Holzpflege: Mit natürlichen Mitteln Holz pflegen

Wer Holzmöbel zu Hause hat, sollte sie auch pflegen, damit sie geschützt sind und ihre natürliche Schönheit bewahren. Hier erfährst du, wie du deine Holzpflege selber machen kannst.

Holzpflege: Infos & Tricks

  • Je nachdem, welche Oberflächen du behandeln möchtest, muss die Holzpflege darauf abgestimmt sein.
  • Bereits versiegelte Hölzer dürfen nicht mit anderen Mitteln gepflegt werden. Beispielsweise sollte geöltes Holz nicht nachträglich mit Wachs behandelt werden. Im Zweifelsfall kann ein Schreiner Auskunft geben.
  • Bist du dir unsicher, teste die Holzpflege vorher an einer unauffälligen Stelle aus.
  • Achte darauf, keine Mikrofasertücher zu verwenden, da diese Kratzer auf der Oberfläche verursachen können. Besser: Baumwolltücher.
  • Entferne Wasserflecken immer gleich und achte darauf, keine heißen Gegenstände oder Chemikalien auf dem Holz abzustellen.

Holzpflege: Natürliche Mittel

Für die Pflege deiner naturbelassenen Möbel eignen sich folgende natürliche Mittel:

Tipp: Teste die Pflegemittel vorher an einer unauffälligen Stelle!

  • Kokosöl: Trage das Kokosöl mit einem weichen Tuch auf und lasse es kurz einwirken. Poliere anschließend mit einem weichen Tuch nach. Kokosöl imprägniert das Holz und verleiht der Oberfläche neue Ausdruckskraft.
  • Wachs: Bienenwachs hat als Holzpflege-Produkt schon lange Tradition und sorgt für einen matten Glanz. Für diese Holzpflege brauchst du etwas Bienenwachs, einen Föhn und ein Baumwolltuch. Reibe das Holz mit einer dünnen Schicht Bienenwachs ein und nutze anschließend den Föhn, um das Wachs zu schmelzen. Danach wartest du ein paar Stunden und polierst mit einem Tuch die Oberfläche nach. Dabei wird auch gleichzeitig überschüssiges Wachs wieder abgetragen.
  • Leinöl: Leinöl lässt sich dünnflüssig mit einem weichen Tuch in Faserrichtung auftragen und dringt tief in das Material ein. Die Häufigkeit der Anwendung richtet sich nach der Beanspruchung der Möbel: Viel verwendete Einrichtungsgegenstände werden einmal pro Jahr damit gepflegt, bei allen anderen Möbeln reichen alle fünf bis zehn Jahre.
  • Essig & Öl: Mit einer selbst gemachten Holzpolitur aus Essig und Öl entfernt man nicht nur Wasserflecken, sondern sorgt auch für neuen Glanz auf den Holzmöbeln. ÖL und Essig mischt man im Verhältnis 1:1. Für dunkle Holzmöbel sollte man Balsamico-Essig verwenden, während für helle Apfelessig geeignet ist. Nach Belieben können noch 2 TL Zitronensaft beigefügt werden, um für einen frischen Geruch zu sorgen.

Achtung: Diese Holzpflege eignet sich nur bei Holzoberflächen, die nicht dem Wetter ausgesetzt sind. Für den Außenbereich ist es sinnvoll, Wetterschutz- und Holzschutzmittel aufzubringen!

Reinigung von Holzmöbeln: Das musst du beachten

Unbehandeltes Holz

  • Auf unbehandeltem Holz sammelt sich schnell mal Staub an. Holzpolituren sind hier aber nicht das Mittel der Wahl, da diese das unbehandelte Material schädigen können. Eine warme Seifenlauge ist dagegen besser geeignet. Befeuchte ein Tuch oder einen Schwamm damit und wische die Holzoberflächen ab.
  • Achte darauf, das Tuch gut auszuwringen, da zu viel Wasser der unbehandelten Oberfläche nicht guttut. Anschließend solltest du das Holz trocken reiben.
  • Kleine Kratzer oder Dellen lassen sich abschleifen.

Behandeltes Holz

  • Lasiertes und geöltes Holz: Verwende kein Wasser, sondern säubere die Oberflächen mit einem trockenen Tuch, das fusselfrei ist. Falls vorhanden, können auch eine weiche Staubsaugerdüse oder ein feiner Besen zum Einsatz kommen.
  • Starke Flecken werden mit einem Schleifvlies behandelt.
  • Bei Kratzern wird die Stelle abgeschliffen und anschießend neu geölt oder lasiert.
Do it Yourself-Idee: So bastelst du aus einem Holzbrett ein stylisches Hängeregal

Wenn du dich fragst, wie du Holz versiegeln kannst, findest du hier die Antwort. Ideen zum Basteln mit Holz findest du hier. Und hier erklären wir, wie du Termiten bekämpfen kannst.

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