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8 Dinge, die ihr am Ende des Sommers unbedingt wegschmeißen solltet

8 Dinge, die du am Ende des Sommers wegwerfen solltest
© Shutterstock/ Tinatin
Warum das Ende des Sommers die beste Zeit zum Ausmisten ist - und was ihr jetzt aussortieren solltet.

Vergesst den Frühjahrsputz! Die beste Zeit, die Wohnung auszumisten, ist jetzt: am Ende des Sommers. Weil wir uns leicht und unbeschwert fühlen und dieses Gefühl in die kühle Jahreszeit mitnehmen möchten. Allein die Vorstellung, uns in eine vollgestopfte Wohnung zurückzuziehen, widerstrebt uns innerlich.

Nutzt dieses Gefühl, um euch von ein paar Dingen zu trennen, die ihr nicht mehr braucht!

1. Klamotten, die ihr niemals tragt

Ja, es gibt sie garantiert auch in eurem Kleiderschrank: diese Teile, die ihr irgendwann mal aus einer Laune heraus gekauft habt und die seitdem ein trauriges Dasein in der hintersten Ecke eures Kleiderschranks fristen. Seid ehrlich zu euch selbst und fragt euch, welche Kleidungsstücke ihr in diesem Sommer gar nicht getragen habt – und dann ab auf den Flohmarkt, zum Kleiderkreisel oder in den nächsten Second-Hand-Shop damit. So schafft ihr auch gleich Platz für die neuen Lieblingsteile aus den Herbst- und Winterkollektionen.

Tipp: Hängt alle Kleidungsstücke, die ihr getragen habt, umgekehrt in den Schrank. So seht ihr ziemlich schnell, welche ihr schon lange nicht mehr angerührt habt. Und damit euch das nicht wieder passiert, haben wir hier die goldene "3-7-14-Regel" für euch.

2. Abgelaufene Medikamente

Das kennt man ja: Gegen jedes Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen, für alles gibt es Pillen und Tropfen. Und sind die Beschwerden dann abgeklungen, wandern die Döschen und Packungen im Medizinschränkchen immer weiter nach hinten, bis sie schließlich in Vergessenheit geraten sind. Doch Achtung: Die meisten Medikamente sind nach dem Anbruch innerhalb weniger Wochen zu verbrauchen. Spätestens nach dem Ablauf des Verfallsdatums aber solltet ihr sie entsorgen. 

Übrigens: Für die Entsorgung von Altmedikamenten gibt es in unterschiedlichen Städten unterschiedliche Regelungen. Während sie in Hamburg in die Restmülltonne geworfen werden können, ist es in Berlin und München untersagt. Manchmal kann man sie auch in der Apotheke abgeben. Die ist zwar zur Annahme nicht verpflichtet, kümmert sich aber häufig trotzdem (auf eigene Kosten) um die fachgerechte Entsorgung. Eine andere Möglichkeit, Chemikalien und alte Medikamente loszuwerden, sind Schadstoffsammelstellen.

3. Altes Make-up und Kosmetika

Zugegeben: Ein offizielles Verfallsdatum gibt es für die meisten Kosmetika nicht, Tatsache ist aber, dass viele Produkte nach einer gewissen Zeit Hautirritationen auslösen und sogar Krebs begünstigen können. Mindestens 30 Monate sollen Kosmetika laut Gesetz haltbar sein. Aber: "In der Regel halten Kosmetika nach dem ersten Öffnen nur noch etwa sechs Monate", erklärt Dr. Wolfgang Klee, Dermatologe aus Mainz, in der Frankfurter Rundschau.

Deshalb ist es jetzt höchste Zeit, Spontankäufe von der vorletzten Silvester-Party und das Glitzerpuder von der Weihnachtsfeier 2013 endlich zu entsorgen. Auch teure Gesichtscremes, die ihr euch Anfang letzten Jahres in einem Anflug guter Vorsätze gekauft und seitdem sparsam verwendet habt, und Parfums, die ihr den ganzen Sommer über nicht aufgetragen habt, gehören jetzt in den Müll.

Tipp: Um den Überblick zu behalten, könnt ihr nach dem Kauf Datumsaufkleber an allen Kosmetika anbringen. Spatel, Q-Tips und die regelmäßige Reinigung eurer Pinsel helfen, Verschmutzungen der Produkte zu vermeiden, die häufig über die Hände in die Kosmetik gelangen. Und: Wer weniger kauft, muss auch weniger wegschmeißen. Hier lieber auf Qualität als auf Quantität setzen und die Puder und Cremes komplett aufbrauchen.

