Dachboden ausbauen – das musst du bedenken!

Durch einen Ausbau lässt sich das Dach als zusätzliche Wohnfläche nutzen. Was du beachten musst, wenn du deinen Dachboden ausbauen möchtest, erfährst du hier!

Dachboden ausbauen: Vorüberlegungen

Der Dachausbau ist ein Projekt, das viel Geld, Zeit und Mühe erfordert. Um die Planung zu erleichtern, sollte ein Architekt oder auch ein Zimmermann zurate gezogen werden! Folgende Fragen solltest du dir vor dem Dachausbau stellen:

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  • Essenziell für den Umbau ist die Dachform: Ist ein Ausbau überhaupt möglich?
  • Welche Räumlichkeiten sollen im Dach entstehen?
  • Wie soll die Wärmedämmung gestaltet werden?
  • Ist eine Baugenehmigung notwendig? Hierzu informiert das örtliche Bauamt! Bisher nicht angemeldeter Wohnraum benötigt vor dem Dachausbau eine Genehmigung.

In diesen Bereichen solltest du auf jeden Fall einen Fachmann beauftragen:

  • Statik
  • Außenhülle
  • Elektrik
  • Wärmedämmung
  • Fenstertausch
  • Heizungsinstallation
  • Installation der Sanitäranlagen

Dachausbau: Voraussetzungen

  • Ein Statiker muss absegnen, dass der Ausbau überhaupt möglich ist.
  • Intakter Dachstuhl: Der Dachboden muss trocken und frei von Schädlingen/ Fäulnis sein
  • Mängelfreies Mauerwerk
  • Funktionierende und dichte Anschlüsse (Wasserrohre, Abwasserrohre, elektrische Leitungen)
  • Hitze und Wärmeschutz
  • Dichte Dachfenster
  • Intakte Balken
  • Vollständige Dacheindeckung
  • Diffusionsoffene Unterspannbahn, die eindringendes Wasser ableitet
  • Platz zum Stehen: Dafür ist ein Neigungswinkel ab 35 Grad oder ein erhöhter Kniestock notwendig
  • Ausreichende Grundfläche und Raumhöhe
  • Ebener und tragfähiger Fußboden mit Trittschalldämmung
  • Wärmedämmung, die der Energieeinsparverordnung entspricht

Tipp: Ein Sattel-, Mansard- oder Walmdach bietet die besten Voraussetzungen für den Dachausbau!

Dachboden ausbauen: Kosten

Die Kosten für ein ausgebautes Dach richten sich ganz nach den anfallenden Bauarbeiten. Du solltest dir vorher genau überlegen, welche Maßnahmen und Arbeiten anstehen und entsprechend kalkulieren.

Eine ausgiebige Dachsanierung kann beispielsweise die Kosten enorm in die Höhe treiben – je nach Art und Umfang der Arbeiten. Auch das Anbringen eines Dachaustritts strapaziert das Budget enorm, da dieser circa 2500 Euro beanspruchen kann. Sparen lässt sich hier, wenn man stattdessen Dachfenster verwendet, die ab circa 300 Euro erhältlich sind. Bei der Dämmung kann man bis zu 250 Euro pro Quadratmeter einrechnen und auch bei dem Innenausbau können bis zu 150 Euro pro Quadratmeter anfallen – je nachdem, ob der Boden erneuert werden muss oder Trockenbauelemente eingesetzt werden. Beachte außerdem, dass ein Dachboden meist spezielle Möbel erfordert, die zusätzlich ins Geld gehen!

Tipp: Checke, ob Fördermaßnahmen für den Ausbau in Frage kommen!

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