Pflanzen umtopfen: Schritt für Schritt erklärt

Pflanzen brauchen Licht, Nährstoffe, Wasser und genügend Platz, um zu wachsen! Wie du deiner Pflanze mehr Platz ermöglichst und sie umtopfen kannst, erfährst du hier.

Warum muss man Pflanzen umtopfen?

Durch das Umtopfen können die Wurzeln der Pflanzen weiter wachsen. Dadurch wird die Standfestigkeit der Zimmerpflanze gefördert und das generelle Wachstum begünstigt. Außerdem werden den Pflanzen mit der neuen Erde Nährstoffe zugeführt: In den kommenden sechs Wochen nach dem Umtopfen ist daher Düngen auch nicht notwendig. Zusätzlich entsteht mit einem größeren Topf ein verbesserter Wasserpuffer. Wenn also zu viel gegossen wird, kann das Wasser unten im Topf gespeichert werden und die Pflanzen laufen nicht Gefahr, dass die Wurzeln faulen. Dank der neuen Erde erhalten Pflanzen weiterhin nach dem Umtopfen mehr Luft, was sich positiv auf das Wachstum auswirkt.

Pflanzen umtopfen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

  • Je nachdem, wie schnell die Pflanze wächst, sollte sie nach einem spätestens aber nach drei Jahren umgetopft werden. Ist bereits die ganze Erde mit Wurzeln durchzogen oder treten Wurzeln an der Oberfläche aus, dann ist das ein Zeichen, dass die Zimmerpflanze schnellstmöglich umgetopft werden muss.
  • Als optimaler Zeitpunkt wird der Beginn der Wachstumsphase angesehen, der von Februar bis April reicht. Zu dieser Jahreszeit steigen die Temperaturen und die Lichtintensität. Grundsätzlich können die Pflanzen aber immer umgetopft werden.
  • Hast du dir eine neue Zimmerpflanze gekauft, musst du sie prinzipiell in einen neuen Topf setzen, da die Anzuchttöpfe aus dem Laden zu klein sind.
  • Tragen die Pflanzen gerade Blüten, solltest du erst die Blütezeit abwarten und dann umtopfen.

Pflanzen umtopfen: Wie groß muss das Gefäß sein?

  • Der neue Topf sollte um zwei bis drei cm größer sein als der vorangegangene.
  • Handelt es sich um ältere Pflanzen, sollte ein fünf bis sechs cm größerer Topf ausgewählt werden, da ältere Pflanzen generell nicht mehr so häufig umgetopft werden müssen.
  • Verwende auf keinen Fall einen zu großen Topf, da sonst sämtliche Energie der Pflanzen in die Bildung von Wurzeln und nicht in die Entwicklung der Blätter fließt.

Pflanzen Umtopfen: So geht’s!

Achte darauf, dass die Pflanzen weder Spinnmilben noch Blattläuse aufweisen – andernfalls musst du sie erst behandeln!

Topf mit Ablaufloch

  1. Vor dem Umtopfen musst du den neuen Topf vorbereiten: Dafür schüttest du eine Schicht Kieselsteine, Pflanzengranulat oder Scherben aus Ton in den Topf. Damit schlägst du direkt zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens wird Staunässe vermieden und die Belüftung wird durch das lockere Material verbessert.
  2. Nun wird die Pflanze aus dem Gefäß entnommen, die alte Erde sanft abgeschüttelt und die Wurzeln begutachtet: Sollten einzelne Wurzeln vertrocknet sein oder gar Fäulnis aufweisen, werden diese abgetrennt. Sehr lange Wurzeln sollten gestutzt und der Wurzelballen ein wenig aufgelockert werden.
  3. Anschließend wird etwas Blumenerde in den neuen Topf gegeben und die Pflanze darauf positioniert, sodass sie einen geraden Stand erhält. Tipp: Es empfiehlt sich, die Blumenerde zu lockern, da sie in der Verpackung oft verklumpt.
  4. Nun muss der Topf soweit mit Erde aufgefüllt werden, dass zum Rand hin nur noch zwei Zentimeter Platz besteht. Drücke die Erde an und gebe gegebenenfalls noch ein wenig Erde darauf – sodass aber immer noch Spielraum zwischen Gefäßrand und Pflanzenerde ist. Andernfalls kann das Gießwasser übertreten.
  5. Am Schluss wird die Pflanze mit einer leichten Brause mit lauwarmen Wasser gegossen und auf einem Untersetzer platziert oder in einen Übertopf gestellt.
Auch ohne grünen Daumen: Mit diesen fünf Tipps hälst du dir erfolgreich Zimmerpflanzen

Hydrokultur umtopfen

Die Hydrokultur ist ein Pflanzsystem, bei dem die Pflanzen in wassergefüllten Behältnissen oder auch in Feuchtgebieten wurzeln. Dieses System wird zum Beispiel bei Blähtonkügelchen angewendet.

Auch Pflanzen aus Hydrokultur müssen umgetopft werden:

  1. Entferne den alten Blähton aus dem ursprünglichen Topf.
  2. Im neuen Topf wird eine Schicht neuer Tonkügelchen angefeuchtet, die Pflanze darauf positioniert und der Topf mit Kügelchen aufgefüllt. Die generelle Bewässerung und Düngung erfolgt später in den Übertopf, in den die Pflanze gestellt wird.

Weitere hilfreiche Tipps zum Thema Pflanzenpflege haben wir hier für dich zusammengestellt: Hier erfährst du, welche Pflanzen fürs Bad geeignet sind und hier, wie du Thymian pflanzen kannst. Alles rund um die Efeu-Pflege findest du hier.

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