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Gartenteich anlegen Schritt für Schritt zum kleinen Paradies

Gartenteich anlegen: Mit wenigen Handgriffen zum Paradies, Frau bewässert Gartenteich
© serhii.suravikin / Shutterstock
Ihr wollt einen eigenen Gartenteich anlegen? Von uns gibts eine detaillierte Anleitung, mit der ihr im Handumdrehen euer eigenes Paradies zaubert. 

Euer Garten soll ein kleines Update erhalten und mit einem Gartenteich verschönert werden? Gute Wahl, denn ob klein oder groß, die Wasserquellen bieten ein gemütliches Ambiente mit Urlaubsgefühl. Doch bevor ihr ans Werk geht, ist erst mal eine Entscheidung gefragt: Beckenteich oder Folienteich? Ein Fertigteich mit vorgeformtem Becken eignet sich hervorragend für eine Größe von bis zu 5 Quadratmeter. Was an Größe darüber hinaus geht, sollte mit einem Folienteich gelöst werden. Dieser kann übrigens auch als Schwimmteich angelegt werden, muss aber ab einer Füllmenge von über 7000 Litern baulich genehmigt werden.

Wichtig ist bei der Entscheidung für einen Teich vor allem eins: sind Kinder öfter in der Nähe des Teichs unterwegs, ist ein Zaun oder Gitter notwendig, da die Gefahr zu ertrinken, schon in niedrigen Gewässern lauert.

Wann lege ich einen Gartenteich an?

Einen Gartenteich legt ihr am besten im Frühling an, wenn die Temperaturen im zweistelligen Bereich sind. Das liegt nicht nur daran, dass sich die Erdschicht dann leichter abtragen und somit eine Grube formen lässt. Auch für den Fall, dass ihr einen Folienteich anlegen wollt, ist eine Außentemperatur von mindestens 15 Grad von Vorteil, da sich die Folie dann leichter auslegen lässt, weil sie flexibler ist. 

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Wo kann ich am besten einen Gartenteich anlegen?

Die Wahl der Teichlage liegt an den eigenen Wünschen. Wollt ihr, dass sich Vögel und andere Tiere um den Teich sammeln, dann solltet ihr den Teich abseits von Sitzecken und der Terrasse anlegen. Somit verscheucht ihr die schreckhaften Tiere nicht. Soll der Teich geschützt werden, setzt ihn an die Terrasse. 

Damit sich das Wasser nicht zu sehr aufheizt, was Flora und Fauna im Teich schaden würde, sucht stattdessen einen Platz im HalbschattenNadelbäume, Zypressengewächse und Schilf sind zudem ideal als Schattenspender. Außerdem gibt es Pflanzen, die ihr in der Tiefenzone einpflanzt, um das Wasser natürlich zu reinigen und es automatisch kühler zu halten.

Entscheidet ihr euch für einen Folienteich, achtet darauf, dass in der Nähe keine Bäume mit flachem Wurzelwerk angesiedelt sind, da sie sich durch die Folie bohren können. 

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Wie wird ein Gartenteich ideal angelegt?

Folienteich

Schritt 1: Größe und Aufteilung planen

  • Steckt für den Folienteich den Bereich, in dem der Teich angelegt werden soll, ab oder verwendet einen Schlauch, um den Umriss zu markieren.
  • Informiert euch beim Versorgungsleister, ob in dem Bereich Leitungen im Boden sind, die das Ausheben verhindern würden.

