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Trust Yourself Das sollten Frauen bei der Job-Bewerbung wissen

Das Engagement von Lancôme ermutigt alle Frauen
Das Engagement von Lancôme ermutigt alle Frauen
© Adobe Stock
Ihr wollt beruflich eine neue Herausforderung annehmen? Glückwunsch zu diesem Mut! Damit ihr das Bewerbungsverfahren easy meistert, haben wir nicht nur die größten Hindernisse, sondern auch gleich die besten Tipps für euch zusammengefasst.

Einfach machen – das klingt in der Theorie so einfach, in der Praxis ist es aber alles andere als das. Dies gilt auch für die Bewerbung auf den Traumjob. Während Männer eher die Chance ergreifen, hadern viele Frauen mit den Anforderungen und dem eigenen Selbstbewusstsein. Letzteres ist ein Thema, dessen sich Lancôme mit seinem sozialen Engagement „Write Her Future“ angenommen hat. Das 2017 gegründete Programm dient dazu, das Selbstvertrauen vieler Frauen zu stärken. Zum Beispiel durch Workshops und Panel-Talks mit Role-Models wie Chiara Ferragni oder Nazan Eckes. Denn gemeinsam können wir so viel mehr erreichen. 

Selbstbewusstsein ist allerdings nicht die einzige Komponente, wenn es um einen neuen Job geht – auch wenn sie eine sehr hilfreiche ist. Noch heute gilt: Wir haben eben nicht alle die gleichen Voraussetzungen und Chancen. Nicht nur der Bildungsstand der Eltern spielt bei Bewerbungen eine Rolle, sondern auch das Geschlecht. Deshalb geben wir euch heute fünf Tipps für den Weg zu eurem Traumjob. 

1. Bloß nichts kleinreden
Ja, wir wuppen ganz schön viel – und das sollten wir auch genauso sagen. Wenn es also Projekte in der Vergangenheit gab, die richtig super liefen, scheut euch nicht, dies auch zu erwähnen. Mit Sätzen wie „Ach, das war doch nur halb so wild“ reden wir uns und unsere Arbeit nur klein. 

2. Let’s talk about money
Hach ja, die Frage nach dem Geld ist irgendwie immer unangenehm. Warum eigentlich? Fordert ein, was euch zusteht – natürlich in einem realistischen Rahmen. Schreibt euch vor dem Bewerbungsgespräch auf, warum ihr das Gehalt für gerechtfertigt haltet, damit ihr im Zweifel sachlich argumentieren könnt. 

3. Privatsache? Von wegen!
Es ist eine Frage, die wohl die wenigsten Männer zu hören bekommen dürften: Wie sieht es mit der Familienplanung aus? Klar, das ist rechtlich natürlich nicht erlaubt, in der Realität wird sie jedoch immer wieder gestellt. Diese Frage nicht zu beantworten, käme wahrscheinlich nicht gut an – deshalb wird hier vom Gesetzgeber das sogenannte „Recht zur Lüge“ eingeräumt. Die Antwort könnte also zum Beispiel lauten, dass die Karriere aktuell im Fokus steht. 

4. Mut zur Lücke
Lücken kommen im Lebenslauf von Frauen häufiger vor als bei Männern – zum Beispiel durch die Elternzeit. Dadurch werden wichtige Qualifikationen erworben, die unbedingt erwähnt werden sollten! Da wären zum Beispiel Organisation, der Umgang mit Stress oder das Arbeiten unter Zeitdruck. Wir haben in der Elternzeit mächtig was geleistet – und dürfen das auch genauso verkaufen.

5. Stärke zeigen!
Hach ja, die Frage nach den eigenen Stärken ist oft knifflig. Häufig fällt es Frauen schwer, über ihre eigenen Vorzüge zu reden, während es Männern vermeintlich ganz leicht zu fallen scheint. Schreibt euch eure Stärken vor dem Gespräch ganz ehrlich auf und fragt im Zweifel Freundinnen, Freunde und Familie, welche Fähigkeiten sie ganz besonders an euch schätzen. Und im Gespräch? Raus damit!

