel Glas, viel Weiß, wenig Schnickschnack. DZ/F ab 250 Euro (11 Hickson Road, Tel. 82 98 99 99, www.pieronesydneyharbour.com.au).
  • Bondi Beach House. Wenn man unbedingt am berühmten Bondi Beach leben möchte und den Backpacker/Surfer-Radau auch nachts erträgt, ist das sympathische, in warmen Farben dekorierte Bondi Beach House eine gute Wahl. Zehn unterschiedlich große Zimmer und Suiten, familiäre Atmosphäre. DZ/F ab 120 Euro (28 Sir Thomas Mitchell Rd, Tel. 93 00 03 69, www.bondibeachhouse.com.au).
  • Wake Up. Disneyland für Backpacker mit Stil: Das "Wake Up" in zentraler Lage ist mehr Statement als Hostel. Auf sieben Etagen - jede Etage mit einer eigenen Farbe unverwechselbar gestaltet - befinden sich einfache, sympathische Räume. Das "Ritz Carlton" unter den Hostels ist nicht ganz so preiswert wie andere, aber immer noch ein Schnapper - und sehr begehrt, also frühzeitig buchen. DZ ab 83 Euro (509 Pitt Street, Tel. 92 88 78 88, www.wakeup.com.au).
  • The Old Clare Hotel. Neu eröffnetes Haus in alter Brauerei im Industrial Style mit schicker Lobby - inklusive Zahnarztsessel und alter Tresore - und sehr freundlicher Crew. DZ/F ab 200 Euro (1 Kensington Street, Tel. 82 77 82 77, www.theoldclare.com.au).
  • Dive Hotel. Persönlich geführtes, nettes kleines Hotel direkt am Strand von Coogee. Zwei Hunde gehören zum Haus, gefrühstückt wird an der großen Tafel auf der Veranda. DZ/F ab 85 Euro bei zwei Nächten Mindestaufenthalt, sonst höherer Tarif (234 Arden Street, Tel. 96 65 55 38, www.divehotel.com.au).

Genießen

 

  • Le Petit Cafe. Kleines, anspruchsvolles Café mit wenig Platz und großen Ambitionen. Eines der besten Frühstücke der Stadt, und den Milchcafé gibt’s hier noch in Schalen (63a Dudley Street).
  • Four Ate Five. Mehrfach preisgekrönt, ausnehmend enthusiastische Kritiken und dabei so laid back wie ein skatender Koala: Der immer schon nachhaltig geführte Bio-Laden ist der Sympathieträger unter den Surry-Hills-Cafés. Wer wissen will, wie (lässig) der Laden tickt, der muss nur mal die Website ansehen. Früh hingehen, es gibt oft lange Schlangen (485 Crown Street, www.fouratefive.com).
  • Black Star Pastry. Im Prinzip ein recht unspektakulärer Mix aus Patisserie und Café in Newtown, wenn da nicht der sagenumwobene Strawberry-Watermelon-Cake wäre, für den die Leckerschmecker in Sydney gern in langen Reihen anstehen (277 Australia Street, www.blackstarpastry.com.au).
  • Cow and the Moon. Hier friert das Lächeln ein, wenn man ein Eis isst, und das ist eine gute Nachricht: Gelato-Master John Crowl zeigte selbst den Italienern in Rimini, wo der Hammer hängt, da gewann er nämlich die Eis-Weltmeisterschaft. Unfassbar gut, Spezialität: "Vanilla Almond Affogato" (181 Enmore Street).
  • Lox Stock & Barrel. Prima Zutaten, gesundes Essen, Motto: Vom Farmer frisch auf den Tisch. Der deutsche Koch Bastian Borngräber weiß, was er tut. Prima Lunchkarte, hier besonders zu erwähnen: der geräucherte Truthahn auf Toast für schlanke 11 Euro (140 Glenayr Avenue, Tel. 93 00 03 68, www.loxstockandbarrel.com.au).
  • Eastside Grill. Dass man in einem Grill auch richtig fein und raffiniert essen kann, zeigt der deutsch-chinesische Koch Stanley Wong. Unser Probiertip: Das fünfgängige Menü z. B. mit dem tasmanischen Oktopus vom Charcoal-Grill zu 60 Euro (2–10 Kensington Street, Tel. 92 12 09 00, www.eastsidegrill.com.au).
  • Cirrus. Im neuen Trend-Viertel Barangaroo führt der bekannte australische Koch Brent Savage ein Seafood-Restaurant, das nicht nur mit großartigem Blick auf Darling Harbour und Goat Island überzeugt: Die Cirrus-Platte (80 Euro!) mit Austern, Tiger Prawns, Königsfisch und Muscheln ist jetzt schon Kult (23 Barangarooo Avenue, Tel. 92 20 01 11, www.cirrusdining.com.au).
  • Toko. Edle asiatisch-europäische Fusionküche in Surry Hills. Der perfekte Start für eine ausgiebige Weekend-Sause in einem der lebendigsten Viertel Sydneys. Tipp: die Sashimi-Chef-Selection für 30 Euro (490 Crown Street, Tel. 93 57 61 00, www.toko-sydney.com).
  • Tramsheds Harold Park. In einem gewaltigen ehemaligen Straßenbahndepot hat so etwas wie eine exklusive Fress-Fabrik eröffnet: In der riesigen Halle befinden sich diverse Food-Stände unterschiedlicher Nationalität. Gemeinsamkeit: kein Fast Food. Unsere Tipps: der Japaner "Osaka" oder die Tapashelden von "Bodega 1904" (1 Dalgal Way, Forest Lodge, www.tramshedsharoldpark.com.au).