Schritt 2: Ausheben

  • Ihr startet am Rand und arbeitet euch bis in die Mitte vor. Das Gefälle darf maximal bei 30 Grad liegen.
  • Folgende Zonen gibt es beim Anlegen eines Gartenteichs zu beachten: Sumpfbereich, 10 bis 20cm - Flachwasserzone, 40 bis 70cm - Tiefwasserzone, 120 bis 150 cm
  • Überprüft mithilfe einer Wasserwaage, ob der Rand des Teichs überall auf einer Höhe ist, ansonsten kommt es bei Regen leicht zu Überschwemmungen.
  • Entfernt alle harten Gegenstände des Erdreichs wie Steine und Wurzeln mit einer Harke.
  • Tipp: Um die verschiedenen Zonen korrekt einhalten zu können, grabt die Grube im Stufensystem. 
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Schritt 3: Grube befüllen und auslegen

  • Befüllt die Grube mit Sand.
  • Vermesst den Teich in der Länge und Breite und addiert jeweils 50 – 60 cm, um später die Folie fixieren und Schmutz im Gartenteich vermeiden zu können.
  • Legt die Grube mit Teichvlies aus, um die Folie zu vor Beschädigungen zu schützen.
  • Nun legt ihr die Teichfolie aus und streicht sie glatt.
  • Anschließend wird der Rand mit Steinen bedeckt, die festgetreten werden müssen, um die Folie zu fixieren.
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Schritt 4: Bepflanzen und befüllen

  • Stattet nun die Tiefwasserzone mit Teicherde und Teichkies aus.
  • Anschließend wird ein Drittel des Teichs mit Wasser befüllt.
  • Statt kalkhaltigem Wasser solltet ihr lieber Regenwasser verwenden oder das Wasser filtern, um Algen zu vermeiden!
  • Danach werden Pflanzen wie Feengras oder Tausendblatt in die Tiefwasserzone gepflanzt.
  • Außerdem werden nun die Teichpumpen und Filter eingesetzt, wenn ihr welche einbauen wollt.
  • Nun wird der Teich komplett mit Wasser gefüllt. 
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Schritt 5: Letzter Schliff – Das Ufer

  • Zunächst wird der Uferbereich bepflanzt und gestaltet, beispielsweise mit Rohrglanzgras und weiteren Steinen.
  • Wenn das Ufer fertig dekoriert ist, können die Fische einziehen.
  • Wollt ihr den Gartenteich nicht mit Fischen teilen, sondern ihn als Schwimmteich nutzen, empfehlen wir Filteranlagen, die zusammen mit Mikroorganismen für Sauberkeit sorgen – anders als bei einem Swimmingpool mit Chlor. 
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Beckenteich

Schritt 1: Planen

  • Nachdem ihr euch ein Becken ausgesucht habt, markiert ihr dessen Umrisse auf dem Rasen.
  • Prüft, ob es Leitungen oder Kabel im Boden gibt, die das Ausheben verhindern könnten.
  • Die Grube wird dann entsprechend der Beckenform und dessen Tiefe ausgehoben.
  • Ihr beginnt dort, wo der Teich am tiefsten sein soll, dann folgt die Modellierung der flacheren Zonen.
  • Entfernt Steine und Wurzeln, die ein Hindernis darstellen.
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Schritt 2: Befüllen

  • Befüllt nun die ausgehobene Grube mit einer Sandschicht, die festgetreten wird und als Fundament dient.
  • Jetzt wird das Becken in die Grube eingesetzt und zu einem Drittel mit Wasser gefüllt – vorher solltet ihr überprüfen, ob das Becken gerade in der Grube liegt.

Schritt 3: Unebenheiten auffüllen

  • Hohlräume zwischen Boden und Becken werden im nächsten Schritt mit Sand aufgefüllt und mit Wasser eingeschlämmt, um ein späteres Absacken zu vermeiden.

Schritt 4: Bepflanzen

  • Ab sofort kann der Teich bepflanzt werden.
  • Taschen und Körbe können für die Bepflanzung des Teichs dienen. Sie werden mit nährstoffarmer Erde gefüllt und nach der Bepflanzung durch Sand beschwert.
  • Dann wird der Rand des Teichs gut kaschiert und mit dem zuvor ausgehobenen Gras  dekoriert.
  • Zum Schluss wird der komplette Teich mit Wasser aufgefüllt.
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Für die Beleuchtung im Teich achtet auf die Schutzart-Klassifizierung IP – „Ingress Protection“. Für den Bereich außerhalb des Wassers sollte die Wahl auf eine Beleuchtung mit der Klassifizierung IP 67 fallen. Soll der Teich von innen beleuchtet werden, liegt der Wert bei 68.

