Fenster putzen: Was taugen elektrische Fenster-Reiniger?

Lieber mit Lappen und Eimer wischen, oder einen neumodischen Fenster-Reiniger vollelektrisch die ganze Arbeit machen lassen - wir haben beide Methoden getestet!

Ja, das gehört für viele - neben dem Bügeln - wohl zu den unbeliebtesten Aufgaben im Haushalt: Fensterputzen! Doch wir alle müssen es immer wieder tun, damit wir einen klaren Durchblick behalten.

Doch wie putzen wir am besten unsere Fenster? Nachdem es jahrelang verschiedene Haushalts-Tipps fürs klassische Fensterputzen gibt - hier geben wir euch die besten Tipps für händisches Fensterputzen - gibt es mittlerweile auch jede Menge elektrische Fensterreiniger.

Das Prinzip ist dabei bei allen Geräten gleich: Die Scheibe wird mit einem Tuch und Spülmittel gereinigt und später mit einem (elektrischen) Sauger getrocknet. Der Effekt soll streifenfrei sein. Doch stimmt das? Und ist elektrisches Fensterputzen schneller und gründlicher als die Reinigung von Hand?

Wir haben mit einem elektrischen Fensterputzer testgeputzt.

Kobold VG100 Fensterreiniger im Test

Elektrisches Putzen mit dem Kobold-Fensterreiniger von Vorwerk.

Ausprobiert haben wir den elektrischen Fensterputzer Kobold VG 100 von Vorwerk, dem Staubsauger-Giganten und Thermomix-Erfinder aus Wuppertal. Im Gegensatz zu anderen elektrischen Fensterputzern passiert beim VG100 alles in einem Gerät: Er reinigt und trocknet in einem Arbeitsgang, wo die Konkurrenz von Kärcher, Vileda und Co. stets zwei Geräte (eins zum reinigen, eins zum Trockensaugen) anbieten.

So funktioniert der Kobold-Fensterreiniger

Das Versprechen klingt super: Der Akku des Kobold-Fensterreiniger wird aufgeladen, der Tank mit 80 ml Wasser und 5 ml Reinigerkonzentrat gefüllt, das passende Mikrofasertuch angepappt - und los geht's! Auf Knopfdruck geht der VG100 an, klingt dann wie ein Handstaubsauger, und wir ziehen bahnenweise die Fenster ab.

Es passiert folgendes: Der Reiniger pumpt das Wischwasser ins Tuch, während wir das Gerät von oben nach unten ziehen feuchtet es die Scheibe an, wischt, und saugt das Wischwasser sofort wieder ab und pumpt es in einen zweiten Tank.

Wie ist das Ergebnis?

Beeindruckend! Jede Stelle des Fensters wird nur einmal geputzt, Bahn für Bahn ist das Fenster blitzschnell sauber - und zwar wirklich streifenfrei. Während wir beim händischen Putzen immer mehrfach über bestimmte Stellen wischen mussten, geht es mit dem elektrischen Reiniger schnell und zuverlässig. Schwierig wird's am unteren Rand des Fensters, wo die Scheibe in den Rahmen übergeht - hier ist das Handling des Geräts etwas tricky und muss ein paar Mal geübt werden.

Außerdem wiegt der elektrische Fensterreiniger gut ein Kilo und liegt somit natürlich nicht so leicht in der Hand, wie ein Putzlappen. Gerade wenn man mehrere Fenster, Spiegel und Glasflächen nacheinander putzt, wird er schon recht schwer und man greift lieber mit zwei Händen zu. Dafür ist man aber natürlich auch schneller fertig, als beim klassischen Putzen.

Wie lautet das Fazit?

Keine Frage: Fensterputzen mit elektrischer Unterstützung ist bei weitem leichter und geht schneller, als die klassische Putzlappen-Variante. Allerdings muss jeder für sich entscheiden, ob das den satten Anschaffungspreis von 249 Euro rechtfertigt. Wer mit dem Preis kein Problem hat, auf technische Spielereien steht und gerne schnell durch sein möchte mit dem Putzen, für den ist der elektrische Fensterreiniger sicher ein praktischer Helfer, alle anderen bekommen aber ihre Fenster auch klassisch mit Lappen sauber.

von Florian Meyer
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