Ausgehen

  • The Ivy. Mehr Glamour geht in Sydney kaum: Im "Ivy" kann man an der Bar trinken, im Restaurant essen und im Pool mit schräger Aussicht schwimmen. Seit 2007 zählt dieses Feier-Gesamtkunstwerk zu den spektakulärsten Adressen der Stadt (330 George Street, www.merivale.com.au/ivy).
  • The Bearded Tit. Warum nicht mal nach Redfern, eine Ecke, die so langsam entdeckt wird von Hipstern, Barflys und Queer People. "The Bearded Tit" ist der angesagteste Spot dort: freundlich, schräg und unbedingt ein Hingucker - was für Crew und Publikum gilt (183 Regent Street, www.thebeardedtit.com).

Erleben

  • My Detour. Guide und Gründer Richard bietet individuelle, ausgefallene Touren durch Sydney für Menschen mit hohen Ansprüchen. Eine fünfstündige Tour für bis zu drei Personen im Oldtimerauto Holden kostet inklusive aller Eintrittspreise, Café- und Lunchstopps 500 Euro (177–179 Lawson Street, Tel. 83 99 34 83, mydetour.com.au).
  • Wylie's Bath Coogee. Auf eine nette Art altmodischer Felsen-Pool, an dem sich die Bewohner Coogees mit den wenigen Touristen treffen, die dieses wunderbare Bad entdeckt haben - denkmalgeschützt (48 Neptune Street, www.wylies.com.au).
  • Hermitage Foreshore. Unglaubliche Ausblicke, versteckte kleine Strände, Luxusvillen - der leichte, nur 2,2 Kilometer lange "Hermitage Foreshore Walk" hat alles, was das Herz des bewegungsfreudigen Touristen erfreut, und ist längst nicht so überlaufen wie der - natürlich auch tolle - "Coastal Walk" zwischen Coogee und Bondi (www.bestsydneywalks.com).

Einkaufen

  • Westfield Bondi Junction. Ihr sucht Designer-Garderobe, Strandmatten, frische Austern oder wollen einfach mal in einem hypermodernen Kino einen Film sehen? Die beiden Westfield-Malls in Bondi Junction mit exklusivem Shop-in-Shop-System bieten alles für jeden und sind dementsprechend gut besucht, einer der populärsten Spots in Bondi. Bonus: Wer sich im hauseigenen "Fitness First" quält, hat gleichzeitig einen unglaublichen Blick auf die Skyline Sydneys (www.westfield.com.au/bondijunction).
  • QVB. Im prächtigen "Queen Victoria Building" - 1898 gebaut - im Central Business District kann man gleichzeitig (teuer) einkaufen und sich dabei fühlen, als besuche man ein Museum. Viele ausgefallene Fachgeschäfte (455 George St., www.qvb.com.au).
  • Paddington Markets. Der Vintage-Markt, der jeden Samstag zwischen 10 und 16 Uhr auf dem Gelände der "Paddington Uniting Church" stattfindet, ist eine Institution - und eine gute Gelegenheit, um gleich noch die vielen kleinen Lädchen und Cafés auf der wuseligen Oxford Street zu besuchen, wo man junge Designer und lokale Marken findet (www.paddingtonmarkets.com.au).
  • Waverley Cemetery. Direkt am "Coastal Walk" zwischen Coogee und Bondi liegt der kleine Friedhof majestätisch auf einer Anhöhe und hat den besten Blick, den man sich aus dem Jenseits wünschen würde (www.waverleycemetery.com).
  • St. George Open Air Cinema. Ein Happening, das leider nur im Januar und Februar stattfindet: In herrlicher Kulisse trifft man sich erst zum Essen und Trinken, setzt sich dann auf die Tribüne und wartet, bis die Leinwand über dem Pazifik aufgeklappt wird. Ein unglaubliches Erlebnis, ganz egal welcher Film läuft. Gut: Es werden jeden Tag noch ein paar Karten an der Tageskasse verkauft, man muss sich nur früh genug anstellen (www.stgeorgeopenair.com.au/).

Strände

  • Bondi Beach. Schön geschwungener, malerischer, aber leider auch allzu beliebter Strand, trotz anderthalb Kilometer Länge großflächig gut besucht. In der Nähe des legendären Icebergs-Pools tummeln sich die maximal mittelguten Surfer.
  • Maroubra Beach. Einfacher, etwas abgelegener Strand in den östlichen Vororten, für die guten Surfer aber ein Geheimtipp, wegen eines guten Swells und viel weniger Konkurrenz.
  • Nielsen Park. Der schönste Strand der Stadt. Klein, idyllisch und von einem Park umgeben im edlen Stadtteil Vaucluse, dazu ein gutes Café in einer schicken alten Villa. Perfekt für Familien.
  • Manly. Großer, bei Surfern und Schwimmern gleichsam beliebter Strand, auch weil man den Besuch mit einer malerischen Fahrt mit der Fähre von "Circular Quay" aus verbinden kann.
  • Palm & Whale Beach. Zwei nah beieinanderliegende, einsame Paradiesstrände, von denen man innerhalb Sydneys nur träumen kann - dafür muss man allerdings auch erst mal über die Harbour Bridge 45 Minuten Richtung Norden fahren.

Reisezeit

  • Oktober bis April. Allerdings ist es im Dezember und Januar sehr heiß und leider auch sehr voll.

Telefon

  • Australien hat die Vorwahl 00 61, Sydney die 02. Ruft man von außerhalb des Kontinents in Sydney an, lautet die Vorwahl 006 12.
Text: Harald Braun, Fotos: Sabine Braun, BRIGITTE 22/17

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Harald Braun
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