Fenster abdichten: So geht's Schritt für Schritt

Undichte Fenster, durch die Zugluft in die Wohnung kommt, sind ein Ärgernis – auch für den Geldbeutel. Hier bekommst du Tipps zum Fenster Abdichten.

Fenster sollten es zwar zulassen, hin und wieder frische Luft in die Wohnung zu lassen, doch nur dann, wenn man es möchte. Zugluft lässt den Energieverbrauch durchs Heizen in die Höhe schnellen, kann Feuchtigkeit und Schimmel in der Wohnung verursachen und führt nicht zuletzt auch zu Erkältungen.

Fenster abdichten: Die Vorbereitungen

  • Es gibt unterschiedliche Arten von Fenstern, für die sich unterschiedliche Arten der Abdichtung eigenen. Man unterscheidet zwischen Holfenstern, Alu – oder Kunststofffenstern. In Neubauten sind meist Alu- oder Kunststofffenster verbaut, in Altbauten meist Holzfenster. Schau dir dein Fenster genau an, ein Holzfenster dichtet man nämlich etwas anders ab, als ein Kunststofffenster.
  • Willst du die Stelle ermitteln, an der die Zugluft eindringt, gehe langsam mit einer Kerze oder einem Feuerzeug an deinem Fenster entlang. Wenn die Flamme an einer Stelle flackert, hast du sie gefunden. In vielen Fällen kannst du es auch schon sehen, wenn die alte Fensterdichtung bereits porös ist.
  • Prüfe allerdings auch den Schließmechanismus. Liegt der Fensterrahmen nicht richtig, ist das Schließen des Fensters nicht so einfach und auch das kann eine Ursache für ein undichtes Fenster ein. Ist das der Fall, kannst du die Schrauben am Fensterflügel einfach mit einem Schrauben- oder Inbusschlüssel nachjustieren.

Fenster abdichten: Die Möglichkeiten

Im Baumarkt findest du zahlreiche Fensterdichtungen. Dazu gehören: 

  • Gummidichtungen
  • Vorgefertigte Schaumstoffdichtungen
  • Acrylmasse
  • Silikon
  • Fensterkitt
  • Dichtungsprofile zum Einbauen

Fenster abdichten mit Gummidichtungen und Schaumstoffdichtungen 

Gummi- und Schaumstoffdichtungen, die vorgefertigt in der Form von Bändern zu kaufen gibt, sind in unterschiedlichen Breiten und Längen erhältlich. Miss also vorher deinen Fensterrahmen aus. Um das Spaltmaß für die Breite herauszufinden, kannst du etwas Knetmasse, in Frischhaltefolie eingepackt, zwischen Fensterrahmen und -flügel legen und bei geschlossenem Fenster etwas warten. Damit kannst du in den Baumarkt gehen und dir den Dichtstoff in der richtigen Größe geben lassen.

Die Dichtungsbänder sind eine schnelle und einfache Lösung für undichte Fenster. Sie lassen sich auch nachträglich noch auf die richtige zuschneiden. Dazu musst du sie einfach in den Fensterfalz zwischen Glas und Fensterrahmen kleben. Schaumstoffdichtungen, z.B. von tesamoll, haben eine Lebensdauer von ungefähr zwei Jahren. Etwas langlebiger ist der Dichtstoff aus Gummi, der mindestens acht Jahre hält. Noch länger halten sie, wenn du sie hin und wieder mit Grafit pflegst. Das hält das Gummi elastisch. 

Fenster abdichten mit Silikon und Acrylmasse

Von ihrer Konsistenz weisen Silikon und Acryl wenig Unterschiede auf: Silikon ist leicht glänzend, während Acryl matt und ein wenig wie Kaugummi ist. In der Funktionalität sind die Unterschiede gravierender: Silikon ist wasserabweisend, Acrylmasse kann man leicht überstreichen. Daher eignen sich letzteres besonders gut für Holzfenster und eine Silikondichtung ist gut für Badezimmerfenster. Die beiden Materialien werden auf identische Weise verarbeitet: 

  1. Die alte Masse wird aus den Fensterfugen mit einem Teppichmesser entfernt
  2. Die Fensterfugen werden mit Wasser und Spülmittel gründlich gereinigt, damit der Dichtstoff auch gut hält
  3. Mit einer Kartusche trägst du Silikon oder Acrylmasse auf. Mithilfe eines Silikonglätters oder einer Spachtel kannst du die Oberfläche glätten
  4. Lasse die Masse ein paar Stunden trocknen

Achte jedoch darauf, dass du Kunststofffenster mit einer bereits eingebauten Gummidichtung nicht noch zusätzlich abdichten solltest! Frage hier am besten deinen Vermieter und/oder einen Fensterbauer, was man tun kann, wenn es undicht ist. 

Fenster abdichten mit Fensterkitt

Alte Fenster sind häufig mit Fensterkitt abgedichtet. Dieser ist nicht langlebig und sollte daher immer mal wieder erneuert werden. Das geht ganz einfach: 

  1. Erhitze den alten Fensterkitt mit einem Föhn
  2. Kratze ihn gründlich aus der Fensterfuge
  3. Fensterkitt ist wie Knete. Rolle ihn in entsprechend breite Würstchen und drücke ihn in die Fuge
  4. Lasse den Fensterkitt für ungefähr eine Woche trocknen

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