Nachhaltigkeits-Challenge: Wie reduziere ich meinen Plastikmüll?

Anke, unsere Heldin für Nachhaltigkeit, macht derzeit eine Plastik-Challenge. Wie das Ganze bei einem Wochenendeinkauf für eine fünfköpfige Familie funktioniert, berichtet sie uns selbst.

Anke nimmt an unserem Experiment "Lebe lieber nachhaltig" teil, bei dem sie eng im Austausch mit unseren Experten steht. Um ihren Alltag nachhaltig zu gestalten, will die Dreifachmutter nun weitestgehend auf Plastik verzichten und Müll vermeiden. Wie ihr das gelingt, erzählt sie uns selbst. Hier lest ihr, wie unser Besuch bei Anke verlief.

Fruchtfliegen: So wird man sie endlich los!

Erster Gang-Drogeriemarkt.

"Wir brauchen Toilettenpapier und Seife für die Küche. Das Toilettenpapier ist in Plastik verpackt, auch das recycelte Toilettenpapier – ich kaufe sowieso kein anderes. Daran geht wohl kein Weg vorbei. Ob sich die Umverpackung zu Hause anderweitig weiterverwenden lässt, muss man mal sehen. Die Nachfüllpackungen der Flüssigseifen sind alle im Plastikbehälter, wie auch sonst. Also zurück zur guten alten Seife. Gibt es ohne Verpackung in herrlich riechenden Natursorten. Prima!"

Weiter zum Bio-Discounter.

"Auf dem Zettel stehen Käsespätzle mit Salat, Hokkaidosuppe und Raclette. Außerdem will ich Brot und Hefekuchen backen und wir brauchen Joghurt, Cornflakes, laktosefreie Milch, Käse und Honig. Mehl und Hefe gibt es in Papiertüten, Milch, Joghurt, Honig im Glas (zum Teil im Mehrwegsystem). Cornflakes, Crunchy und Co. sind leider alle in Plastik verpackt. Könnte man hier nicht auch Papier nehmen, wie beim Mehl?"

Käsetheke.

"Alle Laibe, die angeschnitten sind, sind in Frischhaltefolie gewickelt. Das geschnittene Stück wird in Papier gehüllt, das aber schwer beschichtet aussieht. Der verbleibende Laib wird in frische Frischhaltefolie verpackt, die Alte war schon entsorgt. Schade!"

Die Gemüsetheke.

"Wo sind die Papiertüten geblieben? Auf Nachfrage sagt man, dass man gerade am Experimentieren sei. Leider gibt es momentan nur Plastiktüten, die leider auch nicht aus recycelbarem Material sind. Hm, dann wohl eben ohne Tüte!

Mit den Paprika, den Moormöhren und den Tomaten ist das kein Problem. Der Salat ist ganz schön feucht. Hoffentlich weicht die Papiertüte ums Mehl nicht durch. Mit den zwei Kilogramm Kartoffeln gibt es an der Kasse Probleme. Die lose herumkullernden Erdäpfel wollen einfach nicht gemeinsam auf der Waage Platz nehmen. Hinter mir in der Schlange Augenrollen. Hallo, wir sind im Bioladen, es ist Wochenende und ich bin gerade dabei, nachhaltig einzukaufen. Bitte alle chillen!

Nach kurzer Diskussion müssen die Kartoffeln zum Wiegen doch in die Tüte. Ich nehme aber nur diese eine und stopfe anschließend das restliche Gemüse darauf. Da muss ich mir für die Zukunft etwas einfallen lassen, wie man das besser löst."

Anke, unsere Protagonistin für das Experiment "Lebe lieber nachhaltig".
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