Plastikfrei leben: Mit 17 Tipps zum Vorbild!

Mit Plastik produzieren wir Unmengen an Müll. Du fragst dich: Kann ich denn plastikfrei leben? Wir zeigen dir, wie du Plastik vermeiden kannst.

Plastikfrei leben: Was steckt dahinter?

Das Bewusstsein, dass Plastik unserem Planeten und damit uns selbst schadet, setzt mehr und mehr ein. Trotzdem sind wir als Gesellschaft weit davon entfernt, plastikfrei zu leben.

Du fragst dich: Was genau sind denn die Nachteile von Plastik? Die Seite "nachhaltig-sein.info“ hat dazu Zahlen diverser Studien zusammengetragen.

  • Etwa 5 % des vorhandenen Erdöls braucht man, um Plastik herzustellen
  • Von 200 Millionen Tonnen produziertem Plastik (Kunststoff) landen 3 – 13 % im Meer
  • Etwa 100.000 Meerestiere und 1 Million Vögel sterben im Jahr durch Plastik
  • Kunststoffe enthalten giftige Chemikalien wie zugesetzte Weichmacher oder Flammschutzmittel. Diese verursachen Gesundheitsschäden – von Allergien bis Krebs!

Plastikfrei leben: 7 Tipps zum Anfangen!

  • Transport von Lebensmitteln: Beim Einkaufen ist die Plastiktüte weiterhin ein gern verwendeter Begleiter. Mach es besser: Ob Korb, Beutel oder Rucksack. Es gibt ausreichend Alternativen, um Lebensmittel zu transportieren. Papiertüten sind zwar besser als Plastik, jedoch auch nur, wenn du sie mehrfach nutzt.
  • Mehrweg: Gerade bei Milch und Getränken solltest du in Zukunft auf Mehrweg- oder Glasbehälter zurückgreifen beim Einkaufen.
  • Fertiggerichte vermeiden: Fertiggerichte sind nicht nur ungesund aufgrund der Zusatzstoffe, sie produzieren auch reichlich Kunststoff. Versuche, dich bewusst zu ernähren und auf frische Lebensmittel zurückzugreifen. Es gibt auch schon erste Supermärkte, die Lebensmittel ohne Verpackungen anbieten. Stark!
  • Brotdosen: Mittlerweile gibt es Boxen aus Edelstahl, Holz oder Glas. Komplett ohne Plastik!
  • Leitungswasser trinken: Plastikflaschen sind gerade in Deutschland, wo Trinkwasser überwiegend sehr gute Qualität hat, unnötig. Mit einer mehrfach befüllbaren Trinkflasche sparst du viel Müll und hast immer Wasser bei dir.
  • Selber machen: Auch bei uns findest du zahlreiche DIY-Artikel. Von Shampoo selber machen bis Schuhschrank selber bauen. So hast du selber die Kontrolle, was für Inhaltsstoffe benutzt werden und sparst schädliche Verpackungen.
  • Kontrollierter Konsum: Selber machen ist schon ein Teil davon, dazu kommt, sich Dinge zu teilen oder auszuleihen, recyceln/upcyceln und Dinge reparieren, statt ständig neu zu kaufen. Denn dein Hauptmotto ist ab jetzt: Müll vermeiden!

Plastikfrei leben: 5 Tipps für Hygiene und Körperpflege

  • Kein Seifenspender: Wenn schon Seifenspender, dann fülle ihn, wenn er leer ist, wieder auf. Dazu gibt es Vorratspackungen zu kaufen. Das reduziert das Plastik zumindest etwas. Im Idealfall setzt du jedoch gleich auf Seife am Stück.
  • Wattepads: Bei Wattepads ergibt es Sinn, auf wiederverwendbare Öko-Pads zu setzen. Gerade beim Abschminken entsteht sonst unendlich viel Müll.
  • Taschentücher: Bei deinen Großeltern noch normal, heute langsam wieder im Kommen: Taschentücher aus Stoff! Damit sparst du sowohl Geld und kannst auf die Verpackungen verzichten.
  • Deo ohne Plastik: Deo gehört auch zu den Artikeln, die wir ständig benutzen und nachkaufen. Deo gibt es kaum unverpackt zu kaufen. Vereinzelt findest du jedoch bereits ein Deo ohne Plastik. Beste Lösung: Deo selber machen.
  • Holzhaarbürste: Haarbürsten auf dem Markt sind immer noch zu 99 Prozent mit Plastik. Es geht jedoch auch anders. Mit einer Holzhaarbürste kannst du auf Plastik verzichten und machst deinen Haaren auch eine Freude.

Plastikfrei leben:  5 Tipps für eine plastikfreie Küche

  • Holz statt Plastik: Ob Kochlöffel, Rührgeräte oder Pfannenwender – ersetze, sofern noch nicht geschehen, deine Küchenutensilien aus Plastik gegen solche aus Holz. Insbesondere Bambus-Holz eignet sich sehr gut. Dadurch hast du sogar den Vorteil, dass du Schadstoffen entgehst, die durch angebranntes Plastik entstehen.
  • Kein Küchenpapier: Auch Küchenpapier wird nicht unverpackt verkauft und muss ständig nachgekauft werden. Mit Stofftüchern, z. B. aus Baumwolle, erzielst du mindestens genauso gute Ergebnisse und kannst sie bei Bedarf einfach waschen.
  • Spülmittel: Auch Spülmittel gehört zu den Dingen, die du einfach selber machen kannst. Putzmittel selber machen lernst du bei uns in einfachen acht Schritten.
  • Spülzubehör: Egal, ob Spülbürsten oder Spültücher – hier fällt eine Menge Plastik an. Holz ist wieder eine gute Alternative. Zudem gibt es Spültücher auch ohne Plastik in Baumwolle.
  • Kräuter anbauen: Statt immer wieder neue Kräuter zu kaufen, kannst du auch einfach selber anbauen. Du brauchst dafür keinen großen Kräutergarten, schon ein Balkon reicht.

Wir haben schon vor langer Zeit den Selbsttest gemacht. Eine Woche ohne Plastik: Geht das überhaupt?

Videotipp: Gift in Plastikflaschen

Plastikflasche

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