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"No German will freeze in Greece" Verreisen statt Heizen: Die perfekten Reiseziele für den Winter

Verreisen statt Heizen
© icemanphotos / Adobe Stock
Eines scheint in diesem Winter so sicher wie Weihnachten: Heizen wird teuer. Warum also nicht eine Zeit lang verreisen oder vielleicht sogar anderswo arbeiten?

Die Energiekrise macht das Heizen teuer, und die Lebenshaltungskosten steigen dank Inflation wohl ebenfalls weiter an. Da drängt sich die Frage auf: Ist das Geld nicht besser angelegt, wenn man sich eine Winterreise ins Warme gönnt - statt die Energieversorger noch reicher zu machen, als sie ohnehin schon sind?

"No German will freeze in Greece"

Mit diesem Kalkül spielte jedenfalls Panagiotis Simandirakis, Bürgermeister der kretischen Hafenstadt Chania, als er versprach: "No German will freeze in Greece". Der Bild-Zeitung sagte er weiter: "Wir laden jeden Deutschen ein, der in diesem Winter zu uns kommen möchte, um hier zu leben - fern der Krisen." Tourismusminister Vassilis Kikilias stimmte in den Sirenengesang mit ein und lockte mit mediterranem Flair, milden Temperaturen, Gastfreundschaft und "hochwertigen Dienstleistungen". Im griechischen Winter brauche man keine Heizung, und die Wohnung in der kalten Heimat könne man ja untervermieten.

Workation: Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Da die wenigsten es sich allerdings leisten können, den halben Winter auf der faulen Haut beziehungsweise in der Sonne zu liegen, kann man auch überlegen, dort seinem Job nachzugehen, wo man sonst Urlaub macht. Längst hat die Pandemie bewiesen, dass mobiles Arbeiten in vielen Branchen möglich ist und diverse Vorteile mit sich bringt - etwa die freie Wahl des Arbeitsortes (wobei hierbei einiges zu beachten gilt, und ein Auslandsaufenthalt unbedingt mit dem Arbeitgeber abgeklärt werden muss). Und so locken immer mehr Regionen mit sonnigen Bedingungen für temporäres Arbeiten im Ausland, neudeutsch "Workation": warmes Wetter, stabiles Internet, günstige Unterkünfte, keine oder nur minimale Zeitverschiebung. 

Diese Ziele sind ideal für den Winter – ob mit oder ohne Arbeit im Gepäck

  • Lissabon: Mehr als 12.000 digitale Nomaden aus dem Ausland zieht es Monat für Monat in Portugals Hauptstadt, die Zahl spricht für sich (1 Stunde Zeitverschiebung).
  • Türkei: An der türkischen Riviera mit Antalya als Touristenzentrum ist die Sonne selbst im Winter Dauergast. Und für Reisende aus dem Euro-Raum ist das Leben trotz hoher Inflation immer noch bezahlbar (2 Stunden Zeitverschiebung).
  • Griechenland: siehe oben (1 Stunde Zeitverschiebung).
  • Kanarische Inseln: Die meisten Inseln schnüren attraktive Pakete für Langzeiturlauber:innen, auf Teneriffa etwa gibt es eine betreute Workation mit Flughafen-Pickup und gegenseitiger Vernetzung (1 Stunde Zeitverschiebung).
  • Madeira: Internet, Klima, Umfeld top – nicht ohne Grund haben sich auf der portugiesischen Insel (auch aus Steuergründen) bekannte Streamer:innen niedergelassen, und Ponta do Sol war die weltweit erste "Digital Nomad Village“ mit kostenlosen Arbeitsplätzen. Der europäische Winter ist hier besonders mild (1 Stunde Zeitverschiebung).
  • Dubai: Dauerheißer Hotspot der Influencer:innen-Szene (3 Stunden Zeitverschiebung).
  • Mallorca: Sowieso unsere Lieblingsinsel. Außerdem hat Maria Frontera, Präsidentin der mallorquinischen Hoteliersvereinigung FEHM, angekündigt, dass in diesem Winter mehr Hotels geöffnet sein werden als noch vor der Pandemie.
  • Sizilien: Italiens größte Insel bietet Dolce Vita, schöne Strände und wie auf dem Festland auch tolle historische Städte zum Überwintern, etwa Palermo, Catania oder Taormina.
  • Malta: Valletta ist im Winter angenehm mild und hat als Hauptstadt einiges zu bieten: Museen, Paläste und prachtvollen Kirchen unterm ewig blauen Himmel.
  • Sansibar: Als tansanische Tropeninsel mit überwiegend muslimischer Bevölkerung erlaubt Sansibar einen weiten Blick über den Tellerrand. Günstig ist es auch (2 Stunden Zeitverschiebung).
  • Südafrika: An der Südspitze des afrikanischen Kontinents steht der Sommer mit einer Durchschnittstemperatur von 25 Grad Celsius vor der Tür, und das Leben ist für Europäer:innen vergleichsweise günstig (1 Stunde Zeitverschiebung). 

Quellen: Mallorca-Zeitung, Bild, Spiegel, Babbel

Brigitte

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