Marder vertreiben – so wirst du sie los

Marderschäden sind unschön, teuer und können richtig gefährlich werden. Hier erfährst du, wie du erfolgreich Marder vertreiben kannst.

Steinmarder besiedeln, wie viele andere sogenannte Kulturfolger, gerne menschliche Behausungen. Gerade in Einfamilienhäusern in ländlicheren Gebieten suchen sich die kleinen Raubtiere einen Unterschlupf im Dachboden. Und das bleibt nicht ohne Folgen: Marder haben starke Zähne und können die Isolierung zerbeißen, hinterlassen unangenehme Kot- und Urinspuren und sind zudem besonders nachts eine richtige Lärmbelästigung

Auch Autos bieten dem Steinmarder einen wohligen Unterschlupf. Doch dann wird es richtig gefährlich: Kinderleicht können Sie Kabel und Schläuche durchbeißen. Dabei können starke und kostenintensive Motorschäden entstehen. Daher solltest du auf ein marderfreies und mardersicheres Zuhause achten. 

Wie kann ich Marder vertreiben? 

Bevor du deinen Dachboden mardersicher machst, sollte der Marder eingefangen sein. Da der Marder dem Jagdschutz untersteht, kann das nur ein Jäger durchführen. Neben der Jagderlaubnis bringt er auch das entsprechende Know-How mit. In der Regel wird er eine Marderfalle mit einem Köder aufstellen.

Steinmarder dürfen nur in der Wintersaison zwischen Oktober und Februar gefangen werden, so kann man sicher gehen, dass sie allein sind und keine Jungtiere zu versorgen haben. Eine Marderfalle kommt meist in Kastenform daher, um den Marder nicht zu verletzen.

Um Marder vom Dachboden und Auto zu vertreiben, bieten sich zahlreiche Methoden an: 

  • Elektrische Marderabwehr (arbeitet mit Elektroschock)
  • Marderschreck auf Duftbasis
  • Marderscheuche bzw. Tierschreck mit Ultraschall
  • Duftmarken durch Tierhaare oder getränkte Tücher
  • Dauerbeschallung des Dachbodens
  • Bewegungsmelder mit Licht
  • Selbstgebasteltes Mardergitter

Marder vertreiben: So sehen die Methoden aus

  • Zunächst solltest du deinen Dachboden auf Mardereinstiege überprüfen und diese dichtmachen. Ein Marder kann in ein Loch von gerade einmal fünf Zentimetern einsteigen.
  • Der Steinmarder ist ein geruchs- und geräuschempfindliches Tier. Viele mardergeplagte Hausbesitzer haben deswegen erfolgreich Marder vertrieben, indem sie ein Radio auf den Dachboden gestellt haben und es rund um die Uhr haben laufen lassen. Die Geräusche des Radios vergrämen die Tiere. 
  • Der Geruchssinn des Marders ist stark ausgeprägt und Menschen- oder Haustiergeruch sind für diese sehr unangenehm. So kannst du auch einfach ein paar Hunde- oder Katzenhaare auf dem Dachboden auslegen oder in Parfüm getränkte Stofftücher. 
  • Im Handel findest du außerdem spezielle Geräte zur Marderabwehr. Eine spezielle Marderscheuche arbeitet mit Ultraschall, sowie Bewegungssensoren und Licht. Die ultrahohen Wellen sollen bereits den Marder vertreiben. Das Licht, das durch den Bewegungsmelder angeschaltet wird, verschreckt den Marder endgültig. Diese Marderscheuche wird auch als Tierschreck bezeichnen und kann auch Katzen und Waschbären vertrieben.

Marder vertreiben: Marderbefall am Auto

  • Marderschreck auf Duftbasis oder gibt es meist als Spray zu kaufen und ist besonders gut, um Marder vom Auto zu vergrämen. Das Spray enthalt für das geruchsempfindliche Tier unangenehme Gerüche. Der Marderschreck hält ungefähr acht Wochen und sollte danach erneuert werden. Solche Gerüche vertreiben übrigens auch Wespen, Ameisen und Silberfische.
  • Wenn du bereits einen Marder im Auto hattest, solltest du immer wieder auf ausreichenden Marderschutz achten, um neue Marderschäden zu vermeiden. Ein effizientes Mittel ist die elektrische Marderabwehr. Sie arbeitet auf Elektroschock-Basis und wird in den Motorraum eingebaut. Die Werkstatt deines Vertrauens kann dich dazu gut beraten. Es gibt aber auch andere Lösungen.
  • Die Tiere markieren auch am Auto ihr Revier, das heißt, einfaches Umparken des Autos reicht nicht zur Marderabwehr. Es ist etwas komplizierter: Eine Grundreinigung des Autos und des Motors sind nach Marderbefall Pflicht. Auch der Parkplatz sollte mit dem Marderschreck eingesprüht werden. 
  • Ein selbstgemachtes Mardergitter bietet hier ebenso sicheren Marderschutz: die für das Tier ungewohnte Gitterfläche wird es nicht betreten, da es sich darauf unsicher fühlt. Dazu bespannst du einen Holzrahmen mit mindestens einem Quadratmeter Maschendraht. Dieses Mardergitter schiebst du bei Nichtbenutzung einfach unter dein Auto.

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