Wie gesagt: Chancengleichheit ist aber nicht nur in Bezug auf Frauen und Männer ein Thema. Tatsächlich wird die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, heute immer noch am Bildungsstand der Eltern abgelesen. Aus diesem Grund hat sich Lancôme für sein soziales Engagement mit der NGO ArbeiterKind.de zusammengetan. Die deutschlandweit größte gemeinnützige, spendenfinanzierte Organisation erreicht jährlich rund 30.000 Schülerinnen und Schüler und begleitet Studieninteressierte und Studierende aus Familien ohne Hochschulerfahrung auf dem Weg zum Studienabschluss und auch beim Berufseinstieg. Ellen Herzog leitet bei ArbeiterKind.de den Bereich Unternehmenskooperationen und das Online-Fundraising. Als Expertin für Diversity und Inklusion unterstützt sie Bildungsorganisationen und Unternehmen dabei, offener und durchlässiger für Vielfalt zu werden. Außerdem ist sie Mitglied im Vorstand des Bundesverbands Innovative Bildungsprogramme e. V. und Mutter von zwei Kindern. Wir haben mir ihr über die aktuellen Herausforderungen bei der Bewerbung gesprochen und nützliche Tipps erfahren, mit denen Frauen schon bald richtig durchstarten können.

Ellen Herzog steht Arbeiterkindern mit Rat zur Seite
Ellen Herzog steht Arbeiterkindern mit Rat zur Seite
© ArbeiterKind.de

Was sind deiner Erfahrung nach die häufigsten Gründe, warum sich Frauen auf eine bestimmte Position NICHT bewerben?
Frauen, die als Erste ihrer Familie einen Studienabschluss erwerben, schätzen ihre Stärken und Kompetenzen oft als zu niedrig ein und trauen sich hohe Positionen mit Führungsverantwortung vergleichsweise weniger zu als Männer. An dieser Einstellung arbeiten die Mentorinnen und Mentoren des ArbeiterKind.de-Berufseinstiegsprogramms. Viele Frauen und First-Generation-Academics verfügen zudem über kein Netzwerk, das sie auf spannende Stellen aufmerksam macht oder für eine Position empfehlen könnte. Bedingt durch den Druck, nach Studienende schnell Geld zu verdienen, um z. B. die BAföG-Schulden zu tilgen, ziehen die Frauen auch eher selten herausfordernde Positionen für sich in Betracht. Wenn Stellenanzeigen hingegen Frauen direkt adressieren mit dem Hinweis auf nicht akademische Herkunft und wenn deutlich wird, dass Vielfalt im Unternehmen gewünscht und gefördert wird, ist die Chance wesentlich höher, dass sie sich dort bewerben.

ArbeiterKind.de hilft Studierenden der ersten Generation auch beim Berufseinstieg. Welche Erfahrungen machst du bei den Bewerbungen?
Ratsuchende und Mentees bekommen im Berufseinstieg bei ArbeiterKind.de Unterstützung durch Mentorinnen und Mentoren aus dem angestrebten Wirkungsfeld. Ihnen fehlen Rollenvorbilder für eine erfolgreiche Gestaltung des Berufseinstiegs und oft das Wissen, welche Positionen infrage kommen und welche ungeschriebenen Codes gelten. Auch das sensible Thema Gehaltsverhandlung ist ihnen in der Regel nicht vertraut. Insgesamt können wir sagen, dass First-Generation-Academics Pionierinnen und Pioniere sind, die über sehr viele Stärken verfügen wie Resilienz, Kreativität sowie Zielstrebigkeit. Nicht zuletzt besitzen sie die Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Welten zu vermitteln. Werden diese Stärken erkannt und wird gezielt nach Menschen mit diesen Eigenschaften gesucht, dann sind die von uns begleiteten Bewerber:innen überdurchschnittlich engagiert und als Mitarbeiter:innen loyal und eine unschätzbare Bereicherung für jedes Unternehmen.  

