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Triest Die kleine Perle Italiens

Triest: Blick auf die Bucht
© fernandobosch / Shutterstock
Die Hafenstadt Triest ist eine gelungene Melange aus dem Charme der ehemaligen k. u. k. Monarchie und italienischem Lifestyle. Diese Mischung macht großen Spaß – zum Bummeln, lecker Essen, Shoppen und vielem mehr.

Übernachten

1 Grand Hotel Duchi d’Aosta. 49-Zimmer-Haus mit Grandezza im neoklassizistischen Stil am schönsten Platz der Stadt gelegen. Man sieht und riecht die Adria und kann im einzigen, winzigen Sternerestaurant von Triest essen. Nach einem der neu gestalteten Zimmer fragen! DZ/F ab 120 Euro (Piazza Unità d’Italia 2/1, Tel. 00 39/04 07 60 00 11, duchi.eu).

2 Boutique Hotel L’Albero Nascosto. In einer stillen Straße im historischen Viertel gelegen, mit eigener Galerie Triester Künstler. Auf mehreren Etagen kuschelige Zimmer plus wohnlicher Küche, in denen man sich sofort wie zu Hause fühlt. Tipp: Das Zimmer „Bois de violette“ mit Blick über die Dächer. DZ/F ab 105 Euro (Via Felice Venezian 18, Tel. 00 39/040 30 01 88, alberonascosto.it).

3 Hotel Continentale. Modernes, lichtes Stadthaus in einer eleganten Fußgängerzone gelegen. Die Zimmer sind einladend klassisch ausgestattet. Nur fünf Minuten zum Bahnhof. DZ/F ab 120 Euro (Via San Nicolò 25, Tel. 00 39/040 63 17 17, continentalehotel.com).

Genießen

4 Antico Caffè San Marco. Legendärer Literaten-treffpunkt von 1914 mit herrlichen Deckenschnitzereien, eigener Buchhandlung und gigantischem Tortenbuffet. Im San Marco wird gearbeitet, geplauscht, gelesen und geschlemmt. Heiße Schokolade mit Apfelstrudel und Sahne 13 Euro (Via Cesare Battisti 18, caffesanmarco.com).

5 Caffè degli Specchi. Ausguck Nummer eins an der Piazza Unità. Geschäftsleute lunchen, Touristen nippen am Aperitivo, und alte Triester Damen umarmen ihr Schoßhündchen. Unterhaltsamer Ort zum Naschen und Gucken. Großer Salat 8 Euro, Caffè Latte 3 Euro (Piazza Unità 7, caffespecchi.it).

6 Enoteca Gran Malabar. Bei Walter Cusmich kann man sich auf einen Ausflug zu den Winzern im Karst-Gebirge einstimmen. Dort lagern 60 000 Flaschen bester Weine aus Triest und Umgebung. Zur Verkostung wird Käse gereicht. Glas ab 3 Euro (Piazza San Giovanni 6).

7 Trattoria Nerodiseppia. Frischer Fisch ist ein Muss in Triest. Im "Nerodiseppia" sowohl mittags als auch abends unbedingt reservieren. Es ist klein und wird liebevoll geführt. Ein Abendessen aus zwei bis drei Gängen mit einem Glas Wein kostet zwischen 40 und 50 Euro (Via Luigi Cadorna 23, Tel. 00 39/040 30 13 77).

8 Buffet da Pepi. Die Triester Buffetküche repräsentiert das alte Habsburgische Triest. Es riecht nach Sauerkraut und allerlei Schweinereien wie "Ohrwaschln" oder Selchbauch mit frisch geriebenem Kren und Senf. Gemischte Platte vom Schwein mit Würsten und Kraut um 20 Euro (Via Cassa di Risparmio 3, Tel. 00 39/040 36 68 58, buffetdapepi.it).

9 Eataly. Einkaufsadresse mit Style. Italiens beste Produkte sowie eine Handvoll Bars und Restaurants mit Blick auf den Seglerhafen. Sehr chic und köstlich. Hier trifft man das junge wohlhabende Triest. Kleiner Imbiss mit drei Portionen mariniertem Fisch und Brot 17,50 Euro (Riva Tommaso Gulli 1, eataly.it).

Einkaufen

10 Terramater. Sympathisches Lebensmittelgeschäft mit Würsten, Käse, Olivenöl, Wein und anderen regionalen Spezialitäten. Prima für Selbstversorger und als Belag auf die Stulle für unterwegs (Via dei Capitelli 4, www.italiaterramater.com).

11 vud-Design. Hier werden Hölzer von Akazie bis Walnuss verarbeitet: zu Tischen, zu Stühlen, aber auch zu sehr eigenwilligen Tabletts und Kochlöffeln. Kein Kitsch! Beim Kunsthandwerken kann man zuschauen (Via Diaz, 15/a, vud-design.com).

12 Toso Drogheria. Dieser alte Laden treibt einem die Tränen in die Augen. Alles scheint noch so wie zur Eröffnung 1906: die Rosshaarbesen, die alten Holzläden bis unter die Decke, der Geruch von Lavendel und Kernseife. Derart angerührt findet jeder was zum Mitnehmen (Piazza San Giovanni 6).

Erleben

13 Castello Miramare. Die 5 km mit dem Bus Nr. 6 vom Bahnhof an die Bucht von Grignano lohnen sich. Dort kann man nicht nur köstlich essen in der "Tavernetta al Molo" (00 39/040 22 42 75, reservieren!). Man gelangt auch in den Schlosspark des Miramare, das Erzherzog Maximilian von Habsburg 1856 für seine Charlotte von Belgien baute. Das Ensemble samt Aussicht auf den Meeresnaturpark ist toll, auf keinen Fall weniger als einen halben Tag einplanen! (castello-miramare.it)

14 Schiffsausflug nach Muggia. Italiens einzige istrische Stadt erreicht man in einer halben Stunde. Sie sieht aus wie ein kleines Venedig. Süß (von der Stazione Marittima an der Molo dei Bersaglieri 3 legt das Boot "Delfino Verde" ab. Hin und zurück 8 Euro).

15 Teatro Giuseppe Verdi. Oper in Italien muss man erlebt haben. Weniger erhaben als bei uns, mehr ein Fest. Das Teatro Verdi liegt mittendrin und zeigt kleine Singspiele und große Oper. Karten ab 25 Euro (Riva Tre Novembre 1, teatroverdi-trieste.com).

So viel Zeit muss sein ...

Triest erlebt man am besten auf einer Tour delle Piazze. Die acht wichtigsten ziehen sich wie Perlen auf einer Schnur durch die Stadt.

Nur eine Stunde mit Bahn (ab Trieste Centrale Richtung Cervignano) und Bus liegt Aquileia, die antike römische Metropole. Es lohnt sich, das Ausgrabungsgelände mit den herrlichen Mosaiken anzuschauen. (www.aquileia.net)

Im Karst-Gebirge im Hinterland von Triest wachsen feine Weine. In den Ozmize genannten Buschenschänken der Winzer vor Ort kann man sie glasweise schon ab 1 Euro verkosten (Ozmize.com; Anreise mit dem Bus 42+44 ab Piazza Guglielmo Oberdan).

Mehr Infos findest du hier: www.turismofvg.it

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16/2021 Brigitte

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