VG-Wort Pixel

Einrichten: Haus in neuem Glanz


Warmes Licht, natürliche Farben: Zwei Architekten haben ein ehemaliges Pfarrhaus in Norwegen in ein gemütliches Zuhause verwandelt. Sie wollen Ihr Haus auch neu einrichten? Lassen Sie sich inspirieren!

Links: Passend zu den Sesseln "Ghost" (Gervasoni) hat Elisabeth Gran über den Tisch eine bodenlange Decke geworfen. So wirkt der Essplatz wie aus einem Guss. Rechts: Im ehemaligen Kartoffelkeller hat die Hausherrin einen Laden für Wohnaccessoires. Sie erreicht ihn durch eine Luke im Wohnzimmerboden.

Wenn sich ein Haus über seine Besitzer freuen könnte, dann müsste dieses ehemalige Pfarrhaus vor Glück fast aus den Fugen geraten. Denn was Elisabeth und Emil Gran mit dem Pfarrhaus, das lange leer stand, angestellt haben, ist beeindruckend: Natürlich dominiert drinnen wie draußen Holz, das liegt in Norwegen ja nahe. Treibholz hat einen Platz als Seifenablage auf der Badewanne, alte Balken dienen als Couchtisch. Aber es sind nicht nur die heimischen Hölzer, die zum Einsatz kommen. Die Fronten der Küche sind beispielsweise aus Pinie. Um ihnen den starken Gelbton zu nehmen, wurde die Oberfläche mit einem Grauton bearbeitet. Passend dazu sind die Griffe aus Leder, auf die sich mit der Zeit auch eine dunklere Patina legen wird. Überhaupt haben die Eigentümer keine Angst vor Grau und Schwarz: In fast jedem Raum findet man eine Wand, den Boden oder ein Möbel in einer dieser Farben, wobei die Nuancen variieren. Weiße Wände, Gardinen und Möbel bilden einen starken Kontrast dazu, der wiederum durch die warmen Naturtöne von Holz und Leder gemildert wird.

Bei allem gestalterischen Anspruch ging es den beiden Norwegern vor allem darum, ein ebenso praktisches wie heimeliges Zuhause für sich und ihre Kinder einzurichten. Der Kühlschrank ist eine Art Speisekammer, die sich hinter Geschirrborden und einem Schrank verbirgt. Toaster, Kaffeemaschine und Mixer befinden sich in ausziehbaren Schüben, aus denen die Geräte bei Bedarf ebenso schnell auftauchen wie darin verschwinden können. So wirkt die Küche, die zum Esszimmer hin offen ist, immer aufgeräumt. Sogar der Brennholzvorrat neben der alten Feuerstelle ist ein Deko-Element.

Elisabeth und Emil Gran setzen auf gute Materialien und Verarbeitung, denn "nur die Qualität verhindert den Verfall eines Hauses, nicht all der Kram, den wir da hineinstopfen".

Dekorieren für den Herbst

Kränze aus Laub und Zweigen, kuschelige Patchworkdecken und Kissen: In der aktuellen BRIGITTE, Heft 23, gibt's herbstliche Deko-Tipps zum Selbermachen.

Jetzt am Kiosk!

image

Der "Egg"-Sessel (Fritz Hansen) ist ein Erbstück, zwei alte Balken dienen als Ablage, die Lampe "Rosy Angelis" (Flos) und der Leuchter "Menorah Bold" (Moooi) sind moderne Designobjekte: So entsteht ein raffinierter Stilmix.

image

Schwarze Möbel sind zu Weiß und honigfarbenem Holz ein toller Kontrast.

image

Viele Kerzen geben dem norwegischen Herbst Wärme.

image

Eine gemütliche Höhle ist das Schlafzimmer unter der Dachschräge im ersten Stock.

image

Ordnung ist alles: Elektrische Geräte sind in Schubladen installiert.

image

Im Eingangsbereich sorgt das Regal "Oto 100" (Muuto) für Durchblick.

image

Immer wieder wohltuend: die knisternden Scheite im Kamin. Daneben stapelt sich dekorativ das Brennholz in der schmalen Nische.

image

Die alte Badewanne stammt aus Frankreich, verschweißte Kupferrohre dienen als Armatur.

Fotos: Morten Holtum Produktion: Lykke Foged Text: Uta Abendroth BRIGITTE Heft 23/09

Mehr zum Thema