Luftfeuchtigkeit in Räumen – das ideale Klima

Die falsche Luftfeuchtigkeit in Räumen kann Gesundheit und Gemüt schaden. Im Video seht ihr die effektivsten Tipps, um zu hohe Luftfeuchtigkeit loszuwerden!

Luftfeuchtigkeit in Räumen – Fenster mit Kondenswasser
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Vergilbtes Kopfkissen: So wird es wieder strahlend weiß!

Ist die Luftfeuchtigkeit in Räumen zu niedrig oder zu hoch, kann sich das auf das Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken. Hier erfährst du, wie du die optimale Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen erreichst, was du außer Lüften noch tun kannst und warum sich ein Hygrometer lohnen kann. 

Luftfeuchtigkeit in Räumen: Die richtige Luftfeuchtigkeit 

Es gilt: 20 Grad Raumtemperatur und 50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit sind ideal für Gesundheit und das Gemüt. In der Küche betragen die empfohlenen Werte 18 Grad und 50 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit, im Bad 20 bis 22 Grad und 50 bis 70 Prozent. Und für den Keller liegt die optimale Temperatur bei 10 bis 15 Grad und 50 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. 

Doch was genau heißt das? Relative Luftfeuchtigkeit beschreibt das Verhältnis zwischen dem tatsächlich vorhandenen Wasserdampf in der Luft und dem maximal möglichen. Der maximal mögliche Wasserdampf in der Luft ist abhängig von der Temperatur im Raum. Je wärmer die Luft, desto mehr Wasserdampf kann diese aufnehmen und desto höher ist der Feuchtigkeitsgehalt. 

Luftfeuchtigkeit in Räumen: Schäden für die Gesundheit 

Trockene Raumfeuchte 

Eine zu trockene Raumfeuchte kann der Gesundheit schaden: 

  • So können die Augen trocken werden, sogar rot werden und fangen an zu jucken. 
  • Auch die Haut kann mit austrocknen und es entsteht ein Juckreiz. 
  • Zudem können Kopfschmerzen eine Folge von zu trockener Luft sein. 
  • Außerdem steigt das Infektionsrisiko, da die trockene Luft einen Einfluss auf das Immunsystem hat und Keime trockenes Klima mögen. 

Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen entsteht besonders im Winter. Das ständige Heizen trocknet die Luft aus. 

Hohe Luftfeuchtigkeit

Doch auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Räumen können der Gesundheit massiv schaden: 

  • Luftfeuchte Räume wirken sich stark auf die Atemwege aus. Meistens lässt sich eine zu hohe Luftfeuchtigkeit an Schimmelbildung an den Wänden erkennen. Auch auf Textilien kann sich eine zu Raumluftfeuchtigkeit in Form von Stockflecken bemerkbar machen. Zudem entsteht ein muffiger Geruch in den Räumen. Hier erfährst du, wie du Schimmel in der Wohnung los wirst, wenn es schon zu spät ist.
  • Davon abgesehen enthalten Schimmelsporen toxische Stoffe, die durch das normale Atmen in Atemwege und die Lunge geraten. Schimmel kann daher richtig krank machen. Asthmatische Erkrankungen und Allergien können durch eine hohe Raumluftfeuchtigkeit ausgelöst werden. 
  • Weitere Folgen sind Schlafstörungen, Husten, brennende Augen und Kopfschmerzen. Für diese Fälle sollte man sich einen Luftreiniger oder Luftentfeuchter unbedingt zulegen. 

Luftfeuchtigkeit in Räumen: Richtig lüften für gute Raumluft 

Daher ist es umso wichtiger, auch für die Familie, für das richtige Raumklima zu sorgen. Grundsätzlich sollte man auf die richtige Wohnraumlüftung achten und richtig lüften. Auch bei Nebel und im Winter. Bei Regen solltest du allerdings darauf verzichten, denn bei Regen ist die Außenluft besonders feucht; diese sollte sich nicht in die Raumluft übertragen. 

Stoßlüften – die besten Tipps

  • Ideal ist stoßlüften und das drei bis vier Mal am Tag. 
  • Dazu alle Fenster aufmachen, sodass ein ordentlicher Durchzug entsteht, der die Luftfeuchte beseitigt. 
  • Nach zehn bis fünfzehn Minuten lüften solltest alle Fenster wieder schließen. 
  • Du solltest darauf verzichten, den ganzen Tag die Fenster auf Kipp zu haben. So können die Wände auskühlen und gute Bedingungen für Schimmelbildung bieten. Daher sind Keller besonders schimmelanfällig. 

Was tun bei zu starker Raumfeuchte?

Auch wenn der Luft zusätzlich Wasserdampf zugeführt wird, zum Beispiel beim Kochen, sollte diese auch wieder ausgelüftet werden. Wenn das Lüften nicht hilft, solltest du dir einen Luftentfeuchter zulegen. Ein Luftreiniger kann sehr hilfreich. Besonders für Allergiker eignen sich Luftreiniger gut, denn sie befreien die Luft von vielen Schadstoffen. 

Was tun bei einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit? 

  • Zu hohe Temperaturen in dein eigenen vier Wänden entsteht häufig durch falsches Heiz-Verhalten. Alle Tipps dazu gibt es hier: Richtig heizen.
  • Zimmerpflanzen sind eine geeignete und schöne Methode, die Luft wieder mit Feuchtigkeit anzureichern. Besonders gut eignen sich Pflanzen wie Zyperngras oder Zimmerlinde. 
  • Ist eine solche kleine Maßnahme unwirksam, gibt es spezielle Luftbefeuchter. Wenn du dir einen Luftbefeuchter zulegst, solltest du dich aber unbedingt beraten lassen, sie unterscheiden sich in Größe, Funktion und Betriebslautstärke. 

Luftfeuchtigkeit in Räumen: Feuchtigkeit erkennen 

Sieht man (noch) keinen Schimmel an den Wänden der Wohnräume, oder hat man noch keine trockenen Augen, kann man den Feuchtigkeitsgehalt in der Zimmerluft dennoch herausfinden. Dazu gibt es Hygrometer, die den Luftfeuchtigkeitsgehalt in deinen Räumen messen. So kannst du dein Raumklima immer direkt ins Lot bringen und schlimmere Folgen vermeiden.

Weitere Haushaltstipps und die besten Tricks, wie ihr in euren vier Wänden richtig viel Geld sparen könnt, erfahrt ihr auf unserer Pinterest-Pinnwand. Vom Heizung entlüften übers Geld sparen beim Waschen bis hin zum Wasserkocher entkalken ist alles dabei. 

Videotipp: So vermeidest du die 5 häufigsten Heiz-Fehler

Richtig heizen: So vermeidet ihr die 5 häufigsten Fehler
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