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Grün leben 10 Tipps, um einen nachhaltigeren Haushalt zu führen

Nachhaltig im Haushalt: Nachhaltige Putzutensilien
© Prostock-studio / Shutterstock
Wer im Haushalt auf Nachhaltigkeit achten möchte, muss nicht sein Leben auf den Kopf stellen. Denn: Schon kleine Dinge bewirken große Veränderungen für die Umwelt.

1. Standby-Modus aufgeben

Es ist nur eine kleine Veränderung im Alltag, sie kann in puncto Nachhaltigkeit jedoch viel bewirken: Setzt dem ewigen Standby-Modus ein Ende, der eigentlich nur für kurze Pausen gedacht ist! Der Grund: Auch im Energiesparmodus verbrauchen die Geräte weiterhin nutzlos Strom. Um die Geräte vom Netz zu nehmen, empfehlen sich abschaltbare Steckerleisten. Als Faustregel gilt: Wird das Gerät mehr als eine Stunde nicht benutzt, sollte man es komplett ausschalten.

2. Auf das richtige Putzmittel achten

Pro Jahr werden etwa 1,5 Millionen Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel an den:die private:n Endverbraucher:in verkauft, wie das Umweltbundesamt mitteilt. Alles, was in den Abfluss gelangt, belastet das Wasser. Die Wahl des Reinigungsmittels und die richtige Dosierung sind also enorm wichtig für unsere Umwelt. Achtet darauf, dass diese Mittel keine umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten. "Mit einem Allzweckreiniger, einem Handspülmittel, einer Scheuermilch und einem sauren Reiniger auf Basis von Zitronensäure, kann man den gesamten Haushalt reinigen," wird auf der Homepage der Bundesregierung geraten.

3. Heizung runterschalten

Sind wir mal ehrlich: Da unsere Räume auch im Winter muckelig warm sein sollen, drehen wir die Heizung meist auf Anschlag. Ihr solltet euch dabei jedoch bewusst machen, dass jedes Grad weniger rund sechs Prozent an Heizenergie einspart (Quelle: Stiftung Warentest). Wer das Thermostat von 24 auf 20 Grad (ideale Raumtemperatur!) herunter dreht, senkt den Energieverbrauch somit um 24 Prozent. Und das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch euren Geldbeutel.

4. Weniger Lebensmittel wegwerfen

Eine der wichtigsten Grundregeln eines nachhaltigen Lebens lautet: Geht bewusst einkaufen und lasst nur das in den Einkaufskorb wandern, was ihr auch wirklich verbraucht. Wie eine Studie der Universität Stuttgart ermittelt hat, entstehen 52 Prozent der Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten. Pro Jahr sind das etwa 75 Kilogramm pro Person. Auf die Bundesrepublik gerechnet macht das einen Berg von 6,1 Millionen Tonnen Abfällen in Privathaushalten. Insgesamt sind es 12 Millionen. 

5. Adieu Plastik-Tüte

Statt zum Plastikbeutel solltet ihr besser zum Stoffbeutel greifen, wenn ihr einkaufen geht. Sieht nicht nur besser aus, sondern gibt auch ein gutes Gewissen. Selbst große Modekonzerne tragen mittlerweile zum Plastikboykott bei – und geben Plastiktüten nur noch gegen ein Entgelt heraus. Übrigens: Auch beim Obst- und Gemüseeinkauf könnt ihr das Material einsparen, indem ihr zum Beispiel ein geeignetes Netz mitnehmt.

6. Müll richtig entsorgen

Generell solltet ihr euren Müll natürlich trennen – der umweltfreundlichste Müll ist jedoch der, der gar nicht erst entsteht. Achtet also schon beim Einkauf darauf, wiederverwertbare Produkte und Mehrweg- statt Einwegprodukte zu kaufen. Werft darüber hinaus nichts achtlos weg, sondern überlegt, ob die alten Klamotten oder Möbel vielleicht doch noch eine:n neue:n Besitzer:in finden könnten. Stichwort: Altkleidersammlung.

7. Duschen statt Baden

Klar, es gibt Jahreszeiten, in denen wir gerne mal in die Badewanne steigen – insbesondere dann, wenn uns eine Erkältung erwischt hat. Wer nachhaltig leben und haushalten möchte, sollte trotz allem aufs Baden verzichten. Der Grund: 150 bis 180 Liter Wasser verbrauchen wir bei einem Vollbad, beim Duschen fließen etwa 12 bis 15 Liter pro Minute durch die Leitung. Auch dort kommt man bei einem herkömmlichen Duschkopf also schnell auf 150 Liter.
Deshalb sollte beim Einshampoonieren und Duschgel benutzen das Wasser abgestellt werden. Eine weitere Hilfe können wassersparende Duschköpfe sein, wie das Energieunternehmen WEMAG berichtet. Ein Vier-Personen-Haushalt kann laut BUND über 300 Euro im Jahr an Energie- und Wasserkosten sparen, wenn er aufs Bad verzichtet.

8. Nachhaltige Mode kaufen

Wie schnell greifen wir zum günstig produzierten Pullover, ohne uns vor Augen zu halten, welche Materialien unter welchen Umständen darin verarbeitet wurden. Es gibt mittlerweile etliche Labels, die auf Kleidung spezialisiert sind, die unter fairen Bedingungen und aus Naturmaterialien gefertigt wurden. Und diese Öko-Mode muss nicht nach Öko aussehen, sondern kann durchaus modern und Fashion-tauglich sein. Grundsätzlich gilt: Schaut hin, welche:r Hersteller:in wo und wie produzieren lässt.

9. Sparsam Wäsche trocknen

Keine Sorge: Ihr müsst nicht auf euren heiß geliebten Trockner verzichten, nur weil das Trocknen mit Wäscheklammer die umweltfreundlichste Lösung ist. Trotzdem könnt ihr den Energieverbrauch schon deutlich minimieren, wenn ihr zum richtigen Trockner greift. Ein Wärmepumpentrockner verbraucht zum Beispiel nur halb so viel Energie wie ein Kondenstrockner, teilweise noch weniger. Denn: Die Wasserverdunstung kostet eine Menge Strom. Die Energieeffizienzklasse A+++ hat übrigens den mit Abstand niedrigsten Stromverbrauch.

10. Türen und Fenster abdichten

Durch Türen und Fenster kann viel Wärme entweichen. Um das zu verhindern, solltet ihr alle Türen und Fenster gut abdichten. Wie ihr merkt, dass alles dicht ist? Ganz einfach: Haltet einfache eine Kerze an den Rahmen. Flackert das Licht, kann weiterhin kalte Luft von außen eindringen.
Brigitte

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