Unsere kleine Kürbiskunde

Welche Vitamine stecken eigentlich in dem Halloween-Gemüse und wie viele Arten gibt es davon? Wie groß ist der Größte und wie klein der Kleinste? Interessantes und Skurriles über den Cucurbita (lat. für Kürbis) erfahrt ihr in unserer kleinen Kürbiskunde

Gesund-Gemüse

Kürbisfleisch ist kalorienarm, enthält nur wenig Zucker und keine Säure. Es enthält viel Provitamin A (Carotin), Kalium, Kalzium, Zink, Vitamin E, Folsäure und Eisen. Die Kerne, die man lose zum Knabbern kauft, stammen oft aus Steirischen Öl-Kürbissen und helfen gegen Blasenschwäche. Man kann aber auch die Kerne anderer Arten im Ofen rösten.

Heil-Gemüse

Kürbisfleisch fördert die Verdauung und entgiftet den Darm. Außerdem kräftigt es das Immunsystem, stärkt die Schutzhüllen der Nerven und wirkt dadurch beruhigend. Diättauglich sind die Kürbisse ebenfalls, da sie 95 Prozent Wasser enthalten und nur circa 20 kcal pro 100 Gramm Gewicht haben.

Doch das Fruchtfleisch lässt sich auch äußerlich anwenden. Wird das Fruchtfleisch püriert und als Maske aufgetragen, erweitert es die Poren und die enthaltenen Vitamine können gut von der Haut aufgenommen werden.

Angeberwissen
Botanisch korrekt zählt der Kürbis nicht zum Gemüse, sondern zu den Beerenfrüchten.

Kult-Gemüse

Natürlich lässt sich aus dem Kürbis auch eine kultige Halloween-Dekoration schnitzen. Die großen Sorten eignen sich dafür am besten. Wie du das Messer ansetzen musst, erfährst du in unserem Kürbis-Schnitz-Kurs

Vielfalt

Zur Kürbisfamilie gehören über 700 Arten. Bei uns gibt es im Herbst meist Garten-, Riesen- und die besonders leckeren und gut zu verarbeitenden Hokkaido-Kürbisse zu kaufen.

Bei so vielen Sorten wird die Namensfindung irgendwann schwierig. Dieser Tatsache verdanken wie Kürbisse mit so witzigen Bezeichnungen wie Spaghettikürbis und Türken-Turban.

Geschichte

In Mittel- und Südamerika wussten die Indianer schon früher als der Rest der Welt, wie lecker und gesund Kürbisse sein können - die Rundlinge gehörten zu ihren Grundnahrungsmitteln. Im 16. Jahrhundert wurden Speisekürbisse erstmals nach Europa gebracht. Hier galten Kürbisse lange Zeit als "Arme-Leute-Essen" oder wurden als Viehfutter verwendet. Inzwischen sind einige Kürbisvarianten aber auch in der gehobenen Küche sehr beliebt, weil man sie so vielseitig verarbeiten und beim Servieren auch noch dekorativ verwenden kann.

Superlative
Der größte Kürbis der Welt wiegt 666,33 kg und kommt aus den USA. Larry Checkon aus Pennsylvania hat das Rekord-Gemüse gezüchtet. Der kleinste Kürbis soll etwas größer als ein 1-Euro-Stück sein und einen Durchmesser von 2 cm sowie eine Länge von 3,5 cm haben.
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