Sportkleidung waschen: So funktioniert's!

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Sportklamotten müssen viel aushalten, sind in Sachen Reinigung aber oft Sensibelchen, die besondere Pflege brauchen, um fit zu bleiben. Wir zeigen euch, welche Sportkleidung man wie waschen sollte.


Sportkleidung richtig waschen und pflegen

  • Nach jedem Einsatz waschen: Niemand mag Schweißgeruch. Die Sportbekleidung sollte daher nach jedem Training gewaschen werden. Es muss nicht immer die Waschmaschine sein, hierfür reicht auch eine Handwäsche mit Shampoo aus.
  • Wäsche trennen: Funktionskleidung separat waschen, damit keine Rückstände der anderen Klamotten aus Baumwolle und anderen Naturmaterialien daran hängen bleiben. Und natürlich nicht die Handtücher vergessen! Schau mal hier: Handtücher waschen
  • Waschmittel & Waschgang: Sportsachen bestehen aus Kunstfasern, die eine ganz besondere Pflege brauchen. Um die Funktion der Sportbekleidung zu behalten, muss schonend gewaschen werden. Besonders flüssiges Feinwaschmittel eignet sich hierfür. Wer bei seiner Waschmaschine kein Sportprogramm hat, sollte auf eine niedrige Temperatur (30 Grad) und eine niedrige Drehzahl achten. Die Funktionskleidung linksseitig waschen. Damit die Kleidung in der Waschmaschine auch wirklich sauber wird, muss auch die Maschine sauber sein. Wir zeigen, wie's geht: Waschmaschine reinigen
  • Kein Weichspüler: Auf Weichspüler verzichten, da dieser die Funktion der Sportsachen verringert.
  • Richtig trocknen: Damit die Atmungsaktivität der Trainingskleidung lange erhalten bleibt, sollte die Kleidung nur bei niedriger Temperatur im Trockner getrocknet werden. Wer kein Risiko eingehen möchte, kann die Wäsche an der Luft trocknen.
  • Imprägnierspray: Sportklamotten haben eine wasser- und schmutzabweisende Imprägnierung, die durch das Waschen abgenutzt wird. Um die Lebensdauer der Trainingskleidung zu verlängern, empfiehlt sich, diese regelmäßig mit Imprägnierspray zu imprägnieren.

Schweißgeruch loswerden

Da die Sportsachen auf niedriger Temperatur gewaschen werden, kann es sein, dass nach dem Waschen noch immer müffelnde Stellen vorhanden sind. Damit der Geruch rausgeht, sollten die Sportsachen direkt nach dem Sport ausgelüftet und nicht zusammengeknüllt in den Wäschekorb gelegt werden.

Betroffene Stellen können zusätzlich mit Kernseife vor dem Waschen behandelt werden. Das Einweichen in Essig ist vor dem Waschen auch hilfreich gegen unangenehme Gerüche und wirkt antibakteriell (Essig hilft auch beim Gardinen waschen). 

Outdoor-Jacke

Den Ski-Anorak so selten wie möglich waschen, um ihn zu schonen? Keine gute Idee. Er wird nicht nur dreckig, es entstehen auch unangenehme Gerüche und er verliert noch seine Funktion. Eine Ski-Jacke sollte nach ungefähr sieben Tagen und eine Lauf-Jacke nach etwa drei Trainingseinheiten gewaschen werden.

Ob Soft- oder Hardshell: Beides kann man prima zu Hause sauber kriegen. Dafür eignet sich am besten ein Flüssigwaschmittel zur Reinigung in der Maschine und ein Pflegeleichtgang bei 30 Grad – Weichspüler, Fleckenentferner oder Bleiche aber vermeiden. Danach die Outdoor-Jacke extra spülen und aufhängen oder im Schongang in den Trockner stecken.

Ganz wichtig, um die wasserabweisende Imprägnierung zu reaktivieren: Die trockene Kleidung noch 20 Minuten in den Trockner geben oder warm bügeln (2 Punkte). Ist die Imprägnierung nicht mehr effektiv, die Jacke mit Pumpspray oder Einwasch-Imprägnierung nachbehandeln. Danach wieder trocknen oder bügeln.

Sport-BH

Am besten ist es, den Sport-BH direkt nach dem Sport zu waschen, um Schweiß, Creme, Deo und Bakterien zu entfernen – andernfalls verkleben die Funktionsfasern. Eine Handwäsche ist zwar deutlich schonender, aber auch eine Reinigung in der Maschine kann empfohlen werden – idealerweise in einem Wäschenetz und mit einem Schonprogramm.

Laufschuhe

Auch wenn es verlockend ist: Stinkende Laufschuhe oder Turnschuhe nicht in die Waschmaschine geben, denn die Tenside im Waschmittel greifen den Schuhkleber an – die Dämpfung und die Zwischensohle leiden. Besser: Die dreckigen Laufschuhe mit warmem Wasser reinigen und zum Trocknen mit Zeitungspapier (mehrfach wechseln) ausstopfen.

Badeanzug

Um Chlor, Salz und andere chemische Mittel, die sich im Wasser befinden, zu entfernen, sollten Badesachen nach jedem Einsatz mit klarem Wasser ausgewaschen werden. Das schützt das Material und verhindert unangenehme Gerüche, denn vor allem im Chlor getragene Teile fangen schnell an zu miefen. Ein richtiger Spülgang in der Waschmaschine ist daher nach mindestens jedem zweiten Schwimmbadbesuch Pflicht.

Aufgepasst: Trockner oder Aufhängen in praller Sonne sind dagegen tabu. Vielschwimmer sollten sich mehrere Outfits anschaffen, um immer eines trocken zur Hand zu haben.

Funktionsshirt

Der Pflegeleichtgang bei 30 Grad ist die richtige Wahl, wenn es um das Waschen eines Funktionsshirts geht. Nach der Reinigung in der Waschmaschine das Sport-Shirt aufhängen oder in den Trockner geben (Schongang). Ein spezielles Sportwaschmittel kann man sich sparen.

Trainingssocken

Wohl jeder Sporttreibende trägt ein Paar davon: Socken. Auch hier lieber keinen Weichspüler im Hinblick auf das Waschen der Sportkleidung verwenden. Dieser kann das im Material enthaltene Elasthan schädigen und das sogenannte Feuchtemanagement beeinträchtigen, sodass man beim Sport stärker schwitzt. Um geruchsbildenden Bakterien keine Chance zu geben, sollten die Sportsocken bei mindestens 60 Grad in der Maschine gewaschen werden.

BRIGITTE 21/2017

Wer hier schreibt:

Daniela Stohn Arndt Ziegler

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