Fenster streichen leicht gemacht: So geht’s!

Du fragst dich: Wann muss ich meine Fenster streichen und wie bekomme ich das hin? Keine Sorge, mit unseren Schritten wirst du zum fähigen Heimwerker!

Fenster streichen: In 5 praktischen Schritten zum Erfolg!

  1. Richtige Vorbereitung: Bevor du mit dem renovieren beginnst, hänge zuerst deine Fensterflügel ab. So kannst du perfekt alle Stellen erreichen. Entferne dafür auch die Gummidichtungen und Metallbeschläge.
  2. Schleifen: Wenn das Holz bereits angeschlagen ist, schleife die vorderen Schichten ab.
  3. Erster Anstrich: Bei einer Lackierung die Grundierung für den ersten Anstrich wählen. Nach der ersten Schicht abtrocknen und Lack oder Lasur nochmal abschleifen.
  4. Weiterer Anstrich: Verwende Acryl oder Aklydharzlack oder trage bei einer Lasur die zweite Lasurschicht auf. Jetzt lässt du den Anstrich wieder trocknen und bringst wieder dein Schleifpapier zum Einsatz.
  5. Abschluss:  Durch eine dritte Farbschicht schützt du dein Holz vor der Wetterlage und glättest die Oberseite perfekt ab.

Die richtige Reihenfolge für den Anstrich:

  1. Fensterrahmen
  2. Falz des Fensterflügels
  3. Querhölzer des Fensterflügels
  4. Falz des Rahmens
  5. Senkrechte Hölzer des Fensterflügels

Wie oft soll ich meine Fenster streichen? 

  • Holzfenster: Hier ist die Oberfläche des Lackes am anfälligsten und eine regelmäßige (ca. alle 5 Jahre) Pflege erforderlich.
  • Kunststofffenster: Wenn du den Farbton wechseln möchtest!
  • Aluminiumfenster/Holzaluminium: Sehr robust, erst nach einigen Jahren mal überprüfen.

Was muss ich bei Kunststofffenstern beachten?

  • Achte darauf, extra ausgewählte Grundierungen, Farben und Lacke zu verwenden. Lasse dich dazu im Baumarkt oder Fachgeschäft beraten.
  • Vergiss nicht, die Gummileisten abzukleben, damit sie nicht brüchig werden.
  • Orientiere dich an 2 Grundanstrichen und trage danach eine dünne Schicht Lack auf. Je nach Farbe schließt du mit einem oder zwei Schlussanstrichen ab.

Welches Zubehör hilft mir beim Fenster streichen?

  • Flachpinsel (Ideal für Lasur/2,5 cm breit)
  • Rund- oder Winkelpinsel (für Falzen und Ecken)
  • Plattpinsel
  • Fensterpinsel (für den Fensterrahmen)
  • Ringpinsel
  • Japanspachtel
  • Schleifklotz und Schleifpapier
  • Farbe

Was nehme ich zum Fenster streichen?

Lasur

Wenn dein Holzfenster noch gut erhalten ist, empfiehlt sich eine Lasur. Das Holz bleibt in seiner natürlichen Form sichtbar. Lediglich die Holzfarbe verändert sich entsprechend. Eine Lasur schont dein Holz und wirkt schützend bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen.

Die Lasur ist in zahlreichen Farben mit unterschiedlicher Konsistenz erhältlich. Du kannst dabei grundsätzlich auf übliche dünnflüssige Lasuren oder Dickschichtlasuren bauen. Letztere werden auch gerne bei Fenstern aufgetragen.

Kontrolliere zuerst, ob dein Altanstrich noch stabil ist. Bei Verwendung von Lasuren kannst du diesen direkt überstreichen und benötigst auch keine Grundierung. So wird die erste Schicht bezeichnet, die als Haftgrundlage für alle weiteren Anstriche dient. Je nach Zustand des Holzes solltest du den Altanstrich vorher abschleifen.

Lack

Lacke bieten sich an, wenn dein Anstrich farbig werden soll. Grundsätzlich solltest du vor dem Streichen mit Lack den Altanstrich bestmöglich entfernen. Bei neuem oder abgeschliffenem Holz baust du mehrere Anstriche auf. Je öfter du aufträgst, desto kräftiger wirkt dein Farbton.

Besonders wenn sich der alte Lack schon aus mehreren Schichten stapelt, solltest du ihn unbedingt entfernen. Wenn deine Fenster noch nicht lackiert sind, fängst du einfach selber an Schicht für Schicht zu lackieren.

Wie wähle ich die richtige Farbe zum Fenster streichen?

  • Ein Neuanstrich gibt dir die Möglichkeit, eine andere Lasur oder Farbe aufzutragen. Im ersten Schritt entscheidest du dich also, ob du die Farbe wechselst oder nicht. Die darauf folgenden Schritte bleiben jedoch identisch
  • Achte darauf, dass die Optik im Innenbereich und guter Schutz im Außenbereich entscheidend sind. Innen kannst du aus verschiedenen Glanzgraden – von glänzend bis matt – auswählen.
  • Informiere dich über das Deckvermögen und wie stabil deine Farbe bei Nässe wirkt.
  • Kunsthazanstrich oder Ölfarben? Kunstharzanstriche empfehlen sich bei geringen Laufzeiten. Sie sind unkompliziert und schnell zu verarbeiten. Bei Ölfarben gleicht sich der höhere Aufwand durch bessere Deckungsdichten und eine gute Haltbarkeit aus.
  • Auswahl der Pinsel: Qualität vor Preis - die Konsequenzen badest du sonst durch abgefallene Pinselhaare in Verbindung deines Anstrichs aus!

Fenster streichen: 4 praktische Heimwerker-Tipps

  • Verwende atmungsaktive, wasserdampfdurchlässige Farben, damit das Holz nicht zu faulen beginnt!
  • Streiche deine Fenster am besten im Sommer. Frische gestrichene Fenster trocknen bei offenen Türen!
  • Frage dich zuerst, ob renovieren überhaupt Sinn macht. Vielleicht sind deine Fenster so morsch, dass du sie lieber komplett austauscht.
  • Damit deine Fensterränder nach dem Streichen nicht verschmiert sind, benutze Klebeband für die Scheiben zum abkleben. Entferne das Klebeband rechtzeitig vor dem Trocknen der Farbe.
  • Mit einem Holzkitt (Spachtelmasse) kannst du schadhafte Stellen im Holz ausbessern. Nach dem Trocknen kannst du eventuell nochmal schleifen und schließlich überlackieren.

Kannst du weitere praktische Heimwerker-Tipps gut gebrauchen? Ob Decke streichen, Fliesen streichen, Wände-streichen: Wir haben für jede Situation die passenden Tipps für dich!

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Tiko

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Fenster streichen: Mann streicht Fenster mit Pinsel
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