Heizen und Energiesparen: So wohnen Sie klimafreundlich

Von der Halogenlampe bis zur Solaranlage - die besten Tipps zum Heizen und Energiesparen zu Hause. Mehr zum Thema Energie sparen: Entdecken Sie die Energiefallen - in unserem interaktiven Energiesparhaus

Heizen: Erleichtern Sie Ihre Stromrechnung!

Etwa ein Viertel der in Privathaushalten verbrauchten Energie entfallen auf den Stromverbrauch von Lampen, Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik, der große Rest wird fürs Heizen verwendet. Wer beim Heizen ansetzt, kann besonders effektiv etwas für den Klimaschutz und seinen Geldbeutel tun: In den vergangenen zehn Jahren sind die Preise für Gas und Heizöl um mehr als 80 Prozent gestiegen. Die Einsparmöglichkeiten sind enorm: Ein unsaniertes Einfamilienhaus aus den 60er Jahren verbraucht 20 bis 30 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr - ein Neubau (oder stark modernisierter Altbau) nur ein Drittel davon. Statt 2.700 Euro pro Jahr nur noch 800 Euro.

Das können Sie tun:

Mit diesem Hausmittel glänzt dein Duschvorhang wie neu

Thermostatventile ersetzen

Etwa die Hälfte der 200 Millionen Thermostatventile in Deutschland gilt als veraltet. Mit einem Austausch lassen sich in einer 70-qm-Altbauwohnung 150 Euro Heizkosten pro Jahr sparen. Wichtig: Beim Heizungstechniker auf einen "hydraulischen Abgleich" bestehen, das steigert die Effizienz. Infos unter www.klima-sucht-schutz.de

Heiztechnik

Etwa vier Millionen Heizkessel in Deutschland sind älter als 25 Jahre. Diese Energieschleudern sollten dringend ausgetauscht werden. Die Alternativen sind:

  • Brennwertkessel für Gas oder Öl. Dabei wird die Wärme der heißen Abgase mitgenutzt, das ist besonders effizient. Ein Gas-Brennwertkessel ist etwa 1.000 Euro teurer als ein gängiger Niedertemperaturkessel. Der Energieverbrauch reduziert sich um etwa 15 bis 25 Prozent. Sinnvoll sowohl für Alt- als auch Neubauten.
  • Holzpellet-Heizung: Kann gut in einem Altbau eingebaut werden, funktioniert wie eine Zentralheizung und nutzt aus Sägemehl gepresste kleine Holzröllchen. In der Regel werden dafür Holzabfälle aus heimischen Wäldern verwendet. Wie beim Heizöl werden die Pellets mit einem Tanklaster angeliefert. Von einem Lagerraum werden die Pellets automatisch in den Kessel transportiert und dort verbrannt. Die Investitionskosten sind mit etwa 12.000 Euro relativ hoch. Doch die Holzröllchen kosten weniger als Heizöl (wenn der Brennwert verglichen wird). Und die Klimabilanz ist hervorragend: Als nachwachsender Rohstoff sind die Holzpellets fast CO2-neutral. Besonders umweltfreundliche Brennwertkessel und Pelletheizungen findet man unter www.blauer-engel.de
  • Wärmepumpen nutzen gespeicherte Sonnenwärme, in der Regel aus dem Erdreich. Dazu werden Sonden oder Schläuche im Boden verlegt. Voraussetzung ist deshalb ein Stück Garten oder zumindest ein Hinterhof. Investition: mindestens 18.000 Euro; die jährlichen Energiekosten halbieren sich. Besonders günstig ist die Kombination mit einer Fußbodenheizung. Eher für Neubauten sinnvoll.
  • Kachel- und Kaminöfen verbreiten eine gemütliche Atmosphäre, sind aber aus Umweltsicht kritisch: Laut Umweltbundesamt setzen diese Öfen in Deutschland mittlerweile so viel Feinstaub frei wie der gesamte Autoverkehr. Diese kleinsten Staubteilchen stehen im Verdacht, krebserregend zu sein und Atemwegserkrankungen auszulösen. Geld sparen lässt sich damit kaum, ofenfertiges Holz ist recht teuer. Und es ist gut möglich, dass demnächst Grenzwerte für die Emissionen erlassen werden und die Öfen mit Filtern nachgerüstet werden müssen. Hochwertige Öfen tragen das Umweltzeichen "Blauer Engel" oder ein "DINplus"-Zeichen. Der Zentralverband der Deutschen Schornsteinfeger warnt außerdem davor, ältere Kaminöfen im Internet zu ersteigern. Häufig halten sie nicht die modernen Umweltstandards ein, der Schornsteinfeger kann dann die Zulassung verweigern. Wie Sie alles richtig machen können, können Sie im Ratgeber "Heizen mit Holz" vom Bundesumweltamt nachlesen. Einfach downloaden unter www.umweltbundesamt.de

