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Team Talk Richtig ablenken

Team Tealk: Insel im Meer
© TRphotos / Shutterstock
In Zeiten, in denen die Welt kopfsteht, brauchen wir um so dringender Inseln, auf denen wir abschalten können. Welche sind das?

Mareike Dudwiesus

Team Talk: Richtig ablenken
© Brigitteonline / Ilja Gauss

Redakteurin brigitte.de
"Kalte Luft und klares Wasser"

Wenn mir alles zu viel wird, will ich ans Meer. Das ist aber nicht immer so einfach machbar. Also fahre ich ins nächste Schwimmbad mit Außenbecken und tauche ein. Unter der Oberfläche ist es so ruhig. Die kalte Luft und das klare Wasser verschaffen mir wieder einen kühlen Kopf. Wenn man sich dann noch kurz auf dem Rücken treiben lässt und in den dunklen Abendhimmel schaut, kommt man sich mit seinen eigenen Problemen unglaublich klein vor – und erlaubt sich für einen Moment mal, einfach nur zu existieren.

Antje Kunstmann

Team Talk: Richtig ablenken
© Andreas Sibler

 Medizin-Redakteurin
"Zusammen sein"

Mein Rückzugsort ist meine Familie. Das heißt nicht, dass mich nicht mehr interessiert, was draußen in der Welt passiert. Aber dass ich mir immer wieder bewusst mache, was im Alltag gut ist: die gemeinsamen Mahlzeiten, das ‚Wie war dein Tag‘-Gespräch, die Spaziergänge mit dem Hund, das Vorlesen am Abend, selbst das alltägliche Gerangel um den Abwasch oder besetzte Badezimmer. Routinen geben nun mal Halt.

Nicole Lötters

Team Talk: Richtig ablenken
© Sevim Aslan

stellv. Head of Beauty
"Schritt für Schritt"

Ich gehe. Laufen schaffe ich meistens nicht, aber ich spaziere in zügigem Tempo. Bei Bedarf kilometer- und stundenlang, auch noch spätabends. Es ist mir sogar schon mal passiert, dass die Gedanken so sehr kreisten, dass ich erst nach einer halben Stunde wahrgenommen habe, wo ich hingestapft bin. Ich arbeite Themen vor meinem inneren Auge ab, bis ich mich wieder klar fühle. Das Wetter ist mir dabei übrigens egal. Gerne habe ich, wenn mir Wind um die Nase weht. Da kriege ich den Kopf noch besser frei.

Lara Golombek 

Team Talk: Richtig ablenken
© Brigitteonline

 stellv. Head of Lifestyle brigitte.de
"In der Erde wühlen"

Als ich klein war, konnte ich nicht nachvollziehen, warum meine Mutter nach Feierabend noch in den Garten ging, um Beete auf links zu drehen. Heute ist Gärtnern auch meine Meditation. Einen Garten habe ich zwar nicht, aber dafür nutze ich jeden Quadratzentimeter meines Stadtbalkons für Kartoffeln, Gurken und Co. Ich kann alles vergessen, wenn ich mit den Händen in der Erde wühle, den Pflänzchen beim Wachsen zuschaue und im besten Fall die Früchte der Arbeit ernte.

Brigitte

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