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Wurmkiste: Kompostieren in der Wohnung! 😮

Wurmkiste: So geht kompostieren in der Wohnung: Schale mit Biomüll
© Graham Corney / Shutterstock
Mit einer Wurmkiste wirst du deine Küchenabfälle los – und bekommst auch noch kostenloser Dünger! Und so funktioniert es. 

Eine Wurmkiste: wofür, bitte?

Wofür sollte man sich bitte freiwillig Würmer in die Wohnung holen? Halb so wild: Eine Wurmkiste ist nichts anderes als Kompost, der für den Gebrauch in einer Wohnung bzw. auf einem Balkon geeignet ist. Interessant ist diese Art der Kompostierung also z. B. für Menschen, die in der Stadt leben und/oder keinen Garten haben.

Die Kompostwürmer und Mikroorganismen in der Kiste arbeiten an der Zersetzung von Biomüll. Die Würmer verdauen die verschiedenen Elemente in der Kiste und der Wurmkot wird zum Wurmkompost – in einem Jahr können so 15 bis 30 Liter Wurmkompost zusammenkommen.

Warum ist der Wurmkompost so beliebt? Er weist optimale Düngereigenschaften auf und hat einen höheren Nährstoffgehalt als normaler Kompost. Deine Pflanzen werden sich freuen!

Würmer für das Wurmcafé

Für deine Wurmkiste kannst du nicht einfach irgendwelche Regenwürmer verwenden. Im Fachhandel bekommst du Kompostwürmer namens "Eisenia andrei" und "Eisenia foetida", die sich bestens für dein kleines Wurmcafé eignen.

Das gehört in die Kiste

Das darf in die Wurmkiste

  • Tee- und Kaffeesatz
  • Eierschalen
  • Obst
  • Gemüse
  • Blätter
  • Pflanzenreste
  • Zeitungspapier und Karton (kein Hochglanz)

Das darf nicht in die Kiste

  • Milchprodukte
  • Fleisch
  • Zitrusfrüchte
  • Hochglanzpapier
  • Gekochtes
  • Mariniertes oder Gesalzenes
  • Knochen

Wurmkiste: So geht's

Eine Wurmkiste kannst du selber bauen oder dir eine kaufen. Es gibt verschiedene Modelle, einige sind aus Kunststoff, andere aus Holz.

Es gibt zwei Fächer, die mittels eines Gitters voneinander abgetrennt sind. Zu Beginn gibst du in eines der beiden Fächer mehrere Lagen Zeitungspapier oder Wellpapier in Streifen geschnitten. Bevor du sie auf dem Boden auslegst, weiche sie in Wasser ein und wringe sie aus. Anschließend gibst du die Startpopulation der Kompostwürmer darauf, befeuchtest das Substrat mit etwas Wasser und legst obenauf eine Hanfmatte. Diese soll vor Austrocknung schützen. Den Biomüll gibst du aber direkt auf das Substrat.

Wenn die Kiste irgendwann voll ist oder du den Wurmhumus entnehmen möchtest, stoppst du die Biomüll-Zugabe auf dieser Seite. Stattdessen kommt der Biomüll nun auf die andere Seite, die Würmer werden auf der Nahrungssuche irgendwann auf die andere Seite wandern. Nach einigen Tagen – wenn alle Würmer rüber gewandert sind – kannst du dann den Humus entnehmen und verwenden.

Gerüche bei der Wurmkiste

Der Wurmkompost ist fast geruchlos. Kommen unangenehme Gerüche auf, läuft irgendetwas schief. Das kann zum Beispiel durch schlechte Durchlüftung oder falsche Lebensmittel passieren.

Unterschied Wurmkiste und Wurmfarm

Eine Wurmfarm hat zum Ziel, Würmer zu vermehren, während die Wurmkiste im Haushalt organische Küchenreste verwertet und der entstandene Dünger gerne selber verwendet wird.

Vorteile der Wurmkompostierung

Die Vorteile einer Wurmkiste liegen auf der Hand:

  • Für den Hausgebrauch geeignet
  • Benötigt wenig Platz
  • Beinahe geruchlos
  • Kostengünstiger Dünger

Übrigens: Hier erfährst du, wie du ein Mini-Gewächshaus selber bauen kannst, wie Rosmarin pflanzen und Radieschen pflanzen auch auf dem Balkon gelingt! 

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jd

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