Dämmung und Fenster: So bleibt die Wärme im Haus

  • Dämmung:
  • Eine einfache Maßnahme ist, in die Nischen hinter den Heizkörpern reflektierende Folie zu kleben (10 Euro pro Quadratmeter; aus dem Baumarkt).
  • Die Kellerdecke oder offen liegende Heizungsrohre kann man ohne großen Aufwand selbst dämmen, um Außenwände und Dach sollten sich Fachleute kümmern.
  • Als Alternative zu Mineralwolle gibt es ökologische Dämmstoffe wie Zellulose, Flachs, Hanf oder Kork. Den neuen Ratgeber "Wärmedämmung" kann man für 12,40 Euro inkl. Porto bestellen beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, Tel. 02962/90 86 47 oder www.ratgeber.vzbv.de

Fenster:

Eine Isolierverglasung ist zwar schon ein Fortschritt gegenüber den Fenstern früherer Zeiten. Doch richtig viel Energie sparen lässt sich erst mit einer Wärmeschutzverglasung. Die Scheiben sind mit Wärme reflekierendem Metall beschichtet, die Zwischenräume mit einem Edelgas gefüllt. Der Wärmeverlust reduziert sich um 50 Prozent.

Solarenergie: Der saubere Strom

Nicht nur energiesparend, sondern absolut klimaneutral ist Solarenergie. Mehr als eine Million Gebäude in Deutschland sind bereits mit Solarkollektoren ausgestattet. Sie werden auf dem Hausdach oder an der Fassade montiert und nutzen die Sonnenenergie, um Wasser zu erwärmen. Damit man nicht nur dann duschen kann, wenn die Sonne scheint, gibt es einen Speicher. Für eine vierköpfige Familie sind etwa sechs Quadratmeter Kollektorfläche erforderlich. Kosten mit Installation etwa 5.500 Euro. Neuere Anlagen unterstützen auch die Heizung, dann braucht man etwa drei Mal so viel Fläche. Komplett ersetzen lässt sich die Heizungsanlage damit nicht.

Photovoltaikanlagen nutzen das Sonnenlicht, um es in Strom umzuwandeln. Man kann den Strom ins öffentliche Netz einspeisen kann und erhält dafür eine Vergütung. Dennoch dauert es mindestens 20 Jahre, bis sich eine Anlage auf Privathäusern rentiert. Dafür gibt es den Vorteil, dass man (teilweise) unabhängig von fossilen Rohstoffen wird. Weitere Infos: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, Tel. 089/52 40 71 Solartechnikberater, Handwerksbetriebe, Musterbeispiele beim Bundesverband Solarwirtschaft, Tel. 030/2 97 77 880

Wer in einer Mietwohnung wohnt oder kein geeignetes Dach hat, kann dennoch etwas für die Umwelt tun und sich an einer Bürgersolaranlage beteiligen. So stellen viele Gemeinden zum Beispiel Flächen auf Schulen oder Hallenbädern zur Verfügung. Bürger können sich dann zusammenschließen und gemeinsam eine Photovoltaikanlage finanzieren. Durch den erzeugten Strom lässt sich sogar eine kleine Rendite pro Jahr erwirtschaften.Projekte finden Sie z.B. unter www.ecovision-gmbh.solar-monitoring.de, Tel.0711/248397-0 und www.solid.de, Tel.0911/81 02 70

