Schlafzimmer heizen: Darauf musst du achten

Wer gut schlafen will, sollte es mit dem Heizen nicht übertreiben. Wir erklären alles, was du wissen solltest – rund ums Thema Schlafzimmer heizen.

Die Temperaturen sinken, die Wohnung kühlt aus und eines ist klar: Wenn es draußen kalt wird, muss drinnen die Heizung angeschmissen werden. Doch wie geht richtig heizen? Besonders zum Thema Schlafzimmer heizen kursieren viele Mythen und Unwahrheiten.

Wir verraten, wie man vernünftig heizt, lüftet, Schimmel in der Wohnung vorbeugt, bei welcher Schlafzimmertemperatur es sich gut schlafen lässt, wie du Heizkosten sparen kannst und was bitte ein Hygrometer ist.

Schlafzimmer heizen: Die richtige Temperatur

  • Während du es dir an frösteligen Winterabenden im Wohnzimmer gemütlich warmheizen kannst, solltest du die Heizkörper im Schlafzimmer nicht zu hoch drehen. Studien haben ergeben, dass der Mensch zwischen 15 und 18 Grad am besten schläft. Das Thermostat der Heizung steht hierfür in der Regel auf Stufe 2.
  • Richtig geheizt führt ein angenehm temperiertes Schlafzimmer dazu, dass der Körper schneller in tiefen Schlaf findet und daher auch wesentlich ausgeruhter aufwacht.
  • Netter Nebeneffekt einer kühlen Schlafzimmertemperatur: Der Stoffwechsel wird angeregt. Der Körper muss härter arbeiten, um warm zu bleiben – eine super einfache Methode, um extra Kalorien im Schlaf zu verbrennen.
  • Achte auf die richtige Raumtemperatur, denn zu warme Heizungsluft während der Nacht kann die Schleimhäute austrocknen, was dich anfällig für Erkältungen macht.
  • Doch gänzlich aufs Heizen verzichten solltest du in den Wintermonaten nicht. Zu kalte Luft steigert nämlich das Risiko zur Schimmelbildung, denn die Kälte kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Die Feuchte schlägt sich dann an den kalten Wänden nieder, kann bis ins Mauerwerk gehen und setzt dort Schimmel an. 
  • In keinem Raum deiner Wohnung sollten die Temperaturen im Winter unter 14 Grad sinken. Einerseits kann sich bei zu kalter Luft Schimmel bilden, andererseits verursacht das Hochheizen viele Heizkosten.

Schlafzimmer heizen – und richtig lüften 

  • Mit richtiger Lüftung beugst du nicht nur Schimmel vor, du kannst auch Heizkosten sparen.
  • Vor dem Schlafengehen solltest du das Thermostat auf Nullstellung drehen und Stoßlüften, das heißt für etwa fünf bis zehn Minuten das Fenster komplett öffnen und lüften. Auf diese Weise gelüftet wird die verbrauchte Luft durch sauerstoffreiche, frische Luft ausgetauscht. Tipps zum richtig lüften gibt es bei uns.
  • Schneller funktioniert der Luftaustausch, wenn man zwei gegenüberliegende Fenster zum so genannten Querlüften öffnet.
  • Die Heizkörper sollten während des Lüftens ausgestellt sein, da die Thermostate andernfalls heizen würden, wenn die kalte Luft einströmt. Nach der Lüftung kannst du die Heizung wieder anstellen.
  • Vor dem Schlafengehen in der kalten Jahreszeit solltest du die Fenster schließen. Frostige, trockene Winterluft entzieht den Schleimhäuten, genau wie zu warme Heizungsluft, Feuchtigkeit – Achtung: Erkältungsgefahr!
  •  Dauerlüften mit gekipptem Fenster, ist ebenso keine gute Idee. Der Luftaustausch geschieht deutlich langsamer und die Wände kühlen aus, was wiederum zu Schimmelbildung führen kann.
  • Dauerlüften ist zudem ein wahrer Energiefresser. Ausgekühlte Räume wieder auf angenehme Temperatur zu heizen, benötigt viel Heizkraft und beschert dir unnötig hohe Heizkosten.
  • Ordentlich lüften ist auch am Morgen nach dem Aufstehen angesagt. Dein Körper produziert während er schläft, mehr Feuchtigkeit als die Luft aufnehmen kann. Also raus mit der überschüssigen Feuchtigkeit, um die Schimmelgefahr zu minimieren.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer kontrollieren

Egal ob Heizkörper, Fußbodenheizung, Kachel- oder Kaminofen, du solltest das Raumklima in deinem Schlafzimmer unter Kontrolle behalten. Klar, die Temperatur kannst du mit einem einfachen Thermometer messen. Die Feuchtigkeit der Luft ermittelt ein Hygrometer. Die Geräte sind nicht so teuer wie du denkst und sie geben dir Gewissheit.

Sinkt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft unter 30 Prozent, sollte der Wert erhöht werden, ab 60 Prozent steigt das Schimmelrisiko. Doch keine Sorge: Gewissenhaft geheizt und gelüftet sollten dein Schlafzimmer und du keine Probleme bekommen. Hier erfährst du alles über Luftfeuchtigkeit in Räumen.

Nicht nur mit dem richtigen Heizen können wir viel Geld sparen, sondern auch indem wir die Heizung entlüften und auch den Heizkörper reinigen

Videotipp: Was du über das Thermostat wissen musst

Entschlüsselt: Das bedeuten die Zahlen auf deinem Heizungs-Regler wirklich
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