Vom BH bis hin zur Socke: SO wascht ihr eure Sportkleidung richtig!

Sportkleidung waschen: So geht's!

Sportklamotten müssen viel aushalten, sind in Sachen Reinigung aber oft Sensibelchen, die besondere Pflege brauchen, um fit zu bleiben. Wir zeigen euch, WELCHE Sportkleidung man WIE waschen sollte.

Outdoor-Jacke:

Den Ski-Anorak so selten wie möglich waschen, um ihn zu schonen? Keine gute Idee. Er wird nicht nur dreckig und fängt an zu riechen, sondern verliert auch seine Funktion. Daher sollte man eine Outdoor-Jacke so oft waschen wie andere Kleidung auch. Eine Ski-Jacke sollte dementsprechend nach ungefähr sieben Tagen und eine Lauf-Jacke nach etwa drei Trainingseinheiten gewaschen werden.

Ob Soft- oder Hardshell: Beides kann man prima zu Hause sauber kriegen. Dafür eignet sich am besten ein Flüssigwaschmittel zur Reinigung in der Maschine und ein Pflegeleichtgang bei 40 Grad - Weichspüler, Fleckenentferner oder Bleiche aber vermeiden. Danach die Outdoor-Jacke extra spülen und aufhängen oder im Schongang in den Trockner stecken.

Ganz wichtig, um die wasserabweisende Imprägnierung zu reaktivieren: die trockene Kleidung noch 20 Minuten in den Trockner geben oder warm bügeln (2 Punkte). Ist die Imprägnierung nicht mehr effektiv, die Jacke mit Pumpspray oder Einwasch-Imprägnierung nachbehandeln. Danach wieder trocknen oder bügeln.

Sport-BH:

Am Besten ist es, den Sport-BH direkt nach dem Sport zu waschen, um Schweiß, Creme, Deo und Bakterien zu entfernen - andernfalls verkleben die Funktionsfasern. Eine Handwäsche ist zwar deutlich schonender, aber auch eine Reinigung in der Maschine kann empfohlen werden - idealerweise in einem Wäschenetz und mit einem Schonprogramm.

Und Finger weg vom Weichspüler: Er verstopft das Gewebe, was der Atmungsaktivität und der Elastizität des Sport-BHs schadet.

Laufschuhe:

Auch wenn es verlockend ist: Laufschuhe nicht in die Waschmaschine geben, denn die Tenside im Waschmittel greifen den Schuhkleber an - die Dämpfung und die Zwischensohle leiden. Besser: Die dreckigen Laufschuhe mit warmem Wasser reinigen und zum Trocknen mit Zeitungspapier (mehrfach wechseln) ausstopfen.

Badeanzug:

Um Chlor, Salz und andere chemische Mittel, die sich im Wasser befinden, zu entfernen, sollten Badesachen nach jedem Einsatz mit klarem Wasser ausgewaschen werden. Das schützt das Material und verhindert einen unangenehmen Geruch, denn vor allem im Chlor getragene Teile fangen schnell an zu miefen. Ein richtiger Spülgang in der Waschmaschine ist daher nach mindestens jedem zweiten Schwimmbadbesuch Pflicht.

Aufgepasst: Trockner oder Aufhängen in praller Sonne sind dagegen tabu. Vielschwimmer sollten sich mehrere Outfits anschaffen, um immer eines trocken zur Hand zu haben.

Funktionsshirt:

Der Pflegeleichtgang bei 40 Grad ist die richtige Wahl, wenn es um das Waschen eines Funktionsshirts geht. Nach der Reinigung in der Waschmaschine das Sport-Shirt aufhängen oder in den Trockner geben (Schongang). Ein spezielles Sport-Waschmittel kann man sich sparen.

Wichtig: Etwas Flüssigwaschmittel verwenden - die Kristalle von Pulvern können die feinen Stofforen der Funktionskleidung nämlich verstopfen.

Trainingssocken:

Jeder Sporttreibende trägt ein Paar davon: Socken. Auch hier lieber keinen Weichspüler im Hinblick auf das Waschen der Sportkleidung verwenden. Dieser kann das im Material enthaltene Elasthan schädigen und das sogenannte Feuchtemanagement beeinträchtigen, sodass man beim Sport stärker schwitzt. Zur Geruchsprophylaxe die Sportsocken bei mindestens 60 Grad in der Maschine waschen.

Sportkleidung waschen: mit praktischen Waschprogrammen

Manche Waschmaschinen haben sogar Extra-Programme für moderne Mikrofasern, die es ermöglichen, Sportkleidung schonend zu waschen. Aber ihr könnt unbesorgt sein: auch ohne ein Extra-Waschprogramm wird eure Sportkleidung in der Waschmaschine richtig sauber.

BRIGITTE 21/2017

Wer hier schreibt:

Daniela Stohn Arndt Ziegler

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