Wie damals auf Klassenreise: 6 Freundinnen in Tirol

Früher kraxelte man den Berg mit Skiern hoch, um runterzufahren. Heute gibt es Lifte. Sechs Freundinnen machen es in Tirol noch mal so wie damals und haben Riesenspaß.

Woran man merkt, dass ein Urlaub gelungen ist? Am gefühlten Alter. Meins liegt am Tag nach der Skireise bei 16. Auf dem Weg zur Arbeit singe ich. Lache den Tag über immer wieder hysterisch, auch über gar nicht witzige Dinge. Und schreibe ständig WhatsApps: an meine Freundinnen, mit denen ich gerade eine Woche verbracht habe, und die ich jetzt schon vermisse.

Es ist wie damals in der Schule, als man von der Klassenfahrt nach Hause kam und sofort wieder miteinander telefonierte, weil man sich noch so viel zu erzählen hatte. 

Mit Freundinnen im Urlaub? Man kennt sich halt

Wir sind sechs Frauen in den 40ern, haben zusammen 14 Kinder und kommen aus demselben kleinen Vorort von Hamburg. Seit fast 30 Jahren fahren wir zusammen weg - früher zu Sportturnieren, weil wir zusammen Basketball spielten, heute an die Nordsee und am allerliebsten in den Skiurlaub, weil die Kombi aus Bewegung, Natur und Spaß einfach unschlagbar ist. Und jedes Mal komme ich danach jünger zurück, als ich losgefahren bin.

Vielleicht liegt es daran, dass wir uns schon Ewigkeiten kennen? Das macht es auf jeden Fall einfacher, die Macken der anderen zu ertragen: farblich bedenkliche Skiunterwäsche-Strumpf-Schal-Kombis zum Beispiel, manisches Mitten-in-der-Nacht-unter-der-Decke-Whats-App-Getippe oder stündliches Auf-die-Toilette-Gerenne, das meiner Meinung nach an Inkontinenz grenzt. Eine von uns schreckt nachts im Schlaf hoch und schreit laut. Eine andere braucht immer das gemütlichste Bett, weil ihre Rückenschmerzen sonst zu schlimm werden. In einer Gruppe zu reisen, ist, als würde man die Stärken und Schwächen unter einem Vergrößerungsglas sehen, weil man so unmittelbar über längere Zeit zusammen ist, ohne Fluchtweg.

Aber, und das ist der Vorteil von alten Freundschaften: Das weiß man ja schon lange. Und man kann sofort in den Entspannt-Modus schalten, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie man sich benehmen sollte. Kein Gruppengefremdel oder Lagerkoller. Sondern: Klassenreisenfeeling, Verrücktsein und aus allen Zwängen fliehen - wie damals mit 16 eben.

Dieses Mal geht es aufwärts: Mit Tourenskiern und Fellen

Gefühlt schon immer fahren wir nach Nauders am Reschenpass, einem gemütlichen Skiort in Westtirol an der Grenze zu Italien, den wir so mögen, weil hier alles einen eigenen langsamen Zeitrhythmus hat, und wir inzwischen ein paar richtig nette Leute kennen. Christian zum Beispiel, unseren Lieblingsskilehrer, mit dem wir gern mal neben der Piste fahren oder Kurzschwünge ohne Stöcke üben, weil es uns sonst zu langweilig wird. In diesem Jahr wollen wir mit ihm aufsteigen - auf Tourenskiern und Fellen, wie es jetzt so viele in den Bergen machen, weil Achtsamkeit und Fitness auch beim Skifahren immer wichtiger werden.

Schwitzen und bewusst die Natur genießen, die sonst oft viel zu schnell vorbeifliegt. Wir bewegen uns alle gern, haben aber unterschiedliche Vorstellungen von Intensität und Qual. Ich bin sehr gespannt, ob das gut geht .... 

Manchmal hat man ja Angst, dass es nicht genug schneit im Skiurlaub. In dieser Woche bekommen wir Schnee satt. Und zwar schon auf dem Hinweg am Fernpass direkt hinter der österreichischen Grenze: Wir fahren aus dem Tunnel raus und mitten rein ins Schneechaos. Kurz darauf geht gar nichts mehr. Nach 30 Minuten wenden wir und suchen uns eine Übernachtungsmöglichkeit. Die Sicht: nicht mehr als 20 Meter - kein gutes Gefühl für Nordlichter wie uns.