Ökohäuser: Prima Klima zu Hause

Wem das alles nicht genug ist, kann ein Niedrigenergie- oder Passivhaus bauen (oder dort einziehen). Ein Niedrigenergiehaus darf nicht mehr sieben Liter Heizöl oder 7 Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen. Geschätzte Mehrkosten beim Bau: acht Prozent. Ein Passivhaus kommt ohne Heizung im herkömmlichen Sinn aus. Es muss mit weniger als 1,5 Litern Öl pro Quadratmeter und Jahr auskommen. Erreicht wird das durch eine besonders gute Wärmedämmung, großen Fenstern, die nach Süden ausgerichtet sind und Wärmerückgewinnung aus der verbrauchten Abluft. Mehrkosten gegenüber einem herkömmlichen Haus: etwa 10 bis 15 Prozent. In Deutschland gibt es derzeit etwa 8.000 Passivhäuser.Weitere infos unter www.ig-passivhaus.de. In Hamburg ist derzeit ein ganze Passivhaussiedlung im Bau: www.klimaschutzsiedlung.de

Finanzierung für Bau und Sanierung

Wer umweltfreundlich bauen oder sanieren möchte, kann dafür finanzielle Unterstützung bekommen. Das Problem: Es existieren etwa 900 verschiedene Förderprogramme von EU, Bund, Ländern, Kommunen oder Stadtwerken mit unterschiedlichsten Kriterien und Voraussetzungen. Eine erste Orientierung gibt der BINE-Informationsdienst (gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium) Tel. 0228/923 79 14.

Größter Förderer ist die staatliche KfW-Bank, die günstige und langfristige Darlehen und Zuschüsse vergibt (Tel. 06196/908 400).

Eine individuelle und preiswerte Beratung zum Energiesparen im Haushalt, zu Heizungstechnik oder Wärmeschutz sucht, findet man bei den Verbraucherzentralen. Unter der bundesweiten Servicenummer 09001/3637443 (14 Cent/Minute) einen Termin für ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Kosten: fünf Euro.

Wer mit einem staatlich anerkannten "Vor-Ort-Energieberater" durchs Haus gehen möchte, findet eine Liste aller zugelassenen Experten beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Für die Energieberatung gibt es wiederum staatliche Zuschüsse.

Vorbilder besichtigen

Einmal im Jahr (meist Ende Mai) ist "Tag der Energiespar-Rekorde". Dann öffnen bundesweit vorbildlich sanierte Wohnhäuser ihre Türen. Architekten und Besitzer beantworten Fragen, anschließend gibt es Tipps zu eigenen Vorhaben. Informationen: www.energiesparrekorde.de

Und unter www.klima-sucht-schutz.de (gefördert vom Umweltministerium) kann man jene Familien - und ihre Wohnungen oder Häuser - kennen lernen, die beim jährlichen Wettbewerb "Energiesparmeister" gewonnen haben. Oder man kann selber mitmachen.

Energieausweis: Was er bedeutet, wer ihn braucht

Die Idee: Wer eine Immobilie kaufen oder mieten möchte, soll künftig auf einer Farbskala (wie bei einem Kühlschrank oder einer Waschmaschine) sofort erkennen können, ob sie sparsam mit Energie umgeht (grün), im Durchschnitt liegt (gelb) oder ein Energieverschwender (rot) ist. Besorgen und bezahlen muss den Ausweis der Besitzer der Immobilie. Seit 1. Juli 2008 ist er für jene Gebäude Pflicht, die vor 1965 errichtet wurden; ab 2009 auch für alle anderen. Für Neubauten existiert der Ausweis bereits seit dem Jahr 2002.

Es gibt zwei Varianten: Im "Verbrauchsausweis" wird der Verbrauch anhand der Heizkostenabrechnungen dargestellt. Problem dabei: Der Wert ist natürlich abhängig vom Verhalten der Bewohner. Ein reiselustiger Single verbraucht viel weniger als eine Familie mit Kindern. Aussagekräftiger, aber in der Anschaffung wesentlich teurer (ab etwa 300 Euro) ist der "Bedarfsausweis." Dazu muss ein Architekt, Ingenieur oder Handwerker das Gebäude inspizieren und beurteilen. Wer braucht welchen Energieausweis ab wann? Infos bei der kostenfreien Hotline 08000/736 734 oder www.dena-energieausweis.de. Wer unter www.zukunft-haus.info seine Postleitzahl eingibt, erhält eine Liste der registrierten Aussteller an seinem Wohnort. Und die Broschüre "Der Energieausweis" kann für 6,90 Euro inkl. Porto bei Verbraucherzentrale Bundesverband bestellt werden: Tel. 02962/90 86 47

Stromanbieter wechseln

Der Strom, den deutsche Haushalte nutzen, wird zu 60 Prozent aus fossilen Brennstoffen wie Steinkohle, Braunkohle oder Heizöl erzeugt. Diese tragen besonders stark zum Klimawandel bei. 29 Prozent stammen aus Atomkraftwerken, und für elf Prozent werden regenerative Quellen wie Sonne, Wind und Wasser genutzt. Wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter, wenn Sie solche zukunftsfähigen Technologien unterstützen wollen.

