Urban Gardening: Das beste Gemüse für Balkon & Fensterbank

Ohne Pestizide und regional essen - mit "Urban Gardening" kein Problem! Wir zeigen bestens geeignete Gemüsesorten für den Anbau zu Hause.

Um wirklich sicherzugehen, dass euer Gemüse 100 Prozent pestizidfrei und regional ist, baut ihr es am besten selbst an. Zu Hause. "Urban Gardening" heißt der neue Trend. Wir zeigen euch gut geeignete Gemüsesorten für den Eigenanbau in der Wohnung oder auf dem Balkon.

1. Kräuter

Basilikum & Co. brauchen vor allem einen ausreichend großen Topf, der mehrere Abflusslöcher hat. Terrakotta-Töpfe eignen sich hier hervorragend. Die Erde sollte locker und gut durchlässig sein. Lasst sie nach dem regelmäßigen Gießen immer erst leicht austrocknen, bevor ihr wieder neu wässert. Einmal die Woche flüssig düngen und ab und an ein Radikalschnitt bis auf einige wenige Blätter lässt die Kräuter besser wachsen.

Daneben ist ausreichend Sonnenlicht das A und O für die eigene Kräuterzucht. Stellt sie deshalb an einen sonnigen, windgeschützten Platz. So habt ihr lange etwas von ihnen.

2. Frühlingszwiebeln

Wer das nächste Mal Frühlings- oder Lauchzwiebeln kauft, schneidet den Lauch einfach ab und behält die Zwiebelknolle. Stellt die Knolle mit den Wurzeln nach unten in eine Glasvase oder ein Wasserglas auf das Fensterbrett. Die Knolle sollte immer mit Wasser bedeckt sein.

Sobald die grünen Triebe zehn bis 15 Zentimeter lang sind, könnt ihr das frische Grün abschneiden oder die gesamte Zwiebel nutzen. Insgesamt könnt ihr von einer Zwiebel zwei- bis dreimal ernten. Nicht vergessen: Das Wasser regelmäßig wechseln, sonst verrotten die Zwiebeln.

3. Radieschen

Radieschen sind kurz und wachsen schnell. Deshalb brauchen sie keinen tiefen, eher einen breiten Topf. Hier eignet sich ein Balkonkasten hervorragend. Die kurze Reifezeit ermöglicht es euch, bereits vier bis sechs Wochen nach der Aussaat das erste Mal zu ernten. Wer alle vier Wochen sät, kann von Mai bis Oktober immer eigene, frische Radieschen essen.

Wichtig für die erfolgreiche Zucht ist zum einen ein sonniger, halbschattiger Platz auf der Fensterbank oder dem Balkon. Zum anderen sollten die Samen in der feinen Erde nicht zu eng aneinander liegen. Mit gewissem Abstand behindern sich die Knollen beim Wachsen nicht gegenseitig und können sich besser ausbilden. Zwei Saatreihen in einem Kasten sind ideal.

4. Keimlinge

Keimlinge sind derzeit die Stars der Food-Szene. Von der Kresse bis zum Salat – Keimlinge können alles sein, was erste frische Blätter angesetzt hat und noch nicht zur vollen Pflanze herangewachsen ist. Sät die Samen am besten in einer flachen Schale aus und stellt sie auf die Fensterbank oder auf den Balkon ins Licht. Die Erde sollte stets feucht aber nie durchwässert sein. Sobald erste Triebe sichtbar sind, könnt ihr ernten.

5. Champignons

Für den heimischen Anbau von Champignons sind vor allem eine hohe Luftfeuchte, hohe CO2-Konzentration und gleichmäßige Temperaturen wichtig.

Diese Bedingungen schafft ihr z.B. mit einem Zimmergewächshaus oder auch im Keller. Unter idealen Voraussetzungen sind Champignons zuverlässig ertragreich, auch im Winter. Spezielle Lichtverhältnisse spielen für die Pilz-Ernte keine Rolle.

6. Salat

Unkomplizierte Pflücksalate wie der Lollo Rosso oder Eichblattsalat eignen sich auch für Fensterbrett- oder Balkongärtner, die noch etwas unerfahren sind. Salate sind Lichtkeimer und sollten daher an einem hellen Platz stehen.

Bei der Aussaat drückt ihr die Samen nur ein wenig an die Erde an und haltet sie gut feucht. Auch hier die Samen nicht zu dicht beieinander im Topf oder im Balkonkasten aussäen, damit sich die Salatpflanzen in voller Größe entfalten können.

7. Auberginen

Wer seine eigenen Mini-Auberginen ernten möchte, muss bereits Ende Februar mit der Aussaat im Zimmergewächshaus auf der Fensterbank beginnen. Dazu legt ihr die Samen in einem gewissen Abstand in einen Topf oder eine Saatschale und bedeckt sie leicht mit Erde. Dann gießt ihr die Erde an und haltet sie konstant feucht. Die Samen gehen am besten bei einer gleichmäßigen Temperatur von 20 bis 25 Grad Celsius (auch in der Nacht) auf. Nach ungefähr 14 Tagen können die Zöglinge in ein größeres Behältnis umgepflanzt werden.