Raus aus der Komfortzone - dem Gruppenzwang sei Dank

Am nächsten Tag in Nauders scheint dann zum Glück die Sonne. Wir fahren uns locker ein, denn abends haben wir viel vor: unsere erste Tour mit Fellen. Wir wollen mit Stirnlampen zur Lärchenalm aufsteigen, einer Hütte mitten im Skigebiet.

Wiebke sagt schon seit Stunden gar nichts mehr. ich glaube, sie ist nervös: Ob sie die richtigen Klamotten anhat, ob sie gut genug Ski fährt ... Überhaupt sind alle plötzlich ungewöhnlich still, als wir im Stockfinsteren von der Talstation mutig losstapfen wollen.

Ich bin allerdings schon vor dem Start total angenervt, weil die blöden Skier einfach nicht das machen, was ich will. Die Felle kleben schief auf der Unterseite, mit den kalt gefrorenen Fingern bekomme ich die Tourenskischuhe nicht in die Bindung und klemme mir die Handschuhe ein. Und dann fragt mich auch noch ständig jemand, wie man die Skier anzieht. Das ist ja wie zu Hause mit den Kindern!

Das Display an der Gondel zeigte minus elf Grad. Doch uns wird schnell warm, denn gleich am Anfang müssen wir ein ziemlich steiles Stück bergauf. Sonst rasen wir hier auf dem letzten Abschnitt der Talabfahrt im Schuss hinunter. Jetzt gehen wir möglichst frontal zum Berg, um auf den Fellen nicht seitlich wegzurutschen. Ich höre kollektives Schnaufen und sehe kleine Dampfwolken, die aus den Nasen aufsteigen.

Endlich ist es still. Wir halten uns am Pistenrand, manchmal biegen wir ab in verschneites Gelände, weil das Gehen im unberührten Tiefschnee einfach wunderbar ist. Das löst die Spannung, auch bei Wiebke. "Ist ja ganz einfach", sagt sie, und freut sich, aus ihrer Komfortzone rausgekommen zu sein - dem Gruppenzwang sei Dank.

Erschöpft und glücklich: BRIGITTE-Redakteurin Daniela Stohn (r.) und ihre Freundinnen nach dem Aufstieg zur Stieralm

Leider verpassen wir den letzten Lift ...

Nach einer guten Stunde sind wir oben, leicht verschwitzt, essen leckeres Fondue und tanzen zu Livemusik. Das gefühlte Alter ist im Sinkflug und pendelt sich zwischen 20 und 30 ein.

Leider verpassen wir vor lauter Spaß den letzten Lift. Das bedeutet: Wir müssen auf unseren Tourenskiern abfahren. In der Dunkelheit. Oder vielleicht doch nicht? Wir haben Glück - wir werden von Einheimischen auf einem Schneemobil mitgenommen. Mit Vollgas donnern wir eng aneinander geklammert über die Piste ins Tal. Wow, ich bin im Adrenalinrausch und mache mir gleichzeitig vor Angst fast in die Hose.

Fast immer kommt es in unseren Urlauben zu einer ... nennen wir es Grenzerfahrung. Vor zwei Jahren saßen wir gemütlich in der Sauna, als plötzlich die Tür aufging und ein Mann in Lendenschurz, Helm und Skistiefeln hereinkam. Er dreht die Musik auf, bis wir nackt und laut singend in der Sauna auf und ab hopsten. Ich hoffe bis heute, dass keine kompromittierenden Fotos davon auftauchen. Oder der feuchtfröhliche Hüttenabend, nach dem wir mit dem Schlitten abfuhren und von der eisigen Piste abkamen. Zum Glück hielt das Fangnetz ... Als ich an der Talstation mit zitternden Beinen vom Schneemobil klettere, fühle ich mich eher wie Mitte 50.

Am nächsten Tag rieseln dicke Flocken vom Himmel. Über Nacht hat es geschneit, Puderzuckerschnee vom Feinsten. Und: Lawinenstufe 4! Einige Pisten sind gesperrt, mein Auto ist unter den weißen Massen kaum noch zu sehen.

So viel Schnee macht etwas mit uns: Wir entschleunigen, weil plötzlich nichts mehr geht. Der Schnee verschluckt die Geräusche, alles ist leise und friedlich, das Gefühl gräbt sich bis in unser Inneres. Wir entscheiden, mit Skilehrer Christian von der Lärchenalm durch ein Wäldchen etwa 500 Höhenmeter bis zur Stieralm aufzusteigen. Wir kleben die Felle an, ziehen die dicken Jacken aus und stapfen los, in einer Reihe hintereinander.