Ökostromanbieter sind meist nur geringfügig teurer, in einigen Regionen sogar preiswerter als herkömmliche Stromlieferanten. Am besten wählen Sie einen der vier unabhängigen, bundesweiten Anbieter: Lichtblick, Greenpeace energy, Elektrizitätswerke Schönau oder Naturenergie. Diese sind nicht mit Konzernen verflochten, die auch Kohle- oder Atomkraftwerke betreiben und sie investieren in den Neubau von Solar-, Wind- oder Wasserkraftwerken. Auch etliche Stadtwerke bieten Ökostrom an, die Qualität der Angebote schwankt jedoch stark. Umfassende Infos unter www.atomausstieg-selber-machen.de oder bei der kostenlosen Hotline 0800/7626852. Preise vergleichen kann man auch beim Internet-Stromrechner www.verivox.de.

Beleuchtung, Wasserverbrauch, Haushaltsgeräte: Energiesparen im Alltag

  • Stand-by-Verbrauch: In einem Vierpersonenhaushalt werden etwa 500 Kilowattstunden Strom pro Jahr nur dafür verbraucht, dass Geräte ständig betriebsbereit sind. Auf alle Haushalte in Deutschland hochgerechnet, ist das der Stromverbrauch der Drei-Millionenstadt Berlin.
  • Neben dem normalen Stand-by-Modus z.B. des Fernsehgeräts (erkennbar meist an einem roten Lämpchen), gibt es auch ein "Schein-Aus": Obwohl der Aus-Knopf gedrückt wurde, verbraucht das Gerät weiter Energie, oft über ein externes Netzteil. Ein Hinweis darauf kann ein Brummton oder eine warme Oberfläche sein. Wer solche Leerlaufverluste vermeiden will, sollte den Netzstecker ziehen oder eine abschaltbare Steckdosenleiste dazwischenschalten. Tipp: Vermeiden Sie, wann immer möglich, das Vor-Programmieren von Backofen, Spül- und Waschmaschine - das Gerät "wartet" im Stand-by-Modus.
  • Neukauf von Haushaltsgeräten: Wenn Sie ein neues Haushaltsgerät kaufen möchten, sollten Sie das EU-einheitliche, farbige Energielabel ganz genau studieren: Auch in der sparsamsten Klasse "A" gibt es zum Teil beträchtliche Unterschiede im Stromverbrauch: bei Waschmaschinen sind mittlerweile 99 Prozent der Geräte mit dieser "Höchstnote" ausgezeichnet. Besonders verwirrend ist die Einteilung bei Kühl- und Gefriergeräten: Seit 2004 gibt es neben der Klasse "A" auch "A+" und "A++"(B und schlechtere Effizienzklassen werden kaum mehr angeboten). Wer ein wirklich sparsames Gerät möchte, sollte also "A++" wählen. Für Büro- und Unterhaltungselektronik-Geräte existiert leider noch kein Label. Es soll aber voraussichtlich 2009 eingeführt werden.Informieren Sie sich auch bei Stiftung Warentest, bei Öko-Test oder EcoTopTen (erstellen ein Produktranking, das neben Umweltaspekten auch die Kosten berücksichtigt). Wenn Sie gerne per interaktivem Online-Check Hersteller und Modelle vergleichen wollen und gleichzeitig einen Händler in Ihrer Nähe finden wollen, der sich besonders für die Umwelt engagiert, sind Sie bei www.stromeffizienz.de richtig.
  • Beleuchtung: Energiesparlampen verbrauchen 80 Prozent weniger Energie als Glühbirnen. Eine Berechnung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen ergab: Werden in einem Haushalt zehn Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt, spart man pro Jahr 100 Euro Stromkosten; die Unterschiede bei Anschaffungskosten und Lebensdauer sind dabei berücksichtigt. Man sollte allerdings Markenprodukte kaufen; in Tests haben vor allem Energiesparlampen zu Dumpingpreisen schlecht abgeschnitten - sie erreichten nicht annähernd die versprochene Lebensdauer und Stromersparnis.
  • Halogenlampen verbrauchen etwa 20 Prozent weniger Strom als Glühbirnen. Doch der Megatrend der Zukunft heißt Licht emittierenden Elektroden (LED), eine Entwicklung aus der Computerindustrie. Die Lichtausbeute ist doppelt so hoch wie bei Energiesparlampen und sie sind so robust, dass sie wahrscheinlich die Lebenszeit der Lampenschirme überdauern werden.
  • Warmwasser: Wer duscht statt badet, spart nicht nur Wasser, sondern auch Strom: Ein Vollbad verbraucht etwa sechs Kilowattstunden, duschen nur die Hälfte. Überprüfen Sie die vorab eingestellte Temperatur Ihres Warmwasserspeichers - je höher, desto mehr Strom wird verbraucht. Statt 80 Grad Celsius sind 60 Grad vollkommen ausreichend; noch niedrigere Temperaturen sind allerdings nicht empfehlenswert, weil sich dann Krankheitserreger im Warmwassersystem vermehren können. Heizungspumpen sind oft regelrechte Stromfresser. Der Bund der Energieverbraucher hat berechnet: Eine moderne, neue Pumpe verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Strom als eine altes Modell.
  • Kochen und Backen: Wenn Sie einen Gasanschluss in der Küche haben: ein Gasherd ist auf alle Fälle umweltfreundlicher als ein Elektroherd: die CO2-Ersparnis beträgt bis zu 50 Prozent.
  • Glaskeramikfelder bei Elektroherden sind deutlich sparsamer als die alten, gusseisernen Herdplatten. Besonders effizient sind Herde, die mit Induktionstechnik arbeiten. Sparen können Sie auch durch die Wahl geeigneter Töpfe und Pfannen. Durch einen passenden Deckel sinkt der Stromverbrauch auf ein Drittel. Verzichten Sie außerdem auf das (in Rezepten häufig empfohlene) Vorheizen des Backofens.
  • Auch Kleinvieh macht Mist: Statt auf der Herdplatte sollten Sie Wasser für Kaffee oder Tee im Wasserkocher erhitzen. Und 50 Prozent Energie spart derjenige, der einen elektrischen Eierkocher nutzt, statt den Herd anzuschalten.