Ende April, Anfang Mai sind die Pflanzen kräftig genug, um sie in einem großen Kübel (mindestens 15 bis 20 Liter) auf den Balkon an einen hellen, warmen und windgeschützten Platz zu stellen. Im Sommer kann geerntet werden.

8. Tomaten

Tomaten gehören zu den klassischen "Urban Gardening"-Gemüsesorten. Ob Stab-, Strauch-, Cherry-, Eier- oder Fleischtomaten - sie wachsen auf der Fensterbank genauso gut wie auf dem Balkon. Die Pflanzen könnt ihr entweder selbst aus Samen ziehen. Oder ihr kauft im Frühjahr in der Gärtnerei oder im Baumarkt Jungpflanzen.

Beim Vorziehen solltet ihr ab März, April die Samen im Zimmergewächshaus aussäen. Jungpflanzen sollten in zehn bis 20 Liter Töpfe mit nährstoffreicher Erde eingepflanzt werden. Balkonkästen eignen sich nicht zur Zucht. Weil die Tomatenpflanzen frostempfindlich sind, vermeidet ihr besser starke Temperaturabfälle.

Tomaten brauchen sehr viel direkte Sonneneinstrahlung. Ein heller, wettergeschützter Platz an der Hauswand ist ideal. Wichtig für die Zucht ist außerdem eine Rankhilfe (z.B. ein Holzstab, der in die Erde gesteckt wird) für die Tomatenpflanzen. Der Stiel wird daran festgebunden. So kann die Tomatenpflanze in die Höhe wachsen und bricht durch die schweren Früchte nicht ab. Gegossen wird am besten morgens und abends. Bei idealer Pflege können ab Juni die ersten eigenen Früchte geerntet werden. Tomatenpflanzen sind einjährig und sterben nach dem ersten Frost ab.

9. Zuckererbsen

Zuckererbsen eignen sich bestens für den Balkonanbau. Weil sie vertikal wachsen, brauchen sie nicht viel Grundfläche. Dafür benötigen sie, wie die Tomatenpflanzen, eine Rankhilfe zum Hochklettern. Weidenstöcker, Bänder oder Kaninchendraht eignen sich hier am besten.

Ab Anfang April könnt ihr die Samen mit etwas Abstand zueinander im Balkonkasten aussäen. Ein sonniger bis halbschattiger Platz als Standort ist ideal. Achtung: Zuckererbsen sollten nicht mit Tomaten zusammenstehen. Dafür vertragen sie sich mit Radieschen und Salat umso besser.

10. Chili und Pepperoni

Chili und Pepperoni gehören zu den Paprikapflanzen. Sie vertragen keinen Frost. Deshalb solltet ihr sie in der Wohnung bei Zimmertemperatur und genügend Licht vorziehen. Sobald die Temperaturen nicht mehr unter fünf Grad Celsius fallen und die Pflanzen eine Höhe von etwa zehn Zentimetern erreicht haben, könnt ihr sie in einen Blumenkasten umtopfen und auf den Balkon stellen.

Dabei sollten auch die Chili- oder Pepperonipflanzen durch einen Holzstab gestützt und daran hochgebunden werden. Für eine ertragreiche Ernte ist eine nährstoffreiche Erde und das regelmäßige Düngen mit Phosphatdünger wichtig.

Merke: Je früher die Ernte, umso milder die Chilis. Bei tiefroter Färbung sind sie ausgereift und haben ihre volle Schärfe erreicht.

11. Spinat

Schon im März könnt ihr die relativ großen Spinat-Samen im Blumenkasten aussäen. Achtet auch hier auf einen gewissen Abstand zwischen den Samen, damit die Blätter ihre volle Größe entwickeln können. Gießt und düngt die Erde mit normalem Pflanzendünger regelmäßig. Nach etwa sechs Wochen könnt ihr dann das erste Mal frischen Spinat von eurem Balkon ernten!

12. Zucchini

Viel Platz, viel Licht, viel Feuchtigkeit und viele Nährstoffe - das sind ideale Bedingungen für die Zucchini. Damit sich die Zucchinipflanze auf dem Balkon richtig entfalten kann, ist ein Kübel von mindestens 15 bis 20 Litern, gefüllt mit nährstoffreicher Erde, zu empfehlen. Reifer Kompost ist ideal. Oder ein Gemisch aus Erde und Hornspänen. Außerdem braucht die Zucchini viel Licht (selbst die Mittagssonne schadet ihr nicht) und sollte immer gut gewässert sein.

Wer seine Zucchinipflanze vorziehen möchte, sollte im April beginnen. Man kann jedoch auch in der Gärtnerei oder im Baumarkt Jungpflanzen kaufen. Nach den Eisheiligen können die Pflanzen in den vorgesehenen Kübel eingesetzt und auf dem Balkon gezüchtet werden.

KG

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