Schimmel in der Wohnung: So entfernst du ihn richtig

Schimmel in der Wohnung sieht nicht nur eklig aus, er kann auch ein Gesundheitsrisiko darstellen. Wir verraten dir, wie du Schimmel entfernen kannst.

Schimmel sieht nicht nur eklig aus, die schwarzen Flecken können auch ein ernsthaftes Risiko für die Gesundheit darstellen. Einen kleineren Schimmelschaden kannst du in der Regel selbst beseitigen. Bei großflächigem Befall von mehr als einem Quadratmeter muss allerdings eine Fachfirma für die Schimmelsanierung zurate gezogen werden. In jedem Fall solltest du schnell handeln, um weitere Schimmelbildung zu vermeiden. 

Schimmel in der Wohnung richtig entfernen 

Bei geringem oberflächlichem Schimmelbefall kannst du selbst Hand anlegen. Dazu musst du allerdings ein paar Dinge beachten: 

  1. Öffne alle Fenster und Türen. 
  2. Du solltest immer geeignete Schutzkleidung tragen. Besorge dir außerdem Handschuhe, eine Schutzbrille und eine Atemmaske der Kennzeichnung P2. Beim Abreiben des Schimmels werden Schimmelsporen aufgewirbelt, die die Haut und Atemwege reizen können. 
  3. Behandle die befallenen Stellen immer nass. Reibe Schimmelpilze nie trocken ab. Auch der Staubsauger ist bei Schimmelschäden fehl am Platz. Durch die Feuchtigkeit werden die Schimmelpilzsporen gebunden und breiten sich weniger stark in der Umgebungsluft aus. 
  4. Nach dem Abwischen des Schimmels solltest du die benutzten Handschuhe, Lappen und Schwämme in einer Plastiktüte verschließen und im Hausmüll entsorgen. 
  5. Lass im Anschluss noch eine Weile durchlüften, bevor du das Fenster wieder schließt. Dein Problem befindet sich eher im Badezimmer? Wir erklären, mit welchen Mitteln du Schimmel im Bad entfernst. 

Schimmel in der Wohnung: Diese Mittel wirken 

  • Alkohol: Schütze dich mit geeigneter Kleidung wie bereits beschrieben. Tränke einen Lappen oder Schwamm mit 70-prozentigem Alkohol und tupfe die befallene Stelle damit ab. Bei unempfindlichen Oberflächen kannst du die Flüssigkeit eine Weile einwirken lassen. Dann reibe den Schimmel ab und trockne mit einem Papierhandtuch oder einem trockenen Lappen nach. Eine gründliche Trocknung ist wichtig, um den feuchtigkeitsliebenden Schimmelpilzsporen nicht erneut einen Nährboden zu liefern. Beachte hier die starke Entflammbarkeit.
  • Spiritus: Für dieselbe Prozedur kannst du auch Brennspiritus benutzen. Die Alkoholkonzentration sollte allerdings mindestens 70% betragen, um den Schimmelpilzen den Garaus zu machen. Gehe genauso vor wie mit Alkohol.
  • Wasserstoffperoxid: Wasserstoffperoxid ist eine ebenso effektive wie geruchsneutrale Alternative zur Entfernung von Schimmelbefall. Du solltest zum Beseitigen der Sporen eine fünf- bis zehnprozentige Lösung wählen. Das Mittel ist gesundheitlich unbedenklich und zersetzt sich nach der Anwendung zu Wasser. Höhere Konzentrationen können allerdings die Haut reizen. Aufgrund seiner Bleichwirkung sollte es überdies nicht auf farbigen Oberflächen angewendet werden.   
  • Essig: Essig ist aufgrund seiner aggressiven Säure ein effektives Hausmittel gegen Schimmel in der Wohnung. Er sollte allerdings nicht auf kalkhaltigen Materialien angewendet werden, sondern eignet sich eher für die glatten Oberflächen in Küche und Bad. Reibe den Schimmel mit einem in Essig getränkten Lappen ab, wische mit Wasser nach und trockne die Stelle anschließend gründlich ab.

Schimmel in der Wohnung vorbeugen 

  • Lüften: Da Schimmel hauptsächlich durch zu hohe Luftfeuchtigkeit entsteht, solltest du für eine ausreichende Luftzirkulation sorgen. Um Schimmelbildung vorzubeugen, wird tägliches Stoßlüften empfohlen. Öffne mindestens einmal am Tag für fünf bis zehn Minuten sämtliche Fenster deiner Wohnung. Die wichtigsten Tipps findest du hier: Richtig lüften.
  • Heizen: Auch richtiges Heizen kann Schimmel in der Wohnung eindämmen. Kalte Raumluft nimmt weniger Wasser auf als warme. Die Temperatur im Schlafzimmer und in Räumen, in denen du dich häufig aufhältst, sollte nicht unter 16 Grad sinken, da durch die Atmung zusätzliche Feuchtigkeit in die Luft abgegeben wird. Aber auch ungenutzte Räume sollten bei geringen Außentemperaturen geringfügig beheizt werden. Lass es also gar nicht erst zum Schimmelbefall kommen und beachte die Tipps zum richtig heizen
  • Abstand halten: Die falsche Positionierung von Möbeln kann ebenfalls Schimmelschäden verursachen. Große Schränke oder Betten sollten nicht zu nah an der Wand stehen. Auch hier kann durch mangelnde Luftzufuhr Feuchtigkeit entstehen, die das Schimmelwachstum begünstigt. 

Schimmel in der Wohnung: Deine Rechte als Mieter 

Handelt es sich um einen größeren Schimmelschaden, den du als Mieter nicht selbst verschuldet hast, muss in der Regel der Vermieter die Kosten für eine Schimmelsanierung übernehmen. Unter bestimmten Umständen hast du sogar ein Recht auf Mietminderung. Erkundige dich bei Unstimmigkeiten am besten bei einem Anwalt für Mietrecht oder deinem örtlichen Mieterverein. Das Thema rund um die Mietminderung beschäftigt dich? Dann diskutiere in unserer Brigitte Community mit. 

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