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Urban Gardening Darum lieben wir das Gärtnern in der Stadt

Urban Gardening: Gruppe von Leuten gärtnern
© AYA images / Shutterstock
Was fällt unter den Begriff Urban Gardening und wie lässt es sich umsetzen? Warum ist es sinnvoll? Antworten und Ideen gibt es hier. 

Was ist Urban Gardening?

Städtisches Gärtnern, so lässt sich der englische Begriff Urban Gardening übersetzen. In Städten ist Platz eine knappe Ressource und auch die Möglichkeiten Natur zu erleben oder zu gärtnern sind entsprechend rar. In den vergangenen Jahren gewann Urban Gardening dennoch (oder gerade deswegen) zunehmend an Anhängern, sei es zur Selbstversorgung, aus Nachhaltigkeitsgründen oder wegen der Gemeinschaft.

Es gibt nicht das eine Urban Gardening, vielmehr haben sich verschiedene Konzepte entwickelt. Bekannt sind vor allem Gemeinschaftsgärten, in denen sich Gruppen um die Pflege der Beete kümmern. Oftmals sind diese auch öffentlich zugänglich für andere, ein reger Austausch und das gemeinsame Buddeln gehören selbstverständlich dazu. Auch interkulturelle Gärten fallen darunter und sollen Menschen verschiedener Herkunft zusammenbringen, um gemeinsam Obst und Gemüse anzubauen. Solche Gemeinschaftsprojekte sind nicht zuletzt wegen ihres DIY-Charakters beliebt, bei denen auch experimentiert werden darf.

Beim Urban Gardening profitieren die städtischen Gärtner vom gemeinschaftlichen Austausch, bei dem auch Wissen vermittelt, viel ausprobiert und sich gegenseitig geholfen wird. Zudem können auch Kinder davon profitieren beim Gärtnern dabei zu sein. Es eröffnet ihnen (und Erwachsenen!) die Möglichkeit zu sehen, wo Lebensmittel herkommen, wie viel Arbeit und Zeit im Anbau und Gedeihen stecken und lernen diese wertzuschätzen. Alles gute Gründe sich beim urbanen Gärtnern zu engagieren! 

Nicht unerwähnt bleiben sollte das Guerilla Gardening, das auf eine andere Methode als die anderen Konzepte setzt: dabei werden brachliegende Flächen in Städten (heimlich) bepflanzt, z. B. mit Samenbomben, was aus politischen Protest und nicht immer ganz legal passiert.

Das motiviert Gärtner:innen

Die Gründe fürs urbane Gärtnern sind vielfältig. Nachhaltigkeit, Lebensmittelversorgung, aber auch Gemeinschaft und Spaß an der Sache zieht die Menschen häufig zum Urban Gardening, wie zum Beispiel:

Wie funktioniert urbanes Gärtnern?

Urban Farming: Gemüse auf dem Balkon

Die Gärten können auf ungenutztem Raum in der Stadt, auf dem Dach, im Hinterhof oder mit zahlreichen anderen Möglichkeiten entstehen (natürlich immer schön prüfen, ob eine Genehmigung erforderlich ist...). Wie gegärtnert wird, hängt auch von den räumlichen Gegebenheiten und den gewünschten Pflanzen ab. Damit Obst und Gemüse wachsen können, braucht es Licht, Luft und ausreichend Wasser, diese Voraussetzungen sollte der Standort mitbringen. Für das Anbauen eignen sich je nach Pflanzen folgende Ideen:

  • Hochbeete
  • Ackerfläche
  • Kisten
  • Kübel
  • Spiralen
  • Vertikaler Garten
Urban Gardening: Gemeinschaftsgarten auf einem Dach
Urban Gardening auf einem Dach
© Jose L Vilchez / Shutterstock

Der Vorteil von Kisten und Kübeln ist, dass diese mobil sind und entsprechend umziehen können, sollte der Standort gewechselt werden. Vertikale Gärten bieten sich bei wenig Platz an und Hochbeete punkten durch rückenschonendes Arbeiten, kaum Schneckenbefall und hohen Ertrag. Einige engagierte Gärtner:innen setzen auch auf Upcycling und verwenden bspw. alte Obstkisten, Getränkekartons, Rohre oder Badewannen zum Bepflanzen. 

Auch das Ziehen von Obst und Gemüse auf dem eigenen Balkon oder Garten kann als Urban Gardening bezeichnet werden. Das funktioniert oftmals auf wenig Raum, z. B. mit einem vertikalen Beet auf dem Balkon, oder einem überschaubaren Beet oder Hochbeet im kleinen Garten.

Lesetipp: So kannst du ein Hochbeet befüllen, alles was du über ein Hochbeet auf dem Balkon wissen solltest, findest du hier. 

Welche Pflanzen sind geeignet?

Welche Sorten für einen Anbau infrage kommen, hängt vom Standort und von den gewünschten (oder verfügbaren) Pflanzgefäßen ab – und natürlich vom Geschmack der Gärtner! Kräuter gedeihen zum Beispiel in Spiralen, Radieschen lassen sich auch in Balkonkästen ziehen, während im Hochbeet auch Rote Bete, Kohlrabi oder Salate gelingen.

Wer an einem langfristigen und nachhaltigen Konzept interessiert ist, sollte sich mit dem Thema Permakultur im Garten näher auseinandersetzen. Das geschlossene Kreislaufsystem setzt auf Biodiversität und bezieht außerdem ethische Grundsätze in ihrem Konzept mit ein.

Beispiele fürs Urban Gardening

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Pinterest integriert.
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Zu den bekanntesten Gemeinschaftsgärten in Deutschland gehören der "Prinzessinnengarten" in Berlin, mittlerweile mit zwei Standorten vertreten, und der "o'pflanzt is" in München. Aber auch in anderen Orten ist das gemeinschaftliche Gärtnern angesagt, ob in eurer Nähe ein Community Garden ist, könnt ihr zum Beispiel auf der Website des Netzwerkes für Gemeinschaftsgärtner:innen herausfinden. Alternativ finden sich auf Städte- oder Gemeindeseiten oftmals auch Informationen über solche Angebote.

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