Nicht immer angenehm: Skistunde mit Christian

Noch quatschen wir, aber als der Puls über 140 steigt, verstummen wir langsam. Man hört nur noch das Knirschen des Schnees unter den Skiern. Ich bin schockverliebt: Auf Fellen aufzusteigen, hat wirklich eine ganz besondere Stimmung, magisch fast, anstrengend und meditativ zugleich. "Die, die es begeistert, lässt es nie wieder los", sagt Christian. "Aufsteigen ist für gute Skifahrer, die sich auf der Piste langweilen, eine tolle Alternative. Oder für Leute, die etwas für ihre Fitness tun wollen." Und wir lernen auch noch was: Spitzkehren im Tiefschnee zum Beispiel. Ich lege mich prompt auf die Nase. Na toll.

Christian hat eine wunderbar plakative Art, uns zu sagen, was wir besser machen könnten. Anja zum Beispiel nennt er Madonna - weil sie ihre Arme zu eng am Körper hält. Wiebke ist eine Gurke, weil sie die Hüfte nicht richtig knickt. Und ich bin eine Nonne, weil ich mich so klein mache.

Prompt fühle ich mich wieder wie zehn - wie damals in der Skischule, als wir Kolonne hinter dem coolen Skilehrer herfuhren, nur dass der netter zu uns war als Christian. Aber egal: Weil er zu uns allen was zu sagen hat, lachen wir das einfach weg.

Berg hoch: Tourengehen ist wie Joggen, nur auf Skiern...

Zickenalarm? Muss auch mal sein

Manchmal betrachtet uns Claudia, die Fotografin, als würde sie eine interessante Versuchsanordnung von Insekten in einem Terrarium beobachten. Vielleicht sind wir doch nicht so unkompliziert, wie wir denken, zumindest für andere? "Ihr seid sehr direkt, aber auf eine liebe Art", sagt Claudia. Darüber muss ich kurz nachdenken. Es könnte bedeuten: sehr vertraut, sie können sich alles sagen. Oder: ganz schöne Zicken, diese Weiber.

Dass das auch in uns steckt, bestätigen wir am vorletzten Morgen. Wir zanken darüber, wie früh wir aufstehen müssen, wenn wir am Rand der Talabfahrt aufsteigen, bevor die Skifahrer die Piste bevölkern: um 6 (ich) oder um 7.30 (Tine). Und darüber, wie weit wir aufsteigen wollen: nur bis zur Jochelius-Hütte (Tine) oder noch weiter quer über den Hang zur Stieralm (ich).

Dass ich die Antreiberin bin, kenne ich schon: Erst meckern alle und freuen sich danach, dass sie doch dabei waren. Meistens mache ich das gern, aber manchmal nervt es schon.

Sollen sie doch liegen bleiben, während ich in der Morgenstille allein durch den Schnee stapfe. Die können mich alle mal.

Natürlich sind sie dann doch dabei. Ist ja immer dasselbe. Sie können es nicht zugeben, aber ich sehe an ihren Gesichtern, dass sie Spaß haben. Wir hören Vögel zwitschern, in der Ferne das Sprengen von Lawinen. Über dem Tal hängen Wolkenschleier, die Zweige der Kiefern biegen sich unter den Schneemassen. Und das köstliche Frühstück auf der Stieralm, das Chef Boris uns nach dem fast zweistündigen Aufstieg persönlich serviert, entschädigt für jede Anstrengung.

Als wir mittags auf die Abfahrtsskier umsteigen, sind meine Beine müde. Der Neuschnee liegt in kleinen Häufchen überall auf der Piste, die Muskeln müssen ganz schön ackern. Meine zittern, ich fühle mich wie 55 und mache sicherheitshalber den Einkehrschwung in die Hütte.

Einkehrschwung: ... auf die Terrasse der Lärchenalm

Schlittenfahrt und Après-Ski

Weil es so stark schneit, nehmen wir uns einen Schlitten zum Abfahren. Acht Kilometer lang ist die Rodelstrecke, wir fahren immer zu zweit. Als Bärbel und ich endlich richtig sitzen, sind die anderen schon weg. Unser Schlitten lahmt ein bisschen. Theoretisch müsste eine von uns jetzt von hinten anschieben, die andere mit den Füßen lenken. Das Problem: Bärbel hat Rücken, ich habe Knie. Also gleiten wir in Zeitlupe den Berg hinab und fallen vor lauter Lachen mehrmals vom Schlitten.

