Hochbeet auf dem Balkon anlegen – die besten Tipps und Tricks

Wir gärtnern auch ohne Garten! Was du bei einem Hochbeet auf dem Balkon beachten solltest, erfährst du hier. 

Ein Hoch auf das Balkon-Beet!

Wer über keinen Garten verfügt, aber über einen Balkon, kann mit einem Hochbeet genauso gut unter die Hobbygärtner gehen. Gemüse anbauen klappt nämlich auch dort hervorragend! Wenn das nicht schon Grund genug ist, hier noch mehr Vorteile:

  • Du kannst deinen Kompost sinnvoll verwenden.
  • Deine Pflanzen bekommen mehr Licht und Wärmezufuhr.
  • Schnecken haben kaum eine Chance, sich über dein Gemüse herzumachen.
  • Du sparst dir lästiges Bücken und Knien auf dem Boden.
  • Weniger Unkraut, mehr Erträge – yes!

Ein Hochbeet gibt es in kleineren Ausführungen, sodass sie locker Platz auf einem Balkon haben. Wählen lässt sich zwischen Hochbeeten aus Holz, Metall, Kunststoff oder Stein – und wer handwerklich begabt ist, kann sogar selber eins bauen. Das Hochbeet hat idealerweise eine Höhe von 80 oder 90 cm und verfügt über Füße, damit es nicht zu nah am Boden steht und Frost keine Chance hat. Auch ein Hochbeet auf Rollen könnte unter Umständen sinnvoll sein, so lässt es sich schnell bewegen.

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Auch wenn du einen großen Balkon hast, solltest du die Traglast im Auge behalten und auf ein zu großes Beet verzichten! Worauf du beim Befüllen und Pflanzen noch achten solltest, erklären wir hier.

Urban Farming: Gemüse auf dem Balkon

Das Hochbeet auf dem Balkon richtig befüllen

Für die optimalen Wachstumsbedingungen wird das Hochbeet in vier Lagen geschichtet (von unten nach oben):

  1. Drainage: Gehölzschnitt, z. B.  Äste und Zweige
  2. Füllschicht aus Laub und Garten-/Küchenabfälle
  3. Kompostschicht mit halb reifem Kompost, Stroh oder Tiereinstreu
  4. Pflanzschicht: Pflanzensubstrat

Ein Hochbett auf dem Balkon wird nicht so tief sein, wie eins in einem großen Garten. Die unteren beiden Schichten sollten etwas dicker sein, als die beiden oberen. Dabei sollte das Substrat dennoch nicht zu dünn gestreut werden, damit die Pflanzen genügend Nährstoffe bekommen.

Ideal ist die Befüllung im Herbst, die unteren Schichten verrotten über den Winter, was dazu führt, dass das Beet absinkt. So würden auch die Pflanzen miteinsinken, das vertragen jedoch nicht alle! Aber auch das Frühjahr kann noch zum Befüllen genutzt werden.

Mit den Jahren wird das Hochbett weiter einsinken, du kannst das jedoch ausgleichen, indem du es mit Kompost auffüllst. Alle vier bis fünf Jahre wird das Hochbeet erneuert. 

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Das Beet bepflanzen

Wenn du jetzt denkst, du pflanzt einfach eine riesige Menge Radieschen, weil du die so gerne isst, kommt jetzt die Enttäuschung: Auch bei einem Hochbeet sollte die Fruchtfolge eingehalten werden, d. h. im ersten Jahr Starkzehrer pflanzen, im zweiten Mittelzehrer und im dritten Schwachzehrer (da kommen dann die Radieschen endlich zum Zug!).

Eine Auswahl an geeigneten Starkzehrern

Stark zehrende Pflanzen benötigen viel Wasser!

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Geeignete Mittelzehrer

Mögliche Schwachzehrer für dein Hochbeet

Tipp: Das solltest du übers Radieschen pflanzen, Kräuter pflanzen und Knoblauch pflanzen wissen. 

Hier gibt es ein Samenset mit zehn verschiedenen Kräutern.

Blumen im Hochbeet

Gemüse anzubauen ist nur eine Möglichkeit, Blumen zu pflanzen geht natürlich genauso. 

  • Starkzehrer sind z. B. Sonnenblumen, Tulpen oder Chrysanthemen
  • Mittelzehrer z. B. Dahlien oder Löwenmäulchen
  • Schwachzehrer wie bspw. Azaleen oder Begonien

 Eine bunte Augenweide auf deinem Balkon ist dir damit gewiss 🥰. 

Noch mehr Anregungen, wie du deinen Balkon gestalten kannst, Informationen zum Balkonbelag oder was eigentlich eine Wurmkiste ist und tut, gibt es hier. 

In der BRIGITTE Community kannst du dich rund um das Thema Pflanzen austauschen. 

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