4. Elektrogeräte, die ihr nie benutzt

Auch hier gilt wieder die Faustregel: Wenn ihr über den Sommer gekommen seid, ohne ein bestimmtes Ladegerät zu benutzen oder ohne ein bestimmtes Paar Kopfhörer mit in den Urlaub zu nehmen, dann ist es jetzt Zeit, euch von ihnen zu trennen. Das gilt natürlich auch für den Föhn, der es gerade noch so über den Sommer geschafft hat, weil die Haare eh an der Luft getrocknet sind, und für den Toaster, der vom Frühjahrsputz noch im Keller steht.

Alte Elektrogeräte könnt ihr bei der Stadtreinigung, auf Recyclinghöfen oder beim Hersteller bzw. Vertreiber zurückgeben, damit sie fachgerecht entsorgt werden. Im Hausmüll haben sie nichts zu suchen und auch Aufforderungen, Alt-Geräte zur Abholung an die Straße zu stellen, solltet ihr lieber nicht folgen. Ihr wisst nicht, wo die Geräte am Ende landen.

5. Tupperware ohne Deckel

Wir haben sie doch alle: Diese Schränke, aus denen wilde Stapel an Tupperware-Dosen sofort herausfallen, sobald man die Tür öffnet. Schluss damit: Sortiert jetzt alle Behältnisse aus, die verbeult sind, unangenehm riechen oder zu denen ihr den Deckel nicht mehr finden könnt. Wobei ihr letztere auch nachkaufen könnt, wenn ihr euch nicht von den geliebten Dosen trennen wollt. Umgekehrt gilt das für einsame Deckel natürlich auch.

6. Gebrauchte Einkaufstüten

Das Horten von Einkaufstüten aus Plastik ist eine Eigenart, die wir uns aus mehreren Gründen abgewöhnen müssen. Vor allem brauchen wir nie wieder Plastiktüten aus dem Supermarkt mitzunehmen, wenn wir stets Stoffbeutel griffbereit in der Handtasche haben. Die gibt’s ja im handlichen Mini-Format, sodass ihr sie jederzeit benutzen könnt. Ob beim Wochenendeinkauf oder bei der Shopping-Tour durchs Einkaufszentrum – sagt am besten "Nein, danke!" zur Plastiktüte.

Viele Händler erheben ja inzwischen auch ein Entgelt für die Beutel, sodass ihr mit einer Stofftasche auch gleich noch Geld spart. Und ihr vermeidet die Berge von Tüten, die man ja vielleicht irgendwann noch einmal brauchen könnte. Hebt drei oder vier Tüten auf, die ihr zum Einwickeln von Schuhen oder Kosmetika verwenden könnt, wenn ihr Koffer packt. Mehr braucht ihr nicht. Versprochen! Den Rest könnt ihr als Müllbeutel verwenden und so entsorgen.

7. Abgelaufene Gewürze

Jetzt ist die Zeit gekommen, von sommerlichen Grillgewürzen auf herbstliche Aromen und kräftige Gewürze umzustellen. Sicherlich geht der Blick dabei auch schon mal in Richtung Weihnachtsbäckerei. Prüft dabei gleich die Haltbarkeit eurer Gewürze und unterzieht sie einem Geruchscheck: Riechen sie überhaupt noch nach etwas? Wenn nicht: Ab in die Tonne damit!

Und für die Zukunft gilt: Vermeidet es, für einzelne Gerichte besonders ausgefallene Gewürze zu kaufen, die ihr anschließend nie wieder verwendet. Das spart Geld, verhindert, dass ihr Lebensmittel wegschmeißen müsst und schont die Umwelt. Überlegt stattdessen, ob ihr mit Gewürzen, die ihr bereits habt, ähnliche Effekte erzielen könnt und werdet kreativ.

8. Ungeliebte Bücher

Im Buchladen am Flughafen mal wieder daneben gegriffen? Auf der Strandpromenade einer Werbung aufgesessen, die nicht halten konnte, was sie versprochen hat? Schlechte Bücher sind Staubfänger, die ihr euch sparen könnt. Sortiert sie aus und schafft Platz für neue Lieblingsschmöker, mit denen ihr es euch im Herbst und Winter gemütlich machen wollt.

Alte Bücher könnt ihr zum Beispiel spenden. Infos dazu gibt es unter anderem auf buchspende.org. Viele Bibliotheken nehmen eure ausrangierten Bücher ebenfalls entgegen und auf Flohmärkten oder beim Bookcrossing macht ihr vielleicht noch jemand anderen mit euren alten Büchern glücklich.

uk

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