Mit welchen Fragen und Wünschen kommen „Arbeiter:innenkinder“ zu dir ins Mentoring-Programm für den beruflichen Einstieg?
Stell dir vor, du betrittst eine Welt, in der eine andere Sprache als die vertraute gesprochen wird, in der bestimmte Kleidungscodes gelten und in der du erwünscht bist, wenn du einen ganz geraden, perfekten Weg gegangen bist. Am besten beherrschst du drei Sprachen und warst zwei Mal im Ausland während des Studiums. Nach dem Bachelor hast du für den Master die Stadt gewechselt, hast in der vorlesungsfreien Zeit unbezahlte Praktika bei hochkarätigen Unternehmen abgeleistet, für die du bei Bedarf umgezogen bist. Ja, diese Vorstellung herrscht in den Köpfen vieler immer noch!

Arbeiter:innenkinder haben im Mentoring-Programm sehr viele Fragen, die sich genau darauf beziehen: Angefangen bei “Wie finde ich eine adäquate Stelle?“ über „Was ziehe ich fürs Bewerbungsgespräch an?“ bis hin zu „Wie bereite ich mich darauf vor und was erzähle ich über mich?“. Den Lebenslauf und die gesammelten Erfahrungen positiv und als wertvoll darzustellen ist daher fast immer Thema. Ebenso werden mit den ArbeiterKind.de-Mentorinnen und  Mentoren Antworten auf Fragen gefunden, wie etwa, was sich hinter Stellen- und Positionsbezeichnungen verbirgt bzw. wonach gesucht werden sollte. Ich selbst betreue aktuell auch eine Mentee, die ganz konkret wissen wollte: Wie geht Netzwerken und wie baue ich mir ein Netzwerk auf?

Du bist nah am Bewerbungsprozess beteiligt. Inwiefern hat sich dieser im Laufe der Jahre verändert? Was ist heute wichtig bzw. weniger wichtig?
Unsere Community berichtet uns, dass es immer wichtig bleiben wird, fehlerfreie Bewerbungsunterlagen zu haben und ein stimmiges Erscheinungsbild abzugeben. Was sich verändert hat, ist sicher, dass Persönlichkeiten gesucht werden, Mitarbeiter:innen individuell sein dürfen und dass Vielfalt begrüßt wird! Ein gutes, tragfähiges Netzwerk zu haben, ermöglicht in der heutigen schnelllebigen Zeit, von Stellen überhaupt bzw. zeitnah zu erfahren. Frauen unterstützen sich heute gegenseitig, empfehlen einander für Stellen sowie Positionen und geben z. B. auch Auskunft darüber, warum sie eine Stelle verlassen oder nicht angetreten haben. Das war früher, als es sehr viel weniger Frauen in der Arbeitswelt gab, anders. Aus „Es kann nur eine geben“ ist heute in vielen Bereichen ein „#strongertogether“ geworden! Frauen lassen sich gegenseitig „strahlen“, und das ist fantastisch! Zu guter Letzt: Gute Umgangsformen, egal, auf welcher Hierarchieebene, sind niemals out! Mit „bitte“, „sehr gerne“, „guten Tag“ und „danke“ ist schon viel gewonnen.

Welche Tipps gibst Du oft zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch?

  1. Schaut euch den Auftritt des Unternehmens in den sozialen Medien an. Welche Themen sind da interessant und werden diskutiert?
  2. Lest euch Lebensläufe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens z. B. auf LinkedIn durch und schaut, ob schon jemand von eurer Hochschule im Unternehmen arbeitet. Vernetzt euch!
  3. Stellt im Bewerbungsgespräch Fragen und macht deutlich, dass nicht nur ihr zum Unternehmen passen müsst, sondern auch das Unternehmen zu euch.
  4. Schaut euch die Diversity-Aktivitäten und die CSR-Strategie an und ob ihr euch damit identifizieren könnt.
  5. Findet vorher Antworten auf die Frage nach euren Stärken und warum ihr die jeweils Richtige für die Stelle seid. Diesen Dialog übt ihr am besten mit Freundinnen und Freunden!

Unterstützung – und zwar für alle Frauen! So lautet auch das Motto von „Write Her Future“. Wenn ihr mehr über das Programm erfahren wollt, schaut unbedingt unter lancôme.de/writeherfuture vorbei.