Geliebtes Sofa: Tipps und Trends

Es ist der Star in jedem Wohnzimmer: das Sofa. Darum will die Wahl gut überlegt sein. BRIGITTE.de gibt Tipps zum Sofa-Kauf und zeigt die neuesten Design-Trends.

Wie Sie das richtige Sofa finden

Okay, in erster Linie sollte Ihnen das Sofa natürlich gefallen. Aber abgesehen vom Design gibt es auch noch ein paar andere Kriterien, die Sie beim Kauf beachten sollten. Denn was nützt Ihnen die schicke weiße Chaiselongue, wenn Sie zu Hause drei tobende Kinder haben? Hier sind die wichtigsten Tipps:

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Bequem muss es sein!

Ein Sofa ist zum Lümmeln da, darum sollte der Komfort das wichtigste Kriterium sein. Nehmen Sie sich also ausreichend Zeit zum Probesitzen - und wenn der Verkäufer noch so komisch guckt. Probieren Sie alle möglichen Sitz- und Liegepositionen aus, schließlich hocken Sie zu Hause ja auch nicht steif und gerade vor dem Fernseher.

Die Größe

Messen Sie die Stelle, an die Sie das Sofa oder den Sessel hinstellen wollen, auf jeden Fall aus. Im Laden wirken Möbel nämlich immer kleiner als in der Wohnung. Rechnen Sie mit mindestens fünf Zentimetern Spielraum, da die Maße meistens oft leicht abweichen, gerade bei handgefertigten Produkten.

Der Bezug

Textilbezüge Teuer heißt in diesem Fall nicht unbedingt pflegeleicht und robust. Gerade wenn Kinder im Haus sind, ist ein empfindlicher Seidenstoff wohl kaum die beste Wahl. Am strapazierfähigsten sind synthetische Fasern wie Viskose oder Polyamid. Naturfasern wie Baumwolle, Wolle oder Leinen sind empfindlicher, haben dafür aber den Vorteil, dass sie "atmen", also Sauerstoff und Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben können. Hier müssen Sie also selbst entscheiden, was Ihnen wichtiger ist - Sitzkomfort oder Haltbarkeit.

Generell gilt: Je enger der Stoff gewebt ist, desto unempfindlicher ist er. Fragen Sie den Verkäufer nach den sogenannten "Scheuertouren". Mit diesen Zahlen wird die Strapazierfähigkeit des Stoffes gemessen, sie sollte also möglichst hoch sein (bei Velours mindestens 20.000). Und wählen Sie am besten einen abnehmbaren, waschbaren Bezug, dann sorgt nicht jeder Schokofleck gleich für ein Familiendrama.

Lederbezüge Auch hier gilt: Je teurer das Leder ist, desto empfindlicher ist es. Naturbelassene, ungefärbte Lederbezüge zum Beispiel sehen toll aus und fühlen sich gut an - aber sie brauchen auch viel Pflege, da sie leicht austrocknen und ihre Farbe verlieren. Unempfindlicher sind hingegen pigmentierte, also gefärbte Leder - allerdings schwitzt man auf diesen schneller. Das gleiche gilt für Kunstleder, das entweder aus PVC oder PUR besteht, wobei PUR die umweltfreundlichere Variante ist. Achten Sie bei Kunstledermöbeln auf jeden Fall auf eine hochwertige Qualität, billige Kunstleder können sehr schnell reißen oder ausbleichen.

Vorsicht, Geruch: Ledermöbel haben einen sehr eigenen Geruch, der jedoch in der Regel bald abnimmt. Falls das Sofa nach mehreren Wochen und intensiven Lüftens immer noch stinkt, enthält es womöglich Lösungsmittel. In Deutschland sind gesundheitsschädliche Stoffe verboten, doch in anderen Ländern sind die Vorschriften nicht so streng. Kontaktieren Sie auf jeden Fall der Hersteller, und lassen Sie sich vor dem Kauf über den Herkunftsort aufklären.

Die Farbwahl

Natürlich sollte das neue Stück gut zu Ihrer Einrichtung passen. Falls Sie unsicher sind: Machen Sie doch ein Foto von Ihrem Wohnzimmer und nehmen Sie es mit in den Laden. Bedenken Sie bei hellen Farben, dass Flecken schnell zu sehen sind. Falls Sie gerne Jeans tragen, sollten Sie sich das mit dem weißen Ledersofa noch mal überlegen - denn Jeansstoffe färben schnell ab.

Vorsicht, Muster: So schön der Blümchenstoff im Katalog aussah - ein komplett geblümter Dreisitzer kann das Auge schnell überfordern. Wählen Sie bei großen Polstermöbeln darum lieber einfarbige Bezüge. Bei kleinen Sessel oder Hockern hingegen kann ein gemusterter Bezug für tolle Effekte sorgen. In jedem Fall gilt: Lassen Sie sich vor dem Kauf auf jeden Fall ein Möbelstück zeigen, das komplett mit Ihrem Wunschbezug bezogen ist.

Der Standort

Auch wenn der Blick nach draußen so schön ist - stellen Sie Ihr Sofa möglichst nicht direkt ans Fenster. Sonst verwandeln die Sonnenstrahlen das tiefe Dunkelblau Ihres Bezuges schnell in ein blasses Hellblau. Das gleiche gilt für Halogenstrahler. Auch Heizungen vertragen sich nicht gut mit Polstermöbeln - vor allem Leder trocknet durch die Wärme schnell aus.

Fotoshow: Schön flexibel - die Sofatrends 2009

Text: Michèle Rothenberg

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