Mein wunderbares Leben als Schrebergarten-Schnorrerin

BRIGITTE-Redakteurin Susanne Arndt liebt es, ihre Sonntage in fremden Gärten zu verbringen. Zeit, einmal Danke zu sagen!

Gärten werden gemacht - mit gekrümmten Rücken

Kleingärten sind ein großes Wunder für mich: die Ruhe, der Duft, die Luft. Die bunten Blumen in den Beeten, brummend von Bienen. Hängematte unterm Apfelbaum, Kaffee in der Sonne. Zum Grillenzirpen am Abend wird der Grill angeworfen. Es duftet nach geröstetem Fleisch und dank Kühltasche ist der Weißwein noch schön kalt. Cheers, ihr Lieben!

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Gärten sind Orte idealer Natur, gemacht für Menschen wie mich. Menschen, die lieber auf der Liege als auf dem Rasen liegen, und die zu einem Stück Erdbeerkuchen niemals Nein sagen würden.

Aber genau darin liegt der Haken: Gärten werden gemacht. Von emsigen Frauen und Männern, die auf der Erde knien, den Rücken gekrümmt; die fies schwappende Gießkannen schleppen, den Krieg gegen das Unkraut verlieren und ihre mühsam gepäppelte Ernte mit Schnecken teilen. Ich bewundere Menschen, die mit Hingabe an ihrem Garten arbeiten. Das macht sie glücklich, sagen sie. Mich würde es fertig machen.

"Wer Freunde mit Garten hat, lebt im Paradies"

Deshalb bin ich eine Schrebergarten-Schnorrerin. Seit Kleingärten bei Großstadtfamilien angesagt sind, haben einige meiner Freunde auch einen. Besonders die Ein-Kind-Familie freut sich über Gartenbesuch mit Kind, damit die Kleinen sich gegenseitig beschäftigen – und die Erwachsenen ungestört rupfen und stutzen können.

So komme ich in den Genuss elysischer Sommertage. Mein Kind spielt, und ich vertreibe mir den Nachmittag auf der Gartenliege. Klar, dass ich auch mal die Gießkanne fülle und die Erdbeeren gieße. Klar, dass ich mit anpacke, wenn ein schwerer Pflanzkübel umgesetzt wird. Auch klar, dass ich für Weißwein und Kuchen selbst sorge, ich will mich ja nicht durchfressen. Ich will nur in diesem grünen Zimmer sein dürfen, ohne im Boden wühlen zu müssen.

Nebenbei werde ich zur Erlebnispädagogik-Schnorrerin

Hatte ich gesagt, mein Kind spielt? Richtiger ist: Mein Kind lernt. Denn auf meiner Liege werde ich auch zur Erlebnispädagogik-Schnorrerin. In den Gärten meiner Freunde lernt mein Sohn Holz hacken, Stöcke schnitzen, Rasen mähen, neulich sogar ein bisschen Angeln im Angelteich nebenan - alles Dinge, die ich ihm selbst kaum beibringen kann.

Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies, heißt es. Ich finde: Wer Freunde mit Garten hat, lebt im Paradies. Ich muss keine Harke schwingen und ich muss auch nicht jedes Wochenende am selben Ort verbringen: Ich mache es wie die Bienen, fliege mal hier-, mal dorthin.

Liebe Freunde, zum Start der neuen Gartensaison möchte ich euch einmal Danke sagen! Und im Winter, wenn ihr eure Gärten vermisst, koche ich einen deftigen Eintopf und Schokoladenpudding für euch.

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