Energieeffizente Sanierung spart CO 2 ein

Wo kann mit vergleichsweise geringem Aufwand besonders viel CO 2 eingespart werden? Ganz klar – bei der Sanierung von Wohngebäuden, so eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Die staatliche Förderbank KfW hat errechnet: Von 13 Millionen Wohngebäuden in Deutschland, die vor 1979 errichtet wurden (und einen besonders hohen Sanierungsbedarf haben) sind erst vier Millionen energieeffizient saniert worden. Seit Anfang 2009 hat die Kfw ihr Förderprogramm deutlich ausgeweitet. Seither werden auch Einzelmaßnahmen wie der Einbau neuer Fenster oder eines Brennwertkessels gefördert, statt wie zuvor ganze Maßnahmenpakete.

www.kfw.de, Tel. 069/74 31 30 30

Einen aktuellen „Ratgeber Wärmedämmung“ (12,40 Euro inkl. Versand) kann man beim Bundesverband der Verbraucherzentralen bestellen www.ratgeber.vzbv.de

News: Kurz-Check für Immobilienbesitzer

Hausbesitzer können seit Juli 2009 kostenlos den Energieverbrauch ihrer Immobilie in einem Kurz-Check ermitteln lassen. Dabei überprüfen Handwerker Fenster, Heizung und Dämmung auf Sparpotenziale und geben Sanierungstipps. Anhand von Ampelfarben auf einem Bewertungsbogen ist das Ergebnis für jeden leicht ablesbar. Drei Viertel aller Häuser und Wohnungen in Deutschland wurden vor 1984 gebaut. Solche Immobilien sind häufig regelrechte Energieschleudern. Doch offenbar scheuen viele Besitzer eine ausführliche Energieberatung, da sie rund 750 Euro kosten kann. Die Initiative der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks soll die Hemmschwelle nun senken. Unter www.sanieren-profitieren.de findet man Handwerker aus der Region, die an der Kampagne teilnehmen.

Text: Beate KomaFoto: peeten/ photocaseStand der Informationen: Juli 2009

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