Anschließend sitzen wir noch beim Aprés-Ski, tanzen, singen und lachen weiter. Es ist witzig: Zu Hause sehen wir uns gar nicht so oft, und nicht alle von uns sind einander gleich nah. Und trotzdem ist da dieses total vertraute Gefühl, das schon seit unserer Jugend da ist. Vielleicht ist es der eigentliche Vorteil am Urlaub mit alten Freundinnen. Dass man in jedes Alter, das man gemeinsam durchlebt hat, immer wieder zurückkehren kann.

"Ihr habt euch doch gerade erst gesehen", meckert mein Mann, als ich wieder zu Hause bin und ständig am Telefon hänge. Ja, stimmt. Aber ich darf das: Ich bin ja erst 16.

Wintersport: Video: Der kleine BRIGITTE-Skitest

Danielas Tipps für Nauders in Tirol

Übernachten

Das Jochelius
Modernes Hotel mitten im Skigebiet auf etwa 1800 Metern Höhe. Mitsamt Gepäck werden wir im Schneemobil hochgebracht. Dort sind wir überwältigt: vom unverstellten Blick auf die Berge und den rustikalen Zimmern mit viel Holz, Glas und Granit. Ideal für alle, die Ruhe suchen und nicht viel Action brauchen. Besonderes Highlight: Wenn um 8.45 Uhr vor der Tür der Gaislochlift startet, kann man die erste Spur ziehen und dann später direkt von der Piste zum Frühstück gehen. DZ/VP ab 145 Euro (Pieng 290, Tel. 54 73/86261, www.jochelius.at).

Hotel Post
Das zentral im Dorf gelegene Haus im ehemaligen Stall, in dem die Postpferde früher getauscht wurden, hat urigen Landhaus-Charme und "lebt" von den netten Leuten, die hier arbeiten. Einige Zimmer sind sehr modern und neu renoviert (eines hat sogar eine Sauna!), andere eher rustikal; bei der Reservierung am besten nachfragen. In der Wirtsstube hängen ausgestopfte, von Chef Robert selbst erlegte Tiere an den Wänden - manchmal gibt's das Wild sogar abends noch frisch auf den Teller. DZ/HP ab 86 Euro (Doktor-Tschiggfrey-Straße 37, Tel. 54 73/87 20 20, www.post-nauders.com).

Mein Almhof
Hier fühlen wir uns rundum verwöhnt - ob im großzügigen Spa-Bereich (getrennte Areale für Erwachsene und Kinder) mit der schönen Außensauna, draußen im "Sky"-Pool, im gut ausgestatteten Fitnessraum, in der gemütlichen Bar oder beim köstlichen Essen mit Fünf-Gänge-Menü. DZ/HP ab 150 Eur0 (Doktor-Tschiggfrey-Straße 314, Tel. 54 73/873 13, www.meinalmhof.at).

Haus Auer
Am Ortseingang von Nauders liegt diese familiär geführte Unterkunft mit sechs Appartements zwischen 52 und 80 Quadratmetern, die alle einfach, aber hell und gemütlich eingerichtet sind. Ab 91 Euro pro Nacht (Doktor-Tschiggfrey-Straße 446, Te. 54 73/861 58, www.ferienhaus-auer.at).

Aparthotel Arabella
Ein prima Konzept für Urlauber, die gern ihr eigenes Reich haben, aber den Service eines Hotels nicht missen wollen: zum Beispiel Schwimmbad, Sauna (toller Blick auf die Berge!), Billard-Raum, Massagen oder Brötchenservice. 29 Appartements, ab 130 Euro pro Nacht (Unterdorfweg 335, Tel. 54 73/874 80, www.hotel-arabella.com).

Zur Alten Mühle
Die Hamburger Gastgeberin Britta Theisen wohnt mit ihrer Familie in diesem außergewöhnlichen Haus, das ihr Mann im traditionellen Stil einer alten Mühle renoviert hat. Drei Wohnungen (mit dem süßen Namen "Bachrauschen", "Waldgeflüster" und "Wildwechsel") werden vermietet, im Keller gibt es einen großzügigen Saunabereich. Vor allem für Familien ideal, denn die Theisens sind Lärm von ihren eigenen Kindern gewöhnt und man kann nach Spielzeug oder Malsachen fragen. Ab 144 Euro pro Nacht (Mühlen Nr.9, Tel. 54 73/862 13, www.muehlenauders.at).

