10 Tipps, um einen nachhaltigen Haushalt zu führen

Wer im Haushalt auf Nachhaltigkeit achten möchte, muss nicht sein Leben auf den Kopf stellen. Denn: Schon kleine Dinge bewirken große Veränderungen für die Umwelt.

1. Standby-Modus aufgeben

Es ist nur eine kleine Veränderung im Alltag, sie kann in puncto Nachhaltigkeit jedoch viel bewirken: Setzt dem ewigen Standby-Modus ein Ende, der eigentlich nur für kurze Pausen gedacht ist! Der Grund: Auch im Energiesparmodus verbrauchen die Geräte weiterhin nutzlos Strom. Um die Geräte vom Netz zu nehmen, empfehlen sich abschaltbare Steckerleisten. Als Faustregel gilt: Wird das Gerät mehr als eine Stunde nicht benutzt, sollte man es komplett ausschalten.

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2. Auf das richtige Putzmittel achten

Pro Jahr werden circa 220.000 Tonnen Haushaltsreiniger und 260.000 Tonnen Geschirrspülmittel verkauft. Alles, was in den Abfluss gelangt, belastet das Wasser. Die Wahl des Reinigungsmittels und die richtige Dosierung sind also enorm wichtig für unsere Umwelt. Achtet darauf, dass diese Mittel keine umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten. "Mit einem Allzweckreiniger, einem Handspülmittel, einer Scheuermilch und einem sauren Reiniger auf Basis von Zitronensäure kann man den gesamten Haushalt reinigen," wird auf der Homepage der Bundesregierung geraten.

3. Heizung runterschalten

Sind wir mal ehrlich: Da unsere Räume auch im Winter muckelig warm sein sollen, drehen wir die Heizung meist auf Anschlag. Ihr solltet euch dabei jedoch bewusst machen, dass jedes Grad weniger rund sechs Prozent an Heizenergie einspart. Wer das Thermostat von 24 auf 20 Grad (ideale Raumtemperatur!) herunterdreht, senkt den Energieverbrauch somit um 24 Prozent. Und das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch euren Geldbeutel.

4. Weniger Lebensmittel wegwerfen

Eine der wichtigsten Grundregeln eines nachhaltigen Lebens lautet: Geht bewusst einkaufen und lasst nur das in den Einkaufskorb wandern, was ihr auch wirklich verbraucht. Wie eine Studie der Universität Stuttgart ermittelt hat, werfen die Deutschen jedes achte Lebensmittel aus ihrem Kühlschrank weg. Pro Jahr sind das 82 Kilogramm pro Person, auf die Bundesrepublik gerechnet macht das einen Berg von 6,7 Millionen Tonnen Abfällen.

5. Adieu Plastik-Tüte

Statt zum Plastikbeutel solltet ihr besser zum Stoffbeutel greifen, wenn ihr einkaufen geht. Sieht nicht nur besser aus, sondern macht auch ein gutes Gewissen. Selbst große Modekonzerne tragen mittlerweile zum Plastikboykott bei – und geben Plastiktüten nur noch gegen ein Entgelt heraus. Übrigens: Auch beim Obst- und Gemüseeinkauf könnt ihr das Material einsparen, indem ihr z.B. ein geeignetes Netz mitnehmt.

6. Müll richtig entsorgen

Generell solltet ihr euren Müll natürlich trennen – der umweltfreundlichste Müll ist jedoch der, der gar nicht erst entsteht. Achtet also schon beim Einkauf darauf, wiederverwertbare Produkte und Mehrweg- statt Einwegprodukte zu kaufen. Werft darüber hinaus nichts achtlos weg, sondern überlegt, ob die alten Klamotten oder Möbel vielleicht doch noch einen neuen Besitzer finden könnten. Stichwort: Altkleidersammlung.

7. Duschen statt Baden

Klar, es gibt Jahreszeiten, in denen wir gerne mal in die Badewanne steigen – insbesondere dann, wenn uns eine Erkältung erwischt hat. Wer nachhaltig leben und haushalten möchte, sollte trotz allem aufs Baden verzichten. Der Grund: Rund 140 Liter Wasser verbrauchen wir bei einem Vollbad, beim Duschen fließen etwa 20 Liter pro Minute durch die Leitung. Ein Vier-Personen-Haushalt kann laut BUND über 300 Euro im Jahr an Energie-und Wasserkosten sparen, wenn er aufs Bad verzichtet.

8. Nachhaltige Mode kaufen

Wie schnell greifen wir zum günstig produzierten Pullover, ohne uns vor Augen zu halten, welche Materialien unter welchen Umständen darin verarbeitet wurden. Es gibt mittlerweile etliche Labels, die auf Kleidung spezialisiert sind, die unter fairen Bedingungen und aus Naturmaterialien gefertigt wurden. Und diese Öko-Mode muss nicht nach Öko aussehen, sondern kann durchaus modern und fashiontauglich sein. Grundsätzlich gilt: Schaut hin, welcher Hersteller wo und wie produzieren lässt.

9. Sparsam Wäsche trocknen

Keine Sorge: Ihr müsst nicht auf euren heißgeliebten Trockner verzichten, nur weil das Trocknen mit Wäscheklammer die umweltfreundlichste Lösung ist. Trotzdem könnt ihr den Energieverbrauch schon deutlich minimieren, wenn ihr zum richtigen Trockner greift. Ein Wärmepumpentrockner verbraucht zum Beispiel nur halb so viel Energie wie ein Kondenstrockner. Denn: Die Wasserverdunstung kostet eine Menge Strom. Die Energieeffizienzklasse A+++ hat übrigens den mit Abstand niedrigsten Stromverbrauch.

10. Türen und Fenster abdichten

Durch Türen und Fenster kann viel Wärme entweichen – Experten schätzen, dass so bis zu 27 Prozent der zum Heizen verbrauchten Energie verloren geht. Um das zu verhindern, solltet ihr alle Türen und Fenster gut abdichten. Wie ihr merkt, dass alles dicht ist? Ganz einfach: Haltet einfache eine Kerze an den Rahmen. Flackert das Licht, kann weiterhin kalte Luft von außen eindringen.

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