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Darum fehlt der Kuchengabel eine Ecke!

Kuchengabel-Ecke
© Valeria Aksakova/shutterstock
Kleine Ecke, große Wirkung - dieser vermeintliche Schönheitsfehler hat eine wichtige Aufgabe!

Habt ihr euch die Kuchengabel einmal genauer angesehen? Nein? Dann solltet ihr das unbedingt nachholen. Das kleinste Mitglied der Besteck-Familie verbirgt nämlich ein großes Geheimnis. Grund für aufkommende Spekulationen bietet eine fehlende Ecke im äußeren Zacken.

Hat sich da der Fehlerteufel in die Produktionshalle geschlichen? Nein, dieser Schönheitsmakel ist pure Absicht. Früher stellte Kuchen die ein oder andere Naschkatze vor ernsthafte kulinarische Probleme: War ein Teig zu hart, konnte es schnell passieren, dass die Kuchengabel verbog oder im schlimmsten Fall sogar zerbrach.

Um dem entgegen zu wirken kam die kleine fehlende Ecke ins Spiel: Sie gab der Gabel mehr Stabilität und hielt somit auch härteren Kuchenböden stand.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Kuchen noch mithilfe von Messer und Gabel gegessen. Als die Kuchengabel mit der spitzen Zacke ausgestattet war, wurde das Messer überflüssig. Sie machte es von nun an möglich, auch harte Teigböden zu durchstechen und aufzuspießen.

In der heutigen Zeit wird Besteck nur noch aus Edelstahl hergestellt - bei diesem Material besteht nicht mehr die Gefahr, dass sich die Gabel verformt oder bricht. Trotzdem behalten viele Hersteller das markante Äußere der Kuchengabel bei und verzichten nicht auf die sympathische Ecke.

Schön, wenn auch Besteck für seine Besonderheiten geschätzt wird!

LV

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