Genießen

Gasthof Zum Goldenen Löwen
Bei Andi in der Stube tafeln wir urösterreichisch und mit vielen saisonalen und regionalen Lebensmitteln: zum Beispiel den "Löwenteller" mit Gegrilltem von Rind und Schwein (ca. 19 Euro) oder die "Tiroler Rippelen" mit Speckkrautsalat und Röstkartoffeln (18 Euro). Und danach gibt's Apfelstrudel nach einem alten Familienrezept (4 Euro) und einen Schnaps aufs Haus - bei diesen Gastgebern fühlt man sich wie daheim. Sicherheitshalber reservieren! (Postplatz 36, Tel. 54 73/87 208, www.loewen-nauders.com)

Stadlwirt
Hier geht man zum Fleischessen hin - noch nie habe ich so riesige Schnitzel gesehen! Das angeblich "größte Schnitzel Österreichs" reicht locker für zwei (17,50 Euro mit Schwein, 28 Euro mit Kalb). Die Stube ist urig-rustikal und immer voll, also besser vorher anrufen (Oberdorf 132, Tel. 54 73/877 10, www.stadlwirt.at).

Stieralm
Meine absolute Lieblingshütte! Es ist sooo gemütlich, am Ofen in der Mitte der modernen Hütte zu sitzen und langsam wieder aufzutauen. Dazu gibt's hausgemacht "Kaspressknödelsuppe" mit geschmolzenem Käse drin (ca. 6 Euro) und Apfelstrudel mit Vanillesoße (5,50 Euro). Auf keinen Fall verpassen: bei Sonnenschein draußen auf einem der kuscheligen "Fatboy"-Kissen lümmeln und die Bergkulisse genießen (direkt an der Almabfahrt, Piste 28, Tel. 54 73/874 27 73).

Pizzeria Irene
Bei Irene gleich hinter dem italienischen Grenzübergang in Reschen (Südtirol), aber nur wenige Minuten mit dem Auto von Nauders entfernt, ist die Atmosphäre ein bisschen wie auf dem Campingplatz: einfach und rummelig, dafür schmecken die Pizzen aus dem Holzofen himmlisch. Mein Favorit: die "Carabiniere" mit Gorgonzola, Mozzarella und Speck für ca. 10 Euro (Hauptstraße 49, 39027 Reschen, Italien, Tel. 00 39(04 83/63 31 24, www.pizzeria-irene.it).

Ausgehen
Lärchenalm
Sah vor 20 Jahren, als ich zum ersten Mal in Nauders war, schon genauso urig aus wie heute. Bei Sonnenschein kann man hier wunderbar mittags auf der Terrasse sitzen und das Bergpanorama bestaunen. Übrigens. Am Donnerstagabend steigt "Nacht-Rodelabend" mit Musik - der Sessellift fährt bis 22 Uhr. Erst das Fleischfondue genießen, dann über die beleuchtete Piste die Westabfahrt auf dem Schlitten abfahren. Ca. 26 Euro, unbedingt vorher reservieren! (Tel. 699/17 87 32 91)

Almhof Stadl
Man sitzt auf rustikalen Schafsfellen in oder vor einer rustikalen Hütte gegenüber vom Schloss Nauders, auf dem Parkplatz des Hotels "Mein Almhof". Für alle, die Aprés-Ski etwas stilvoller mögen (www.meinalmhof.at).

Gut zu wissen
75 Pistenkilometer bietet das Skigebiet Nauders (bis 2750 Höhenmeter) dazu kommen weitere 136 in Schöneben-Haideralm, Watles, Trafoi am Ortler sowie Sulden in Italien. Erwachsene kostet die Skipass-Tageskarte für die Zwei-Länder-Skiarena ab 41 Euro, 7 Tage ab 217,50 Euro.

Tourengehen
Zum Aufsteigen braucht man eine spezielle Ausrüstung: Tourenski mit Fellen und leichte Tourenstiefel. Zur Kleidung: Am besten zieht man mehrere Lagen übereinander, sodass man einfach eine Jacke ablegen kann, wenn's zu warm wird. Auch wichtig: ein Rucksack, in den man ausreichend Wasser, Riegel und Wechselkleidung packt. Einfach ins Gelände sollte man auf keinen Fall allein wandern (Lawinengefahr!), sondern nur mit einem erfahrenen Guide. Wer auf der Piste aufsteigt, macht das am besten außerhalb der Liftzeiten. Die Skischule Nauders bietet geführte Touren an (www.skischule-nauders.at), im Laden im Ortskern kann man für ca. 55 Euro pro Tag Skier und Schuhe ausleihen (www.skirent-nauders.at).

Telefon
Die Vorwahl für Österreich von Deutschland aus ist 00 43.

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BRIGITTE 25/2019

Wer hier schreibt:

Daniela Stohn
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