Gemüsereste ganz leicht verwerten! So funktioniert Regrowing

Viel zu wertvoll für den Müll! Aus Gemüseresten kannst du selber neues leckeres Grünzeug nachziehen. Wie das gelingt, zeigen wir dir Schritt für Schritt. 

Was bedeutet eigentlich Regrowing?

Nach dem Kochen landen Lebensmittelreste von Obst und Gemüse meist im Müll. Mit einer Hauskompostierung (z. B. einer Wurmkiste) können wir Dünger gewinnen, doch einige Gemüse- und Obstsorten eignen sich auch für die Stecklingsvermehrung, auch Regrow oder Regrowing genannt. Der englische Begriff steht für Nachwachsen lassen. Damit lassen sich Gemüsereste nicht nur sinnvoll verwerten, du hast auch bald schon wieder frisches Gemüse im Haus 🙂. Dafür brauchst du kein eigenes Häuschen mit Garten im Grünen – eine Fensterbank tut es auch.

Auch ohne grünen Daumen: Mit diesen fünf Tipps hälst du dir erfolgreich Zimmerpflanzen

So funktioniert Regrowing

Das Prinzip ist bei vielen Sorten das gleiche: Du legst den Strunk, den Kern oder einfach ein Stück davon in Wasser, lässt es dort einige Zeit keimen und pflanzt es später in Erde ein. Regrowing eignet sich nicht für alle Gemüsesorten, aber Frühlingszwiebeln sind in der Beziehung sehr pflegeleicht. Hier zeigen wir das noch mal Schritt für Schritt:

  1. Den Strunk der Frühlingszwiebeln (etwa 3 cm) in ein kleines Glas mit Wasser stellen.
  2. Achte darauf, dass die Wurzeln, aber nicht die Schnittfläche bedeckt ist. Etwa eine Woche darin stehen lassen.
  3. Beginnen sie auszutreiben, kannst du sie herausnehmen und in einen Topf mit Anzuchterde pflanzen (nicht komplett bedecken).
  4. Regelmäßig gießen.

Die weitere Pflege für dein Pflänzchen

Wichtig ist, dass du in der Anfangsphase (Schritt 1 und 2) das Wasser täglich wechselst und dass die Pflanze warm und hell steht. Dafür eignet sich normalerweise die Fensterbank.

Tipp: Bestimmt auch für Kinder interessant, das Pflänzchen von Anfang an zu betreuen und wachsen zu sehen.

Welches Obst und Gemüse eignet sich fürs Regrowing?

Zum Nachziehen haben sich z. B. bewährt:

  • Lauch (Porree)
  • Lauchzwiebel
  • Zwiebeln
  • Süßkartoffeln
  • Romana-Salat
  • Sellerie
  • Ingwer
  • Kräuter

Tipp: Bei den Kräutern reicht ein Stängel einer Pflanze. Dort entfernst du die unteren Blätter, bevor du sie ins Wasser stellst.

Ingwer weichst du nur eine Nacht in Wasser ein, bevor du ihn einpflanzt. Hier gibt es mehr Infos: Ingwer pflanzen

Schwieriger zu ziehen sind folgende Sorten:

  • Ananas pflanzen ist möglich, mit guten Bedingungen und der richtigen Pflege kann die Pflanze nach ca. drei Jahren auch selber eine Frucht hervorbringen.
  • Avocado: Aufgrund des mitteleuropäischen Klimas, ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass der wachsende Avocadobaum Früchte trägt. Dennoch: Er sieht immer noch schick aus in der Wohnung 😊! So kannst du Avocado pflanzen

Besonderheit Kartoffeln

Eine kleine Besonderheit gibt es bei den Kartoffeln. Die kannst du auch nachwachsen lassen, dabei lässt du das Wasserglas weg und gibst sie gleich in die Erde:

  1. Suche dir eine Kartoffel, die schon keimt, also "Augen" hat.
  2. Schneide sie in zwei Hälften und lege diese jeweils mit der Schnittfläche nach unten auf ein Brett.
  3. Lasse sie über Nacht trocknen.
  4. Pflanze sie direkt in die Erde, mit den "Augen" nach oben.

Noch mehr Pflegetipps findest du hier: Kartoffeln pflanzen

Auf den Geschmack gekommen? Tolle Ideen für deinen Garten oder Balkon findest du auch auf unserer Themenseite Gartengestaltung – von Radieschen pflanzen über Kräuterregal selber bauen bis zu alten Gemüsesorten, die du kennen solltest. 

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