Welche Pflanzen sind geeignet?

Welche Pflanze für euren Teich geeignet ist, hängt von der Größe ab. Bei einem kleinen Teich solltet ihr auf große Pflanzen verzichten. Besonders bei der Wahl von Teichrosen empfehlen wir, auf die angegebene Wuchsgröße zu achten, um den Gartenteich nicht zu überladen. Generell sind Teichpflanzen immer empfehlenswert, weil sie dabei helfen, das Wasser sauber zu halten und beim Algenwachstum zu helfen

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Algen stehlen den Sauerstoff, was gefährlich für Fische und Pflanzen in eurem Gartenteich werden kann. Daher müsst ihr die wuchernden Algen immer entfernen und beim Füllen des Teichs unbedingt auf Folgendes achten:

  • kein kalkhaltiges Wasser zu verwenden,
  • nicht zu viel Licht und Wärme

Großblättrige Pflanzen, die auf der Wasseroberfläche schwimmen, spenden Schatten und sind daher ideal, um Algen zu vermeiden. Wichtig ist außerdem, dass ihr beim Bepflanzen des Teichs nie Pflanzenerde als Nährboden verwendet, da es ein pures Lockmittel für Algen ist. Wenn ihr Pflanzen wählt, sollten diese unbedingt winterhart sein wie Kalmus, Schwanenblume, Zyperngras, Kleefarn oder Froschlöffel.

Hinweis: Auch um die Pflanzen im Teich muss sich gekümmert werden, das heißt beschneiden! 

Was muss ich bei Fischen beachten?

Möchtet ihr einen Gartenteich mit Fischen, müsst ihr auf die Wasserqualität achten. Sollen die Tiere draußen überwintern, braucht der Teich eine Mindesttiefe von einem Meter. Damit sich die Tiere im Gartenteich auch wohlfühlen, benötigen sie genug Schatten, um den Sauerstoffgehalt stabil zu halten. Auch ein leichter Wind ist gut, der das Wasser in Bewegung hält und somit die tieferen Zonen mit Sauerstoff versorgt. Hinweis: Für den Fall, dass die Tiere im Teich überwintern sollen, müssen am Ufer immer ein paar Zentimeter frei von Eis bleiben, damit die sich im Wasser bildenden Gase entweichen können.

Die richtige Pflege

Die im Herbst herabgefallenen Blätter sollten im Frühjahr entfernt werden, damit sie nicht auf dem Grund des Teichs anfangen zu faulen und für schlechten Geruch sorgen. Regelmäßiges Haken oder das Herausfischen von Algen und Blättern mithilfe eines Keschers helfen dabei, den Teich dauerhaft sauber zu halten. 

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Entscheidet ihr euch für einen kleinen Fertigteich, sollte dieser nach ein paar Jahren in Gebrauch ausführlich gereinigt und geleert werden. Somit kann der gebildete Schlamm sorgfältig abgetragen und das Becken wieder mit frischem Wasser aufgefüllt werden. Bei Bedarf könnt ihr auch einen Teichschlamm-Sauger verwenden, den ihr euch einfach beim Fachhandel leihen könnt.

Was kostet das Anlegen eines Gartenteichs?

Die Preise für das Anlegen eines Gartenteichs variieren und hängen stark davon ab, für welche Art ihr euch entscheidet. Miniteiche können preislich bei 230 Euro anfangen. Entscheidet ihr euch für einen großen Teich mit viel Bepflanzung, können die Preise im drei- bis vierstelligen Bereich landen. Kalkuliert vor dem Anlegen alles durch, damit euch am Ende nicht überraschend etwas fehlt und das Geld nicht mehr reicht. 

Verwendete Quellen: obi.de / schoener-wohnen.de / mein-schoener-garten.de 


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